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keine verantwortung

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  1. keine verantwortung

    Autor: diego1111 21.01.09 - 10:54

    die wirtschafskrise machts möglich: nun können die bosse der firmen noch hemmungsloser mitarbeiter entlassen, auch wenn der geschäftsverlauf überhaupt nichts mit der krise zu tun hat. früher musste man sich noch einigermassen rechtfertigen, wenn man ein paar tausend mitarbeiter entlassen wollte. jetzt kann man einfach sagen: ja, die wirtschaftskrise ist schuld. scheinbar darf man jetzt auch schon präventiv entlassen und muss sich nicht überlegen, wie man dies durch neue geschäftsmodelle verhindern könnte.

  2. Re: keine verantwortung

    Autor: Herb 21.01.09 - 12:13

    diego1111 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > die wirtschafskrise machts möglich: nun können die
    > bosse der firmen noch hemmungsloser mitarbeiter
    > entlassen, auch wenn der geschäftsverlauf
    > überhaupt nichts mit der krise zu tun hat. früher
    > musste man sich noch einigermassen rechtfertigen,
    > wenn man ein paar tausend mitarbeiter entlassen
    > wollte. jetzt kann man einfach sagen: ja, die
    > wirtschaftskrise ist schuld. scheinbar darf man
    > jetzt auch schon präventiv entlassen und muss sich
    > nicht überlegen, wie man dies durch neue
    > geschäftsmodelle verhindern könnte.

    Was ihr Unproduktiven alle nicht schnallt: würden die tausenden Mitarbeiter mehr erwirtschaften, als wenn sie nicht da wären, würde niemand auf die Idee kommen, sie zu entlassen. Den "Erfolg", dass Personalkosten das größte Risiko heutiger Unternehmen sind, dürfen sich schon die Arbeitnehmer(vertretungen) auf die eigene Fahne schreiben. Auch dass betriebsbedingte Entlassungen praktisch nur noch in Tausender-Wellen machbar sind, war keine Idee der Arbeitgeber. Darüber redet dein Gemeinschaftskunde-Lehrer natürlich gar nicht gern.

  3. Re: keine verantwortung

    Autor: Herb 21.01.09 - 12:15

    diego1111 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > die wirtschafskrise machts möglich: nun können die
    > bosse der firmen noch hemmungsloser mitarbeiter
    > entlassen, auch wenn der geschäftsverlauf
    > überhaupt nichts mit der krise zu tun hat. früher
    > musste man sich noch einigermassen rechtfertigen,
    > wenn man ein paar tausend mitarbeiter entlassen
    > wollte. jetzt kann man einfach sagen: ja, die
    > wirtschaftskrise ist schuld. scheinbar darf man
    > jetzt auch schon präventiv entlassen und muss sich
    > nicht überlegen, wie man dies durch neue
    > geschäftsmodelle verhindern könnte.

    Was ihr Rosa-Wölkchen-Linken alle nicht schnallt: würden die tausenden Mitarbeiter mehr erwirtschaften, als wenn sie nicht da wären, würde niemand auf die Idee kommen, sie zu entlassen. Den "Erfolg", dass Personalkosten das größte Risiko heutiger Unternehmen sind, dürfen sich schon die Arbeitnehmer(vertretungen) auf die eigene Fahne schreiben. Auch dass betriebsbedingte Entlassungen praktisch nur noch in Tausender-Wellen machbar sind, war keine Idee der Arbeitgeber. Darüber redet dein Gemeinschaftskunde-Lehrer natürlich gar nicht gern.

  4. Re: keine verantwortung

    Autor: rambo 21.01.09 - 12:21

    unf´d?
    1. sind die Arbeitskosten in vielen produzierenden Firmen oftmals nur noch minimal und wer soll den den ganzen Müll kaufen?

    sorry, es ist wirklich Zeit für ein neues menschenwürdiges Wirtschaftssystem

  5. Re: keine verantwortung

    Autor: Sneaky Pie 21.01.09 - 12:22

    Das Du schwarzer Wirtschafts Ahnungsloser nicht merkst ist, das Du zwei mal den gleichen Sermon von Dir gibst. Auch dadurch wird das nicht besser.

    Vor Unternehmern habe ich jede Menge Respekt, nicht jedoch vor Managern, die nur noch auf kurzfristige Gewinne schauen, um vor allem institutionelle Anleger bei der Stange zu halten.

    Das sie damit den langfristigen Erfolg eines Unternehmens nicht nur gefährden, sondern ihn oft genug sogar verhindern, ist denen egal. Deren Boni sind vor allem an kurzfristige Erfolge gebunden. Selbst wenn sie die Karre vor die Wand fahren, müssen sie sich um ihre Zukunft keine Sorgen machen.

  6. Re: keine verantwortung

    Autor: diego1111 21.01.09 - 13:46

    also ich habe seit schulabschluss immer arbeit gehabt und war nie arbeitslos und schon gar nicht unproduktiv. dazu bin ich weder link noch weltfremd.

    es ist aber kaum zu übersehen, dass viele firmen, die seit mehreren jahren mies geführt wurden, jetzt schnell mal das übergepäck loswerden und der wirtschaftskrise die schuld geben. die manager sind somit aus dem schneider und stehen nicht als unfähig da. genau davor haben auch viele manager momentan angst. denn in den letzten monaten sind endlich mal ein paar köpfe gerollt. in england sind beispielsweise ganze ladenketten mit tausenden filialen geschlossen worden. da steckt ganz sicher eine jahrelange misswirtschaft dahinter. die sind kaum innerhalb von 3 monaten von den schwarzen zahlen in den konkurs gerutscht.

  7. Re: keine verantwortung

    Autor: Anonymer Nutzer 21.01.09 - 13:55

    Herb schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was ihr Unproduktiven alle nicht schnallt: würden
    > die tausenden Mitarbeiter mehr erwirtschaften, als
    > wenn sie nicht da wären, würde niemand auf die
    > Idee kommen, sie zu entlassen.

    Selten so gelacht.

  8. Re: keine verantwortung

    Autor: ff55 21.01.09 - 13:58

    Herb schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was ihr Unproduktiven alle nicht schnallt:

    Wichtigtuer.

  9. Re: keine verantwortung

    Autor: titrat 21.01.09 - 14:03

    rambo schrieb:
    -------------------------------------------------------
    ...
    > sorry, es ist wirklich Zeit für ein neues
    > menschenwürdiges Wirtschaftssystem

    Was für ein Schwachsinn, sorry.
    Ist es menschenwürdig, wenn es nur noch Lebenszeitanstellungen gibt, und ein Unternehmen nicht mehr für sich selbst entscheiden darf?
    Ist es menschenwürdig, wenn in Folge Deiner kommunistischen Ideen die Wirtschaftsleistung um 80% absinkt?
    Es gibt kein "neues Wirtschaftssystem". Krisen gehören zum Leben dazu, niemand kann dauerhafte gleichförmige Entwicklung planen, das ist eine dumme Illusion.

    Wenn die bei Ericsson meinen, es geht ohne diese Mitarbeiter genauso gut, warum sollte das Unternehmen deren Arbeitskraft weiter unnütz belegen?
    Sonst wären wir heute noch alle Bauern...

    Entweder war es eine gute vorausschauende und richtige Entscheidung, dann sollte man nicht meckern, oder es war eine falsche - in diesem Fall freut sich dann die Konkurrenz, und stellt ein.

  10. Re: keine verantwortung

    Autor: titrat 21.01.09 - 14:05

    Eine nicht ganz unzutreffende Analyse.
    Krisen sind gut und gehören unvermeidlich dazu, denn nur sie sorgen für eine weitere Evolution und sorgen für eine Bereinigung der Wirtschaft.
    So wie Waldbrände auch neuem eine Chance geben.

  11. Re: keine verantwortung

    Autor: HierKönnteIhreWerbungNerven 21.01.09 - 14:08

    Das erzählst du solange, bis dein eigener Job wegen dem selben auf der Kippe steht.

  12. Re: keine verantwortung

    Autor: HierKönnteIhreWerbungNerven 21.01.09 - 14:18

    Und solche leute sollten viel Stärker zur Verantwortung gezogen werden. Auf sowas sollte es HOHE Geldstrafen UND Gefängnissstrafen mit mindestens 5 Jahren Freiheitsentzug geben. Die machen das weil es so gut wie keine Konsequenzen zu befürchten gibt. Die kriegen sogar noch Millionen wenn sie dann gehen. Und das, wenn von solchen wenigen die Lebensgrundlage vieler abhängt, dann wundert es mich das es noch nie eine Gruppe gegeben hat die losgerannt ist und sonem Manager mal die Fresse Poliert hat. Solche Menschen sollten nie mehr Glücklich im Leben werden. Und wenn ich gekündigt werden würde damit irgendein Scheiss Investor durch höhere Rendite (oder was weiss ich) einen neuen Mercedes kaufen kann, dann würd Amok laufen.

  13. Re: keine verantwortung

    Autor: fassungslos 21.01.09 - 17:26

    > Was ihr Rosa-Wölkchen-Linken alle nicht schnallt:
    > würden die tausenden Mitarbeiter mehr
    > erwirtschaften, als wenn sie nicht da wären, würde
    > niemand auf die Idee kommen, sie zu entlassen. Den
    > "Erfolg", dass Personalkosten das größte Risiko
    > heutiger Unternehmen sind, dürfen sich schon die
    > Arbeitnehmer(vertretungen) auf die eigene Fahne
    > schreiben. Auch dass betriebsbedingte Entlassungen
    > praktisch nur noch in Tausender-Wellen machbar
    > sind, war keine Idee der Arbeitgeber. Darüber
    > redet dein Gemeinschaftskunde-Lehrer natürlich gar
    > nicht gern.
    >

    ah nur komisch dass die deutsche bank mitarbeiter trotz steigender gewinne mitarbeiter entlässt.
    haben die dann zu gut gearbeitet, oder was?

  14. Re: keine verantwortung

    Autor: amdteddy 21.01.09 - 19:25

    insofern hatte die pest auch ihr gutes, nicht wahr?
    ehrlich, so eine besch... eidene logik

  15. Re: keine verantwortung

    Autor: titrat 22.01.09 - 13:07

    HierKönnteIhreWerbungNerven schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das erzählst du solange, bis dein eigener Job
    > wegen dem selben auf der Kippe steht.

    Nein, ich würde mich selber entlassen, wenn es der Firma dient. Davon kann ich ja nur profitieren :-)

    Du selbst sorgst auch ständig für Arbeitsplatzverluste, mit jeder Deiner Kaufentscheidungen.

  16. Re: keine verantwortung

    Autor: titrat 22.01.09 - 13:13

    amdteddy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > insofern hatte die pest auch ihr gutes, nicht
    > wahr?
    > ehrlich, so eine besch... eidene logik

    Also ich finde es gut, das ein Komet die Saurier ausgelöscht hat - sonst gäbe es mich immerhin nicht.

    Zur Pest: Das ist außerhalb des Einflusses der damaligen Leute gewesen. Dann einfach zu sagen, die Pest gibt es aber nicht, und auch niemals mehr Krankheiten, ist eine Ideologie, die niemandem geholfen hätte.

    Die Pest brach ja nicht grundlos aus, sondern weil die Hygieneverhältnisse grauenhaft waren - die Pest war eine zwangsläufige Folge, und heute ist man genau deswegen ja meist ziemlich auf Hygiene bedacht - und das ist gut so.

    Natürlich sollten auch wir aus Krisen lernen, unbestritten.
    Aus dieser eben, das der Staat nicht mit 0%-Zinsen die Vergaben von Krediten an Ninjas direkt gefördert hat:
    (Ninja: No Income, No Job / Assets)
    Aber Krisen wird man NIEMALS völlig verhindern können, es sei denn, man will für ewig auf ein und demselben Stand stehenbleiben - willst Du das?

    Ich nicht.

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