Diebstahl und Kundenbindung
Autor: Angel 18.04.05 - 19:03
Das illegale Herunterladen von Musik aus dem Internet hat nichts, aber auch gar nichts "Revolutionaeres" an sich, sondern ist schlicht und einfach Diebstahl und resultiert aus der Respektlosigkeit der Leute gegenueber den Schaffern bzw. deren Arbeit, die da drin steckt.
Kein Wunder, dass die Wirtschaft den Bach runtergeht, weil niemand mehr bereit ist, fuer die entstehende Arbeit noch zu entschaedigen. Die (vermeintliche) Anonymitaet des Internets macht den Diebstahl bloss einfacher.
Apple war mal kundenfreundlich und "alternativ" (soweit man diese Punkte ueberhaupt einer kapitalistischen Firma zuschreiben kann) - aber spaetestens seit sie mit dem iPod den Massenmarkt erreicht haben, agieren sie wie jede andere Firma auch nach der Maxime "Gewinnmaximierung mit allen Mitteln" und sch***en auf ihre Kunden. Ihr Quasi-Monopol wird zur Schlinge fuer ihre Kunden.
Risikoreiche Innovationen werden nur noch im Notfall angewandt.
Beispiele?
-Der iPod ist seit der ersten Generation, von Detailver(schlimm)besserungen abgesehen, unveraendert geblieben. Dieses Jahr wird er 4 Jahre alt.
-Um auch die Windowsuser zu erreichen, wurde der Firewireanschluss zuerst durch einen proprietaeren "Dock Connector" ersetzt
-Apple-Kunden duerfen neuerdings sogar eine Strafgebuehr von 19 Euro zahlen, um den iPod weiterhin ueber Firewire an ihren Mac anzuschliessen - USB2 fuehrte Apple ja erst Mitte 2003 als Zugestaendnis an die Wintel-Welt ein. Dafuer hat mein Mac sogar einen FW800-Anschluss mit 100MB/s Datenrate - toll, nicht? Bringt mir nur nichts.
-Bei der Vorstellung des iPod mini hat Jobs ueber die niedrige Speicherkapazitaet von Flashplayern gelaestert - ein Jahr spaeter erscheint der iPod Shuffle. Frueher hat's Apple dem Massenmarkt vorgemacht, heute macht es der Massenmarkt Apple vor.
-iPod Shuffle: Kein Display, keine Innovation, kein Schaeppchen. Dafuer kann man jetzt schon ab 99 Euro mit dem iPod-Brand angeben.
-iTMS: Online Musik in keiner CD-Qualitaet zu CD-Preisen runterzuladen, scheint 'in' zu sein. Dass man dabei an einen bestimmten Musikplayer gebunden wird, ist dagegen typisch Apple. "Die Kunden brauchen keine Entscheidungsfreiheit, die machen's entweder wie wir wollen, oder gar nicht."
-Als Mac-User fuehl ich mich schon ein bisschen verarscht, wenn ein Mac-Computer als "von den Machern des iPod" beworben wird. Wuerde scheint in der Wirtschaft wohl nicht viel wert zu sein.
-Apple ist ein Monopolist. Wie kann das jemals gut fuer den Kunden sein?
Ich habe einen iPod, und einen Mac habe ich auch (noch). Aber weder stehle ich Musik aus dem Internet, noch sehe ich Jobs als den "pfiffigen David". Ich bin schon vor einer Weile aus dem Mac Evangelium ausgestiegen. Eher schaeme ich mich dafuer, "Micro$oft jr." finanziell zu unterstuetzen. Nur leider ist der iPod einfach ein verdammt guter MP3 Player. Das ist der einzige Grund, warum ich einen habe.
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Angel | 18.04.05 - 19:03 |
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Blaubierhund | 18.04.05 - 20:40 |
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Angel | 18.04.05 - 21:14 |
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RoD | 19.04.05 - 09:47 |
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Angel | 19.04.05 - 13:48 |
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ngc | 19.04.05 - 11:24 |
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Angel | 19.04.05 - 13:57 |



