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billige nachwuchskräfte

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  1. billige nachwuchskräfte

    Autor: robbin hut 22.12.08 - 09:34

    klar, dass man dann billige nachwuchskräfte ködert, jedoch mit mehr als magerem gehalt: das Tarifentgeld für Bildschirmarbeit im ersten jahr sind genau 22.000 brutto sind nicht mehr als bei einer leih- und zeitarbeitsfirma... bei solchen "preisen" kann man sich natürlich die arbeiter wieder leisten.
    und sattelberger ist ein arschloch: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/1500482

  2. Re: billige nachwuchskräfte

    Autor: edwald prinz 22.12.08 - 10:02

    robbin hut schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > (...)
    > und sattelberger ist ein arschloch:
    > www.stuttgarter-nachrichten.de

    äh, wieso?

  3. Re: billige nachwuchskräfte

    Autor: Gastronaut 22.12.08 - 10:32

    [quote]jedoch mit mehr als magerem gehalt: das Tarifentgeld für Bildschirmarbeit im ersten jahr sind genau 22.000 brutto sind nicht mehr als bei einer leih- und zeitarbeitsfirma... bei solchen "preisen" kann man sich natürlich die arbeiter wieder leisten. [/quote]

    Mann, wacht mal auf!
    22.000 ist ein ordentliches Gehalt, erst recht im ersten Jahr und für diese Stellen.

    Geh mal in die Gastronomie, Küche z.B.; da lachst Du über Forderungen wie 40 Stunden Woche etc.; da ackerst Du quasi ununterbrochen körperlich schwer, bist nonstop unter Zeitdruck, hast ne Riesenverantwortung, oft auch noch mit permanentem Gästekontakt inklusive notwendiger Servicementalität - und 22.000 sind auch für Führungspositionen nicht unbedingt unüblich.

    Nur weil einige Branchen jahrzehntelang in Saus und Braus lebten (und dies meiner Meinung nach zum Teil noch tun, wenn ich mir die Gehälter mancher ungelernter oder nicht eben hochqualifizierter Fließbandarbeiter bei manchen Automobilbauern, Metaller etc. ansehe), denken die, sie sind die ärmsten, nur weil das Gehalt mal nicht mehr so üppig ausfällt.
    Mann, die verdienen oftmals das doppelt- und dreifache oder gar noch mehr meines Betriebsleiters Gehaltes, diverse Boni, sondervergütungen, Anteile und steuerwerten Vorteile noch nicht mit eingerechnet!
    Trotzdem sind immer nur solche Branchen am meckern, seltsam...

  4. Re: billige nachwuchskräfte

    Autor: Witz 22.12.08 - 10:50

    Naja das kann ja kein Argument sein zu sagen, bloß weil die Leute in der Gastronomie ausgebeutet werden ist das in anderen Branchen jetzt auch mal an der Zeit. Du sagst ja mit deinem Comment mehr oder weniger selber dass diese Bedingungen Ausbeutung bedeuten und rechtfertigst Sie dann aber wiederum mit deinem eigenen Kommentar.

    Sehr unverständlich!

  5. Re: jeder Angestellte...

    Autor: Seher 22.12.08 - 12:53

    jeder Angestellte ... sollte sich erstmal fragen wie viel er erwirtschaftet, bevor hier immer astronomische Forderungen gestellt werden.

    Fuer Dienstleistungen zahlen will keiner was, aber haben wollen fuer ihre Diensleistungen alle ueberdurchschnittlich viel. Das passt eben nicht zusammen.

    Eigentlich sind 2000 (brutto) im monat ja nicht schlecht, wenn in unserem Lande fuer Staat/Versicherungen/Energie/Mieten nicht so pervers viel abkassiert werden wuerden.

    Ich sehe zum Thema Steuern z.b. oft nur, dass Strassen innerhalb von 10 Jahren 3 mal neu gebaut werden und es gibt sicher noch 1000de andere nicht so offensichtliche Faelle von Geldverschwendung.

    Wenn das Geld in eine kostenlose Kinderbetreuung investiert werden wuerde, haetten eine ganze Menge Menschen sinnvolle Arbeistplaetze und Familien wuerden ne Menge Geld sparen (bzw kaemen dann auch mit dem o.g. Gehalt besser zurecht)

    oh ich komme vom thema ab...

  6. Re: billige nachwuchskräfte

    Autor: Lars123 22.12.08 - 13:00

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu! Man sollte sich auch mal überlegen, daß man bei einem Jahresgehalt von 22TEUR monatlich gerade mal 300EUR mehr in der Hand hält als ein Sozialhilfeempfänger. Kein wunder, daß sich der Eine oder Andere fragt wozu er arbeiten solle...
    Das System in Deutschland ist völlig im Eimer! Auch wenn es in anderen Ländern noch schlimmer aussieht.

  7. Re: billige nachwuchskräfte

    Autor: Seher 22.12.08 - 13:06

    Wo bekommt man denn 1600 Sozialleistungen ?

  8. Re: Eigene Erfahrung zu Telekom und Zeitarbeit

    Autor: Alii 22.12.08 - 13:32

    Normalerweise klage ich keinen Text von der Mauer, aber wenn wir schon dabei sind:

    (Für leute dies kurz mögen bitte unten bei ---HIER--- weiterlesen, dann braucht ihr mein Gejammer nicht so sehr ertragen)

    22.000 sind schon enorm für Zeitarbeit. Für Bildschirmarbeit bei der Telekom hab ich knapp 15.000 Euro pro Jahr bekommen. Und das war absolutes Spitzengehalt unter Zeitarbeitsfirmen die am Standort beschäftigt waren. "Waren" weil dieses Gehalt nicht mehr gezahlt werden konnte/wollte und nun sind es knapp 20% weniger bei wesentlich mehr Stress bei der Arbeit. Daher arbeite ich dort nicht mehr.

    Naja und weil es keine Aufstiegschancen gibt. Lediglich für Stammkräfte (also ehemalige Auszubildene die ins Callcenter gesteckt werden für 4-5 Jahre) Was ja nicht so schlimm ist. Aber auch die erhalten mit modernen Verträgen nicht mehr als Zeitarbeiter.

    Das schöne an neuen Kräften sind ja wie gesagt die Gehälter. Im Callcenter kann man neben einem Beamten sitzen der (ungelogen) das 10-12 fache für selbe Tätigkeit bei weniger Stunden und besseren Arbeitszeiten(geregelte keine Nacharbeit keine Sonn und Feiertage) verdient. Das nehme ich diesen Menschen keinesfalls übel!!

    Aber man selbst wurde (weil man ja konnte) aus dem Urlaub zurückgepfiffen (bei Zeitarbeitern mit Zustimmung des Betriebsrats möglich - dieser Betriebsrat ist genaugenommen nur für die Stammkräfte)

    Zeitarbeiter sind dann viele Zeitarbeitsfirmen unorganisiert haben keinen Betriebsrat und grob 20-40% dieser Niedriglohngruppe ist von noch geringerer Weitsicht geplagt als meine 91jährige Oma. Da Sie es gewohnt sind sich alle 6-12 Monate eine neue Zeitarbeitsfirma im Callcenter zu beschaffen.

    ---HIER---
    Fakt: Wenn es der Telekom zu teuer wird zahlen Sie weniger an die Zeitarbeitsfirmen. Diese wiederrum werden dann teilweise gezwungen laufende Arbeitsverträge aufzukündigen damit neue Arbeitsverträge mit geringerem Gehalt von den MA unterzeichnet werden. Viele müßen dabei die Zeitarbeitfirma wechseln um 5-10cent mehr pro Stunde zu verdienen. Man befindet sich praktisch stets in 6 Monatiger Probezeit und fliegt bei Krankheitstagen recht zügig, Kein Betriebsrat möglich.
    Somit hat man stets eine Menge von MA die man Saisonbedingt sehr einfach "zurückgeben" kann.

    Kürzlich wurden viel viele Millionen (10Mio ?!) der Telekom gespendet um irgendein Kunsthaus zu fördern.
    Meine Ehemaligen Kollegen jedoch besonders mit Kindern arbeiten trotzdem dort noch für 7€ die Stunde um den Rest per HartzIV aufgestockt zu bekommen. Dennen MUSS es egal sein wie weniger die Zeitarbeitfirma bezahlz den der Rest stockt der Staat auf. Sonst müsste ein anderer Job her bei dem sie wohlmöglich noch weniger Zeit für ihre Kinder hätten.

  9. Re: billige nachwuchskräfte

    Autor: Lars123 22.12.08 - 14:07

    Für Steuerklasse 1, Krankenkassee 13% komme ich auf einen Nettolohn von 1.159,17 €. Als Sozialhilfeempfänger bekomme ich die Warmmiete bezahlt und zuzüglich im Monat ~350EUR. Macht für mich zwischen 750 und 800 EUR pro Monat. OK, das sind keine 300 sondern ~360 - 400 EUR Unterschied... In meinen Augen kann es nicht angehen, daß jemand der Arbeitet lediglich 400 EUR mehr im Monat verdient als jemand, der nicht arbeitet.
    Wie Du jetzt auf die 1600EUR kommst weiß ich nicht. Übrigens, der Sozi kann mind. 1x im Jahr z.B. Bekleidungsgeld beziehen.

  10. Re: billige nachwuchskräfte

    Autor: Gastronaut 22.12.08 - 14:56

    Witz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Naja das kann ja kein Argument sein zu sagen, bloß
    > weil die Leute in der Gastronomie ausgebeutet
    > werden ist das in anderen Branchen jetzt auch mal
    > an der Zeit. Du sagst ja mit deinem Comment mehr
    > oder weniger selber dass diese Bedingungen
    > Ausbeutung bedeuten und rechtfertigst Sie dann
    > aber wiederum mit deinem eigenen Kommentar.
    >
    > Sehr unverständlich!
    >
    >

    Ich sprach nicht von Ausbeuten, ich führte lediglich die Fakten an, bzw. schulderte einen gängigen Arbeitstag. Nur um mal die Unterschiede klar zu machen, die auch Alii in derem/dessen (?) guten Beitrag erwähnte. Ob das nun Ausbeutung ist, ist Ansichtssache; ich wollte dies aber keinesfalls so darstellen. Ich beschwere mich auch nicht, ich weiss, das ich in einer Branche arbeite, die es schwer hat. Es gibt viele andere Branchen, wo wesentlich leichter und wesentlich mehr erwirtschaftet werden kann.

    Gemeint und klar ist für meine Begriffe aber, dass viele Menschen heute (natürlich) sehr verwöhnt sind durch den ungemeinen Wohlstand, den wir über die Jahrzehnte erlangt haben und zum Großteil den Blick für die Realität verloren haben und Verhältnisse nicht mehr einschätzen können.

    22.000€ sind relativ gesehen zum Durschnittseinkommen in Deutschland wenig, das ist richtig - absolut gesehen ist es doch aber ein durchaus vernünftiges Einkommen, zumal für diese Stellen, die eben weder eine großartige Verantwortung beinhalten, noch großartige Fähigkeiten, Kenntnisse, Bildung etc. erfordern.

    Dass moniertwird, dass ein Sozialhilfeempfänger / Hartzler oder wer auch immer, nur unwesentlich weniger, "verdient" ist das natürlich ein bedenkenswerter Punkt. (Wenn auch nur im Umkehrschluss die selbe Angehensweise, die mir irrtümlich vorgeworfen wurde)
    Andereseits sind es ja immerhin ~400€ mehr, die hier als Beispiel genannt wurden, also 50% der Hilfszahlung.
    Aber das ist ein Thema, über das man Seitenweise diskutieren könnte, das würde das Thema sprengen.

    Ich wollte mit meinem ursprünglichen Kommentar nur anmerken, dass es doch erstaunlich ist, dass eigentlich immer diejenigen, die sicherlich nicht am schlechtesten dastehen, dies gerne Glauben machen und aufgrund der Lauthalsigkeit dies auch gerne so aufgenommen wird.
    Siehe Autoindustrie momentan - es gibt so viele Betriebe und ganze Branchen, die unverschuldet in Krisen geraten oder hineingetrieben werden; ich denke nur mal an die ganzen Landwirte, derren Arbeit für uns alle Lebenswichtig ist, für die aber keiner mehr was zahlen will.

  11. Re: Eigene Erfahrung zu Telekom und Zeitarbeit

    Autor: Anony Mouse 22.12.08 - 23:32

    Ist das "zurückgeben" von Arbeitskräften nicht der eigentliche Sinn und Zweck für einen Kunden von Zeitarbeitsfirmen ?

    Das die Mitarbeiter bei den Zeitarbeitsfirmen nicht organisiert sind kann man ja wohl kaum der Telekom anlasten.
    Und die Bezahlung der Zeitarbeiter hängt ja wohl auch von der Zeitarbeitsfirma ab. Die verdient ja schließlich auch an dem Verleih der Arbeitskräfte.
    Zeitarbeiter kosten ein Unternhemen unter Umständen mehr als Festangestellte und verdienen trotzdem schlechter. Man darf nicht vergessen, daß ein Zeitarbeitsunternehmen kein Wohltätigkeitsverein ist sondern einen möglichst hohen Gewinn für sich selbst einfahren möchte und da sind die Gehälter der eigenen Leute nur ein Kostenfaktor...

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