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Verständnisfrage

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  1. Verständnisfrage

    Autor: casper. 31.12.08 - 00:54

    Es ist mir ein Rätsel, was das mit diesen Hertz-Zahlen soll.
    Bei einem Röhrenmonitor kann ich das ja noch verstehen. Das Bild muß halt x mal pro sekunde neu "gezeichnet" werden, damit es nicht "zusammenfällt".
    Aber warum ist das bei TFTs wichtig. Es ist doch eigentlich ganz einfach. Am digitalem Eingang liegt ein Signal an, das die Transistoren ansteuert und ein Bild generiert. Ob diese Bild jetzt 24 mal pro Sekunde oder 54,87153839 mal geändert wird ist doch egal oder?
    Wenn sich das signal ändert wird es neu "gezeichnet" und gut is.

    Natürlich muss innerhalb des Fernsehers ein Quartz oder so etwas ein, der periodisch das Signal am Eingang auswertet, aber das kann doch nicht das Problem sein. Man könnte ja auch ein Handshake-Verfahren einführen, indem über ein Bit gekennzeichnet wird, dass das Signal geändert wurde.
    Die Anzahl der Bildwiederholungen muss doch von der Quelle gesteuert werden.

    Aber ich scheine da irgendwie zu dumm zu sein.

    Gruß

    casper

  2. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 31.12.08 - 02:32

    Zurecht nimmst du an, dass bei einem CRT das Bild nur kurz aufleuchtet und deshalb nach kurzer Zeit "verschwunden" ist, wenn es nicht ständig aufgefrischt wird.

    Aber warum nimmst du an, dass bei einem TFT ein einmal eingestelltes Bild für ewig erhalten bleibt? Wo sollte die analoge Information für ein Pixels gespeichert werden?

    Das Verfahren bei einem TFT ist ja bekannt. Das Hintergrundslicht wird zuerst polarisiert und trifft dann auf die Moleküle innerhalb der Pixelfläche. Die aber lassen im Ruhezustand das Licht in dieser Schwingungsebene nicht hindurch. Erst nach Anlegen einer Spannung wird das Molekül proportional zur angelegten Spannung gedreht und lässt damit mehr oder weniger Licht hindurch. Wird die Spannung entfernt, fallen die Moleküle wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Das Bild ist wieder dunkel.

    Vielleicht noch eins: Bei einem TFT ist nichts digital! Ein digitales Bild würde nur aus schwarzen und weißen Punkten bestehen. In x- und y- Richtung ist es sicher quantisiert, aber nicht digital. Und in z-Richtung ist es ganz normal analog. Ein gedrucktes Bild in einer Zeitung ist da "digitaler", denn entweder ist da an einer bestimmten Stelle ein Tintenklecks oder es ist keiner.




  3. Re: Verständnisfrage

    Autor: ickedicke 31.12.08 - 12:10

    > lässt damit mehr oder weniger Licht hindurch. Wird
    > die Spannung entfernt, fallen die Moleküle wieder
    > in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Das Bild
    > ist wieder dunkel.

    Und genau das macht die Hertz-Angabe falsch: Solange Strom anliegt, ist das Pixel sichtbar. Ich kann doch aber Strom beliebig kurz oder lange anliegen lassen. Nicht, oder ?

    Fakt ist: Solange Strom anliegt, ist das Pixel sichtbar. Bei Röhrenmonitoren kann man aber einen Bildpunkt nicht beliebig lange durch "Strom anlegen" leuchten lassen, er _muß_ immer wieder neu durch den sich bewegenden Elektronenstrahl neu gezeichnet werden.

    Deshalb sollte man eine andere Bezeichnung für die bei LCDs so nicht existente "Bildwiederholrate" finden.

    > Vielleicht noch eins: Bei einem TFT ist nichts
    > digital! Ein digitales Bild würde nur aus
    > schwarzen und weißen Punkten bestehen. In x- und

    Das ist doch Blödsinn. Das Bild ist farbig, weil sich drei Pixel (RGB) wie eines verhalten - die Ansteuerung jedes "Pixel-Pixels" ist digital.

    Die Farbe entsteht durch die Filter und das menschliche Auge, für welches die einzelnen drei Punkte zu klein sind und zu einem verschmelzen.

  4. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 31.12.08 - 15:03

    zum 1. Teil:

    Du übersiehst, dass ja nur ein einziges Pixel adressiert werden kann, damit trifft deine Aussage auch nur für ein einziges Pixel zu, nicht aber für das ganze Bild.

    Weiterhin können kleine örtliche Veränderungen nicht gezielt adressiert werden, denn die Adressen werden nicht von der Karte zum Monitor übertragen.

    Die Karte führt eine Transformation von Adresse in ein Zeitsignal durch, im Monitor wird dies wieder rückgängig gemacht. Aus den Zeitabläufen werden synchron die nötigen Adressen generiert und zwar immer alle der Reihe nach.

    zum 2. Teil:

    Das war kein Blödsinn von mir. Zwei Dinge erstmal voneinander trennen:
    Ein digitales Bild hätte pro Pixel 16x16 Bildpunkte für deren Codierung 8 Bit nötig sind. Ein Punkt ist 100% hell oder 100% dunkel. 256 helle Punkte stellen dann ein weißes Pixel dar, 256 dunkle Punkte dann ein schwarzes Pixel. Die Graustufen ergeben sich aus dem Verhältnis von hellen und dunklen Punkten. In der Druckindustrie nennt man das "Rastern". Das wäre dann ein digitaler Bildschirm.

    Nun zur Farbe. Sicher ergibt sich ein farbiger Gesamteindruck aus dem analogen Spektralverlauf, aber auch durch Zusammensetzung einzelner Spektralbereiche. Diese Zusammensetzung kann auch zeitlich nacheinander erfolgen.


  5. Re: Verständnisfrage

    Autor: casper. 31.12.08 - 15:44

    Mir wird immer noch nicht klar, warum das Bild bei einem TFT nicht einfach stehen bleibt, solange es sich nicht ändert.

    Das Bild ensteht ja dadurch, dass an einen Flüssigkeitskristall mehr oder weniger Spannung anliegt und er somit mehr oder weniger Licht durchlässt.

    Solange also die gleiche Spannung anliegt, ändert sich an dem Bild nichts, es steht.

    Gehen wir davon aus, dass bei voller Spannung der Kristall das komplette Licht durchlässt und somit ein weißes Bild entsteht. Dann lass ich doch solange die Spannung an den Kristall anliegen, bis sich das Bild ändert. Ich muss doch nicht 25 mal pro sekunde die Spannung weg nehmen und neu anlegen und somit das Bild neu zeichnen.
    Sobald sich das Eingangssignal ändert, also ein neues Bild gezeigt werden muss, mach ich das dann einfach.
    Somit ist es doch egal, in welcher Frequenz die Quelle ein neues Bild schickt, es wäre sogar möglich die Frequenz zwischen den Bildern lustig zu wechseln.
    Ist wie ein Diaprojektor. In welcher Geschwindigkeit ich auf den Knopf zum wechsel des Bildes drücke ist dem Projektor doch vollkommen egal. Es kommt ein Bild, also anzeigen und solange zeigen, bis neues Bild kommt, oder der Projektor ausgeschaltet wird.

    Gruß

    casper

  6. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 31.12.08 - 16:38

    Wie aber gelangt die "Sollspannung" an das Pixel? Das geht doch nur durch Adressierung dieses einen Pixels. Was ist dann aber mit den anderen Pixeln? Die bekommen doch gar keine Spannung zugewiesen.

    Der alte Wert müsste ja dann in einem Kondensator am Pixel gespeichert werden. Damit passiert dann aber das Gleiche wie bei einem dynamischen RAM, dort ist nach 400 Millisekunden Schluss, der gesamte Inhalt ist futsch.

    Die Drehung des Moleküls benötigt eine Kraft. Diese Kraft wird elektrisch aufgebracht. Ohne Spannung, keine Kraft, also Rückbewegung in den Urzustand. Der ganze Bildschirm verliert langsam seinen Bildinhalt.

  7. Re: Verständnisfrage

    Autor: display-papst 31.12.08 - 18:48

    Hallo,

    vielleicht mal Grundlegendes zur Funktionsweise eines TFT-LCDs:
    Ein Pixel (Weiß) besteht aus 3 Subpixeln (R, G & B). Jedes Subpixel besitzt einen Transistor (TFT) und einen Kondensator (C). Der Flüssigkristall verhält sich elektrisch wie eine nicht-ideale Kapazität. Der Kondensator ist parallel geschaltet zum LC und das ganze in Reihe zum TFT. Beim Bildschreiben wird für kurze Zeit der Transistor durchgeschaltet und die Kapazität auf die gewünschte Spannung geladen. Danach wird der Transistor/Schalter wieder geöffnet. Folglich liegt am LC die Spannung des Kondensators an. Diese liegt so lange an bis ein neuer Bildschreibezyklus erfolgt. Der Bildinhalt bei einem TFT-LCD blinkt deshalb nicht wie bei einer Röhre oder PDP was sich ergonomisch sehr positiv z.B bei Büroarbeiten bemerkbar macht sondern "steht" für einen Bildschreibzyklus (frame) fest.
    Bei Bewegtbildern führt dies zu unscharfen Kanten von bewegten Objekten da selbiges letzendlich mit der Bildwiederholrate (framefrequenz) hüpft unser Sehapparat (Auge & Gehirn) aber eine kontinuierliche Bewegung erwartet. Mit hohen Bildwiederholraten hat man ein kleinere Srünge von Bewegtobjekten und entsprechend bessere Kantenschärfe.

  8. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 31.12.08 - 19:21

    Das Festhalten von Restbildern lässt sich durch ein zwischenzeitliches Nullsetzen erreichen. Nach jedem Bild wird also der ganze Bildschirm auf Schwarz gesetzt, um so ein "Nachziehen" zu verhindern.

    Dies bedeutet aber doppelte Bildwiederholfrequenz.

    Um hohe (geometrische) Auflösungen preiswert zu erreichen, kann man auf zwei Subpixel verzichten und die Farbanteile nacheinander am selben Pixel darstellen.

    Es gibt zur Zeit drei unterschiedliche Quellen für Bildmaterial: 30, 25 und 24 Vollbilder. Greift man als Beispiel die 30ger Version heraus und geht von einer Darstellung von 60 Halbbildern aus, so lässt sich folgende Rechnung aufmachen:

    60 Halbbilder * 2xRot * 2xBlau * 4XGrün = 480 Halbbilder (also 480 Hz). Dabei ist jeder 2. Farbauszug ein Schwarzbild, um den Kontrast zu erhöhen, also das Nachziehen zu unterdrücken.

    Wenn diese Technik einwandfrei funktioniert, steht einer weiteren Verdoppelung von Zeilen und Spalten nichts mehr im Wege. Für elektronische Kinoleinwände (6 Meter Breite) braucht man allerdings rund 6000 Spalten.

  9. Re: Verständnisfrage

    Autor: display-papst 31.12.08 - 19:53

    --"Das Festhalten von Restbildern lässt sich durch ein --zwischenzeitliches Nullsetzen erreichen. Nach jedem Bild wird also --der ganze Bildschirm auf Schwarz gesetzt, um so ein "Nachziehen" zu --verhindern. Dies bedeutet aber doppelte Bildwiederholfrequenz."
    Das ist black frame insertion (bei manchen Herstellern auch grey statt black) und hat sich nicht wirklich bewährt. Zum einen wird die Helligkeit dadurch "halbiert" und das backlight muß deshalb doppelt so hell sein...hohe Kosten. Wenn man schon mit doppelter frame frequenz arbeitet dann kann man auch Zwischenbilder darstellen die aus dem Quellmaterial berechnet werden. Damit ergibt sich eine deutliche Verbesserung und das backlight muß nicht geändert werden.
    Man versucht durch scanning backlights all das noch zu verbessern...wobei ich finde das 100Hz mit einem guten Algo schon sehr gut ist.


    --"Um hohe (geometrische) Auflösungen preiswert zu erreichen, kann man auf zwei Subpixel verzichten und die Farbanteile nacheinander am --selben Pixel darstellen.
    Bei diesem Prinzip handelt es sich um sequential color displays mit dem großen Nachteil des Flickerns :((


    --"Es gibt zur Zeit drei unterschiedliche Quellen für Bildmaterial: --30, 25 und 24 Vollbilder. Greift man als Beispiel die 30ger Version --heraus und geht von einer Darstellung von 60 Halbbildern aus, so --lässt sich folgende Rechnung aufmachen:
    --60 Halbbilder * 2xRot * 2xBlau * 4XGrün = 480 Halbbilder (also 480 --Hz). Dabei ist jeder 2. Farbauszug ein Schwarzbild, um den Kontrast z--u erhöhen, also das Nachziehen zu unterdrücken.
    Bei typischen TFT-LCD TVs gibts kein sequential color deshalb stimmt die Rechnung da nicht. Z.B. Video-Quellmaterial 60Hz, wird nun zwischen 2 Bildern ein weiteres rechnerisch bestimmt so kann man durch frameverdopplung 120Hz erreichen. Um 120Hz darzustellen muß das Display aber eine Schaltzeit von deutlich unter 8ms besitzen, mit heutiger Technik machbar. Bei 480Hz muß die Schaltzeit aber deutlich unter 2ms liegen und das ist mit aktueller Technik kaum zu machen. Zudem muß der Rechner des TVs dann aus 2 Bilder 4 weitere errechnen...und ich glaube das ist ein großes Problem.
    Ich hab diesen LG mit 480Hz auf einer Messe gesehen und war nicht beeindruckt...letztendlich ist das aus diversen Gründen nur ein Marketinggag wie auch bei Sony die 200Hz.

  10. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 31.12.08 - 21:38

    Bei typischen TFT-TVs braucht man auch keine 480 Hz.

    Im übrigen gibt es kein Videomaterial mit 60 Vollbildern (auch nicht mit 50).

    Die Zeit für ein komplettes Vollbild (bei 25 Vollbildern) bleibt "immer" bei 40 ms. Die 400 Hz beziehen sich nur auf die LEDs im Hintergrund.

    Allerdings führt die sequenzielle Darstellung der Farbauszüge zu einer deutlichen Steigerung der Taktfrequenzen der Zeilen- und vor allem der Pixelzähler. Da liegt zur Zeit noch der Hase im Pfeffer.

    Und noch eins... Wenn LEDs für die halbe Zeit doppelt so hell leuchten müssen, verbrauchen sie im Mittel nicht mehr Strom. Bei sequentieller Darstellung der Farben ist die "Auszeit" für jede Farbe sowieso größer, als die "Anzeit".

    Ich behaupte mal, wenn man die schnelle Adressierung bei den TFTs im Griff hat, wird es nur noch solche Displays geben.

  11. Re: Verständnisfrage

    Autor: display-papst 01.01.09 - 12:05

    > Bei typischen TFT-TVs braucht man auch keine 480
    > Hz.
    Bei TFT-TVs braucht man 100Hz/120Hz mit Zwischenbildberechnung. Das reicht dann um einen flüssigen Bildfluß zu erreichen. Die von Sony beworbenen 200Hz bringen nichts, im Gegenteil soll mal jeder einen direkten Vergleich zu einem 100Hz Display machen.

    > Die Zeit für ein komplettes Vollbild (bei 25
    > Vollbildern) bleibt "immer" bei 40 ms. Die 400 Hz
    > beziehen sich nur auf die LEDs im Hintergrund.
    Für das Quellmaterial 24p ist das korrekt deshalb gibt es ja diese unansehnlichen Bewegtbildartefakte und ein übles Ruckeln das ggf durch 3:2 pull down bei 60Hz/72Hz Bildwiederholfrequenz verstärkt wird. Um dies zu vermeiden wird ja die framefrequenz auf 100Hz/120Hz erhöht. Damit ergibt sich dann bei TFT-TVs ein kontinuierlicher Bildfluß ohne Ruckeln.


    > Allerdings führt die sequenzielle Darstellung der
    > Farbauszüge zu einer deutlichen Steigerung der
    > Taktfrequenzen der Zeilen- und vor allem der
    > Pixelzähler. Da liegt zur Zeit noch der Hase im
    > Pfeffer.
    Das Problem liegt ausschließlich an der Schaltzeit des LCs. Um 120Hz Bilddarsrtellung zu erreichen muß das Display mit 360Hz laufen was wieder auf eine Schaltzeit von deutlich unter 2.5ms (grey to grey) hinausläuft. Das ist aber noch lange Zukunftsmusik....
    Eine Erhöhung der Pixelzahl ist nutzlos da ja schon heute nur BlueRay die FullHD Auflösung bedienen kann. Wer schon einmal einen 52" TV mit BlueRay Zuspielung aus 1m Entfernung gesehen hat wird sich Fragen was eine Erhöung der Pixelzahl bringen soll...

    > Und noch eins... Wenn LEDs für die halbe Zeit
    > doppelt so hell leuchten müssen, verbrauchen sie
    > im Mittel nicht mehr Strom. Bei sequentieller
    > Darstellung der Farben ist die "Auszeit" für jede
    > Farbe sowieso größer, als die "Anzeit".
    Wenn LEDs die halbe Zeit doppelt so hell leuchten müssen braucht man doppelt so viele, schließlich läßt sich die Leistungsdichte beim Pulsen (blinken) nicht beliebig steigern. Vorteil bei sequential color ist aber die größere Appertur da man nur 1/3 der Pixel benötigt um gleiche Auflösung zu haben womit man nur 1/3-der Lichtmenge eines RGB Displays braucht.

    > > Ich behaupte mal, wenn man die schnelle
    > Adressierung bei den TFTs im Griff hat, wird es
    > nur noch solche Displays geben.
    Die Adressierung ist kein Problem, einzig die Schaltzeit der LCs macht Probleme.

  12. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 01.01.09 - 13:47

    Ich greife mal nur zwei Punkte aus deinem Text auf.

    Beim Punkt 1 (Zwischenbildberechnung) möchte ich karikieren. Eine Karikatur ist eine willentliche Übertreibung, die Wahrheit selbst reduziert sich dabei auf ein winziges Körnchen...

    Also Vorsicht Übertreibung!

    Der Fernsehsender RTL sendet zu jeder vollen Stunde das aktuelle Pixel oben links und jede halbe Stunde das aktuelle Pixel unten rechts. Der im Fernseher eingebaute Prozessor berechnet jetzt nicht nur die fehlenden Pixel zwischen oben links und unten rechts, sondern auch alle fehlenden Bilder aus der halben Stunde.

    Bei RTL mag das einwandfrei klappen, aber schon bei der Tagesschau würden erhebliche Probleme auftreten...

    Übertreibung Ende!

    Zum nächsten Punkt (Adressiergeschwindigkeit der Pixel).

    Gehen wir das Ganze einmal durch. Das rote Hintergrundslicht geht an und das erste Pixel oben links wird auf diesen Farbauszug eingestellt. Das geht weiter bis unten rechts. Jetzt wird auf Grün umgestellt und das Spiel beginnt wieder oben links.

    Stop!
    Warum?
    Was ist mit dem Pixel unten rechts? Es zeigt doch noch den Grünanteil und das jetzt bei rotem Licht! Da stimmt also etwas nicht. OK, wir schalten nach halber Zeit die Pixel von oben links angefangen auf Schwarz und warten beim Pixel unten rechts ebenfalls noch die halbe Zeit ab und schalten jetzt erst auf grünes Hintergrundslicht.

    Das geht jetzt wieder einwandfrei. Leider müssen die Adresszähler jetzt ständig hin und her schalten, also doppelt so schnell arbeiten und das bei jedem Farbauszug, also mindestens 6x so schnell wie sonst üblich.

    Schnell kommt man da in den GHz-Bereich und das bei Kinoformaten in 6 Meter Breite...



  13. Re: Verständnisfrage

    Autor: ich auch 01.01.09 - 20:03

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > zum 2. Teil:
    >
    > Das war kein Blödsinn von mir. Zwei Dinge erstmal
    > voneinander trennen:
    > Ein digitales Bild hätte pro Pixel 16x16
    > Bildpunkte für deren Codierung 8 Bit nötig sind.
    > Ein Punkt ist 100% hell oder 100% dunkel. 256
    > helle Punkte stellen dann ein weißes Pixel dar,
    > 256 dunkle Punkte dann ein schwarzes Pixel. Die
    > Graustufen ergeben sich aus dem Verhältnis von
    > hellen und dunklen Punkten. In der Druckindustrie
    > nennt man das "Rastern". Das wäre dann ein
    > digitaler Bildschirm.

    Wieso muss ein digitaler Bildschirm für Dich binäre Pixel haben? Wenn sich z.B. 256 diskrete Werte digital ansprechen lassen ist das auch digital! Dein verständnis von digital als "alles immer 1 oder 0" kommt mir vor wie mein Vater mitte der 90er - der hat das auch nicht anders kapiert!



  14. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 01.01.09 - 22:34

    Dann wäre auch jeder CRT digital, er müsste nur einen digitalen Eingang haben :-)

    Dein Vater scheint mehr zu wissen, als du.

  15. Re: Verständnisfrage

    Autor: :-) 01.01.09 - 22:45

    In einem Punkt muss ich mich korrigieren...

    Selbst das Rastern hat nichts mit "digital" zu tun, es ist einfach nur eine Wandlung n aus 256 (bei 8 Bit).

    Das Signal, das an einem TFT-Pixel anliegt, ist 1 aus 256, also auch nicht digital.

  16. Re: Verständnisfrage

    Autor: iJones 01.01.09 - 23:05

    Ein LCD-Monitor sollte doch nach Möglichkeit immer mit der physikalischen Auflösung angesteuert werden. So wird auch jedes Pixel adressiert. Selbst bei 1 Hz nimmt das Auge dann kein Flackern war. Das Bild würde bei Bewegung nur anfangen merklich zu ruckeln. Die Firmen wie Sony und Phillips wollen doch den Laien glaubhaft machen, dass LCDs mit 100 Hz besser für das menschliche Auge sind als 60 Hz. Dann wäre damals aber der Schritt von den Röhrenmonitoren mit über 140 Hz auf den Standwardwert von 60Hz für TFTs ein großer Rückschritt gewesen. Ich arbeite täglich ca. 8 Stunden am Monitor bei 60 Hz und da flakert gar nichts. Ok, die Hintergrundbeleuchtung flakert aus Sicht einer Stubenfliege auch, aber darum gehts hier ja nicht.

    Übrigens würde grade eine hohe Bildwiederholfrequenz analogem Signal bzw. bei Auflösungen, die nicht der physikalischen Auflösung entsprechen dazu führen, dass das Bild noch mehr flakert, da ja jetzt noch mehr fehlerhafte Informationen angezeigt werden. Ansonsten würde man bei 60 Hz ja von der Trägheit profitieren, bei 460 HZ bekomme ich aber jeden Bildfehler mehrfach mit, dank Interpolation.

    Das ist auch der Grund warum aus Sicht von Audiofreaks sich MP3s mit zu hoher Bitrate schlechter anhören als mit etwas niedriger Bitrate. Eben weil kleinste Unebenheiten dort herausgefiltert werden.


  17. da werden wir ma richtig für dumm verkauft

    Autor: rookie321123 02.01.09 - 02:31

    ok das man mehr als 50hz braucht ist normal und das die bildwiederholrate ebenfalls mehr wie 25fps benötigt ist auch ok.
    Aber wofür zum teufel benötigt man über 100 hz bzw fps ???
    das menschliche auge hat eine frequenz von 77hz ergo ist bei 100hz schon flimmerfrei, bei 400 und mehr würden wir wohl keinen unterschied feststellen. Im grunde sehe ich es als einen Wahn alles besser machen zu wollen obwohl es eigentlich nicht nötig ist. Besitze einen Full-HD LCD fernseher (28") habe auch HD videos (über HDMI) und normalen analog VCD (Scart) darauf angesehen, aber bei einer entfernung von ca. 3 metern zum sofa merke ich keinen unterschied ! ok wenn ich an der glotze klebe sehe ich sicherlich einen unterschied. Statt so sinnlose techniken in die geräte zu integrieren, sollten sie eher z.B. eingebauten PC mit dem man über W-lan oder Lan im netz surfen könnte, oder eingebauter webcam (gibts ja schon bei Notebooks) für messeging, oder eingebauter festplatte um filme aufzunehmen, oder eingebauter bluray abspielgerät, oder usbport um Musik/Bilder auf dem fernseher abspielen zu können. Das alles natürlich mit einem passenden Prozessor (keine gigahertz giganten), am bessten einen Prozessor der nicht gekühlt werden muss, incl dem genügsamen linux das sogar auf handys funktioniert.

  18. Re: da werden wir ma richtig für dumm verkauft

    Autor: :-) 02.01.09 - 03:51

    "ok das man mehr als 50hz braucht ist normal und das die bildwiederholrate ebenfalls mehr wie 25fps benötigt ist auch ok.
    Aber wofür zum teufel benötigt man über 100 hz bzw fps ???
    das menschliche auge hat eine frequenz von 77hz ergo ist bei 100hz schon flimmerfrei, bei 400 und mehr würden wir wohl keinen unterschied feststellen. Im grunde sehe ich es als einen Wahn alles besser machen zu wollen obwohl es eigentlich nicht nötig ist."

    Deine Frage könnte man auch übersetzen mit: Wo will die Industrie eigentlich hin?

    Die Frage ist aber einfach beantwortet: Sie will die elektronische Kino-Leinwand.

    Für heimische Fernseher macht HDTV erst ab ca. 90 cm einen Sinn. Soweit ich das erkennen kann, gibt es auch erst ab 37" HDTV. Das würde bis ca, 2 Meter genügen.

    Was ist aber bei Diagonalen von 2 bis 4 Meter und dann bei 4 bis 8 Meter? Dafür braucht man 4000x2000 bzw, 8000x4000 Pixel. Kameras mit 32MP gibt es schon, die können aber keine 24 Bilder pro Sekunde machen.

    An eine geschlossene Darstellung dieser Datenmengen ist zur Zeit noch nicht zu denken. Man behilft sich da mit einer Anzahl von Projektoren, die auf einer normalen Leinwand ein nahtloses Mosaik liefern.

    Solch eine elektronische Leinwand muss etliche Gigapixel pro Sekunde verarbeiten können. Mit 480Hz (20x24) hat man den Teil mit der Bildrate schon mal geschafft. Jetzt bleibt nur noch die Erhöhung der Spalten und Zeilenzahl. Da wird in den nächsten Jahren mit "Erfolgsmeldungen" zu rechnen sein.


  19. Re: da werden wir ma richtig für dumm verkauft

    Autor: Dor Nocci 04.01.09 - 19:50

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Deine Frage könnte man auch übersetzen mit: Wo
    > will die Industrie eigentlich hin?
    >
    > Die Frage ist aber einfach beantwortet: Sie will
    > die elektronische Kino-Leinwand.

    Dann scheint die Industrie aber den deutschen Durchschnittshaushalt zu ignorieren: wer bitte schön hat denn schon Platz für derart große Geräte? Ich mein ein TV mit 1 Meter Bilddiagonale passt an sich ja schon kaum in die meisten Schrankwände. Vom nötigen Sitzabstand zum TV ganz zu schweigen. Ich denk die wenigsten haben überhaupt die Möglichkeit einen ungenutzten Kellerraum zum Hobby-Kino umzubauen.

    Ich bin daher echt gespannt wie es die nächsten Jahre weiter gehen wird: größer können die Geräte nicht mehr werden, da einfach keiner Platz dafür hätte. Die Auflösung kann auch nicht weiter steigen, da (wie bereits schon jemand hier sagte) BlueRay heutzutage überhaupt das einzige Medium ist, welches FullHD-Auflösung bieten kann ... und das steckt gerade mal noch in den Anfängen. Ehe im Free-TV auf FullHD gesendet wird, wird auch noch ne ganze Weile ins Land ziehen ...
    Wenn ich raten müsste, würde ich sagen die Hersteller überbrücken die Zeit mit mehr oder weniger nützlichen dafür aber proprietären Techniken zur "Bildverbesserung", sei es "PixelPlus HD" , "Perfect Pixel HD", "TruD", "Digital Natural Image Engine", "XD engine", "100 Hz Technik" oder eben jüngst die "480 Hz Technik"...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.01.09 19:53 durch Dor Nocci.

  20. Re: da werden wir ma richtig für dumm verkauft

    Autor: :-) 05.01.09 - 04:21

    Das Hauptproblem ist: Das bisherige analoge PAL war "saugut". Zu gut, um wirklich große Änderungen vorzunehmen.

    Was könnte der Grund für eine Änderung sein? Der wichtigste Grund war die 50 Hz-Technik beim alten CRT. Lösung: 100 Hz-Technik.

    Dann kam das TFT und damit waren die 50 Hz nicht mehr so störend. Ergo: Mit dieser Kombination aus PAL und TFT hatte man ein System, das noch 100 Jahre hätte laufen können.

    Für die Übertragung und Speicherung hätte man auf digital wechseln können. Weitere Gründe fallen mir für eine "Verbesserung" nicht ein.

    OK, da ist vielleicht noch der Wunsch nach einem "Kinoerlebnis", woraus sich das Formal 16:9 ergibt. Jetzt bleibt noch die Frage: "Warum HDTV?" Und da gibt es nur eine einzige Antwort: "Man ging davon aus, dass eine größere Bildfläche immer beliebter wird. Allein dies macht eine Zunahme der Zeilen notwendig.

    Aber wie du schon richtig sagst: Wer hat denn Platz für Diagonalen von 90 cm bis 1,80 Meter? Die Antwort: Nur eine Minderheit hat wirklich diesen Platz. Damit ist und bleibt HDTV ein Luxusfernsehen.

    Dies ist der Grund, weshalb es noch keinen Sender gibt, der vollständig auf HDTV gewechselt wäre. Es wäre ein absolutes Minderheiten-Fernsehen.

    Die gesamte Studiotechnik muss für die Verarbeitung der vierfachen Datenmenge vorhalten, etwas, was die Fernsehgebühren in die Höhe treibt und das eben nur für diese Minderheit (zahlen müssen aber alle).

    Eine Konsequenz wäre: Man führt ein Zweiklassen-Fernsehen ein. Aber da zeigt sich schon das nächste Problem: Was sollte so ein Luxus- Sender (mit Luxusgebühren) denn täglich senden? Mir fallen da nur die "abgelutschten" Kinofilme ein. Dafür aber kann man auch Filmträger kaufen (oder mieten), also DVD oder Blue-Ray. Die volle Qualität wird aber niemand anbieten können, kein Sender (begrenzte Bandbreite des Übertragungsweges) und auch kein Blue-Ray. Es wird immer nur eine zusammengetrümmerte Version von HDTV geben.

    Die volle Qualität könnte es nur auf Blu-Rays in der Größe von Langspielplatten geben oder als Multilayer-X-Rays :-)

    Fazit: HDTV ist für den "normalen" Fernsehzuschauer ein Luxus und alles, was darüber hinaus geht, kann nicht für den normalen Haushalt bestimmt sein, sondern zielt eindeutig auf eine elektronische Kinoleinwand ab. Für einen Kinofilm von 2 Stunden und 8000 x 4000 braucht man aber eine Blue-Ray von 2 Meter Durchmesser :-)









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