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Re: PC-Spiele werden teurer durch Euro-Umstellung

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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Re: PC-Spiele werden teurer durch Euro-Umstellung

Autor: IT-POPE 09.09.01 - 00:33

Michael,

Deinen Ausführungen kann ich mich voll und ganz anschliessen.

Ist der Datenträger (egal ob Audio, PC, PSX oder was auch immer) für eine breite Masse erschwinglich, dann verringert sich das illegale Kopieren. Es wird zwar nie wegfallen, aber verringern wird es sich auf jeden Fall.

Ohnehin ist es ja unverständlich, dass die großen Konzerne auf der einen Seite zwar die kaufkräftige Kundenschicht haben will (das sind meistens Jugendliche !), auf der anderen Seite aber völlig überzogene Preise verlangt. Bitteschön welcher Jugendliche kann sich im Monat ein Spiel für knapp 100 DM kaufen, ein, zwei, drei CDs (à 35 DM) kaufen, mindestens zweimal ins Kino (à 15 DM)gehen, nebenher das Prepaid-Handy mit 50 DM füttern und zwischendurch auch mal Klamotten kaufen. Und da sind ja noch ein paar andere Dinge...
Man muss schon als Jugendlicher hohe Beträge für Kleinigkeiten aufbringen. Aber woher soll das kommen ? Verdienen alle Eltern so hohe Summen, dass sie ihren Kindern den Himmel auf Erden schenken können ? Natürlich nicht. Und daher wird mal eben schnell ein Rohling für 1-2 DM gekauft und das Programm oder die Musik kopiert. Egal. Hauptsache man ist dabei und kann mitreden.

Und mal ehrlich, wenn die Hersteller jetzt auch noch durchsetzen, an der Ausstattung des Softwarepakets zu sparen, wo ist noch der Anreiz ? Früher liebten die Leute die Schallplatte, weil man ein schönes großes Cover hatte. Die Musikindustrie hat der CD wenigstens dickere Booklets mitgeben können in den meisten Fällen. So konnte man den Musikliebhaber wenigstens etwas entschädigen. Und wenn man ein Spiel jetzt ohne Heft(-chen) kauft und immer auf die Online-Hilfe zurückgreifen muss, dann vergeht der Spaß im Nu. Und das tolle ist, Raubkopierer kopieren jetzt das Spiel und das Handbuch mit. Hey, die Firmen helfen denen damit auch noch. Man könnte meinen, die sind so doof, dass die die Schweine beissen. Aber die sind ja kostenbewusst und nehmen letzte Änderungen noch mit auf das CD-Handbuch. Alles nur im Interesse des Kunden. Damit das Produkt billig bleibt. Hmm, sehen wir ja. Europreistreiberei und qualitätsbedingt Preiserhöhungen. Hahahahahahaha.

Und inzwischen wird auch die Musik immer teurer und teurer, weil ja jeder Interpret meint, er muss mit einem einzigen Album gleich den Rest seines Lebens finanzieren. Toll. Die gleiche Mentalität greift in der Softwarebranche ja auch schon länger um sich. Ein tolles Programm und dann weg vom Fenster. Stattdessen müssen wir uns jedes Jahr auf ein neues Lara Croft und ihr Hüpfen und Kriechen durch irgendwelche dunklen Gänge mit beigefügter Gegnervernichtung ansehen. Jedes Jahr das gleiche. Nur ein anderer Hintergrund und ein paar neue Waffen und Gegner. Nichts wirklich neues. Die Musik hat das auch unlängst erkannt und bringt nur sehr wenig Neues. Alte Sachen werden wieder aufgewärmt. Und niemand merkt, dass Britney Spears zweimal das gleiche ALbum unter zwei verschiedenen Titeln rausbringt. Selbst der Titel des zweiten Albums "...i did it again" lässt das niemand wirklich merken. Und das dritte Album klingt kaum besser - davon dürfen wir ausgehen.

Also stellen wir uns darauf ein, dass alles immer teurer wird, neue Sachen bleiben alt, und Wiederholungen bekommen einen neuen Namen, werden aber beschnitten - alles im Interesse des zahlungsschwachen Kunden.M.Kessel schrieb:
>
> Die Erklärung warum Spiele teurer werden ist
> einfach, wie auch banal. Im Moment gibt es
> Spielekonzerne, die möglichst ohne großes
> Risiko, Geld verdienen wollen. Der Spielgedanke,
> oder das Konzept von neuen Ideen wird
> schlichtweg abgelehnt, da dort im Moment die
> Manager und Marketingleute das Sagen haben, und
> die solche Ideen aufgrund des finanziellen
> Risikos schlichtweg ablehnen. (Es werden
> massenhaft Spieleprogrammierer gefeuert!)
>
> Innovative Spielideen, werden wenn sie dann doch
> mal erscheinen, sofort von anderen kopiert, um
> damit schnell Geld zu verdienen.
>
> Mittlerweile ist vielen anscheinend die Grafik
> wichtiger als die Spielidee (Testzeitschriften
> -> Marketing). Dadurch wächst die
> Personenanzahl, die mit der Programmierung von
> Spielen beschäftigt ist, ins Unermeßliche, und
> das verteuert die Entwicklung, und damit das
> Risiko.
>
> Der Euro ist nicht der eigentliche Grund,
> höchstens ein Vorwand. Die Programmierteams
> müssen wieder kleiner werden, und die Geldgeber
> müßten wieder innovativen Menschen lauschen, und
> auch bereit sein ein Risiko zu tragen.
>
> Ansonsten kann ich mich nur meinen Vorrednern
> anschließen, und ergänzen, das der Preis von
> einer CD unter 50,- FALLEN muß, da ansonsten das
> Raubkopiererproblem NIEMALS verschwinden wird,
> sondern sich im Gegenteil, verschärfen wird.
> Zumal in der heutigen Zeit, auch aufgrund des
> Marketings, Spiele immer zu früh auf de Markt
> geworfen werden, so das IMMER patches benötigt
> werden.
>
> Da kann ich mir dann doch gleich den No-CD Patch
> mitladen, mit dem ich das Spiel bequem auch ohne
> eingelegte CD spielen kann. So gesehen hat der
> Käufer der Originalsoftware, nicht nur den hohen
> Preis zu zahlen, sondern auch noch den Nachteil
> IMMER die CD suchen und einlegen zu müssen! Und
> zum zweiten gibt es aufgrund der gerade
> geschilderten Situation das Problem von
> mittelmäßigen Spielen, die man erst mal
> ausprobieren möchte, bevor man sie kauft!
> Und schon gar nicht möchte man dann auch noch
> 100,- DM und mehr dafür auf den Tisch legen. Es
> handelt sich schließlich nur um ein Spiel!
>
> Bei Preisen unter einer gewissen Marge, könnte
> man auf den Kopierschutz mit Sicherheit völlig
> verzichten, da es sich nicht lohnen würde die CD
> zu kopieren! und genau unter diese Preisgrenze
> muß man kommen! Das gleiche gilt auch für
> Musik-CD's, denn da könnte man sich auch den
> völlig sinnlosen Kopierschutz schenken.
>
> Gruß Michael


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