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Linux profitiert davon

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  1. Linux profitiert davon

    Autor: Ubuntu Linux Specht 15.01.09 - 10:58

    Vor allem in der Krise wollen immer mehr unternehmen Geld sparen und das lässt sich nun mal am effizientesten tun indem man auf das gute und richtige Linux umstellt.

    Die Aktienkurse von RedHat und anderen Linuxfirmen sind trotz Krise gestiegen und es kommen immer mehr Aufträge rein, 2009/10 ist der Durchbruch für Linux dank der Weltwirtschaftskrise.

  2. Re: Linux profitiert davon

    Autor: Irgendeinanderer 15.01.09 - 11:29

    > Vor allem in der Krise wollen immer mehr unternehmen Geld sparen und das
    > lässt sich nun mal am effizientesten tun indem man auf das gute und richtige
    > Linux umstellt.

    Interessanterweise wird Linux von der derzeitigen Wirtschaftslage ganz besonders hart getroffen.

    1. Umstellungsprojekte von einem Betriebssystem zu einem anderen sind kurzfristig IMMER wesentlich teurer als ein update des bestehenden Systems. Erst langfristig würden sich ggf. Kosteneinsparungen auszahlen.

    2. Viele F/OSS-Projekte hängen am Tropf der direkten bzw. indirekten Spenden von großen Unternehmen. Wie will z.B. Google es seinen Mitarbeitern erklären, dass einerseits Mitarbeiter entpassen werden und anderrseits fast 100 Mio. US-$ an Mozilla verschekt werden. Bei SUN ist es noch deutlicher: den ersten OpenOffice.org-Mitarbeitern (von denen es ohnehin nur noch wenige gibt) wurde nahegelegt sich einen anderen Job zu suchen.

    > Die Aktienkurse von RedHat und anderen Linuxfirmen sind trotz Krise gestiegen
    > und es kommen immer mehr Aufträge rein, 2009/10 ist der Durchbruch für Linux > dank der Weltwirtschaftskrise.

    Stimmt leider nicht. Gerade RedHat ist SEHR am jammern, dass das Geschäft einbricht.

  3. Re: Linux profitiert davon

    Autor: Sowieso 15.01.09 - 11:35

    Ubuntu Linux Specht schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Vor allem in der Krise wollen immer mehr
    > unternehmen Geld sparen und das lässt sich nun mal
    > am effizientesten tun indem man auf das gute und
    > richtige Linux umstellt.
    >
    > Die Aktienkurse von RedHat und anderen Linuxfirmen
    > sind trotz Krise gestiegen und es kommen immer
    > mehr Aufträge rein, 2009/10 ist der Durchbruch für
    > Linux dank der Weltwirtschaftskrise.


    Mal wieder interessant, was hier für ein Quatsch verbreitet wird - nachdenken und dann posten (Argumente sind schon genannt worden)

  4. Re: Linux profitiert davon

    Autor: sg 15.01.09 - 11:59

    Na und dann gibts mehr Arbeitslose Programmierer die in ihrer Freizeit an Linux weiterentwickeln

  5. Re: Linux profitiert davon

    Autor: .NETti 15.01.09 - 12:40

    Irgendeinanderer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Interessanterweise wird Linux von der derzeitigen
    > Wirtschaftslage ganz besonders hart getroffen.

    Die letzten Quartalsberichte und die aktuellen Zahlen sagen da was ganz anderes. Red Hat erlebt ein sehr starkes Wachstum.

    > Wie will z.B. Google es seinen
    > Mitarbeitern erklären, dass einerseits Mitarbeiter
    > entpassen werden und anderrseits fast 100 Mio.
    > US-$ an Mozilla verschekt werden.

    Was wird da verschenkt? Google bekommt dafür eine Leistung die mehr wert ist als 100 Mio USD.

    > Bei SUN ist es
    > noch deutlicher: den ersten
    > OpenOffice.org-Mitarbeitern (von denen es ohnehin
    > nur noch wenige gibt) wurde nahegelegt sich einen
    > anderen Job zu suchen.

    Sun verdient sowohl an OOo als auch an Star Office.

    > Stimmt leider nicht. Gerade RedHat ist SEHR am
    > jammern, dass das Geschäft einbricht.

    Du hast einen anderen Quartalsbericht gelesen. Red Hat ist mal wieder gewachsen und der Aktienkurs steigt auch.

    Zuletzt ist der Umsatz erneut zweistellig um 22 Prozent gewachsen. Red Hat jammer in keister Weise sondern sieht große Chancen durch die Krise. Du verzerrst die Realität aber enorm.

  6. Re: Linux profitiert davon

    Autor: .02 Cents 15.01.09 - 14:21

    Red Hat ist ein Anbieter / Dienstleister - und ich zitiere mal von deren Investor Relations:

    Total revenue for the quarter was $165.3 million, an increase of 22% from the year ago quarter and 1% from the prior quarter

    Daraus kann man interpretieren: Im Vorjahr lief es einfach besonders schlecht, da nur 1% Wachstum vom Sommerquartal, in dem es sich er nict so brummt. Darüber hinaus: 165.3 Million ... naja: Das ist eine nicht sonderlich grosse Mittelständische Firma vom Umsatz her.

    Ausserdem steht da noch:

    fiscal year 2009 third quarter ended November 30, 2008

    Naja ... wenn man die Berichte so liest, schlägt das alles erst richtig in diesem Jahr durch.


    Ich will das gar nicht grundsätzlich in Abrede stellen, und mir persönlich ist es egal, was für ein OS mein Arbeitgeber mir vorsetzt - als DB / DWH Entwickler komme ich damit schon klar. Aber der Punkt ist tatsächlich: Jede Menge Firmen streichen Projekte, insbesondere wenn sie nichts mit ihren unmittelbaren Geschäftsprozessen zu tun haben. Ob da auf einem Desktop nun Linux oder Windows läuft, hat mit dem Geschäftsprozess von 99,9% der Unternehmen absolut nichts zu tun. Selbst wenn es ums Einsparen geht: Die OS Lizenzen dürften bei den meisten Firmen kaum eine Rolle spielen. Da gibt es Wartungsverträge, SLA etc - sowas umzustellen, nur um ein paar Cent oder Euro (selbst ein paar huindert oder tausend Euro, wenn es denn tatsächlich für solche Grössenordnugnen reichen sollte) ist für auch nur einigermassen Geschäftskritische Anwendungen nicht mal eine Besprechung über eine Tasse Kaffee wert.

  7. Re: Linux profitiert davon

    Autor: .02 Cents 15.01.09 - 14:25

    Ich kenne keinen arbeitslosen Programmierer, und ich bin seit 15 Jahren im IT Projektgeschäft. Da gibts ein paar Freelancer, die gelegentlich mal wenige Wochen zwischen zwei Projekten stecken (so 100% genau manchmal schlecht zu timen), oder generell nur 6-9 Monate arbeiten, und dann 3-6 Monate Urlaub machen o.ä. aber das wars schon. Ich möchte behaupten, das die Zahl der arbeitslosen Programmierer, die Linux oder einem ähnlich komplexen Projekt durch ihre Mitarbeit einen positiven Nutzen bringen, ziemlich dicht bei Null ist ...

  8. Re: Linux profitiert davon

    Autor: .NETti 15.01.09 - 14:33

    .02 Cents schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Daraus kann man interpretieren: Im Vorjahr lief es
    > einfach besonders schlecht, da nur 1% Wachstum vom
    > Sommerquartal, in dem es sich er nict so brummt.

    Im Vorjahr lief es schlecht? Im Vorjahresquartal wuchs der Umsatz um 28 Prozent. Ein weiteres Jahr davor wuchs der Umsatz um 45 POrozent.

    Wie passt das in deine Logik?

    > Darüber hinaus: 165.3 Million ... naja: Das ist
    > eine nicht sonderlich grosse Mittelständische
    > Firma vom Umsatz her.

    Das ist bei einem reinen Dienstleister recht viel. Novell macht in diesem Bereich knappe 30 Millionen. Zudem ist Red Hat weltweit der führende Anbieter für freie Software. Ja, da wird nicht wild mit Lizenzen an Cash-Cows verdient sondern noch richtig mir Arbeit. Genau deswegen geht es Red Hat ja auch so gut. Für Arbeit bezahlen Firmen eher als für reine Lizenzen von denen sie nichts außer beschränkte Nutzungsgenehmigungen haben.

    > fiscal year 2009 third quarter ended November 30,
    > 2008
    >
    > Naja ... wenn man die Berichte so liest, schlägt
    > das alles erst richtig in diesem Jahr durch.

    Wo soll in dieser Aussage nun die Logik sein? Verwechselt da jemand Kalender- mit Geschäftsjahr?

    > Selbst wenn es ums Einsparen geht: Die OS Lizenzen
    > dürften bei den meisten Firmen kaum eine Rolle
    > spielen. Da gibt es Wartungsverträge, SLA etc -
    > sowas umzustellen, nur um ein paar Cent oder Euro
    > (selbst ein paar huindert oder tausend Euro, wenn
    > es denn tatsächlich für solche Grössenordnugnen
    > reichen sollte) ist für auch nur einigermassen
    > Geschäftskritische Anwendungen nicht mal eine
    > Besprechung über eine Tasse Kaffee wert.

    Tja... falsch. Denn in den meisten Umgebungen bringt eben diese Einstellung viele Abhängigkeiten und Vendor-Lockins. Und die sind erheblich teurer als so ziemlich alle erdenklichen Lizenzen.

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