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$ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

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  1. $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: Siga 19.12.08 - 16:50

    Wenn ich richtig gerechnet habe:
    $ 120 Mio Einsparungen, 1000 gesparte Mitarbeiter.
    $ 120,000,000 / 1,000 MA = 120,000 pro (MA*Jahr)
    Da stecken auch Photoshop, Rechnerlizenzen, Maya, Windows-Updates+Wartung, Büros, KaffeeStromkosten, Telefon, Internet,...,Lizenzen,externe Aufträge und das fette Management mit drin.

    Also überlegt Euch, ob Spiele-Entwickeln son krasser Job ist.
    Und in USA (Kanada weiss ich nicht, EA ist kanadisch, wo die Studios sind, weiss ich nicht so genau) muss man Sozialbeiträge, Krankenversicherung,.. alles zu 100% selber latzen. D.h. kein Arbeitgeber-Anteil. So kommen die TV-Berichte das man $ xx braucht zu überleben und die Mexikaner so billige Lohndumper sind. Und die $ xx kommen einem Deutschen dann viel vor, weil er nur sein Netto-Gehalt sieht und nicht, was er seinen Arbeitgeber wirklich kostet weil die Politik Transparenz hasst. Denn Transparenz ist der Feind der Misswirtschaft (wo man sich alles in die eigenen Taschen klüngelt).

    Also nochmal: Ist Spiele-Entwickeln son krassser Job das man ihn machen sollte. Eher wohl nein.
    Trotzdem will ein viertel der Abiturienten in die MedienBranche wo 20 Euro/Stunde noch viel sind. Aber dann über (in diesem Fall selbstverschuldete) AbiturientenArmut und wertloses Studium jammern.

  2. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: P.Enis 19.12.08 - 17:05

    Die $120 Mio. Einsparungen kannst du auch nicht mit $120 Mio. Kosten gleichsetzen. Wirtschaft 6. Setzen!

  3. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: Siga 19.12.08 - 18:04

    Könntest Du konkreter argumentieren, damit man auch weiss, was gemeint sein soll.

    Was soll man denn sonst statt Kosten einsparen.
    "Jährliche Einsparungen" steht im Text. Das klingt nach Löhnen, Abschreibungen u.ä. regelmäßigen Kosten.

    "55-65 Mio" sind Restrukturierungskosten die wohl nur einmalig anfallen. OT: "Sunk Costs" nennt man das bei Investitionen und mit Spacken kann man streiten ob man die bei Vergleichen reinrechnet oder nicht. Vermutlich ergibt sich das aber von selber denn der Rechnungszweck bestimmt die Rechnungsart. Und umgekehrt kann eine Rechnungsart nur bestimmte (u.U. verschiedene) Rechnungszwecke bedienen, andere aber nicht (z.B. kann man nicht/nicht_gut mit einem Kreuzschlitz/Philips-Schraubenzieher eine Schlitzschraube öffnen).

  4. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: J_B 19.12.08 - 19:49

    Also, soweit ich weiss (und ich lebe nunmal in den USA) bezahlen die Arbeitgeber hier auch Anteile an der Krankenversicherung und auch Sozialabgaben. Es kommt immer auf den Vertrag an den man macht. Es stimmt schon, dass die Krankenversicherung teuer ist, aber es heisst nicht, dass die Arbeitgeber nichts dazu zahlen.
    Desweiteren sind nicht alle Mitarbeiter Spieleentwickler. Du hast bei den Leuten die gekuendigt werden einige Leute die vielleicht 200.000$ pro Jahr verdienen und einige die 50.000$ pro Jahr verdienen. Desweiteren musst Du auch bedenken, dass man in einigen Staaten der USA kaum Steuern hat. Das heisst du verdienst vielleicht 100.000$ pro Jahr und hast nur 20.000$ Abgaben, was dann immer noch einen netten Betrag ueberlaesst.

    MFG
    JB

  5. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: squidsquash 19.12.08 - 20:17

    Ich arbeite nun seit einer ganzen weile in der games-branche, und tatsächlich ist das gehalt nicht das was sich manche erträumen.
    Es reicht um gut über die Runden zu kommen, aber reich wird man davon auch in deutschland nicht.
    Außer, man wird zu einer design ikone wie Shigeru Miyamoto, oder Will Wright. allerdings, bis dort hin ist es ein langer weg, und die wenigsten erreichen überhaupt einen solchen Status, weil man sich eben meistens erst mühselig hoch arbeiten muss. Aber, wenn man es denn mal erreicht hat, ist das Gehalt natürlich mehr als ordentlich.

    trotzdessen macht die Arbeit spaß! gerade, wenn man 2-gleisig fährt und privat noch an einem Independent Projekt schraubt - so hat man zwar ne menge zu tun, aber dadurch ist es möglich seine eigenen ideen umzusetzen, und vieleicht - bei entsprechendem erfolg - auf große studios zu verzichten, um nurnoch "sein eigenes ding" macht.

    Spiele für andere zu entwickeln ( publisher, auftrageber, vorgesetzter) kann manchmal eine frustrierende angelegenheit sein, aber wenn man seiner eigenen kreativität freien lauf lassen kann, ist es wirklich ein toller job.

  6. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: DocOck 20.12.08 - 01:22

    Gute Einstellung, 4thumbsUp und viel Erfolg bei der "indie" Frickelei :) Leben ist nicht nur Geld.

  7. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: Ciclope^Tristar 20.12.08 - 12:04

    Ich lese immer die News hier und einige News sind echt erschreckend. Nun möchte ich aber auch mal meinen Senf dazu geben. Ich selber habe die ganze IT Zeit durchlebt spich habe jede Entwicklung mitgemacht seit ende der 70 Jahre. Früher war es einfach mal ein Game im allein Gang zu machen ich selber bin Programmierer nd weiß wovon ich reden. Heut zu Tage kannst Du privat keine Release mehr machen die die Qualität wenigstens zu 5 % der auf dem Markt sich befindende Produkte in einem halbwegs akzeptabelen Zeitraum. Habe mich daher auch Anfang der 90 Jahre verstärkt für die Legale Scene ( Demo Scene ) eingesetzt, und lieber dafür gecodet. Hat mir mehr Spaß bereitet wie Games zu coden.
    Was möchte ich damit sagen....die kosten im vergleich zu der Vergangenheit sind einfach zu riesig geworden um Kokurenzfähig auf den Markt zu sein. Die riesigen Studios arbeiten nicht mehr Produktiv genung. Viele Games sind langweilig und fahren auch keine Gewinne ein. Somit ist viel Geld in den Sand gesetzt worden. Es gibt sehr wenig Studios die echt qualitativ gute Releases machen.

  8. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: vancouver_bc 20.12.08 - 12:24

    Ich habe mit einem Black Box Mitarbeiter unter einem Dach gelebt und selbst in der kanadischen IT-Branche gearbeitet und hatte nicht im entferntesten den Eindruck, dass dort wenig gezahlt wird. Als Entwickler hast du bei EA unglaubliche Chancen, gute technische Vorraussetzungen und ziemlich gute Mitarbeiter.
    Die Schließung von Black Box in Vancouver ist darüber hinaus aber auch verständlich (unabhängig davon, dass sie dadurch komplett ihre leichte Unabhänngigkeit aufgeben). Die sitzen direkt im Zentrum, mit den wohl teuersten Mieten der Stadt und würden jetzt einfach nur an den Stadtrand wechseln, 15km Luftlinie entfernt und dort in komplett neue EA-Häuser einziehen, um dort die Kapazitäten auszunutzen.

    Es ist nicht alles so schlimm, wie es hier dargestellt wird.

  9. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: Technikfreak 20.12.08 - 23:57

    -> Trotzdem will ein viertel der Abiturienten in die MedienBranche
    -> wo 20 Euro/Stunde noch viel sind. Aber dann über (in diesem Fall
    -> selbstverschuldete) AbiturientenArmut und wertloses Studium
    -> jammern.
    Weisst du überhaupt wovon du sprichst ?

    Rechne die 20 Euro mal mit einer 42h-Woche auf den Monat (21 Tage) hoch, errechne die Vollkosten (mal 2) und dann rechne noch den Eurokurs auf Dollar um, dann bist du schon beinahe auf 120k.
    Berücksichtige aber, dass in den USA weniger Sozialkosten durch den Arbeitgeber bezahlt werden und dass teilweise keine oder weniger bezahlte Ferien geboten werden. Teilweise (Silikon Valley, LA) sind die Lebenshaltungskosten sehr hoch. Schon sehen die 120K nicht mehr so exorbitant aus.

    Und wenn Abiturienteb sich mit 20 Euro längerfristig abgeben müssen,
    dann sind das jene, die einfach nix drauf haben und eine höheres Entgeld auch nicht verdient haben. Leistung zählt und nicht Status.

  10. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: Siga 21.12.08 - 11:52

    Auf die Nebenkosten habe ich ja schon hingewiesen iirc aber u.U. im zweiten Posting. Manches (DVDs, Lebensmittel, HDDVDs, BluRays,...) ist aber in USA auch so krass billig, das man sich in Deutschland mehr als nur noch total abgezockt fühlt.

    Das Problem bei Abiturienten ist, das Unis ihrer Verpflichtung nicht nachkommen und die BildungsMinister keine krassen Lohn-Statistiken veröffentlichen. Dann würden nur diejenigen MedienStudium machen, die es wirklich interessiert. Dann wäre die Konkurrenzsituation besser und die Löhne und teilweise auch Leistung akzeptabler. Für Poltiker reichen Bild-Zeitungsberichte wie "Was verdient ihr Nachbar. Die große Bild-Lohn-Statistik".

    Mit solchen Abschreck-Statistiken lernen dann manche vielleicht doch Facharbeiter o.ä. was man nicht so schnell drauf hat. In den USA ist schnell anlernen in Großteilen der Industrie anscheinend normaler. Dafür sind die Leute natürlich ersetzbarer und somit günstiger. Bully Herbig meinte, bestimmte Designer (für seinen Comic/Animations-Film) wären schwer gefragt. Da ist also eine hohe Spreizung zwischen unter/überangebot und Verfügbarkeit an Arbeitskräften was gerne vergessen wird. Und genau das müssten anständige Politiker nutzen, um jedem Abiturienten ein möglichst auskömmliches Gehalt zu verschaffen. Aber Profs verdienen ja pro Student und nicht pro Absolvent(=Hartz4) so das denen das Hungertum nach dem Studium vollkommen egal ist und sie munter auf Halde produzieren. D.h. Leute die fehlen (Facharbeiter) und Leute die anderen auf der Tasche liegen (Hartz4ler) verdoppeln den VolksSchaden also sogar. Deswegen kommt man mit ein paar weniger Arbeitslosen auch schnell ins PseudoPlus aber vergisst schlechte Zeiten (der Winter kommt jedes Jahr, also auch die Rezession alle paar Jahre) und das die Leute sparen/lernen/.../Schulden abbauen sollen und sich lieber Selbstbeweihräuchern :-(

    Halb-OT: Wenn man zwei oder mehr Kunden hat, kann man sich mit weniger zufrieden geben, als wenn man von einem Kunden die Miete usw. zusammenkratzen muss. Das führt dann zu "400 Euro für eine Webseite" o.ö. "Angeboten" in der Zeitung. Als Kameramann ü.ä geht das natürlich nicht. Dort führt die Überbevölkerung zu hungertum und low-end-zwangs-freiberuflertum und man fährt durch Berlin/Köln um alle paar Stunden woanders Kameramann zu sein.
    Solche Differenzen in der Branche peilen Schmalspurdenker nicht. Die glauben es wäre überall so wie in ihrer Domain. In einer Zoo-Sendung sieht man, das jede Tiersorte unterschiedliches Futter kriegt. Aber 100-Euro-SAPler gehen hier munter davon aus, das PHPler und WebDesigner und Grafiker (abgebrochene Kunststudenten die sich Photoshop selber beigebracht haben) denselben Stundenlohn und Auslastung haben wie der krasse SAPler.

  11. Re: $ 120,000 pro Mitarbeiter pro Jahr

    Autor: programmierer 22.12.08 - 10:50

    danke! mal ein richtig gutes Posting in diesem Forum.
    Angesichts der Tatsachen dass wahrscheinlich 90% der Black Box Mitarbeiter übernommen werden und die Schliessung genutzt wird einige Möhren "zu entsorgen" kann das alles ja nicht so schlimm sein.
    Und wenn man sich die Bilder des alten Studios anschaut ist es auch verständlich dass EA kosten sparen will (Nicht desto trotz ein toller Arbeitsplatz!).

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