1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Spieleverband: "Kölner Aufruf…

Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

  1. Thema

Neues Thema


  1. Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: qwertzog 22.12.08 - 13:34

    In der letzten Golem-News wurde auf eine PDF verlinkt, in dem u.a. eine Kontaktadresse eingetragen war. Ich habe mir gestern erlaubt, eine Mail an genannte Adresse zu schicken, die meiner Meinung nach konstruktiv auf Argumente eingeht. Ich habe auch sonst versucht, jeglichen Nicht-seriösen Hauch im Keim zu ersticken (Meine E-Mail lautete also nicht "l33t3r@gmx.de") und mit meinem echten Namen unterschrieben. Bis jetzt (die Mail wurde gestern Sonntag, den 21. Dezember 2008 um 14:05 losgeschickt) habe ich keine Antwort erhalten.

    Der Inhalt der Mail war folgender:
    ---
    Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Maria Mies,


    Mit gemischten Gefühlen habe ich den Artikel "Kölner Aufruf gegen Computergewalt" auf www.nrhz.de gelesen. Ich möchte gerne in diesem Zusammenhang den Artikel analysieren und diverse dort zitierte Punkte in Frage stellen.

    Bevor ich mit meiner Argumentation beginne, möchte ich generell meinen eigenen Standpunkt vertreten: Auch ich bin der Meinung, dass sog. "Killerspiele" nichts in Kinderhände verloren haben. Gewalthaltige Spiele allgemein auch für Erwachsene zu verbieten, betrachte ich jedoch als Zensur. Im Prinzip handelt es sich um die gleiche Diskussion, die bereits einige Jahrzehnte früher über Rock'n Roll und Horrorfilme geführt wurde.

    Zu Punkt 1: "Killerspiele sind Landminen für die Seele" möchte ich generell sagen, dass (bis auf eine Ausnahme) alle aufgezählten Spiele erst an Personen unter 18 Jahre verkauft werden darf. Natürlich relativieren sich die aufgezählten Punkte nicht, kann doch jeder Minderjährige einen älteren Freund an die Kasse schicken oder die Spiele illegal aus dem Internet herunterladen - einschlägige Seiten, von denen die deutsche Behörde keinen Zugriff hat, gibt es leider dafür.

    Dass Eltern, Lehrer und Erzieher eine Steigerung der Gewalt von Jugendlichen beobachten, bedeutet in der Schlussfolgerung nicht, dass sog. "Killerspiele" die Gewaltbereitschaft erhöhe.

    Es gibt tatsächlich mehrere Studien, die belegen, je länger ein Kind vor dem PC oder der Konsole verbringt, desto schlechter werden seine Leistungen. In der Tat stimme ich Ihnen zu, dass dies ein zurecht in der Öffentlichkeit diskutiertes Thema darstellt. Gerade die in Mode kommenden "MMORPGs" sorgen mit monatlichen Gebühren und stetigen Nachschub an neuen Spielinhalten für erhöhtes Suchtpotential. Allerdings: Im Kontext zum Thema "Killerspiele" ist dieses Argument völlig unpassend. Jeder Mensch kann generell zuviel Zeit verschwenden, um damit andere Dinge versehentlich zu vernachlässigen. Das die Brutalität eines Spiels mit den Leistungen des Jugendlichen zusammenhängt, entzieht sich meiner Kenntnis.

    ---

    Zu Punkt 2: "Killerspiele sind aktives Kriegstraining". Bitte verzeihen Sie mir meine Ehrlichkeit, aber dieser gesamte Absatz wirft willkührlich allgemeine Argumente in einem Topf, ohne auch nur einen Beweis dafür zu erbringen. Vieles, was hier geschildert wird, wurde bereits mehrfach widerlegt.

    Der Absatz suggeriert, als seien "Killerspiele" von der US-Armee erfunden worden, was nicht den Tatsachen entspricht. Tatsächlich wirbt die US-Armee mittlerweile mit Spielen, die taktisches Geschick etc. beibringen sollen. Die US-Armee verfolgt diese Strategie allerdings erst vor 5 Jahren, eine relativ geringe Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass es sog. "Killerspiele" schon seit über 20 Jahren gibt. Davon abgesehen, wirbt die US-Armee zum Training von Geschick und Taktik und nicht, wie es der Absatz suggeriert, um die Hemmschwelle beim Töten herabzusetzen.

    Zitat: "Sie erzeugen Angst, Stress und andauernde Adrenalinschübe. Sie erzwingen unmittelbare Handlungen in einem Reiz-Reaktions-Schema und verhindern so gezielt kritische Distanz und Mitgefühl." Würde es nicht um das Thema "Killerspiele" gehen, könnte man dasselbe Argument auch für jedes andere Hobby verwenden. Ein Fussballspiel etwa erzeugt ebenfalls genannte Zustände, ganz gleich ob man Zuschauer oder selbst der Fussballspieler ist.

    Zitat: "Die virtuellen Räume und die reale Welt durchdringen sich, werden ununterscheidbar." Dieses Zitat kann ich - Pardon - als glatte Lüge bewerten. Es existieren mehrere normale und mindestens eine Langzeituntersuchung, die unter realitätsnahen Umständen belegt, dass Spieler selbst über längere Zeit vor einem "Killerspiel" virtuelle Gewalt von realer unterscheiden können. Wäre es tatsächlich so schlimm, wären in Deutschland schon weit mehr Amokläufe geschehen als bisher. Ich möchte nicht bestreiten, dass "Killerspiele" tatsächlich "das Fass zum Überlaufen" bringen kann. Dennoch passiert dies nie allein, es spielen immer auch noch andere Faktoren eine Rolle, etwa das "Hänseln" von Mitschülern (so erging es den beiden Amokläufern in Deutschland, die auch "Killerspiele" gespielt haben) oder der unbegrenzte Zugang zum Waffenschrank des Vaters und jahrelange Mitgliedschaft in einem Schützenverein (was Robert Steinhäuser betraf). Bastian B., der Amokläufer von Emsdetten, hatte mehrere "Hilferufe" in sog. Communityforen getätigt, selbst ein Video mit erschreckendem Inhalt hatte er Tage vorher noch veröffentlicht. So schlimm diese Taten auch sind, es bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass jeder Spieler solcher "Killerspiele" zum potentiellen Amokläufer wird. Die beiden Amokläufer haben vor ihren Taten deutlich gemacht (v.a. Bastian B.), dass sie "Rache" üben wollen. Ich entschuldige mich vorab über meinen nun folgenden direkten Ausdruck, aber ich glaube nicht, dass die beiden Amokläufer "nur mal nebenbei" ausprobieren wollten, wie sich ein Killerspiel in "echt" anfühlt. Tatsächlich entsprechen beide Taten nicht direkt einem Amoklauf, es ist belegt, dass beide Schützen ihre Taten sorgfältig geplant hatten.

    "Spezialkenntnisse über Waffen" werden bei keinem derzeit im Handel erhältlichem Spiel vermittelt. Ich betrachte nur die Fakten: Es wird allerhöchstens (auf spielerischer Art und Weise; ich gehe später noch näher auf mein Argument ein) die von der Allgemeinheit sowieso schon bekannten Grundlagen vermittelt, etwa, dass eine Schrotflinte bei Distanz keine Wirkung zeigt (wie gesagt, ich betrachte hier nur die Fakten). Dass man eine Waffe mit nur einem Tastendruck sofort nachladen kann (selbst die Zeit zum Nachladen entspricht nicht der Realität), der Rückstoß einer Waffe oder selbst das Zielen sind Elemente, die in keinem Spiel realitätsnah vermittelt werden können. Das Steuern eines Flugzeuges sind ebenfalls Elemente, die in einer halbwegs realitätsnahen Abbildung nur von reinen Simulationen bewerkstelligt werden können, die dann aber nicht in den Bereich der "Killerspiele" gehören. "Killerspiele" zielen auf leichte Zugänglichkeit, eine unnötige Verkomplizierung ist überflüssig und stört die leichte Zugänglichkeit. In diesem Zusammenhang möchte ich den letzten Satz im Artikel, "Gelernt ist gelernt", relativieren.

    ---

    Zum 3. Absatz: "Wer profitiert vom Krieg in den Köpfen?". Im ersten Absatz wird der Eindruck erweckt, als sollen Computerspiele in Deutschland garnicht erst gefördert werden. Aufgrund der Tatsache, dass es noch keine allgemeingültige Studie zum Thema "Killerspiele" gilt, halte ich das definitiv für zu verfrüht. Einerseits würde man dadurch nur erreichen, dass deutsche Entwickler ins Ausland gehen, in denen Spiele problemlos gefördert werden (was effektiv auch Arbeitsplätze kosten kann. Nicht jeder ist bereit, für seinen Beruf das Land zu wechseln). Andererseits würde Deutschland, verglichen mit der internationalen Konkurrenz, dadurch ziemlich alleine dastehen. Ich verweise hier mal auf das Land Korea, in dem schon Computerspiele tatsächlich vollständig in die Kultur eingeflossen sind. Für jede Altersgruppe und für jeden Geschmack gibt es dort Spiele, es gibt sogar eigene Fernsehsendungen, die rund um die Uhr Live kommentierte Online-Partien senden.
    Wie gesagt: Die Fördermittel abdrehen zu wollen, halte ich aufgrund der kaum einheitlich aussagekräftigen Studien für viel zu verfrüht.

    Weshalb Spiele massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz" sein sollen, entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Wenn es um Spielen tatsächlich so stehen würde, warum wird dann nichts gegen Filme (exakt solche, die unter der Kategorie "Horror" und "Splatter" fallen) unternommen? Im Endeffekt passiert bei Filmen dasselbe wie bei Spielen.

    ---

    Zum 4. Absatz: "Komplizen, Kollaborateure und Profiteure der Killer-Industrie
    [...]
    Wissenschaftler kreieren eine neue Sprache, die die Wirklichkeit verschleiert statt aufzuklären: Mit Nebelbegriffen wie „Medienkompetenz“ und „Rahmungskompetenz“ wird pseudo-wissenschaftlich suggeriert, dass Kinder und Jugendliche mit Killerspielen sinnvoll „umgehen“ könnten, ohne seelischen und körperlichen Schaden zu nehmen.". Das Wort "Killerspiel" ist aber kein Begriff, um die Wirklichkeit zu verschleiern? Einen "Wissenschaftsstreit" gibt es durchaus, da eine Vielzahl der Studien, die die angeblich destruktive Wirkung an "Killerspielen" belegen will, unter realitätsfernen Bedingungen getestet wurden. Um nur eine zu nennen: Es gibt eine Studie, in der Probanden, die noch nie ein elektronisches Spiel gespielt haben, 20 Minuten auf einem PC, in dem "Counter Strike" läuft, alleine gelassen wurden. Nach den 20 Minuten misst man den Adrenalin im Blut der Probanden. In 20 Minuten sind Probanden, die noch nie ein elektronisches Spiel gespielt haben, höchstens mit der Steuerung an sich vertraut, aber nicht vom eigentlichen Spielinhalt selbst.
    Kurzzeitstudien sind generell nicht geeignet, um ein dauerhaftes Bild über einen "Killerspieler" zu erhalten. In genannter Studie hätte man genausogut einen Fussballspieler spielen lassen können, man wäre zu dem Ergebnis gekommen, Fussballspielen mache aggressiv; bei beiden Probanden sinkt der Adrenalinwert im Blut wieder relativ schnell ab. Einzig Langzeitstudien würden für ein klares Bild eines "Killerspielers" sorgen, bedauerlicherweise gibt es davon aber nur wenige, die auch noch alle zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
    Es spielt leider auch eine Rolle, von wem eine Studie in Auftrag gegeben wurde. Während eine Studie von Herrn Pfeiffer zu 100% deren Gewaltbereitschaft bestätigt, zeigen von Spielerverbänden herausgegebene Studien meist zu 100% das Gegenteil. Hier eine klare, unvoreingenommene Aussage zu treffen, ist äußerst schwierig.

    ---

    Der 5. Absatz: "Wer verantwortlich ist" kann ich absolut nicht nachvollziehen. Insbesondere der erste Satz: "Verantwortlich sind also nicht Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, denen die Bewältigung der Folgen immer zugeschoben wird" geht stellenweise völlig an der Realität vorbei. Warum sollten die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten nicht kontrollieren, was Jugendliche in ihrem Kinderzimmer treiben? Das fängt einerseits schon beim Kauf der Spiele an, da gewalthaltige Spiele, die nicht für Jugendliche bestimmt sind, ohnehin meist von den Eltern gekauft wurden (immerhin wurde die Maßnahme beschlossen, das USK-Logo zur Alterseinstufung zu vergrößern, damit sich kein Elternteil mehr herausreden kann, von der Altersfreigabe des Spieles nichts gewusst zu haben). Einen gelegentlichen (und unangemeldeten) Blick ins Kinderzimmer, um einen schnellen Blick auf den Monitor zu erhaschen und zu erahnen, was das eigene Kind am PC treibt, sollte das Mindeste sein und gehört zur Sorgfaltspflicht. Es sind nichtmal besondere Kenntnisse nötig, da jeder Mensch ein gewalttätiges Spiel erkennt, wenn er es auf dem Monitor des Kindes sieht.

    ---

    Ich bedanke mich für das Durchlesen meiner Argumente. Für weitere Konversationen stehe ich gerne bereit.


    Mit freundlichen Grüßen,


    <mein echter Name>

  2. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: EgoTroubler 22.12.08 - 13:49

    nicht dass die das als "Killerargumente" verstehen...

  3. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: LuckyJack 22.12.08 - 14:02

    @qwertzog

    ich muss sagen ich stimme dir voll und ganz zu. Deine Mail ist sehr sachlich und mit tatsachen belegt. Danke das mal jmd die diskussion sachlich angeht und nicht nur in foren schimpft ohne tatsächlich etwas zu tun. weiter so.

    gruß lucky

  4. !SPAM: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: ANTI-SPAM 22.12.08 - 14:13

    SPAM wurde erfolgreich entfernt:


    qwertzog schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mit freundlichen Grüßen,

  5. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: LH 22.12.08 - 14:28

    "Zu Punkt 1: "Killerspiele sind Landminen für die Seele" möchte ich generell sagen, dass (bis auf eine Ausnahme) alle aufgezählten Spiele erst an Personen unter 18 Jahre verkauft werden darf. "

    ## erst an Personen unter 18 Jahre ##

    Ich musste dabei an die eine Voyager Folge denken in der die Personen immer jünger werden mit der Zeit, bis sie als kleine Kinder sterben.

  6. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: Alekton 22.12.08 - 14:46

    Hallo qwertzog,

    ich finde Deine eMail wirklich sehr gut !
    Allerdings glaube ich aus folgenden Gründen, dass Du leider darauf keine Antwort erhalten wirst:

    a) es besteht kein wirkliches Interesse an einer sachlichen und inhaltlich richtigen Auseinandersetzung,

    b) es geht nur um eine Wahrheit und zwar die der "Kritiker" (wie im Interview schon richtig benannt: die ja eigentlich tatsächlich Fanatiker sind)

    Letztendlich zeigt es m.E. nur, das die betroffenen Personen mit der Realität (es gibt Dinge im Leben, die nicht immer nur schön und angenehm sind oder alle die gleichen Interessen haben) überfordert sind und versuchen mit dieser in einer für sie umgänglichen Form umzugehen (die sie überfordernden Dinge aus ihrem Leben verdammen).
    Es zeigt mir auch, dass sie allen Menschen ein gewisses Maß an Entscheidungsfähigkeit absprechen, denn sonst würden sie nicht so pauschalisieren sowie viel differenzierter sein und sich zu einem echten sachlichen Dialog bereiterklären.

    Eigentlich könnte man alles auch auf einen Nenner zurückführen:
    Sie haben einfach Angst davor, was diese Art von Spielen mit/aus den Menschen macht/machen kann.

    Mir tun sie leid, denn offenbar hat denen niemand gezeigt, das Menschen nicht alle nur einfach dem Anderen Böses wollen, sondern auch in der Lage sind etwas Gutes angedeihen zu lassen.

    Wie heißt es so schön:
    "Die wenigsten Menschen verstehen sich darauf, Ursachen zu beeinflussen.
    Die meisten vergeuden ihre Zeit mit dem aussichtslosen Versuch, Wirkungen zu verändern." (unbekannt)

    "Was du bist, hängt von drei Faktoren ab:
    Was du geerbt hast, was deine Umgebung aus dir machte, und was du in freier Wahl aus deiner Umgebung und deinem Erbe gemacht hast." (Aldous Huxley)


    Mit besten Grüßen,
    Alekton

  7. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: ich sag jetzt was 22.12.08 - 16:06

    Glaubst du wirklich eine Professorin hätte nicht genug zu tun, als dass sie sofort antwortet.

  8. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: Turok 22.12.08 - 20:35

    Ohne jetzt deinen Text einzeln aufzudröseln, würde ich sagen: Gut gemacht! Über Details kann man sich natürlich streiten, aber dein Text enthält weitaus mehr verwertbare Argumente und Aussagen als dieser plumpe Aufruf. Dieser vermag hauptsächlich mit Namen und Titeln zu glänzen.

    Turok

  9. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: aderlass 23.12.08 - 05:40

    fullack+++

    Nun bin ich mal gespannt ob sich einer hinsetzen wird um diese Mail zu beantworten oder sie einfach in den virtuellen "runden" Aktenordner wandern zu lassen.

  10. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: ekped 23.12.08 - 09:19

    Moin!

    Ich finde es sehr gut, daß Du Dir die Mühe gemacht hast diese Mail zu schreiben. Du zeigst damit, daß Du durchaus an die Lernfähigkeit der Menschen glaubst - insbesondere die der geistigen Schreibtischbrandstifter aus Köln.

    Es sich zwar gelohnt, die Mail vor dem Versand noch einmal Korrektur zu lesen, aber sicherliche schmälern Rechtschreibfehler nicht die inhaltliche Aussageintention.

    Aber was wird diese Mail bringen? Nichts.

    1.)
    Die Unterzeichner des zu Recht in der Kritik stehenden Aufrufes haben kein Interesse daran, ihrer Meinung entgegen wirkenden Argumenten Gehör zu schenken.

    --> Wie entsteht so ein Aufruf? Üblicherweise setzen sich in wissenschaftlichen Bereichen die "Leithammel" jahrelang mit einem Thema auf ihre Art und Weise auseinander. Dabei kommen sie zu Schlüssen, welche in den meisten Fällen ordentlich durchdacht und auf jede Schwachstelle hin abgeklopft sind, zumindest sind die "Forscher" danach überzeugt, ordentliche Arbeit geleistet zu haben.

    Bevor also ein solcher Aufruf überhaupt entsteht bzw unterzeichnet wird, sind sich alle Unterzeichner und Mitwirkenden in einem Punkt einig: "Unser Beitrag ist richtig, gegen alle anderen Meinungen mühelos zu verteidigen und fachlich penibelst hinterlegt."

    Es wäre also absolut weltfremd anzunehmen, daß auch nur ein einziger der Unterzeichner von seiner irrigen Weltanschauung abrücken würde, sobald ein "fachfremder Laie" seine anderslautende Meinung äußert.

    2.)
    Für den unwahrscheinlichen Fall, daß Deine Mail nicht in der Ablage "P" endet, droht Dir noch ein ganz anderer Schmach. Das verfremdende Zitat. Ich darf Dir eben mal ansatzweise Vorführen, was jede mittelmäßig begabte Medienschlampe aus Deiner Mail machen kann.

    --> Mail von Herrn XYZ (redaktionell gekürzt)
    > Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Maria Mies,
    > Mit gemischten Gefühlen habe ich den Artikel "Kölner
    > Aufruf gegen Computergewalt" auf www.nrhz.de gelesen.
    > Auch ich bin der Meinung, dass sog. "Killerspiele" nichts
    > in Kinderhände verloren haben.
    > Gerade die in Mode kommenden "MMORPGs" sorgen mit
    > monatlichen Gebühren und stetigen Nachschub an neuen
    > Spielinhalten für erhöhtes Suchtpotential.
    > Tatsächlich wirbt die US-Armee mittlerweile mit Spielen,
    > die taktisches Geschick etc. beibringen sollen.
    usw.
    > Mit freundlichen Grüßen,
    > Herr XYZ

    Viel Spass...

    3.)
    Auch wenn es diese Propagandaterroristen aus Köln es gerne sehen würden, daß Ihre Hetzschriften auch nur eine Spur von Erfolg hätten, sind sie glücklicherweise zum Scheitern verurteilt.

    --> Für viele ein Graus, für uns in dieser Lage perfekt: Wir leben in einer erzkapitalistischen Gesellschaft. Es wird niemals passieren, daß nur wegen dieser Maschinenstürmer aus Köln die Wirtschaft die Umsatzeinbussen aufgrund verbotsbedingt wegfallender Computerspieleverkäufe hinnimmt.
    Wenn man sich mal die (in der Weihnachtszeit sicherlich relevanten) Verkaufscharts von Saturn anguckt, befinden sich dort jediglich 2 Spiele in den Verkaufs-Top10, die nicht verboten werden würden.(Da haben sich doch glatt 2 Fussballspiele reingeschummelt :P )

    Laut BIU/GfK wurde im Jahr 2007 mit Videospielen und PC-Spielen ein Umsatz von 1362 Millionen EUR erzielt, bei einem Wachstum von 4% bis 8% pro Jahr seit 2002.

    Es ist klar ersichtlich, daß die Computerspieleindustrie in keiner Weise durch die Trottel aus Köln bedroht ist, da die Umsätze der Firmen ja (über den Kundeneinkauf) steuerrelevant sind und die Gewinne der Firmen ja auch Gelder in die Kassen der Kommunen spülen.


    Da stellt sich abschließend dann die Frage, welchen realen Wert die Volksaufwiegler aus Köln denn bitte für Deutschland haben? zweifuffzig. Ost-Mark.

    Wenn jetzt noch die Computerspieleindustrie einen am Umsatz gemessen winzigen Betrag in sinnvolle Jugendbetreuungsprojekte steckt, würde jeder zukünftige Aufruf der Kölner Hirnakrobaten selbst vom nicht computerspielaffinen Volk abgelehnt werden, da dann jedes Elternteil eine Verschlechterung der Lebensqualität Ihrer Kinder befürchten müßte.

    In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

    ----------------------------------------
    wall of text crits you for 50K. you die.









    qwertzog schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > In der letzten Golem-News wurde auf eine PDF
    > verlinkt, in dem u.a. eine Kontaktadresse
    > eingetragen war. Ich habe mir gestern erlaubt,
    > eine Mail an genannte Adresse zu schicken, die
    > meiner Meinung nach konstruktiv auf Argumente
    > eingeht. Ich habe auch sonst versucht, jeglichen
    > Nicht-seriösen Hauch im Keim zu ersticken (Meine
    > E-Mail lautete also nicht "l33t3r@gmx.de") und mit
    > meinem echten Namen unterschrieben. Bis jetzt (die
    > Mail wurde gestern Sonntag, den 21. Dezember 2008
    > um 14:05 losgeschickt) habe ich keine Antwort
    > erhalten.
    >
    > Der Inhalt der Mail war folgender:
    > ---
    > Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Maria Mies,
    >
    > Mit gemischten Gefühlen habe ich den Artikel
    > "Kölner Aufruf gegen Computergewalt" auf
    > www.nrhz.de gelesen. Ich möchte gerne in diesem
    > Zusammenhang den Artikel analysieren und diverse
    > dort zitierte Punkte in Frage stellen.
    >
    > Bevor ich mit meiner Argumentation beginne, möchte
    > ich generell meinen eigenen Standpunkt vertreten:
    > Auch ich bin der Meinung, dass sog. "Killerspiele"
    > nichts in Kinderhände verloren haben.
    > Gewalthaltige Spiele allgemein auch für Erwachsene
    > zu verbieten, betrachte ich jedoch als Zensur. Im
    > Prinzip handelt es sich um die gleiche Diskussion,
    > die bereits einige Jahrzehnte früher über Rock'n
    > Roll und Horrorfilme geführt wurde.
    >
    > Zu Punkt 1: "Killerspiele sind Landminen für die
    > Seele" möchte ich generell sagen, dass (bis auf
    > eine Ausnahme) alle aufgezählten Spiele erst an
    > Personen unter 18 Jahre verkauft werden darf.
    > Natürlich relativieren sich die aufgezählten
    > Punkte nicht, kann doch jeder Minderjährige einen
    > älteren Freund an die Kasse schicken oder die
    > Spiele illegal aus dem Internet herunterladen -
    > einschlägige Seiten, von denen die deutsche
    > Behörde keinen Zugriff hat, gibt es leider dafür.
    >
    > Dass Eltern, Lehrer und Erzieher eine Steigerung
    > der Gewalt von Jugendlichen beobachten, bedeutet
    > in der Schlussfolgerung nicht, dass sog.
    > "Killerspiele" die Gewaltbereitschaft erhöhe.
    >
    > Es gibt tatsächlich mehrere Studien, die belegen,
    > je länger ein Kind vor dem PC oder der Konsole
    > verbringt, desto schlechter werden seine
    > Leistungen. In der Tat stimme ich Ihnen zu, dass
    > dies ein zurecht in der Öffentlichkeit
    > diskutiertes Thema darstellt. Gerade die in Mode
    > kommenden "MMORPGs" sorgen mit monatlichen
    > Gebühren und stetigen Nachschub an neuen
    > Spielinhalten für erhöhtes Suchtpotential.
    > Allerdings: Im Kontext zum Thema "Killerspiele"
    > ist dieses Argument völlig unpassend. Jeder Mensch
    > kann generell zuviel Zeit verschwenden, um damit
    > andere Dinge versehentlich zu vernachlässigen. Das
    > die Brutalität eines Spiels mit den Leistungen des
    > Jugendlichen zusammenhängt, entzieht sich meiner
    > Kenntnis.
    >
    > ---
    >
    > Zu Punkt 2: "Killerspiele sind aktives
    > Kriegstraining". Bitte verzeihen Sie mir meine
    > Ehrlichkeit, aber dieser gesamte Absatz wirft
    > willkührlich allgemeine Argumente in einem Topf,
    > ohne auch nur einen Beweis dafür zu erbringen.
    > Vieles, was hier geschildert wird, wurde bereits
    > mehrfach widerlegt.
    >
    > Der Absatz suggeriert, als seien "Killerspiele"
    > von der US-Armee erfunden worden, was nicht den
    > Tatsachen entspricht. Tatsächlich wirbt die
    > US-Armee mittlerweile mit Spielen, die taktisches
    > Geschick etc. beibringen sollen. Die US-Armee
    > verfolgt diese Strategie allerdings erst vor 5
    > Jahren, eine relativ geringe Zeitspanne, wenn man
    > bedenkt, dass es sog. "Killerspiele" schon seit
    > über 20 Jahren gibt. Davon abgesehen, wirbt die
    > US-Armee zum Training von Geschick und Taktik und
    > nicht, wie es der Absatz suggeriert, um die
    > Hemmschwelle beim Töten herabzusetzen.
    >
    > Zitat: "Sie erzeugen Angst, Stress und andauernde
    > Adrenalinschübe. Sie erzwingen unmittelbare
    > Handlungen in einem Reiz-Reaktions-Schema und
    > verhindern so gezielt kritische Distanz und
    > Mitgefühl." Würde es nicht um das Thema
    > "Killerspiele" gehen, könnte man dasselbe Argument
    > auch für jedes andere Hobby verwenden. Ein
    > Fussballspiel etwa erzeugt ebenfalls genannte
    > Zustände, ganz gleich ob man Zuschauer oder selbst
    > der Fussballspieler ist.
    >
    > Zitat: "Die virtuellen Räume und die reale Welt
    > durchdringen sich, werden ununterscheidbar."
    > Dieses Zitat kann ich - Pardon - als glatte Lüge
    > bewerten. Es existieren mehrere normale und
    > mindestens eine Langzeituntersuchung, die unter
    > realitätsnahen Umständen belegt, dass Spieler
    > selbst über längere Zeit vor einem "Killerspiel"
    > virtuelle Gewalt von realer unterscheiden können.
    > Wäre es tatsächlich so schlimm, wären in
    > Deutschland schon weit mehr Amokläufe geschehen
    > als bisher. Ich möchte nicht bestreiten, dass
    > "Killerspiele" tatsächlich "das Fass zum
    > Überlaufen" bringen kann. Dennoch passiert dies
    > nie allein, es spielen immer auch noch andere
    > Faktoren eine Rolle, etwa das "Hänseln" von
    > Mitschülern (so erging es den beiden Amokläufern
    > in Deutschland, die auch "Killerspiele" gespielt
    > haben) oder der unbegrenzte Zugang zum
    > Waffenschrank des Vaters und jahrelange
    > Mitgliedschaft in einem Schützenverein (was Robert
    > Steinhäuser betraf). Bastian B., der Amokläufer
    > von Emsdetten, hatte mehrere "Hilferufe" in sog.
    > Communityforen getätigt, selbst ein Video mit
    > erschreckendem Inhalt hatte er Tage vorher noch
    > veröffentlicht. So schlimm diese Taten auch sind,
    > es bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass jeder
    > Spieler solcher "Killerspiele" zum potentiellen
    > Amokläufer wird. Die beiden Amokläufer haben vor
    > ihren Taten deutlich gemacht (v.a. Bastian B.),
    > dass sie "Rache" üben wollen. Ich entschuldige
    > mich vorab über meinen nun folgenden direkten
    > Ausdruck, aber ich glaube nicht, dass die beiden
    > Amokläufer "nur mal nebenbei" ausprobieren
    > wollten, wie sich ein Killerspiel in "echt"
    > anfühlt. Tatsächlich entsprechen beide Taten nicht
    > direkt einem Amoklauf, es ist belegt, dass beide
    > Schützen ihre Taten sorgfältig geplant hatten.
    >
    > "Spezialkenntnisse über Waffen" werden bei keinem
    > derzeit im Handel erhältlichem Spiel vermittelt.
    > Ich betrachte nur die Fakten: Es wird
    > allerhöchstens (auf spielerischer Art und Weise;
    > ich gehe später noch näher auf mein Argument ein)
    > die von der Allgemeinheit sowieso schon bekannten
    > Grundlagen vermittelt, etwa, dass eine
    > Schrotflinte bei Distanz keine Wirkung zeigt (wie
    > gesagt, ich betrachte hier nur die Fakten). Dass
    > man eine Waffe mit nur einem Tastendruck sofort
    > nachladen kann (selbst die Zeit zum Nachladen
    > entspricht nicht der Realität), der Rückstoß einer
    > Waffe oder selbst das Zielen sind Elemente, die in
    > keinem Spiel realitätsnah vermittelt werden
    > können. Das Steuern eines Flugzeuges sind
    > ebenfalls Elemente, die in einer halbwegs
    > realitätsnahen Abbildung nur von reinen
    > Simulationen bewerkstelligt werden können, die
    > dann aber nicht in den Bereich der "Killerspiele"
    > gehören. "Killerspiele" zielen auf leichte
    > Zugänglichkeit, eine unnötige Verkomplizierung ist
    > überflüssig und stört die leichte Zugänglichkeit.
    > In diesem Zusammenhang möchte ich den letzten Satz
    > im Artikel, "Gelernt ist gelernt", relativieren.
    >
    > ---
    >
    > Zum 3. Absatz: "Wer profitiert vom Krieg in den
    > Köpfen?". Im ersten Absatz wird der Eindruck
    > erweckt, als sollen Computerspiele in Deutschland
    > garnicht erst gefördert werden. Aufgrund der
    > Tatsache, dass es noch keine allgemeingültige
    > Studie zum Thema "Killerspiele" gilt, halte ich
    > das definitiv für zu verfrüht. Einerseits würde
    > man dadurch nur erreichen, dass deutsche
    > Entwickler ins Ausland gehen, in denen Spiele
    > problemlos gefördert werden (was effektiv auch
    > Arbeitsplätze kosten kann. Nicht jeder ist bereit,
    > für seinen Beruf das Land zu wechseln).
    > Andererseits würde Deutschland, verglichen mit der
    > internationalen Konkurrenz, dadurch ziemlich
    > alleine dastehen. Ich verweise hier mal auf das
    > Land Korea, in dem schon Computerspiele
    > tatsächlich vollständig in die Kultur eingeflossen
    > sind. Für jede Altersgruppe und für jeden
    > Geschmack gibt es dort Spiele, es gibt sogar
    > eigene Fernsehsendungen, die rund um die Uhr Live
    > kommentierte Online-Partien senden.
    > Wie gesagt: Die Fördermittel abdrehen zu wollen,
    > halte ich aufgrund der kaum einheitlich
    > aussagekräftigen Studien für viel zu verfrüht.
    >
    > Weshalb Spiele massive Angriffe auf
    > Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz" sein
    > sollen, entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Wenn
    > es um Spielen tatsächlich so stehen würde, warum
    > wird dann nichts gegen Filme (exakt solche, die
    > unter der Kategorie "Horror" und "Splatter"
    > fallen) unternommen? Im Endeffekt passiert bei
    > Filmen dasselbe wie bei Spielen.
    >
    > ---
    >
    > Zum 4. Absatz: "Komplizen, Kollaborateure und
    > Profiteure der Killer-Industrie
    > [...]
    > Wissenschaftler kreieren eine neue Sprache, die
    > die Wirklichkeit verschleiert statt aufzuklären:
    > Mit Nebelbegriffen wie „Medienkompetenz“ und
    > „Rahmungskompetenz“ wird pseudo-wissenschaftlich
    > suggeriert, dass Kinder und Jugendliche mit
    > Killerspielen sinnvoll „umgehen“ könnten, ohne
    > seelischen und körperlichen Schaden zu nehmen.".
    > Das Wort "Killerspiel" ist aber kein Begriff, um
    > die Wirklichkeit zu verschleiern? Einen
    > "Wissenschaftsstreit" gibt es durchaus, da eine
    > Vielzahl der Studien, die die angeblich
    > destruktive Wirkung an "Killerspielen" belegen
    > will, unter realitätsfernen Bedingungen getestet
    > wurden. Um nur eine zu nennen: Es gibt eine
    > Studie, in der Probanden, die noch nie ein
    > elektronisches Spiel gespielt haben, 20 Minuten
    > auf einem PC, in dem "Counter Strike" läuft,
    > alleine gelassen wurden. Nach den 20 Minuten misst
    > man den Adrenalin im Blut der Probanden. In 20
    > Minuten sind Probanden, die noch nie ein
    > elektronisches Spiel gespielt haben, höchstens mit
    > der Steuerung an sich vertraut, aber nicht vom
    > eigentlichen Spielinhalt selbst.
    > Kurzzeitstudien sind generell nicht geeignet, um
    > ein dauerhaftes Bild über einen "Killerspieler" zu
    > erhalten. In genannter Studie hätte man genausogut
    > einen Fussballspieler spielen lassen können, man
    > wäre zu dem Ergebnis gekommen, Fussballspielen
    > mache aggressiv; bei beiden Probanden sinkt der
    > Adrenalinwert im Blut wieder relativ schnell ab.
    > Einzig Langzeitstudien würden für ein klares Bild
    > eines "Killerspielers" sorgen, bedauerlicherweise
    > gibt es davon aber nur wenige, die auch noch alle
    > zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
    > Es spielt leider auch eine Rolle, von wem eine
    > Studie in Auftrag gegeben wurde. Während eine
    > Studie von Herrn Pfeiffer zu 100% deren
    > Gewaltbereitschaft bestätigt, zeigen von
    > Spielerverbänden herausgegebene Studien meist zu
    > 100% das Gegenteil. Hier eine klare,
    > unvoreingenommene Aussage zu treffen, ist äußerst
    > schwierig.
    >
    > ---
    >
    > Der 5. Absatz: "Wer verantwortlich ist" kann ich
    > absolut nicht nachvollziehen. Insbesondere der
    > erste Satz: "Verantwortlich sind also nicht
    > Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, denen die
    > Bewältigung der Folgen immer zugeschoben wird"
    > geht stellenweise völlig an der Realität vorbei.
    > Warum sollten die Eltern bzw. die
    > Erziehungsberechtigten nicht kontrollieren, was
    > Jugendliche in ihrem Kinderzimmer treiben? Das
    > fängt einerseits schon beim Kauf der Spiele an, da
    > gewalthaltige Spiele, die nicht für Jugendliche
    > bestimmt sind, ohnehin meist von den Eltern
    > gekauft wurden (immerhin wurde die Maßnahme
    > beschlossen, das USK-Logo zur Alterseinstufung zu
    > vergrößern, damit sich kein Elternteil mehr
    > herausreden kann, von der Altersfreigabe des
    > Spieles nichts gewusst zu haben). Einen
    > gelegentlichen (und unangemeldeten) Blick ins
    > Kinderzimmer, um einen schnellen Blick auf den
    > Monitor zu erhaschen und zu erahnen, was das
    > eigene Kind am PC treibt, sollte das Mindeste sein
    > und gehört zur Sorgfaltspflicht. Es sind nichtmal
    > besondere Kenntnisse nötig, da jeder Mensch ein
    > gewalttätiges Spiel erkennt, wenn er es auf dem
    > Monitor des Kindes sieht.
    >
    > ---
    >
    > Ich bedanke mich für das Durchlesen meiner
    > Argumente. Für weitere Konversationen stehe ich
    > gerne bereit.
    >
    > Mit freundlichen Grüßen,
    >
    > <mein echter Name>


  11. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: spawnyzen 23.12.08 - 09:25

    Schön geschrieben, mir fehlen nur Links oder anderweitige Nachweise (Name der Studie usw usf.) zu den von dir angesprochenen Fakten und Tatsachen, mit denen du immerhin versuchst den Kritikern zu widersprichen. Kann ja jeder ankommen und sagen "Nein nein nein das ist falsch, Tatsache ist das ...". Ansonsten würde ich mich freuen wenn du eine (angemessene) Antwort auf deine Mail bekämst, was aber wohl sehr unwahrscheinlich ist.

    Abgesehen davon stellt sich mir die Frage.. wo ist eigentlich Fred_EM aufeinmal? ;)

  12. Re: Meine Mail an den "Kölner Aufruf"

    Autor: Der_Newb 23.12.08 - 14:59

    Gut gemacht. Aber ein für Dich brauchbares Ergebnis wirst Du nicht bekommen. Diese Leute sind nur auf Effekthascherei aus.
    Hab sowas mal mit unserem Bundestagsabgeordneten gemacht bzgl. BKA-Gesetz. Ergebnis war Zusendung eine Aufnahemantrags in die CDU. Antowrt habe ich trotz mehrfacher Rückfarge nie wirklich bekommen.
    Nur Schaumschlägerei. Es freut mich,d ass es noch Leute mit eigener Meinung gibt. Bleib so.

  13. Re: Du mein Freund brauchst ein Hobby...

    Autor: Eidechse 23.12.08 - 22:40

    Wer so lange emails schreibt ist nicht genug beschäftigt...

  14. Re: Du mein Freund brauchst ein Hobby...

    Autor: qwertzog 24.12.08 - 10:54

    Eidechse schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wer so lange emails schreibt ist nicht genug
    > beschäftigt...


    Schau dir nochmal an, WANN ich die Mail geschrieben habe. Bin nebenbei vollzeitbeschäftigt als Fachinformatiker Systemintegration, ich entspreche also ganz sicher nicht dem typischen Klischee eines arbeitslosen WoW-Süchtlings ;) . Noch dazu: Schonmal gehört, dass man zur Weihnachtszeit auch Urlaub nehmen kann?

  15. Re: Du mein Freund brauchst ein Hobby...

    Autor: wisp 24.12.08 - 16:57

    mal ganz ehrlich wieso reagierst du auf so einen mist(gemeint ist der beitrag von eidechse). achja zur deiner email. gut gemacht aber wie hier schon mehrere andere argumentiert haben denke auch ich nicht daran das du eine sachgemäße bzw ordentliche antwort bekommen wirst. diese "kritiker" leben ganz eindeutig in einem geistigen vakuum, das auch eine derart durchdachte email nicht durchbrechen oder zerreissen wird.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Marketing Data Manager (m/w/d)
    Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  2. Systemadministrator*in Online-Dienste und Telefonie (m/w/d)
    Kreis Segeberg, Hamburg
  3. Datenarchitektin / Datenarchitekt in der Anwendungsentwicklung (m/w/d)
    Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Köln
  4. (Senior) Software Engineer Digital Applications for Food Processing
    BAADER, Lübeck

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (bis 17.01.2024)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de