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Eure Erfahrungen mit Windows und Linux im Server und Client-Bereich

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  1. Ein Troll oder einfach nur ein geistiger Tiefflieger?

    Autor: Blubbb 29.12.08 - 02:58

    > Ich mag Vista aber vor allem wegen der durchscheinenden Fensterramen
    > und der rauchigen Farben, die ich einstellen kann.

    Bist Du nur ein Troll oder ein total verblödetes PISA-Kiddie?

    Kein geistig gesunder Mensch entscheidet sich für ein Betriebssystem weil es "durchscheinende Fensterramen" besitzt oder "rauchigen Farben" einstellbar sind.

  2. Re: Eure Erfahrungen mit Windows und Linux im Server und Client-Bereich

    Autor: Windowsneuling 29.12.08 - 09:02

    Ich hoffe, du liest noch diese Nachricht.

    Ich habe Wayland leider etwas missverständlich erklärt, sorry. Tatsächlich läuft es im Userspace, greift aber auf die Treiber des Treibers zurück. Das ist nämlich der große Unterschied zu X.org, welches alle Treiber selbst implementiert. Laut dem Entwickler hat Mac OS X dasselbe vor Jahren auch getan, um so eine bessere Performance zu erreichen. Derzeit läuft Wayland nur mit Intel GMA-Karten. Dadurch, dass der Grafikserver (welcher eigentlich keiner mehr ist), weiterhin im Userspace läuft, beeinflusst es nicht direkt die Stabilität des Systems.

    Meine Idee mit den Toolkits würde so funktionieren: Man hat eine einheitliche Schnittstelle, die Funktionen wie drawWindow(), drawButton(), etc. enthält. Diese Funktionen machen nichts anderes, als die Funktionen des gewählten Toolkits zu abstrahieren. Da nicht die Parameter bei allen Toolkits übereinstimmen und auch die Funktionsnamen nicht übereinstimmen, müssen also Wrapperklassen geschrieben werden. Dass das Programm bei Wechsel des Toolkits neukompiliert werden muss, erhöht die Performance. Ansonsten muss das Programm mit hunderten Bibliotheken gebaut werden, sodass allein der Start schon einige Sekunden in Anspruch nehmen könnte. Würde man das Toolkit dynamisch nachladen, könnte man die Zeit etwas eingrenzen. Dennoch dauert das Kompilieren je nach Anzahl von Toolkits fast doppelt so lange.

    Wenn du auf der Suche nach einer kompilierenden Distribution bist, könnte ich dir CRUX empfehlen. Es ist eine Mischung aus ArchLinux und Gentoo. Das Portsystem ist sehr komfortabel und schnell (im Vergleich zu Portage und Paludis). Dafür gibt es auch keine USE Flags. Anfangs habe ich das noch als Nachteil angesehen. Allerdings erleichtert es Checksum- und Footprintüberprüfung, weil diese zentral mitgeliefert werden können (es müssen nicht Checksummen von allen Kombinationen von USE Flags mitgeliefert werden). Wenn man einige mitgelieferte Features eines Programmes doch nicht brauchen würde, könnte man sich ein lokales Repository erstellen und das entsprechende Kompilierscript abändern. Zu beachten sei allerdings, dass man sich anschließend selbst darum kümmern muss, das entsprechende Paket auf den aktuellsten Stand zu bringen. CRUX hat durchaus seine Vorzüge, aber man muss bereit sein, etwas Zeit zu investieren. Dafür erhält man ein performantes und auf seine Bedürfnisse angepasstes System. Der 5 Jahre alte Computer meiner Mutter startet mit CRUX in 10 Sekunden (!). Bei Ubuntu war das System sehr träge (mit Windows Vista vergleichbar). Dank eines schnellen Windowmanagers legte sich das Problem und mit dem Computer kann man trotz seines Alters erstaunlich gut arbeiten.

    Die Shell als Dateiverwaltung einzusetzen ist etwas gewöhnungsbedürftig und kann bei großen Ordnnern auch umständlicher als ein grafischer Dateimanager sein, weil die Shell für Dateiverwaltung ursprünglich nicht ausgelegt wurde. Ich finde es z.B. nervig, nach jedem cd ein ls durchführen zu müssen. Manchmal passt gar nicht alles auf den Bildschirm und Scrollen ist nicht immer möglich. Deshalb finde ich deinen Vorschlag eigentlich ganz gut, dass man das Fenster in zwei Teile unterteilt; oben die Dateien/Ordner und unten eine einzeilige Leiste, um den Filterbefehl (ls, find, etc.) einzugeben oder um mit 'cd' den Inhalt eines anderen Ordners oben anzuzeigen. Für GTK gibt es ein Programm, das diesen Ansatz gewählt hat. Allerdings hätte ich gerne etwas für die Konsole. Am besten wäre ja ein Programm oder Script auf Basis der Zsh, sodass man während man in der Shell befindet, nur auf Ctrl drücken muss, um diese Unterteilung zu erhalten und oben direkt der Inhalt des aktuellen Verzeichnisses $PWD ausgegeben wird.

  3. Re: Eure Erfahrungen mit Windows und Linux im Server und Client-Bereich

    Autor: Der Kaiser! 31.12.08 - 02:39

    > Ich hoffe, du liest noch diese Nachricht.
    Ich lese mir so gut wie jede Antwort durch, also auch deine. :) Nur antworten tue ich nicht immer (manchmal ist einfach alles gesagt, manchmal hab ich keine Ahnung was ich sagen soll).

    > [Wayland] läuft im Userspace, greift aber auf die Treiber des Treibers zurück. Das ist nämlich der große Unterschied zu X.org, welches alle Treiber selbst implementiert.

    > Dadurch, dass der Grafikserver (welcher eigentlich keiner mehr ist), weiterhin im Userspace läuft, beeinflusst es nicht direkt die Stabilität des Systems.
    Ich versteh kein Wort. :\ Hast du ein Bild um mir das verständlich zu machen? Kann auch was selbstgebasteltes sein (Paint, Inkscape).

    > Meine Idee mit den Toolkits würde so funktionieren: Man hat eine einheitliche Schnittstelle, die Funktionen wie drawWindow(), drawButton(), etc. enthält. Diese Funktionen machen nichts anderes, als die Funktionen des gewählten Toolkits zu abstrahieren.
    Kurz: Code/Binary <-> Wrapper* <-> GTk/QT/FLTK <-> Gnome/KDE/WTF

    *an der Stelle hättest du gerne Code (Header) und ich gerne kompiliertes (Bibliotheken)

    > Wenn du auf der Suche nach einer kompilierenden Distribution bist, könnte ich dir CRUX empfehlen.
    Bin ich nicht. Ich bevorzuge binäre Distributionen. Trotzdem danke. :) Ich werde CRUX als besseres Gentoo im Hinterkopf behalten. :)

    > Deshalb finde ich deinen Vorschlag eigentlich ganz gut, dass man das Fenster in zwei Teile unterteilt; oben die Dateien/Ordner und unten eine einzeilige Leiste, um den Filterbefehl (ls, find, etc.) einzugeben oder um mit 'cd' den Inhalt eines anderen Ordners oben anzuzeigen.
    Da hast du was ein bischen missverstanden, ich wollte egal an welchem Dateimanager weniger bis gar nichts verändern. Meine Idee war es die Adressleiste (in der normalerweise nur der Pfad steht) zu benutzen um Befehle abzusetzen.

    > Für GTK gibt es ein Programm, das diesen Ansatz gewählt hat.
    Wie lautet der Name des Programmes und der Link zu Homepage?

    PS: Guten Rutsch ins neue Jahr! :)


    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  4. Re: Eure Erfahrungen mit Windows und Linux im Server und Client-Bereich

    Autor: linuxer2 03.01.09 - 12:28

    > Deshalb finde ich deinen Vorschlag eigentlich ganz gut, dass man das Fenster in zwei Teile unterteilt; oben die Dateien/Ordner und unten eine einzeilige Leiste, um den Filterbefehl (ls, find, etc.) einzugeben oder um mit 'cd' den Inhalt eines anderen Ordners oben anzuzeigen.
    zum Thema Shell+Filemanagement: ziemlich genau das kann man mit mc machen...

  5. Re: Eure Erfahrungen mit Windows und Linux im Server und Client-Bereich

    Autor: regiedie1. 04.01.09 - 21:43

    Windowsneuling schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich benutze Linux erst seit einem Jahr, aber ich kann nicht sagen,
    > dass Windows so viel Spaß gemacht hatte und diese Flexibilität verfügte.

    Im Ernst? Wow, ich habe einen Heidenrespekt vor dir, ehrlich. Darf man erfahren, wie alt Du (ungefähr) bist und was Du bisher schon mit Windows gearbeitet hast? Wenn ich das so lese, will ich eigentlich schon ein Autogramm von dir.^^

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