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Auf der einen Seite respektiere ich ja die Motivation, ...
Autor: wiehnachten2008 26.12.08 - 12:42
... auf der anderen Seite finde ich das Ganze doch ein bisschen peinlich.
Da rutschen doch die PureDarwin-Leute bettelnd vor Apple rum, damit es sich erbarme die ganzen fehlenden Komponenten freizugeben.
Das Projekt wird scheitern, genauso wie OpenDarwin zuvor, weil es auf Gedeih und Verderb von Apple abhängig ist.
Und für Apple ist die Freigabe der Quellen auch nur a) damit Entwickler besser Treiber für Mac OS X testen können und
b) ein besserer Marketinggag.
Da dürfen ein paar Apple-Freaks ihrer "Kreativität" freien Lauf lassen ... naja, so lange es Apple passt.
Denn entweder diese Entwickler versuchen mit freien Implementierungen von Carbon/Cocoa/etc. die Oberfläche/Frameworks nachzubauen, dann sagt Apple ENDE und das tolle Projekt ist gestorben. Oder sie belassen es wirklich dabei den XServer und GNU-Werkzeuge zu portieren. Dann wäre es aber wirklich ziemlich unnötig, denn sie könnten so viele freie Kernel und Werkzeuge benutzen ohne von der großen Güte eines Unternehmens abhängig zu sein.
Aber vielleicht verstehe ich ja den Reiz nicht ... vielleicht wurde Darwin ja nicht aus Code, sondern aus Zuckerwatte gestrickt ... keine Ahnung.
Ich wünsche den Leutchen viel Spass!
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Re: Auf der einen Seite respektiere ich ja die Motivation, ...
Autor: Theo2 26.12.08 - 13:00
Dem stimme ich zu. Ich denke allerdings weniger, dass Apple den Stecker zieht. Eher wird es ein Motivationsproblem für die beteiligten Entwickler geben. Worin will sich PureDarwin eigentlich von bestehenden Open-Source Betriebssystemen bzw. Desktops (z.B. Gnome, KDE) unterscheiden? Sind da wirklich so revolutionäre Konzepte dabei, die sich nicht mit weniger Aufwand auf Basis dieser Projekte umsetzen lassen?
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Re: Auf der einen Seite respektiere ich ja die Motivation, ...
Autor: catdog2 26.12.08 - 13:25
Seh ich ähnlich. Kann mir nicht vorstellen, dass X11 und die entsprechende Software auf Darwin irgendwie besser läuft, als auf Linux oder *BSD.
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Re: Auf der einen Seite respektiere ich ja die Motivation, ...
Autor: sfesdfsf 26.12.08 - 13:33
catdog2 schrieb:
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> Seh ich ähnlich. Kann mir nicht vorstellen, dass
> X11 und die entsprechende Software auf Darwin
> irgendwie besser läuft, als auf Linux oder *BSD.
Darwin ist ebenfalls ein BSD. (ein FreeBSD Derivat genauer gesagt). Wenn du also wissen willst wie X11 auf Darwin läuft, schau dir X11 auf FreeBSD an. -
man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: root86.org 26.12.08 - 13:49
jeder Schritt weg von Windows kann nur ein richtiger Schritt sein und somit ist jeder auch noch so kleine Versuch es wert, sich damit, wenn auch nur kurz, mal auseinander zu setzen !
Frohe Weihnachten ! -
Killer-BSD?
Autor: Crass Spektakel 26.12.08 - 13:52
Echte Killerargumente gibts eigentlich nicht für den BSD-Kernel.
Er ist etwas schlanker als der Linuxkernel, hat dafür tendentiel schlechteren Hardwaresupport (es gibt etwas weniger und das was es gibt braucht länger bis es fertig ist), skaliert schlechter nach oben und ist enger mit dem restlichem System verzahnt.
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Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: bill tod 26.12.08 - 14:07
some germans are really ridiculous!
merry xmas and a happy new year! -
Re: Killer-BSD?
Autor: catdog2 26.12.08 - 17:33
Der Darwin/MacOS kernel ist eine Mischung aus BSD und Mach.
http://de.wikipedia.org/wiki/XNU -
Re: Killer-BSD?
Autor: marc anton 26.12.08 - 17:58
Der BSD Kernel beinhaltet selbst Mach-Bestandteile und der obige ebenso. Wenngleich auch die Majorität des ganzen Systems mittels FreeBSD gestellt wird und kleinen Teilen von NetBSD.
http://lists.freebsd.org/pipermail/freebsd-advocacy/2008-August/003674.html
http://unix.derkeiler.com/Mailing-Lists/FreeBSD/hackers/2006-09/msg00072.html
Frankenstein-OS triffts also eher. -
Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: fdhfdh 26.12.08 - 18:03
Ja, blah blah, Windows ist schlecht, blah unbenutzbar, blah scheiße... Ich kann es nicht mehr sehen.
Außer MacOS und Windows gibt es nur leider keine brauchbaren OS. Und nein, Linux taugt bis heute nix auf dem Desktop. -
Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: EgoTroubler 26.12.08 - 22:11
doch... wenn man sich ein wenig auskennt - oder jemanden hat ders einrichtet...
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Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: juppp 27.12.08 - 13:42
naja, ist ziemlich easy:
ubuntu live-cd rein, installieren und innerhalb von paar minuten haste nen fertiges system mit nützlichen programmen. so schwer ist das nicht mehr wie viele es wohl denken. -
Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: Weltverbesserer 27.12.08 - 14:01
juppp schrieb:
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> naja, ist ziemlich easy:
>
> ubuntu live-cd rein, installieren und innerhalb
> von paar minuten haste nen fertiges system mit
> nützlichen programmen. so schwer ist das nicht
> mehr wie viele es wohl denken.
was habt ihr immer mit eurem "nen" dort wo's nicht hingehört??? das liest sich so besch*** "...nen fertiges System..." - einen fertiges System???
nen gute Deutsch haste!
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Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: Anonymer Nutzer 27.12.08 - 14:49
fdhfdh schrieb:
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> Außer MacOS und Windows gibt es nur leider keine
> brauchbaren OS. Und nein, Linux taugt bis heute
> nix auf dem Desktop.
Bei mir taugt es schon seit Jahren als Desktop. -
Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: fdhfdhs_vadder 28.12.08 - 00:27
fdhfdh schrieb:
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> Ja, blah blah, Windows ist schlecht, blah
> unbenutzbar, blah scheiße... Ich kann es nicht
> mehr sehen.
Ich auch nicht. Deswegen bin ich vor langer Zeit auf ein richtiges Betriebssystem umgestiegen.
> Außer MacOS und Windows gibt es nur leider keine
> brauchbaren OS. Und nein, Linux taugt bis heute
> nix auf dem Desktop.
DAUs wie du, kriegen von mir schon lange statt XP+FF+AntiVir+OO einfach Ubuntu verpasst. Nie wieder Stress mit Malware, unerträglich langsam werdenden Systemen und sonstigem Zeug, das nur aufhält.
Außerdem ist von Haus aus alles drin, was der Standard-DAU so braucht. -
Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: Altermannmithut 28.12.08 - 15:29
juppp schrieb:
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> naja, ist ziemlich easy:
>
> ubuntu live-cd rein, installieren und innerhalb
> von paar minuten haste nen fertiges system mit
> nützlichen programmen. so schwer ist das nicht
> mehr wie viele es wohl denken.
Solange man keinen Sound, Grafik oder gar Netzwerk braucht mag das ja stimmen. Oder man hat das Glück einige der wenigen wirklich "out of the box" unterstützen Hardwaresachen zu haben.
So sehr man Linux und Co auch unterstützen sollte, in den letzten 10 Jahren hat sich da erschreckend wenig getan, ausser das es alle paar Tage einen neuen Desktop mit noch mehr klickibunt gibt. Da ist ja sogar Vista so langsam erträglich.
was Linux fehlt, sind keine fähigen Programmierer - davon hat's genug - sondern jemand der sich mal mit dem design und der usability eines OS auseinandersetzt. -
Re: man kann nicht alles haben, oder doch ?
Autor: Popelbär 28.12.08 - 17:19
Man merkt, dass du noch nie (oder lange Zeit nicht mehr) ein System mit Ubuntu oder ähnlichen Distris aufgesetzt hast.
Ich wage zu behaupten, dass auf praktisch jedem Rechner Ubuntu ohne grosse manuelle Konfiguration (und wenn dann per GUI Tools) auf Anhieb läuft. Mittlerweile sind da Treiber für praktisch alle Hardware dabei (gibt immer noch Spezialfälle wie TV-Karten, USB-Soundkarten, HID-Tastaturen etc.) und man muss kein wirklich fundiertes Linuxwissen haben um die Kiste dann zu bedienen.
Ich selber habe neben einer Partition mit Windows (für Spiele die nicht auf Linux laufen und Photoshop) eine mit Arch-Linux drauf. Ausserdem steht im Nebenraum ein kleiner Homeserver mit Debian.
Zugegebenermassen ist die Installation und Konfiguration von Arch komplizierter und vor allem zeitaufwändiger als die von Windows (XP oder Vista, hatte beides drauf) aber dafür geht mir die Arbeit nachher viel schneller von der Hand.
So long
eurer Popelbär



