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  5. › VG Köln: Preise für letzte Meile…

Kosten zu niedrig?

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  1. Kosten zu niedrig?

    Autor: b3nl 17.12.08 - 15:36

    Mich würde mal interessieren, wie die Gerichte kontrolliert und ihre Berechnungen einfließen lassen, dass ex extrem wenig Firmen gibt, die die TAL auch technsisch betreuen und pflegen? Wieviele dieser klagegenden Konkurrenten haben wohl einen eigenen technischen Außendienst, der die selben Aufgaben wie die der Telekom übernimmt, wenn sie von der Telekom die TAL mietet? Polemisch gesehen "Hauptsache Hand aufhalten!"

  2. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Marktbegleiter 17.12.08 - 16:18

    Das Problem ist, dass die anderen Unternehmen garnicht DÜRFEN !

    Das Netz gehört der DTAG (wurde ja vom Steuerzahler der DTAG geschenkt) und nur diese bzw. Unternehmen in deren Auftrag dürfen an der TAL arbeiten, für den Konkurennten heisst dass, er darf an seinem ÜVT schalten und alles nach der TAE bzw. NTBA (bei ISDN verlängert sich die TAE auf den NTBA) machen wie er lustig ist.

    MfG

    Einer der es weiß ;)

  3. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Siga 17.12.08 - 16:42

    Die Telefonpreise waren früher hoch. Die graue Post (T-Com) hat die gelbe Post (DHL, Briefpost) mit überhöhten TelefonMinuten-Preisen (ok, 23 Pfennig iirc eine Einheit und dementsprechend lange durfte man telefonieren) durchgefüttert.

    Nicht die Steuerzahler haben es bezahlt sondern alle Bürger mit Telefon. Jetzt kann man mit Moral usw. kommen aber es gibt etwas einfacheres, was besser zieht: Monopole sind allen zu gleichen Konditionen (Preise,...) zur Verfügung zu stellen.
    Also auch Konkurrenten. Und da stellt sich die T-Com extrem quer und missbraucht ihr faktisches Monopol.

    Die kleinen sind doof und denen traue ich ausser Ranger-Vertrieb auch nicht viel zu. Und herumheulen wegen 50 Cent o.ä. mehr pro Monat ist auch nicht das Gelbe vom Ei wenn man keine hundert/zigtausende überflüssiger Beamter bezahlen muss.
    Man müsste klein schnell effizient sein statt faul und fett. Aber dazu bräuchte es effiziente Organisation was aufgabenfeld der BWLer wäre. Die lieben aber Wirre Strukturen weil dann keiner schuld ist. Dafür klappt dann auch nichts und dann heulen alle wegen Verlusten und suchen sich die böse T-Com als Grund.

    Und wer mir vor Jahren kein DSL geben wollte und mich heute ständig mit TriplePlay-Werbung nervt (unitymedia), kann und soll von mir aus untergehen.

  4. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Häuslebauer 17.12.08 - 16:58

    Und jedem der Konkurrenten der T-Com ist es doch freigestellt seinen eigenen technischen Kundendienst zu unterhalten und die wirklich letzte Meile zum Haus eines Kunden zu verlegen - aber halt das wäre dann doch etwas zu teuer...........sollen die Häuslebauer doch zuerst sich von der T-Com ihre neue Hütte verkabeln lassen und dann einen Vertrag mit der Konkurrenz abschließen !

  5. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: dada 17.12.08 - 17:12

    Marktbegleiter schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > (wurde ja vom
    > Steuerzahler der DTAG geschenkt)

    Ähm, wurde vim Staat nicht die Bundespost "verkauft" und die DTAG-Eigner, also die Aktionäre, haben dafür Geld rüber gereicht?

    Oder gab es die Telekom Aktien geschenkt?

    Und alles was nicht verkauft wurde in Form von Aktien gehört noch dem Staat und der kassiert doch dann entsprechend Dividende, was dem Steuerzahler dann wieder zu gute kommt.



  6. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: scho recht 17.12.08 - 19:14

    Krugs Manfred mit seiner Platte strahlte alle 3 Minuten per Werbespot ausm Bildschirm damals...

  7. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Arbeiter 17.12.08 - 21:01

    und so siehts doch aus ;-)

    verpflichtend für die telekom: hausanschluss für jeden zu verlegen. d.h. vom strassenverzweiger bis APL bis TAE...

    das kostet... und dann geht derjenige zur konkurrenz...

    irgendwo sind diese preise schon gerechfertigt die man für eine TAL bezahlen muss... so langsam läuft das konzept der "billiganbieter" nicht mehr und nun muss man ja wieder was finden, dass einem die kosten reinbringt... und die jungs müssen noch nichteinmal einen eigenen baubezirk oder risigen technischen kundendienst bezahlen... nur strom für computer, die einen in der warteschleife halten :/

  8. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Rainer Haessner 18.12.08 - 08:29

    Ja klar, aber was genau soll das sagen?

    Umsonst gabs die Aktien trotzdem nicht. Ob der Aktienkauf für die Käufer nun sonderlich glücklich war? Für diejenigen, die die Aktien lange hielten, wohl eher nicht. Ja, und? Aktien kauft man zum einen auf eigenen Entschluß. Der Werbung kann man glauben oder auch nicht, ebenso wie ich den heißen Tips eines Freundes glauben kann oder nicht. Aktien kauft man häufig wegen des Traumes vom schnellen großen Geld. Ja, woher soll es kommen? Wenn irgendeine Aktie recht schnell teurer wird, dann steckt da selten ein echter Produktivitätsgewinn dahinter. Wird aber nicht mehr produziert, muß es an anderer Stelle Verluste geben, sonst geht ja eine ganz einfache Gleichung nicht auf.

  9. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Rainer Haessner 18.12.08 - 08:35

    Die Sache ist an sich so lange völlig in Ordnung, wie kostendeckende Preise für das Verlegen bzw. Vermieten in Rechnung gestellt werden. Zumindest beim verlegen wollen wir das nicht, weil dann natürlich der Bauernhof in der Lüneburger Heide mal eben 20 000 € für das Setzen der Masten einmalig und monatlich 1000 € an Wartungskosten zu zahlen hätte. Telekommunikation als Grundbedürfnis einzustufen und damit die Kosten pauschal auf alle Nutzer zu verteilen, finde ich auch in Ordnung.

    Bei der Miete wird es dnan schon schwieriger. Installation eines teuren Neuanschlusses verpflichtend durch einen Anbieter und dann vermietung zum Festpreis.

    Andererseits geht an der Regulierung der Mietpreise eben auch wieder kein Weg vorbei. Jedenfalls momentan. Es gibt einfach keinen funktonierenden Markt. Ein paar eigene Installationen seitens der Konkurrenten bestehen schon, aber das sind einfach zu wenige, um Verhandlungen auf Augenhöhe zu ermöglichen. Gar zu niedrige Mietpreise ersticken natürlich eigene Investitionen wiederum im Keim.

    Nicht so ganz einfach, einen durchaus gewollten Wettbewerb zu initiieren und zu erhalten, ohne gleich alles zu erschlagen.

  10. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Mett 18.12.08 - 09:03

    > Das Netz gehört der DTAG (wurde ja vom
    > Steuerzahler der DTAG geschenkt) und nur diese
    [...]
    > Einer der es weiß ;)

    YMMD!

    Würde man einmal drüber nachdenken, bevor man dieses Geschwafel nachsülzt, dann hätte sich dieses Gerücht ganz schnell erledigt.

  11. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: grmpf 18.12.08 - 09:18

    Kleinere Anbieter wie Netcologne bauen durchaus eigene Netze (Soweit ich weiß, hat Arcor teilweise auch eigene Leitungen verlegt).
    Allerdings braucht der Ausbau nunmal Geld und Zeit.
    Netcologne ist z.B. grad dabei Köln mit Glasfasern zu bepflastern, um darüber dann 100Mbit/s anzubieten.
    In der Innenstadt und einigen angrenzenden Stadtteilen sind die Arbeiten abgeschlossen. Der restliche Ausbau kommt nach und nach.


    Die "alten" Leitungen wurden ja auch nicht an einem Tag verlegt. Der Netzausbau des Telefons hatte einige Jahrzehnte Zeit, um mit der Nachfrage zu wachsen.
    Die neuen Anbieter hatten einfach noch nicht die Möglichkeit, eigene Leitungen so weit zu verlegen. Außerdem rechnet es sich kaum, in die kleinsten Dörfer Leitungen zu legen.
    Bei alten Dörfern werden vorhandene Leitungen genutzt, neue Siedlungen zahlen für die Erschließung gleich beim Bau der Häuser.
    Außerdem war das Leitungsnetz, das die T-Com benutzt, eher kostenlos für die T-com. Das hat damals ja alles noch der Steuerzahler geblecht.

  12. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: grmpf 18.12.08 - 09:25

    Mett schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Das Netz gehört der DTAG (wurde ja vom
    >
    > Steuerzahler der DTAG geschenkt) und nur diese
    > [...]
    > > Einer der es weiß ;)
    >
    > YMMD!
    >
    > Würde man einmal drüber nachdenken, bevor man
    > dieses Geschwafel nachsülzt, dann hätte sich
    > dieses Gerücht ganz schnell erledigt.

    Bei der Privatisierung der Telekom wurde das Leitungsnetz für einen symbolischen Preis an die DTAG verkauft. Das war noch VOR dem Börsengang. Wenn ich mich recht erinnere, wurde die Telekom erst in eine AG umgewandelt, bei der der Staat 100% der Aktien hielt. Einige Jahre später wurden die Aktien dann teilweise in Form der T-Aktie verkauft.

    Bitte korrigiert mich, wenn meine Erinnerung trügt.

  13. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Mett 18.12.08 - 09:35

    > Bei der Privatisierung der Telekom wurde das
    > Leitungsnetz für einen symbolischen Preis an die
    > DTAG verkauft. Das war noch VOR dem Börsengang.

    Vor dem Börsengang gehört die DTAG noch zu 100% dem Bund. Wieso sollte er es sich selbst verkaufen? Wie dem auch sei. Der Bund hat 1996 mit dem ersten Börsengang einen Teil seines Vermögens verkauft und Geld dafür erhalten. Das Netz wurde nicht verschenkt und gar nix. Beim Börsengang hatte die Telekom übrigens noch 100 Mrd. DM Schulden mit übernommen und der Aufbau Ost lief auch noch. Das Netz wurde auch nicht vom Steuerzahler bezahlt, sondern von den Telefon-Kunden. Jaja, zu überhöhten Preisen. Wie überhöht die Preise waren, sieht man ja am Schuldenstand. Oder es lag daran, dass gelbe Post, blaue Post und Bundeshauhalt von der grauen Post alimentiert wurden. Jedenfalls muss man sich fragen, ob wir heute ein flächendeckendes Telefonnetz in der Qualität hätten, hätte es kein Monopol gegeben. Und der flächendeckende Aufbau kostet ja auch nicht gerade wenig.

  14. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Mett 18.12.08 - 09:37

    > Außerdem war das Leitungsnetz, das die T-Com
    > benutzt, eher kostenlos für die T-com. Das hat
    > damals ja alles noch der Steuerzahler geblecht.

    Du erzählst gequirlte S*****e.

  15. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: Siga 18.12.08 - 10:25

    Das Netz müsste einer neutralen Betreibergesellschaft gehören.

    Es ist nicht sinnvoll ständig die Straßen aufzureissen nur damit ungenutzte Leitungen von NetCOlogne, Arcor, T-Com, KabelGesellschaft, RWE, EON,... herumliegen.

    Du wirst von 3 MobilTelefon-Sendemasten verstrahlt und kannst nicht telefonieren, weil Du beim vierten Anbieter bist. Es gibt also 2-3 mal zu viele Mobilfunkmasten als nötig wäre, wenn es nur ein Netz gäbe, das neutral seine Leistungen allen MobilfunkAnbietern anbietet.

    Leider verstehen Politiker sowas nicht.

    Du wärst sicher auch dafür, das man bei ARAL dann auf Aral-Straßen fahren muss. Und bei Esso auf Esso-Straßen. Hat man woanders getankt, hat man Pech gehabt. Nein. Alle Straßen für alle nutzbar ? Ja. Da bin ich auch für. Und daher ist das T-Netz bestmöglich zu nutzen.
    Bei Überlandleitungen usw. sollen die Alternativen ruhig ausbauen oder sich zusammentun. Die Leitungen/Kosten sollen auch ruhig bezahlt werden. Aber da die T-Com ein Monopol verwaltet, hat das neutral und korrekt für alle zu erfolgen.

    Aber lieber mehr bezahlen weil Fortschritt vorenthalten wird.

  16. Re: Kosten zu niedrig?

    Autor: grmpf 18.12.08 - 11:56

    Mett schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Außerdem war das Leitungsnetz, das die
    > T-Com
    > benutzt, eher kostenlos für die T-com.
    > Das hat
    > damals ja alles noch der Steuerzahler
    > geblecht.
    >
    > Du erzählst gequirlte S*****e.
    >
    >
    Hey, super Argumentation. Weiter so.

    1. Die T-com verlangt Miete für die letzte Meile.
    2. Die Kupferleitungen, die DSL ja benutzt, liegen zu sehr großen Teilen seit Jahrzehnten im Boden. Der aufbau war langwierig und teuer. Das Geld dazu kam aus Steuermitteln.
    Ergo war der Netzaufbau für die T-com für lau, da das VOR der Privatisierung und mit Steuermitteln geschah.
    3. Hier spricht niemand von den Glasfaser Leitungen, die für DSL nicht nutzbar sind. (Ich spreche vom "normalen" DSL, nicht VDSL)

    4. Die jetzige Kostendiskussion basiert auf der Annahme, dass die T-com ein privates Unternehmen ist.
    5. Die privatisierte T-com hat kaum noch Geld in das vorhandene Netz stecken müssen. Die Leitungen waren vorhanden und größtenteils sogar abgeschrieben - ergo geringe Kosten. Die neuen Anbieter sind andererseits auf einen kompletten Neuaufbau ihres eigenen Netzes angewiesen, oder müssen die Leitungen von der T-com mieten.
    6. Mietzahlungen für die letzte Meile sind völlig ok, solange nicht dauernd so getan wird, als wären die Leitungen grad mal 2-3 Jahre in der Erde.
    7. Warum wird ständig angenommen, die neuen Anbieter könnten ja mal eben neue Leitungen ziehen?

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