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Warum nicht endlich mal wirkliche Alternativen für die alten Dinger
Autor: laui 13.12.08 - 22:49
1. Was nützen dimmbare ESL, wenn diese nur in drei Stufen die Helligkeit ändern können.
2. Was nützen dimmbare ESL, wenn diese (wie ausdrücklich immer in Anleitungen oder Webseiten hingewiesen wird) NICHT mit Elektronischen, Sensor oder Fernbedienbaren Dimmern funktionieren.
3. Was nützen Kerzenbirnen für Stil-Leuchten, wenn diese immer mit einem hässlichen "Eierbecher" zwischen Gewinde und Leuchtkörper versehen sind.
4. Was nützen Lampen, die zwar schnell ihre max. Helligkeit erreichen, jedoch nicht häufig geschaltet werden können bzw. umgekehrt.
In einem Vorratsraum benötigt man sofort max. Helligkeit, denn in der Regel wird innerhalb 5 Sekunden das Licht bereits wieder ausgeschaltet: Tür auf, Licht an, nach der gewünschten Konserve greifen, Licht aus, Tür zu. Schummerlicht auch nur für wenige Sekunden ist in solch einem Fall nicht akzeptabel.
5. Was nützen E14-Sockel, wenn das Gewinde dank des dicken Plastikknuppels trotzdem nicht fasst.
6. Wann gibt es für dimmbare Klarglasbirnen mit dekorativ darin versponnem Glühfaden Alternativen?
Halogen als Alternative? Stimmt, Es gibt E14-Spots mit Halogeninnenleben. Es gibt grosse Klarglaskugelbirnen mit Halogen-Birnchen darin.
Aber zum einen kann ein grelles Halobirnchen optisch nicht mit einem über einen Halbkreis von cm Durchmesser gespannten Glühdraht mithalten.
Und gerade beim Dimmen wird der Vorteil einer Halogenlampe zunichte gemacht, sogar ins Gegenteil gewandt:
Halogenlampen haben normalerweise eine längere Brenndauer, wie klassische Glühlampen, denn das Halogen reagiert normalerweise mit dem vom Glühdraht verdampften Wolfram. Bei hohen Temperaturen kondensieren die Wolframdämpfe wiederum auf der Glühwendel. Ist die Lampe stark gedimmt, legt sich der Wolframdampf eher am verhältnismässig kühlen Glaskörper an. Der Draht wird also kaum noch regeneriert und brennt lange vor der technisch vorgesehenen Zeit durch. Deshalb sind bei durgebrannte Halo-Birnen die Glaskörper meist komplett dunkel durch das mittlerweile abgelagerte Kondensat.
Und LEDs? Sie lassen sich mit den handelüblichen Dimmern überhaupt nicht regeln, da ihr Strombedarf so niedrig ist, dass sie bereits in Min- wie auch Max-Stellung mit der grössten Helligkeit leuchten.
Bliebe nur noch das Auswechseln aller Dimmer in einer Wohnung. Allerdings müssten dann auch sämmtliche Steckdosen und Lichtschalter getauscht werden, da Designs von 20 oder 30 Jahre alten Garnituren kaum noch verfügbar sind. Schon gar nicht, wenn dann auch noch Sensor oder Fernbedienbare (z.B. mit IR, oder Funk) Dimmer ersetzt werden sollten.
Es werden also Vollendete Tatsachen geschaffen, die Lösung der Probleme wird auf die Endverbraucher, uns, abgewälzt.



