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An die Dummschwätzer: Statement pro PHP

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  1. An die Dummschwätzer: Statement pro PHP

    Autor: Yeeeeeha 30.01.09 - 17:38

    Es ist natürlich schon tausendmal durchgekaut worden, aber da heute Freitag ist, muss ich mal ein paar grundsätzliche Statements von mir geben.
    Kleine Info über meine Person: Ich arbeite seit knapp 10 Jahren als Programmierer im Bereich Webapplikationen; derzeit hauptsächlich mit PHP, Perl und Javascript, früher auch etwas mit Java und C. Vor allem Perl hat mich gelehrt, PHP zu mögen.

    1. Jaaaa, PHP hat eine etwas chaotische Sprachstruktur, sowohl die Benennung als auch das Verhalten der integrierten Funktionen ist ziemlich durcheinander.
    2. Aber: Die Doku ist erfreulich umfangreich und übersichtlich, was dort fehlt, kann man sich meist noch aus den Kommentaren zusammenreimen. Vergleicht das mal mit der Doku div. großer Perl-Module (Class::DBIx z.B. *schüttel*).
    3. PHP ist einfach zu erlernen. Punkt. Daraus folgt natürlich, dass die Gemeinde der PHP-"Programmierer" zum großen Teil aus unfähigen Wurstlern besteht, die aber wo anders nichtmal ein einfachstes Programm erfolgreich zum Laufen bringen würden. Das sagt aber weder etwas über die Qualität der Sprache, noch die der erfahreren Programmierer aus.
    4. PHP an sich ist nicht sicherer oder unsicherer als die meisten anderen interpretierten Sprachen, sondern die damit erstellten Programme. Man kann mit jeder Sprache Unsinn treiben.
    5. Ja, PHP verleitet durch die Einfachkeit und das Erlauben schlimmer Fehler zum schludrigen Arbeiten. Aber: Mittlerweile (gerade mit dem erweiterten Objekt-System von PHP5) kann man PHP schreiben wie Java - nur mit wesentlich weniger Aufwand. Natürlich erfordert das Disziplin.
    6. Die Performance von PHP ist für den üblichen Einsatz bei Webapplikationen sehr gut, wenn man einen Cache wie z.B. xcache benutzt.

    Anyway, natürlich steht es jedem frei, die Sprache der eigenen Präferenz zu benutzen bzw. was halt von Arbeitgeber oder Kunden gefordert wird. Eine grundsätzliche Verteufelung von PHP ist aber vollkommen unsinnig und zeugt von wenig Ahnung.

  2. Recht hat der Mann :)

    Autor: smilingrasta 30.01.09 - 17:48

    Aber das will hier eh keiner hören. ;)

  3. Re: An die Dummschwätzer: Statement pro PHP

    Autor: GodsBoss 30.01.09 - 17:50

    > Es ist natürlich schon tausendmal durchgekaut
    > worden, aber da heute Freitag ist, muss ich mal
    > ein paar grundsätzliche Statements von mir geben.
    > Kleine Info über meine Person: Ich arbeite seit
    > knapp 10 Jahren als Programmierer im Bereich
    > Webapplikationen; derzeit hauptsächlich mit PHP,
    > Perl und Javascript, früher auch etwas mit Java
    > und C. Vor allem Perl hat mich gelehrt, PHP zu
    > mögen.
    Zum Glück zeigen Studien, dass mehr als 6 Monate Programmieren nicht mehr zu verbesserter Programmierqualität führen (vor allem nicht automatisch), deine 10 Jahre Programmier-Erfahrung besagen also nichts.

    > 1. Jaaaa, PHP hat eine etwas chaotische
    > Sprachstruktur, sowohl die Benennung als auch das
    > Verhalten der integrierten Funktionen ist ziemlich
    > durcheinander.
    Es hat nicht bloß eine chaotische Sprachstruktur, diese ist vor allem historisch gewachsen und da PHP früher keine Objektorientierung unterstützte, sieht die Standardbibliothek auch genauso aus.

    > 2. Aber: Die Doku ist erfreulich umfangreich und
    > übersichtlich, was dort fehlt, kann man sich meist
    > noch aus den Kommentaren zusammenreimen.
    > Vergleicht das mal mit der Doku div. großer
    > Perl-Module (Class::DBIx z.B. *schüttel*).
    Gute Programmierer sind bekanntlich faul, eine Sprache mit umfangreicher Dokumentation kann also nichts taugen. ;-)
    Kleiner Scherz, die Dokumentation ist natürlich sehr umfangreich, das ist gut. Das ändert aber nichts an den eigentlichen Schwächen der Sprache. Eine Dokumentation zu Class::DBIx könnte jemand schreiben und veröffentlichen, aber wie will man PHP verbessern, ohne alten Code kaputtzumachen? Die Standardbibliothek mit objektorientierten Wrappern zu den ganzen Funktionen versehen und so noch weiter aufblasen?

    > 3. PHP ist einfach zu erlernen. Punkt. Daraus
    > folgt natürlich, dass die Gemeinde der
    > PHP-"Programmierer" zum großen Teil aus unfähigen
    > Wurstlern besteht, die aber wo anders nichtmal ein
    > einfachstes Programm erfolgreich zum Laufen
    > bringen würden. Das sagt aber weder etwas über die
    > Qualität der Sprache, noch die der erfahreren
    > Programmierer aus.
    Doch, sagt es. PHP ist nämlich nicht nur einfach zu erlernen, da gibt es viele Sprachen, es ist vor allem einfach zu meistern, weil es so ausdruckslos ist.

    > 4. PHP an sich ist nicht sicherer oder unsicherer
    > als die meisten anderen interpretierten Sprachen,
    > sondern die damit erstellten Programme. Man kann
    > mit jeder Sprache Unsinn treiben.
    Zustimmung.

    > 5. Ja, PHP verleitet durch die Einfachkeit und das
    > Erlauben schlimmer Fehler zum schludrigen
    > Arbeiten. Aber: Mittlerweile (gerade mit dem
    > erweiterten Objekt-System von PHP5) kann man PHP
    > schreiben wie Java - nur mit wesentlich weniger
    > Aufwand. Natürlich erfordert das Disziplin.
    Dem wirklich guten Programmierer ist das egal, der schreibt auch in Malbolge guten Code (okay, leicht übertrieben). Der mittelmäßige Programmierer, und davon gibt es eine ganze Menge, muss aber genötigt werden. Wird er nicht gezwungen, sauberen Code zu schreiben, wird er unsauber. Und das fällt ihm in PHP besonders leicht. Peng!

    > Anyway, natürlich steht es jedem frei, die Sprache
    > der eigenen Präferenz zu benutzen bzw. was halt
    > von Arbeitgeber oder Kunden gefordert wird. Eine
    > grundsätzliche Verteufelung von PHP ist aber
    > vollkommen unsinnig und zeugt von wenig Ahnung.
    Wieso Verteufelung? Es gibt nunmal Kritikpunkte, die nicht wegzudiskutieren sind und die machen PHP zu einer schlechten Sprache. Solche Sachen wie Verfügbarkeit oder eine große Standardbibliothek sind dafür letztlich weniger ausschlaggebend.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  4. Re: An die Dummschwätzer: Statement pro PHP

    Autor: Siga 30.01.09 - 20:45

    Die Doku ist gut. Ein chm-File und da sind die Versionen drin, wo welche Parameter dazukamen. Man braucht also immer nur die aktuellste Doku weil da auch gleich drinsteht ob es unter 5.x oder was der Kunde hat, läuft.

    Aber PHP ist von Leuten entwickelt worden, die in PHP4 Objekten keine Identität gegönnt haben:
    o2=o1 => zwei gleiche ZwillingsObjekte in PHP4. In 5 weiss ich nicht. Objekte haben grundsätzlich eine Identität und gleichsetzen kopiert die nicht. Wer sowas nicht peilt, sollte die Finger davon lassen.

    Und PHP hat in sich so oft Fehler gehabt, das man der beste Progger und das perfekte PHP-programm haben kann, wenn der WebMasterAdmin die falschen Optionen setzt ("das brauchen wir wegen irgendwelchem legacy-krams") hat man trotzdem ein Problem. Wenn man als Web-Würstchen nicht selber Fehler macht, erledigt PHP das für einen. Und das ist bei SicherheitsRelevanten Infos (und wenn es nur ist, das man Syphillis bei Google sucht oder eine Batterie für seine Penisverlängerung oder einen Kalender für Schwule im OnlineShop oder InkontinenzArtikel im OnlineGesundheitshop oder einen SchwangerschaftsTest oder was auch immer) nicht hinnehmbar.

    Wenn PHP schlauer wäre, gäbe evtl CheckerTests.
    Wenn ich das BSI wäre, würde ich PHP als Sicherheitsproblem für externe Webseiten und Gefährlich einstufen. Oder man hat aktive CheckerTests um standardfehler zu entdecken. Die muss per Verordnung der Lame-Progger kostenlos nachbessern.
    Aber die meisten wissen gar nicht, das/warum sie bei cc die Warnungs wegmachen sollen, oder wenn, peilen sie das Problem nicht einmal. Und PHP-Würstchen sind noch eine Stufe schlechter aber PHP ist das FrontEnd zu vielen Sites die Sicher sein sollten, wodurch ein Problem entsteht.

    Die Doku zum Perl_Release ist oft umfangreich und auch Tipps/Tricks was man gerne macht aber was man beachten muss/was fehlsschlägt. MainStream-Module sind passabel dokumentiert, Seltenere Module oft eher nicht so sehr. Selber Schreiben dauert aber länger. In den Quelltext gucken ist nicht schön, aber geht ja. Und die Tests rulen.

    Heutzutage sollte man aber besser wohl mit python anfangen (Oder unter excel mit Basic).

  5. Re: An die Dummschwätzer: Statement pro PHP

    Autor: PHP-is -ready-for-business 31.01.09 - 08:51

    Du redest mal, zumindest in Teilen, völligen Unsinn.

    Es kommt darauf an, wie man PHP (im speziellen PHP5) benutzt. Klar kann ich die ganze Thematik ziemlich loose nehmen und scheiß Code produzieren.

    Halte ich mich an die PHP5 Konventionen, und überprüfe sauber meine Eingabeparameter ist PHP genauso gut oder schlecht als alle anderen Konstrukte.

    Java oder C# sind zwar strikt OO, das hindert einen PHP Entwickler nicht daran genauso zu programmieren.

    In bestimmten, und aus meiner Sicht oft kleineren Web-IT-Projekten bzw. Lösungsfindungen, ist PHP gegenüber den Saurier-Frameworks total überlegen. Und genau da gehört es hin.

    B2B gesagt, für kleiner Projekte bis mittlere Projekte ok.
    B2C gesagt, genau die Sprache die man anwenden soll, weil die Einstiegskurve relativ gering ist.

    Nicht umsonst ist PHP was Zahlen angeht die meist benutzte Skriptsprache der Welt.

  6. Re: An die Dummschwätzer: Statement pro PHP

    Autor: ratti 31.01.09 - 11:31

    Amen, Bruder.

    …und während die komischen Typen noch mitten im predigen, sind, dass nix geht, überall Gefahren und Bugs seien…

    …habe ich mit php mein Projekt schon fertig.

    In 8 Jahren php bin ich niemals über einen php-Bug gestolpert, ist nie eine meiner Site „aufgemacht“ worden und hat alles prima geklappt.

    Wie du schon schreibst: Perl hat mich zu php gebracht. So isses. Nachdem ein Stück Demo-Code aus der DBI-Doku(!!!) selbst in einer Perl-Mailingliste nicht verstanden wurde, war es das mit perl für mich.

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