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  5. › Landesbank Berlin: Microfiches gingen…

Warum eigentlich externe Firma

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  1. Warum eigentlich externe Firma

    Autor: vsnap 14.12.08 - 21:18

    Soweit ich das verstanden habe, sollte eine externe Firma Rechnungen für die betroffenen Kunden erstellen. Soweit so gut, aber ich bekomm meine Rechnung doch elektronisch - warum ist da ne externe Firma beauftrag?

    Und vorallem - der Datenschutzbeauftragte gehört Fristlos entlassen, ebenso alle Vorgesetzen.
    Jede 0815 Klitsche verschlüsselt heute Ihre Daten, wenn sie das Haus verlassen. Jeder anständige Sicherheitsdienst transportier das Zeug in verschlossenen Stahlkoffern. So ganz koscher ist die Sache für mich auch nicht.

    vsnap

    P.S. Mein Kreditkartenkonto ist gekündigt.

  2. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: Siga 14.12.08 - 22:47

    Es gibt ja Firmen wo man mit CC bezahlen kann. Da ist also auch eine Infrastruktur: OnlineShop/KlamottenLaden -> CC-Dienstleister für Händler -> CC-Dienstleister für Kunden/Konten/CC-Karten -> Bank/BankKonto.
    Wenn man in USA online einkauft, gibts einige OnlineShops die dieselben Dienstleister nutzen was man an den Bezahlformularen erkennen/vermuten kann.

    Trotzdem würde ich es golem und allen Presslern ankreiden, so unklar zu berichten das das Forum voller nachvollziehbarer Fragen ist. Sowas ist unjournalistisch. Berichte haben in sich für den Großteil der Leserschaft geschlossen zu sein.

  3. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: RoKa 14.12.08 - 23:05

    vsnap schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > P.S. Mein Kreditkartenkonto ist gekündigt.

    Verrätst Du noch, warum Dir die Bank gekündigt hat?


  4. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: Sauer^ 14.12.08 - 23:30

    Da steht nur, dass es gekündigt wurde.
    Nicht von welcher Seite aus!

  5. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: :-) 14.12.08 - 23:35

    Nein, die Firma Atos schreibt keine Rechnungen für Bankkunden. Das machen die Banken noch selber.

    Atos bezieht solche Daten von unzähligen Firmen (Credit Suisse, Deutsche Bank, Goldman Sachs, JP Morgan, Merrill Lynch, Morgan Stanley, WestLB) weltweit in 40 Ländern mit 20 Milliarden Transaktionen.

    Je detaillierter so ein Datensatz ist, desto wertvoller ist er. Das ist der Mehrwert, den eine solche Firma schafft: "Vom morgendlichen Aufstehen bis zum ins Bett gehen am Abend: Ein Beispiel der täglichen Nutzung eines Endverbrauchers der von Atos Worldline entwickelten Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung elektronischer Transaktionen."

    Solche Transaktionen sind nicht vergleichbar mit dem aufstöbern und horten von "toten" Internetseiten wie bei google.

    Da erfährt man auch, wer welchem Arzt welchen Betrag überwiesen hat und wofür. Ebenso auch, um welche Zeit man den Arzt angerufen hat und wie lange das Gespräch gedauert hat.

    PayBack ist im Vergleich dazu etwas zum Schmunzeln.




  6. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: vsnap 15.12.08 - 08:37

    Ganz einfach, weil ich es ihr gesagt habe :)

  7. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: acjh 15.12.08 - 09:28

    Also alles, was ich bisher hier zu Atos (oder besser AWP) und der LBB gelesen habe, ist recht unausgegoren und bestenfalls Halbwissen. Ich will keinem etwas unterstellen aber vielleicht sollte man sich erst informieren, bevor man etwas vom Stapel lässt.

    Die Frage, warum sich Banken, gerade im Bereich der Kreditkartenverarbeitung eines externen Dienstleisters bedienen ist ganz einfach: Die Systeme, die hinter der ganzen Verarbeitung stehen, sind hoch komplex, sehr teuer und müssen 24h zur Verfügung stehen, damit die Karteninhaber zu jeder Zeit und aus der ganzen Welt ihre schönen, bequemen Transaktionen machen können. Allein die Autorisierung einer Transaktion (also PIN-Prüfung und Limitcheck) müssen extrem schnell gehen - keiner will bei den Weihnachtseinkäufen 5 Minuten auf die Genehmigung warten! Für die Banken rechnet es sich schlichtweg nicht für 100.000 oder auch 500.000 Karten die entsprechenden System und gesicherten Leitungen zu Visa und Mastercard zu unterhalten.

    Übrigens: Atos Worldline Processing bekommt keine Daten von der Deutschen Bank, es gibt keine entsprechende Geschäftbeziehung! Gleiches gilt für Goldmann Sachs. Die Daten der Kreditkartentransaktionen kommen von Visa (London) oder Mastercard (Waterloo) oder auch von so genannten Merchant-Processoren. Die Rechnung, die man als Karteninhaber jeden Monat bekommt, erstellt auch AWP und dabei ist es egal, ob die Rechnung auf Papier erstellt wird oder als HTML oder PDF im Internet abgerufen werden kann. Auch diese Systeme werden von AWP und anderen Bankendienstleistern gestellt, weil sie halt die Transaktionsdaten haben und auch die Stammdaten der Karteninhaber.
    Noch eins zu vsnap. Die Daten werden bei AWP verschlüsselt und normalerweise über gesicherte Leitungen von den Banken abgerufen. Allerdings ist der Dienstleister auch an die Weisung der Bank als Auftraggeber gebunden. Wenn die Bank sagt, dass sie Microfiche haben will, dann bekommt sie die auch. Die Verantwortung liegt bei der Bank, da es ihre Kundendaten sind.

  8. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: :-) 15.12.08 - 12:25

    Also erfolgte die Lieferung nicht von der Bank zu ATOS, sondern umgekehrt.


  9. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: acjh 15.12.08 - 13:10

    Die Daten sind schon von Atos zur LBB gegangen - so sieht es zumindest für micht aus. Ich nehme an, dass die Bank die Daten, die verschlüsselt auf dem AWP-System waren, als Micro-Fiche angefordert hat. Warum sie das gemacht hat weiß ich nicht....

  10. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: acjh 15.12.08 - 13:10

    Die Daten sind schon von Atos zur LBB gegangen - so sieht es zumindest für micht aus. Ich nehme an, dass die Bank die Daten, die verschlüsselt auf dem AWP-System waren, als Micro-Fiche angefordert hat. Warum sie das gemacht hat weiß ich nicht....

  11. Re: Warum eigentlich externe Firma

    Autor: :-) 15.12.08 - 13:34

    Es ist alles ziemlich unklar :-)

    Eine hierarchische Struktur würde doch so aussehen: ATOS kontrolliert alle elektronischen Buchungen. Sortiert dann die Daten und schickt die an Visa, Master Card, wen auch immer. Dort werden die Daten dann nach Banken sortiert und entsprechend weitergeleitet. Die Banken belasten dann mein Konto und drucken mir den Kontoauszug.

    Wie sich die Daten auf meinem Konto zusammensetzen ist ja nicht Sache von ATOS.

    Ich habe eher den Verdacht, dass es sich um eine Rückmeldung handelt. Vielleicht hatte man Unstimmigkeiten festgestellt und bat nun um Datenabgleich. Denn nur ATOS weiß ja, wo wann welche Karte genutzt wurde.

    Für den Internetverkehr bedeutet das, dass ATOs auch alle IPs kennt und somit feststellen kann, ob eine Bezahlung von einem "untypischen" Rechner erfolgte. Es würde in einer internen Rasterfahndung auffallen, dass ich meine Visa bisher nur an meinem Berliner Rechner benutzt habe und nun plötzlich erfolgen Abbuchungen von einem Münchner Rechner, die dann auch von mir storniert wurden.






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