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Für den Heimgebrauch?
Autor: spanther 23.12.08 - 09:44
Viel zu teuer für den Heimgebrauch :-)
Aber so schnell wie sich das entwickelt wird es in ein paar Jahren schon top Produkte zu Spitzenpreisen geben. Ich hoffe nur das die Haltbarkeit der SSD's sich bewährt und sie sich nicht als Eintagsfliegen entpuppen welche HDD's dann wohl nicht mehr ablösen könnten. -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Ext 23.12.08 - 09:52
Ähm, bislang SIND die Dinger Eintagsfliegen. Die Speicherzellen haben leider zur Zeit noch die Eigenschaft dass sie nur beschränkt viele Lese/Schreibvorgänge aushalten und danach endgültig deaktiviert werden. Das ist zwar von Beginn ab eingeplant, aber man kann davon ausgehen das ne SSD bei täglichem Betrieb als Primäre Platte in einem OS nicht mehr als 3-4 Jahre halten wird ehe sie sich mit eine gewissen Anzahl deaktivierter Zellen endgültig verabschiedet.
Und im Gegensatz zu klassischen Festplatten ist dieser Vorgang nicht durch entsprechende Pflege zu vermeiden...
Hinzu kommt noch das der Stromverbrauch einer SSD-Platte linear mit der Größe wächst, im Gegensatz zur HDD bei der selbst ne 50TB nicht mehr Strom schluckt als jede andere Platte des gleichen Formfaktors.
Die SSDs haben durch die Netbooks zwar nen netten Hype erfahren, auf Dauer sind die Dinger aber definitiv noch keine Lösung. -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Deine Oma 23.12.08 - 09:54
Die sind schon was für den Heimgebrauch. Du kannst z.B. eine kleine (32GB, so ab 70,-) in den Rechner einbauen und für die großen Datenmengen dann halt noch eine herkömmliche in den Server/NAS. Damit merkst du dann keinen Unterschied mehr. D.h. wenns das Netzwerk hergibt, gerade NAS haben ja noch mit 1G Probleme ;)
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: ME_Fire 23.12.08 - 10:02
Zumindest sollte man in Zeiten von 4GB RAM für 30€ aufs Swapping verzichten können um die Disk etwas zu schonen.
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Gott der Schlachtenlenker 23.12.08 - 10:03
Quelle?
Woher beziehst du deine Werte?
c't hat mal USB-Sticks getestet, die ja auch nur ca. 50000 Schreibvorgänge aushalten sollen. (je nach Technik)
Sie konnten die partout nicht kaputtschreiben.
Ich gehe mal davon aus das die Platten gerade für den Heimgebrauch nicht in 2-3 Rechnergenerationen kaputtzubekommen sind.
Du müsstest eine Platte zu annähernd 100% Zufallsdaten füllen, d.h. das dann ca. 50% aller Bits getauscht werden, und das ganze mehrere Zehntausend mal.
Selbst dann wirst du vermutlich noch keine Ausfälle bemerken.
Meine Quelle:
http://www.heise.de/ct/08/21/122/
Also bitte nicht einfach angebliche Tatsachen in den Raum werfen, die auf Hören-Sagen basieren.
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Christopher Nowakus 23.12.08 - 10:04
Du hast recht. Für den Heimgebrauch eignen sich diese SSDs wirklich nur im RAID-Verbund. RAID 0 ist das beste!
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: spanther 23.12.08 - 10:05
Ext schrieb:
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> Ähm, bislang SIND die Dinger Eintagsfliegen. Die
> Speicherzellen haben leider zur Zeit noch die
> Eigenschaft dass sie nur beschränkt viele
> Lese/Schreibvorgänge aushalten und danach
> endgültig deaktiviert werden. Das ist zwar von
> Beginn ab eingeplant, aber man kann davon ausgehen
> das ne SSD bei täglichem Betrieb als Primäre
> Platte in einem OS nicht mehr als 3-4 Jahre halten
> wird ehe sie sich mit eine gewissen Anzahl
> deaktivierter Zellen endgültig verabschiedet.
> Und im Gegensatz zu klassischen Festplatten ist
> dieser Vorgang nicht durch entsprechende Pflege zu
> vermeiden...
>
> Hinzu kommt noch das der Stromverbrauch einer
> SSD-Platte linear mit der Größe wächst, im
> Gegensatz zur HDD bei der selbst ne 50TB nicht
> mehr Strom schluckt als jede andere Platte des
> gleichen Formfaktors.
>
> Die SSDs haben durch die Netbooks zwar nen netten
> Hype erfahren, auf Dauer sind die Dinger aber
> definitiv noch keine Lösung.
Hmm schade :-/
Naja das mit den Schäden nach oftmaligem Schreibzugriff liegt ja aber an der Technik. Flash Technik arbeitet halt mit einer Art Einbrenntechnik :-)
Also es werden Wiederstände umgestellt durch Ströme welche dann auch ohne Strom diesen Zustand halten können und somit die Daten nicht verlohren gehen. Natürlich gehen diese Zellen mit der Zeit kaputt wie jede CD-RW auch nach einer gewissen Zahl Schreibforgänge.
Ich würde mich freuen wenn sie die SSD Technik soweit verbessern das zumindest diese Änderungsvorgänge weniger bleibende Schäden an den Zellen hinterlassen würden. Also generell die Zellen noch robuster ausfallen würden.
Das würde dann aber sicher auch den Stromverbrauch steigern wenn noch mehr Kraft benötigt wäre robustere Zellen zu manipulieren durch Ströme und so "Daten" zu speichern...
SSD's haben aufjedenfall einen riesen Vorteil da sie 0dB haben und Erschütterungen ihnen nichts ausmachen :-) -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Tuxtom 23.12.08 - 10:09
Hallo,
auch bei klassischen Festplatten wird ein Bereich der Platte für Bad-Sektors reserviert. Stellt die Platte einen defekten Sektor fest, wird dieser gesperrt und die Daten dann auch einen reservierten
Reserveblock geschrieben.
Im Prinzip machen die SSD´s nichts anderes, nur leider in anderen
Grössenordnungen.
Mir stellt sich eher eine andere Frage - das Preis-/Leistungsverhältniss und das ist bei SSD´s derzeit undiskutabel.
Was soll ich mit 160GB im Notebook, meine 320Gb ist bereist so voll, das ist sehnsüchtig auf die Auslieferung der 500Gb/7200er Platten von Seagate warte.
Da spare ich doch lieber an der Zugriffszeit und habe dafür den 3-fachen Speicherplatz für 1/4 des Geldes, vom Stromverbrauch tun sich die SSD´s im Vergleich zu modernen Notebookplatten auch nicht viel.
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: spanther 23.12.08 - 10:11
Gott der Schlachtenlenker schrieb:
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> Quelle?
> Woher beziehst du deine Werte?
> c't hat mal USB-Sticks getestet, die ja auch nur
> ca. 50000 Schreibvorgänge aushalten sollen. (je
> nach Technik)
> Sie konnten die partout nicht kaputtschreiben.
>
> Ich gehe mal davon aus das die Platten gerade für
> den Heimgebrauch nicht in 2-3 Rechnergenerationen
> kaputtzubekommen sind.
> Du müsstest eine Platte zu annähernd 100%
> Zufallsdaten füllen, d.h. das dann ca. 50% aller
> Bits getauscht werden, und das ganze mehrere
> Zehntausend mal.
> Selbst dann wirst du vermutlich noch keine
> Ausfälle bemerken.
>
> Meine Quelle:
> www.heise.de
>
> Also bitte nicht einfach angebliche Tatsachen in
> den Raum werfen, die auf Hören-Sagen basieren.
>
Ähm das ein "Test" in der c't ja wohl kein wirklicher Langzeittest ist und diesen auch nicht ersetzen kann ist doch aber nicht von der Hand zu weisen :-)
Hochzurechnen und dann von einem Test multipliziert auf Jahre zu rechnen ist sehr naiv.
Gerade bei Dauerbetrieb wie es auf Desktops der Fall ist wo fast sekündlich bits geschrieben werden und Timestamps etc. wie auch Caching und Prefetching ist es auch noch ein ganz anderes Arbeitsumfeld als wenn du einen Flash Speicher nur nutzt um Daten zu sichern. Beim lesen verbraucht sich die Kapazität ja nicht. Schreibzugriffe sind aber auf modernen Desktopumgebungen aber doch schon häufig. -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: spanther 23.12.08 - 10:16
Tuxtom schrieb:
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> Hallo,
>
> auch bei klassischen Festplatten wird ein Bereich
> der Platte für Bad-Sektors reserviert. Stellt die
> Platte einen defekten Sektor fest, wird dieser
> gesperrt und die Daten dann auch einen
> reservierten
> Reserveblock geschrieben.
> Im Prinzip machen die SSD´s nichts anderes, nur
> leider in anderen
> Grössenordnungen.
>
> Mir stellt sich eher eine andere Frage - das
> Preis-/Leistungsverhältniss und das ist bei SSD´s
> derzeit undiskutabel.
> Was soll ich mit 160GB im Notebook, meine 320Gb
> ist bereist so voll, das ist sehnsüchtig auf die
> Auslieferung der 500Gb/7200er Platten von Seagate
> warte.
> Da spare ich doch lieber an der Zugriffszeit und
> habe dafür den 3-fachen Speicherplatz für 1/4 des
> Geldes, vom Stromverbrauch tun sich die SSD´s im
> Vergleich zu modernen Notebookplatten auch nicht
> viel.
>
Kann man die leisen Notebookfestplatten denn auch in normale Desktopsysteme integrieren? Ich denke mal ja aber ich weis nicht genau wie :-)
Wäre eine Möglichkeit mein MSI Wind Nettop noch leiser zu bekommen :-) -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Deine Oma 23.12.08 - 10:22
Das geht problemlos. Eventuell brauchst du für die 1,7 oder 2,5 noch einen Adapter (IDE o. SATA) damit sie an die Kabel des Systems passen. Die gibts für ein Euro überall.
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Sicaine_t 23.12.08 - 10:34
Aeh ne SSD frist 0.5 Watt ne 2,5" hdd 3 Watt. Da is sehr wohl ein Unterschied. Zumal du vorallem bei einem Laptop bei ner mechanischen Festplatte gefahr laeufts, Daten zu verlieren bzw. immer wieder von parkenden Lesekoepfen genervt wirst.
Es gab mal ein Videopreview ueber ein Tabletpc -> Staendig kam ne warnung "Lesekopefe sicherheitshalber geparkt". Das passiert dir bei einer ssd nicht.
Mal ganz davon abgesehen, dass die Zugrifsszeiten bei einer SSD bei 0.1ms liegen gegen 15ms. Das macht fuer mich sehr wohl einen unterschied + die Durchsatzraten von 170mb gegen 80... -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Tingelchen 23.12.08 - 10:39
Wenn man keine Swap-Datei mehr braucht, dann brauch man auch keine SSD mehr ;)
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Sicaine_t 23.12.08 - 10:43
Eintagsfliegen bei ueber 1000 bis 100000 Schreibvorgaengen pro Zelle? Hm lass mich mal ueberlegen das einzige was ich jeden Tag immer wieder schreibe sind ein paar handvoll von temporaeren Internetdateien und andere kleine Tempdaten. Aber das sind hoechstens irgendwas im MB bereich. Den Film den ich mir mal rueberzieh oder die Mucke die bleibt ewig auf einer Speicherelle liegen. Bilanz -> 1 Schreibzugriff in einem halben Jahr. Und das ist sicher keine Seltenheit.
Auslesen kann man die naemlich wesentlich haeufiger.
Und ich seh halt nicht nur einen Vorteil, der Stromverbrauch, die Lautstaerke(0db), Waermeentwicklung, Sicherheit bei Bewegung(Keine mechanischen Bauteile), Zugriffszeiten und durchgaengigen Leseraten. -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Tingelchen 23.12.08 - 10:44
Diese Schreibzugriffe finden jedoch zu 90% im Hauptspeicher statt und nicht auf der Festplatte. Nicht auszudenken wenn jeder furtz auf die Festplatte geschrieben werden würde oO
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Nimm doch eine von OCZ statt von Intel
Autor: SSD User 23.12.08 - 10:52
Was willst du denn bei dir daheim mit der SSD machen?
Ich hab mir eine geholt damit die Ladezeiten bei Spielen kürzer werden. OCZ Core SSDs kosten mit 64GB und 120MB/s lesend ca. 150€. Für Windows nutze ich eine RaptorX, die Spiele installier ich auf die SSD und für Daten hab ich eine 'langsame' 7200 rpm Platte. Wenn man nicht viel auf die SSDs schreibt halten die ewig. Das Schlimmste was bei einem Defekt passieren kann ist das du die Games neu installieren musst und dass du dir per Garantie Ersatz schicken lässt. Savegames sind meist auf der Windows-Platte.
Wenn du nicht spielst kannst du das ganze natürlich auch auf Photoshop & Co übertragen die so auch vieeel schneller starten. Probiers doch einfach mal aus: kannst ja alles was du online bestellst innerhalb von 14 Tagen zurückschicken wenns dir nicht gefällt. So hab ich das auch gemacht. Ich bin total zufrieden mit der SSD und würde die nicht mehr hergeben wollen. Die von Intel sind zwar doppelt so schnell (250MB/s) aber das macht nicht mehr viel aus. Wichtig sind die Zugriffszeiten (HDD ca 10ms; SSD ca 0,1ms) dadurch wirds schnell! -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Merkbefreit 23.12.08 - 11:05
Ah weil das BS dann aus dem Ram geladen wird oder was? ...
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Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: Rolle 23.12.08 - 12:25
> Diese Schreibzugriffe finden jedoch zu 90% im Hauptspeicher statt und
> nicht auf der Festplatte.
Außer mit FF und kaputtem linux'schen fsync. *scnr* -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: spanther 23.12.08 - 12:27
Sicaine_t schrieb:
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> Aeh ne SSD frist 0.5 Watt ne 2,5" hdd 3 Watt. Da
> is sehr wohl ein Unterschied. Zumal du vorallem
> bei einem Laptop bei ner mechanischen Festplatte
> gefahr laeufts, Daten zu verlieren bzw. immer
> wieder von parkenden Lesekoepfen genervt wirst.
Der Stromverbrauch ist bei SSD's dafür konstant während er bei HDD's nur im Betrieb die Watt Zahl erreicht. Zudem kommt es auch auf die Größe der SSD an. Desto größer die SSD Speicherkapazität, desto mehr Strom braucht sie durchgängig.
Das HDD's nicht für Schüttelspiele gebaut sind (zumindest nicht die Standard Mäßigen) sollte auch klar sein :-)
> Es gab mal ein Videopreview ueber ein Tabletpc
> -> Staendig kam ne warnung "Lesekopefe
> sicherheitshalber geparkt". Das passiert dir bei
> einer ssd nicht.
> Mal ganz davon abgesehen, dass die Zugrifsszeiten
> bei einer SSD bei 0.1ms liegen gegen 15ms. Das
> macht fuer mich sehr wohl einen unterschied + die
> Durchsatzraten von 170mb gegen 80...
Das die "Durchsatzraten" bei 80mb liegen wie du behauptest bei HDD's kann man ganz klar verneinen. Bei Leistungsschwächeren bzw. älteren HDD's mag dies vielleicht zutreffen, nicht aber bei guten Modellen. -
Re: Für den Heimgebrauch?
Autor: spanther 23.12.08 - 12:31
Sicaine_t schrieb:
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> Eintagsfliegen bei ueber 1000 bis 100000
> Schreibvorgaengen pro Zelle? Hm lass mich mal
> ueberlegen das einzige was ich jeden Tag immer
> wieder schreibe sind ein paar handvoll von
> temporaeren Internetdateien und andere kleine
> Tempdaten. Aber das sind hoechstens irgendwas im
> MB bereich. Den Film den ich mir mal rueberzieh
> oder die Mucke die bleibt ewig auf einer
> Speicherelle liegen. Bilanz -> 1 Schreibzugriff
> in einem halben Jahr. Und das ist sicher keine
> Seltenheit.
>
> Auslesen kann man die naemlich wesentlich
> haeufiger.
>
> Und ich seh halt nicht nur einen Vorteil, der
> Stromverbrauch, die Lautstaerke(0db),
> Waermeentwicklung, Sicherheit bei Bewegung(Keine
> mechanischen Bauteile), Zugriffszeiten und
> durchgaengigen Leseraten.
Sofern ich das weis hat die Festplatte in sehr kurzem Zeitrahmen andauernd immer wieder Schreibzugriffe. Kleine aber kontinuierliche. Timestamps werden auch oft neu gesetzt. Zugriffsvermerke an die Datei angefügt usw.
Wäre schön wenn ein OS wirklich nur wenn nötig schreiben würde, aber wenn ich mein Festplattenlämpchen so anschaue dann weis ich das die Festplatte kontinuierlich in Benutzung ist :-/



