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Aufruf berechtigt.

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  1. Aufruf berechtigt.

    Autor: Monsun 22.12.08 - 11:25

    Man kann sicherlich über das Thema diskutieren. Fakt ist aber dass Killerspiele Kindern schaden. Nicht umsonst haben wir unsere Alterseinstufung.
    Das Problem ist nur das viele Eltern sich nicht daran halten (können). Vor kurzem stang bei Golem dass 50% der Eltern die Kennzeichnung nicht verstehen. Dazu kommen dann noch Eltern die schon verstehen aber nicht befolgen.
    Es is nun mal Fakt dass Kinder solche Spiele spielen können und auch tun. Das bisherige System ist nicht ausreichend. Ein Verbot wie gefordert ist deshalb kurzfristig die einzige Möglichkeit die Kinder zu schützen. Langfristig kann man sicherlich andere Möglichkeiten überleben.

  2. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: bettler 22.12.08 - 11:29

    aber mal ehrlich
    WAS ist an den zeichen denn nicht zu verstehen
    http://www.usk.de/90_Die_Alterskennzeichen.htm

  3. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: Mikki 22.12.08 - 11:30

    Deine Aussage zusammengefasst:

    Erziehungsunfähige Eltern schaden Kindern.


    Mit der Richtigen Erziehung sind weder Computerspiele noch Drogen oder Gewalt ein Thema.

  4. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: Oscar Wilde 22.12.08 - 11:33

    Stimmt... scheint wirklich schwer zu sein..

    FSK 18 Sticker, - knallrot und 5% der Gesamtfläche einnehmend.

    Was könnte das bedeuten?

    Wobei mittlerweile steht dort ja nur noch: Keine Jugendfreigabe.

    Arme Erwachsene.
    Nur weil Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzen, soll ich mich dementsprechend bevormunden lassen? Am besten alles was FSK über 12 hat direkt indizieren! Grausam sowas. Wie kann man das Erwachsenen sowas antun.


    Über ein generellen Verkauf von FSK 18 in einem speziellen Bereich des Ladens oder unter dem Ladentisch darüber kann man diskutieren.

  5. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: Völlig richtig. 22.12.08 - 11:35

    Monsun schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Man kann sicherlich über das Thema diskutieren.
    > Fakt ist aber dass Killerspiele Kindern schaden.
    > Nicht umsonst haben wir unsere Alterseinstufung.
    > Das Problem ist nur das viele Eltern sich nicht
    > daran halten (können). Vor kurzem stang bei Golem
    > dass 50% der Eltern die Kennzeichnung nicht
    > verstehen. Dazu kommen dann noch Eltern die schon
    > verstehen aber nicht befolgen.
    > Es is nun mal Fakt dass Kinder solche Spiele
    > spielen können und auch tun. Das bisherige System
    > ist nicht ausreichend. Ein Verbot wie gefordert
    > ist deshalb kurzfristig die einzige Möglichkeit
    > die Kinder zu schützen. Langfristig kann man
    > sicherlich andere Möglichkeiten überleben.

    Das derzeitige System ist viel zu lasch und unwirksam um effektiv zu sein. Ein weiteres Herumdoktoren daran wir auch nichts helfen. Es muss endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ein Verbot und zusätzliche harte Strafen für Besitz, Vertrieb und Herstellung solcher Spiele wäre weit wirkungsvollen.
    Solange solche Spiele in Kaufhäusern frei ausliegen wird sich nichts ändern.

  6. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: Pro18+ 22.12.08 - 11:35

    Monsun schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ein Verbot wie gefordert
    > ist deshalb kurzfristig die einzige Möglichkeit
    > die Kinder zu schützen. Langfristig kann man
    > sicherlich andere Möglichkeiten überleben.

    Wenn die kiddies jetzt an Spiele ab 16/18 Jahren kommen, werden sie das auch nach dem Verbot schaffen. Vergrault werden mal wieder die volljährigen & ehrlichen Käufer, die sich mit den verstümmelten Versionen abgeben dürfen, wenn sie nicht importieren wollen.

  7. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: john_wayne 22.12.08 - 11:36

    Full ACK!

    Ich spiele schon seit frühster Kindheit alle Arten von Gewaltspielen und auch die ein oder anderen *natürlichen* Rauschmittel hat man schon getestet...

    Wie dem auch sei, renne ich nicht mit einer AK47 bewaffnet durch meine Firma oder bin ein Drogenopfer etc...

    Ich denke einfach, dass die Erziehung immernoch das Maß der Dinge in diesem Fall ist.

    Sicherlich können "Killerspiele" zur Gewaltbereitschaft beitragen, aber wenn die Erziehung stimmt, ist sowas einfach kein Thema!

  8. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: aha 22.12.08 - 11:37

    das muss dann einhergehen mit dem gleichen vorgehen für film, buch und audio aufnahmen

  9. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: LH 22.12.08 - 11:37

    "Fakt ist aber dass Killerspiele Kindern schaden."

    Das ist so ersteinmal eben nicht richtig.
    Worum es geht ist das es einzelnen Kindern schaden kann, aber nicht muss. Die Mehrheit der Kinder aber sind nicht so leicht zu beeinflussen. Man reder hier immer nur über die Kinder die sich davon beeinflussen lassen.

    Zudem ist der Begriff "Killerspiel" völlig unpassend. Wir reden ja auch nicht von Killernachrichten, Killermusik und Killerfilmen. Und in jedem der anderen Medien ist Gewalt und Tod mind. ein so großes Thema wie in Spielen.

    "Vor kurzem stang bei Golem dass 50% der Eltern die Kennzeichnung nicht verstehen. Dazu kommen dann noch Eltern die schon verstehen aber nicht befolgen."

    Das Eltern die Kennzeichnung nicht verstehen ist aber kein Fehler der Spiele, und auch nicht deren Hersteller. Schlieslich sind die Kennzeichnungen auch nicht anders als bei Filmen.
    Das Eltern sich nicht an die Kennzeichnung halten ist zudem ihr gutes Recht, und kein Grund für staatliches Eingreifen.

    "Es is nun mal Fakt dass Kinder solche Spiele spielen können und auch tun. Das bisherige System ist nicht ausreichend. Ein Verbot wie gefordert ist deshalb kurzfristig die einzige Möglichkeit die Kinder zu schützen. Langfristig kann man sicherlich andere Möglichkeiten überleben."

    Auch hier bin ich anderer Meinung. Ein Verbot wird nur dazu führen das die Eltern vollends die Kontrolle verlieren, weil die Kinder dann alle Spiele nur noch tauschen, ob direkt oder übers Internet, und die Eltern garnicht mehr wissen was die Kinder spielen.
    Verbote im Zeiten des Internets sind völlig illusorisch, und führen nur dazu das die Spieler in den Untergrund verschwinden, und jeder staatliche Einfluss gänzlich verpufft.
    Schon das Indizieren von Spielen ist heute völlig wirkungslos. Bereits vor 15 Jahren als ich zu den jugendlichen Spielern gehörte war es absolut kein problem ein indiziertes Spiel zu spielen, und das noch ohne das ich Internet hatte. Heute ist es ein klags solch ein Spiel zu bekommen, und das wird sich durch kein Verbot ändern.


    Die Spielebranche hat absolut recht mit ihrem Weg: Konstruktiv zusammenarbeiten, aber keine Verbote. Nur das funktioniert. Die einzig verantwortlichen sind die Eltern. Hier muss angesetzt werden, hier muss Kompetenz geschaffen werden. Alles andere geht an der Realität vorbei.

    Aber: Das gute ist das sich die Situation auch deutlich verbessert. Die jungen Eltern von heute haben oft bereits Spieleerfahrung, und sind deutlich besser darauf vorbereitet vor die vorherige Generation.

  10. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: FranUnFine 22.12.08 - 11:38

    Oscar Wilde schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Über ein generellen Verkauf von FSK 18 in einem
    > speziellen Bereich des Ladens oder unter dem
    > Ladentisch darüber kann man diskutieren.

    Und dann hast du u.U. wieder die Situation, die ein Freund von mir vor ca. 10 Jahren hatte.

    Der wollte mit seinem Video- und PC-Spieleladen in eine Einkaufspassage meiner Heimatstadt ziehen, und bekam dort keine Räume, weil er eine separate "ab 18"-Abteilung hatte. Die Passage fand das "schmuddelig".

    __________
    Whisky, Ferraris and gambling; aren't they rather more amusing than knitting, housekeeping and one's savings.
    - Francoise Sagan

  11. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: LH 22.12.08 - 11:39

    aha schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > das muss dann einhergehen mit dem gleichen
    > vorgehen für film, buch und audio aufnahmen

    Absolut korrekt.

    Zumal die Aussage das Gewaltspiele im Kaufhaus ausliegen so nicht korrekt ist. Die wirklich gewalttätigen Spiele sind indiziert, und liegen mit im Kaufhaus aus.
    Die anderen Spiele haben Alterskennzeichnungen, diese zu überwachen ist auch Aufgabe der Verkäufer.

  12. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: FranUnFine 22.12.08 - 11:42

    LH schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Auch hier bin ich anderer Meinung. Ein Verbot wird
    > nur dazu führen das die Eltern vollends die
    > Kontrolle verlieren, weil die Kinder dann alle
    > Spiele nur noch tauschen, ob direkt oder übers
    > Internet, und die Eltern garnicht mehr wissen was
    > die Kinder spielen.
    > Verbote im Zeiten des Internets sind völlig
    > illusorisch, und führen nur dazu das die Spieler
    > in den Untergrund verschwinden, und jeder
    > staatliche Einfluss gänzlich verpufft.
    > Schon das Indizieren von Spielen ist heute völlig
    > wirkungslos. Bereits vor 15 Jahren als ich zu den
    > jugendlichen Spielern gehörte war es absolut kein
    > problem ein indiziertes Spiel zu spielen, und das
    > noch ohne das ich Internet hatte. Heute ist es ein
    > klags solch ein Spiel zu bekommen, und das wird
    > sich durch kein Verbot ändern.

    Siehe auch: http://www.dreisechzig.net/wp/archives/1508

    <i>73 Prozent der Mädchen und 76 Prozent der Jungen gaben zudem an, "einfach" oder gar "sehr einfach" an für sie ungeeignete Spiele gelangen zu können. Mit 67 Prozent sind die eigenen Freunde die am häufigsten genannte Bezugsquelle für Spiele mit einer hohen Altersfreigabe. Auf Platz zwei folgt mit einer Nennung von 44 Prozent das Internet, immerhin 37 Prozent entfallen auf den Handel.</i>

    __________
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  13. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: WeWeWeWe 22.12.08 - 11:42

    FranUnFine schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Oscar Wilde schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Über ein generellen Verkauf von FSK 18 in
    > einem
    > speziellen Bereich des Ladens oder
    > unter dem
    > Ladentisch darüber kann man
    > diskutieren.
    >
    > Und dann hast du u.U. wieder die Situation, die
    > ein Freund von mir vor ca. 10 Jahren hatte.
    >
    > Der wollte mit seinem Video- und PC-Spieleladen in
    > eine Einkaufspassage meiner Heimatstadt ziehen,
    > und bekam dort keine Räume, weil er eine separate
    > "ab 18"-Abteilung hatte. Die Passage fand das
    > "schmuddelig".

    Das ist es ja wohl auch. Dinge die in gesonderten Räumlichkeiten verkauft werden haben schon immer etwas anrüchiges und unmoralisches an sich. Selbst wenn jemand Erwachsen ist, wie begründet er sein Recht auf virtuelle Morde? Wer so etwas fordert dürfte es in unser Gesellschaft schwer haben akzeptiert zu werden.

  14. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: FranUnFine 22.12.08 - 11:44

    WeWeWeWe schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wer so etwas fordert
    > dürfte es in unser Gesellschaft schwer haben
    > akzeptiert zu werden.

    In DEINER Gesellschaft vielleicht. Aber Gott (oder wem auch immer) sei Dank sind wir da ja eher selten.

    __________
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  15. Aufruf soll Deutsche verweichlichen

    Autor: Perfekt-Taky 22.12.08 - 11:45

    Dieser Aufruf soll doch nur uns Deutsche verweichlichen, damit wir von einer anderen Nation leichter eingenommen werden können.
    Wenn man so radikal gegen Gewalt vorgeht, so auch gegen das Spiel von id-software Doom 3, in dem man sich vom Anfang bis zum Ende nur selbst verteidigt, muss man sich wirklich fragen, ob hier nicht wirklich das Interesse besteht, dass wir Deutschen uns im Zweifelsfall bei einem Krieg nicht mehr selber verteidigen können sollen.
    Americans Army ein gesponsertes Projekt von der US-Armee wird garantiert nicht ihr Spiel in irgendeine Art und Weise mit einem Alterschutzsystem schützen lassen, wenn wir Deutsche hier Killerspiele mit einem Import- und Herstellungsverbot belegen.
    Außerdem gibt es im Internet zahlreiche Killerspiele, die nicht nur kostenlos sind, sondern die auch erweitert worden sind.
    Die Quake2/3 Engine wurde von id-software, diese Firma hat auch das erste Killerspiel ******* 3D entwickelt, unter die GPL v2 gestellt.
    Dadurch sind zahlreiche kostenlose Projekte entstanden, welche über der ganzen Welt hergestellt werden.
    Wenn man also so ein Verbot durchsetzen würde, würde man nur den Herstellern an sich schaden, aber die Killerspiele würden weiterleben.
    Außerdem würden solche Projekte, welche aus der Quake2/3 Engine entsprungen sind aus Deutschland zahlreichen Zuwachs finden, da man Computerspiele ohnehin nicht mehr verkaufen kann. Dann macht man eben dort kostenlos mit als Programmierer oder Desinger.

    Der Begriff Killerspiel tauchte das erste mal im Spiel Warcraft III TFT in der deutschen Version auf.
    Der Schattenjäger sagt dies in der deutschen Version.

  16. Aufruf nicht berechtigt.

    Autor: worksleepwork 22.12.08 - 11:49

    Monsun schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Man kann sicherlich über das Thema diskutieren.
    > Fakt ist aber dass Killerspiele Kindern schaden.
    > Nicht umsonst haben wir unsere Alterseinstufung.
    > Das Problem ist nur das viele Eltern sich nicht
    > daran halten (können). Vor kurzem stang bei Golem
    > dass 50% der Eltern die Kennzeichnung nicht
    > verstehen. Dazu kommen dann noch Eltern die schon
    > verstehen aber nicht befolgen.
    > Es is nun mal Fakt dass Kinder solche Spiele
    > spielen können und auch tun. Das bisherige System
    > ist nicht ausreichend. Ein Verbot wie gefordert
    > ist deshalb kurzfristig die einzige Möglichkeit
    > die Kinder zu schützen. Langfristig kann man
    > sicherlich andere Möglichkeiten überleben.
    Das Problem sind nicht die Spiele sondern die unfähigkeit der (nicht aller aber vieler) Eltern.

    Niemand hört gerne das er unfähig ist, schon gar nicht als Eltern. Also wird die Problematik delegiert, irgend einen Prügelknaben wird man wohl finden, hauptsache die Eltern sind nicht verantwortlich.

    Dumm nur das der Prügleknabe schon länger der Staat und damit der arbeitende Steuerzahler ist.

    Fakt ist das man als Vater oder Mutter verantwortlich für die Erziehung seiner Kinder ist. Nicht der Staat, nicht die Nachbarn, nicht die Schule (nein wirklich nicht) und schon garnicht der Fernseher.

    Aber nein, Otto und Liselotte Normalverbraucher wollen ja beide arbeiten, wollen ihren Freiraum und haben ihre Kinder mehr als Hobby denn als Eltern. Die Erziehung bleibt bei Leuten oder Institutionen hängen die nicht dafür verantwortlich sind. Was mit Menschen passiert wenn sie nicht verantwortlich sind bzw nicht verantwortlich gemacht werden können ist wohl bekannt.

    So wird ein Problem das mit einem kleinen Funken Interesse an der Welt der Kinder mit einem "Nein, das kriegst du nicht. (Punkt)" gelöst wäre an den Staat delegiert.

    Als ob das nicht genug wäre will man zusätzlich den mündigen Bürger in seinem Entscheidungsrech beschneiden. Beim Rauchen kann man ja drüber diskutieren, da gibts tatsächlich eine (geringe) schädigung von Personen die das nicht wollen (Passivrauch). Beim Spielen gibts das einfach nicht. Es kann mir hier niemand sagen das er in irgend einer Form geschädigt wird wenn ich am Abend gemütlich eine Stunde spiele.

  17. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: Spieler 22.12.08 - 11:49

    Das Thema der wissenschaftlichen Beweise...
    Mein erster Gedanke sind hier die Wirkung der Handy-Strahlung.
    In diesen Teilgebieten unseres Lebens werden Studien wohl immer zu Gunsten ihrer Finanzierer ausfallen.

    Mal gibt es wieder eine Studie die ganz klare Beweise vorhält für eine Schädigung oder dann einmal mehr eine dagegen. Ein Ständiges hin und her.

    Dass ein Aufruf berechtigt ist sehe ich ebenso.
    Die Meinungsäußerung ist das wichtigste gut einer freien Gesellschaft.
    Ich als Spieler jedoch lasse mich nur ungerne kriminalisieren oder mit schlichtweg gefälschten Fakten in eine Ecke stellen.
    Ein Paradebeispiel war die Titelseite der Bildzeitung die mit einem Bild des Shooter "Soldiers of Fortune" titelte: "Dies ist der verbotene Shooter Counterstrike"

    An dieser Stelle ist der Bogen klar überspannt.
    Auch der nette Herr Pfeifer scheint wohl eher an seinen Hetz- und Hasspredigten interessiert zu sein als an einem Dialog.

    Der momentane Weg der Prävention ist der richtige denke ich.
    Sicherlich haben nämlich diese Spiele für die Erwachsenen keine positiven auswirkungen auf unsere Kleinen. Schade ist dabei, dass der Verkauf von 18er Titeln an die junge Bevälkerung wohl bei den meisten Verkäufern eher ein kleines Versehen darstellt als einen großen Fehler. Der Kauf eines ungeeigneten Spiels geht leichter von statten als der einer Flasche Bier.

    Was mich sehr demotiviert ist die radikalisierung des Themas.
    Pfeifer und Co nutzen ihre Medienmacht und die von mir bereits als "zweifelhaft" kritisierten Fakten zu verbreiten während die Lobby der Videospieler wohl klar eine kleinere ist.
    Ich bin stets interessiert an einem Gedankenaustausch auf einer neutralen ebene, jedoch scheint wie im Text erwäht hier garkein Bedarf mehr zu bestehen. EA als eine Saufirma zu betiteln schlägt für mich nur einmal mehr in diese Kerbe. Zudem, lang lebe die Unwissenheit, währe wohl Epic ein besseres Ziel für solch unqualifizierte Kommentare gewesen.

    Das verdrehen der kausalen zusammenhänge wird hier so tief in den Stein gemeisselt, dass es ebenfalls zu einem Fakt aufgebaut wird.
    Killerspiele führen zu Gewalt.
    Ich möchte diese Studien nicht weiter kommentieren, sondern nur einen Denkanstoß geben:
    Drücken Sie Ihren Großeltern doch einmal die neue CD von ACDC in die Hand.
    Was wird wohl geschehen?
    Werden die Senioren bald auf Rock Konzerten die Sau rauslassen oder sich eher wieder ihrem eigenen Musikgeschmack widmen?
    Wohl eher zweiteres.
    Was ich damit meine ist, dass es in diesen Diskussionen stets so scheint als würder der Engel auf Erden durch diese Spiele schlecht und gewaltätig gemacht werden.
    Ist es denn nicht eher so, dass Menschen mit dieser Tendenz, mit Spaß an diesen Themen sich diese Medieninhalte er suchen als durch diese erst zu dem werden was sie schon lange sind?

    Besonders Beschäment finde ich an diesem Thema, dass all die vielen Worte am eigentlichen Problem vorbei gehen. Den sozialen Problemen deren Ansätze sicherlich nich nur in den Videospielen zu suchen sind.


    Beste Grüße von einem Spieler

  18. Nein ist er nicht

    Autor: S-X 22.12.08 - 11:49

    Der Aufruf ist genau so wenig berechtigt wie damals die im "Der Stürmer" erschienenen Artikel die zur Judenverfolgung animiert haben.

    Anbei mal angemerkt, wenn man den "Aufruf" könnte leicht der Verdacht aufkommen das der Autor auch damals für den Stürmer geschrieben hat.

  19. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: Der_Newb 22.12.08 - 11:50

    Viele der älteren Generationen jammern, dass sie mit Computern nichts anzufangen wissen. Problem 1 : Knappe Rente. Problem 2 : Man müsste raus aus dem täglichen Trott und sich mit was neuem beschäftigen. Lt. Zeitungsaussagen gehöre ich auch dazu ( Generation 50+ ). Aber es macht einen Riesenspass, im Internet Infos zu suchen oder jungen Bengels in WoW mal ihre Grenzen zu zeigen.
    Ich habe Killerspiele gespielt ( Counterstrike, Unreal Tournament etc ) und in diesen Spiele Jugendlichen gezeigt, wie man Ziele im Team erreichen kann. Wenn man ihnen erst mal Dinge vernüpnftig zeigt, sind sie auch bereit zu lernen. Aber das ist ja für Eltern zuviel. Früher kam auch die Aussage, dass hohe Geschwindigkeiten für Menschen tödlich seien. Alles Neue ist Teufelswerk wird dann behauptet. Übrigens ist das Internet eine Erfindung der Militärs ( *fg* ).

  20. Re: Aufruf berechtigt.

    Autor: anyoneirgendwer 22.12.08 - 11:57

    Für so einen guten Text ein wenig beachtung. Full Ack. :)

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