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Finanzkrise als Vorwand

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  1. Finanzkrise als Vorwand

    Autor: Harlekin 21.01.09 - 13:27

    Immer mehr Unternehmen entlassen Leute mit der Begründung "Finanzkrise".
    Ericsson gibt nun halb-offen zu, dass Sie einfach nur auf Ihren Gewinn achten.

    Man beachte die Summe die der GEWINN (also das was *nach* Abzug aller Ausgaben übrigbleibt).
    Das hat der Aktien-Kapitalismus mit sich gebracht - Leute werden entlassen, obwohl es dem Unternehmen nicht schlecht geht. Denn Ericsson z.B. schreibt schwarze Zahlen wie man sieht.

    Ich finde der Staat sollte jedem Unternehmen das derartig handelt sofort jegliche Unterstützung entziehen. Schließlich werden die arbeitslos gewordenen danach vom Staat unterstützt.

    Aber wie so oft ist natürlich das Wohlergehen des Unternehmens (die Zahlen ja Steuern... das ist natürlich wichtiger als der möglicherweise auftretende familiäre Ruin dank Arbeitslosigkeit...) wichtiger als alles andere.

    Ach ja: und Hauptsache der Aktionär ist zufrieden, denn der Gewinn *MUSS* ja jedes Jahr um einige Prozentpunkte zulegen. Wir könnten ja verhungern trotz der Millionen die wir schon angehäuft haben...

    Langsam könnt ich nur noch kotzen...

  2. Re: Finanzkrise als Vorwand

    Autor: sunriza 21.01.09 - 13:38

    Was du verlangst hört sich nach Wirtschaftsfaschismus an. Jedes Unternehmen sollte doch selbst eintscheiden dürfen wen und wieviele es einstellt bzw entlässt. Noch leben wir in einem einigermaßen freien Land.

  3. Re: Finanzkrise als Vorwand

    Autor: alter_ego 21.01.09 - 14:22

    Wir haben hier ja auch kein rechtliches sondern ein moralisches Problem.
    Unternehmen haben schon immer Leute eingestellt und entlassen
    Seit es aber nur noch um Gewinnmaximierung geht, welche durch geldgeile Aktionäre und größenwahnsinnige Managerriegen getriggert wird bleibt einfach alles andere auf der Strecke.
    Die aus frühren Zeiten bekannte Verantwortung eines ECHTEN Unternehmers, für seinen (oft) mit eigenen Händen errichteten Betrieb und seinen Mitarbeiter, ist in den letzten Jahrzehnten völlig auf der Strecke geblieben.
    Ein grundsolides Unternehmen konnte auch solche Krisen ohne Entlassung der Mitarbeiter, aber unter Einbüßung von Gewinn überwinden.
    Sowas ist in der heutigen Zeit,in welcher bei den großen DAX-Unternehmen schon Stillstand Rückschritt bedeutet völlig umöglich!

    justmy2cents


    sunriza schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was du verlangst hört sich nach
    > Wirtschaftsfaschismus an. Jedes Unternehmen sollte
    > doch selbst eintscheiden dürfen wen und wieviele
    > es einstellt bzw entlässt. Noch leben wir in einem
    > einigermaßen freien Land.


  4. Re: Finanzkrise als Vorwand

    Autor: ........ 21.01.09 - 14:25

    Womit wir beim Thema wären, ob man den Markt sich selbst überlassen darf oder nicht ...

    Wenn es nach Dir geht, dann darf ein Unternehmen auch entscheiden, zu welchen Preisen es an den Markt geht. Klingt ja auch nett und in manchen Bereichen auch zulässig. Aber als Unternehmen steht es mir dann ja auch frei, mich mit anderen abzusprechen. Und wenn alle Mineralölkonzerne gleich viel verlangen, könnten die auch gleich den Liter Diesel auf fünf Euro festsetzen. Ist doch ein freies Land, oder? *gg*

    Hast Du schon mal versucht, einen Job zu bekommen, wenn Du mit 5000 anderen Kollegen entlassen wirst? Da wünsche ich Dir viel Spaß, denn da ist der Markt nicht nur kurz übersättigt.

    Du solltest lieber mal etwas nachdenken, bevor Du solchen Unsinn postet. Der Staat (im Sinne der Interessensvertreung einer funktionierenden Volkswirtschaft) hat schon ganz recht, wenn er in den Markt eingreift und das sollte meiner Meinung nach auch ausgeweitet werden. Wer springt denn jetzt finanziell ein, damit die Spareinlagen gesichert sind? Machen das Deine tollen Unternehmen? Nein, da pumpt der Staat massivst Kohle rein, also soll er auch mehr mitreden dürfen.

  5. Re: Finanzkrise als Vorwand

    Autor: ........ 21.01.09 - 14:31

    Richtig. Und genau da ist auch ein weiteres Problem. Der Wert der Aktie richtet sich schon lange nicht mehr nach dem Wert eines Unternehmens, sondern nach den kurzfristigen Erwartungen an dieses. Braucht nur mal ein Broker schlecht geschlafen haben und eine blöde Meldung über ein Unternehmen ablassen, schon sackt es in den Keller. Passiert immer wieder, kann man ganz gut am Aktienmarkt nachverfolgen.

    Leider hat sich die Finanzwelt so abartig verselbstständigt, dass sie sich solcherlei eigene Gesetzmäßigkeiten geschaffen hat. Wie man dem Herr werden soll, weiss aber keiner und genau das ist ja leider auch der Grund der Krise. Der Auslöser war nicht das Thema, aber es konnte keiner damit umgehen.

  6. Re: Finanzkrise als Vorwand

    Autor: ........ 21.01.09 - 14:32

    Richtig. Und genau da ist auch ein weiteres Problem. Der Wert der Aktie richtet sich schon lange nicht mehr nach dem Wert eines Unternehmens, sondern nach den kurzfristigen Erwartungen an dieses. Braucht nur mal ein Broker schlecht geschlafen haben und eine blöde Meldung über ein Unternehmen ablassen, schon sackt es in den Keller. Passiert immer wieder, kann man ganz gut am Aktienmarkt nachverfolgen.

    Leider hat sich die Finanzwelt so abartig verselbstständigt, dass sie sich solcherlei eigene Gesetzmäßigkeiten geschaffen hat. Wie man dem Herr werden soll, weiss aber keiner und genau das ist ja leider auch der Grund der Krise. Der Auslöser war nicht das Thema, aber es konnte keiner damit umgehen.

  7. Re: Finanzkrise als Vorwand

    Autor: bofh_small 22.01.09 - 12:12

    SO "arbeitet" Ericsson bereits seit Jahren (sprich Jahrzehnten).

    Das Hire&Fire folgt bei dieser Firma einen Zyklus von rund 2-4 Jahren.
    Wobei die Zeitspanne vom "Verhalten" der Besitzerfamilie - die lustiger weise sehr wenige Aktien, aber dafür die Mehrheit bei den Stimmrechten hat! - und den aktuellen Chef's (die meist im 2-Jahreszyklus wechseln) abhängig ist! Was ich als "Verhalten" bezeichne ist, wenn wieder mal ein neues Haus, Villa, Grund, Jacht, Auto,...... angeschafft werden 'muss' oder ein 'Kind' eine 'Aussteuer' (in zig-Millionenhöhe) benötigt.

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