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"Klone" wären wichtiger denn je!

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  1. "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: fwefwe 06.02.09 - 16:22

    Nachdem Apple beu der Produktpalette immer mehr durchdreht (Glossy-only und andere Nutzerunfreundliche Diktate) wäre es schön wenn es wieder Mac-Klone gaäbe wie einst. Damals hatte sich schon gezeigt das manch eine Fimra es besser kann als Apple!

  2. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: /mecki78 06.02.09 - 17:02

    Nur warum zeigt dass keine Firma beim OS? Warum finden denn alle OS X so geil? Ist doch unten drunter nur ein einfaches BSD (so wie FreeBSD z.B. auch) und trotzdem kenne ich kein System, dass einfacher zu bedienen oder administrieren ist... warum eigentlich? Was auch immer Apple da macht, sofern es nicht patentiert ist, kann man es genauso, sonst eben in abgewandelter Form in jedes andere OS einbauen. Ist doch keine Magie dahinter.

    Wenn mal jemand eine Linux Distribution machen würde, die es wirklich mit OS X aufnehmen kann... und dazu müsste man einige Linux Konzepte weit aussen vor lassen. Beispiel ich installiere ein App unter OSX in dem ich ein Bundle wohinkopiere und deinstalliere sie, in dem ich es lösche - so muss dass da z.B. auch funktionieren, nicht make install und tausend winzige Dateien werden überall über die Platte verstreut und nie wieder gefunden und ohne ein System wie apt-get oder rpm wäre man dann total verloren. Es muss den gleichen Hardwaresupport bieten, gleich gute Treiber, gleich gute Performance und es muss grafisch echt was her machen. Aber das ist alles machbar.

    Und wenn eines Tages so was kommt, dann braucht doch auch keiner OS X mehr und es es doch egal, ob Apple es beschränkt oder nicht.

    Aber die Linux Jungs kommen nicht in die Puschen. Abgesehen eben vom völlig veralteten Dateimanagement Konzept (das mal für UNIX Mainframes vor 30 Jahren und mher interessant war) zeigt schon alleine die Klammerung an X11 dass das nichts wird. Sorry, aber das X11 Konzept ist so was von veraltet. Apple hat eine fast durchweg 3D beschleunigte Oberflächen API mit mächtigen Operationen, die beim Zeichen an die PDF Beschreibungssprache angelehnt sind. Jetzt kann man sagen: Aber ich liebe mein X11 und ich will doch weiterhin Apps Remote laufen lassen... wer sagt, dass man das nicht kann. Apple liefert auch einen X11 Server mit, das eine schliesst das andere ja nicht aus (für die ewig gestrigen). Aber was macht man stattdessen? Man hält an diesen uralten Schrott fest, durchtunnelt ihn dann teilweise wieder mit DRI (Direct Rendering Interface), weil sonst die Performance eh nur noch mehr zum heulen wäre. Und dann kommt da jemand und versucht zumindest mal den alten Schrott mit hilfe von OpenGL etwas richtig zu bekommen (Xgl), dann wird das Projekt aber zu gunsten von AIGLX eingestellt, dass 3D Beschleunigung macht in dem es einen virtuellen X-Server in einen anderen packt... :würgh: Das ist doch alles für die Tonne. Da hat ja Mircrosoft besseres in den letzten Jahren erreicht :-(

    /Mecki

  3. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: nate 06.02.09 - 17:09

    > Und dann kommt da jemand und
    > versucht zumindest mal den alten Schrott mit hilfe
    > von OpenGL etwas richtig zu bekommen

    Rate mal, was in OS X für Quartz Extreme verwendet wird.

    > (Xgl), dann
    > wird das Projekt aber zu gunsten von AIGLX
    > eingestellt, dass 3D Beschleunigung macht in dem
    > es einen virtuellen X-Server in einen anderen
    > packt...

    Du verwechselst Xgl und AIGLX. Xgl war die Krücke, die einen X-Server bereitstellt, der seinerseits als Client auf einem anderen X-Server dargestellt wird. AIGLX ist der direkte, technologisch sinnvollere Ansatz.

  4. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: debianer 06.02.09 - 17:15

    Darf ich dir mal 'wayland' dazwischen husten? Und dir vielleicht sogar den Golem Bericht geben: https://www.golem.de/0811/63350.html ? :)

  5. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: /mecki78 06.02.09 - 17:19

    debianer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Darf ich dir mal 'wayland' dazwischen husten? Und
    > dir vielleicht sogar den Golem Bericht geben:

    Aber der hat ja nichtmal das Alphastadium erreicht... und ich glaube dass das Projekt wieder eingestellt, wird bevor es jemals auch nur Beta ist. So wie mit eigentlich allen wirklich guten Projekten dieser Art. Man greift einfach immer wieder auf Legacy Zeugs zurück, weil auch keiner den Mut hat mal den Sprung nach vorne zu machen.

    Und es ist auch wieder ein X11 Server. Warum mal nicht einfach was neues schaffen? Mal ganz von X11 weg gehen und mal was schaffen, was komplett neu arbeitet. Ich meine, man kann auch darüber dann Qt oder GTK laufen lassen, d.h. die meisten Anwendungen würden es nichtmal merken, dass nun unten was neues, modernes und perfomanteres sitzt.



    /Mecki

  6. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: /mecki78 06.02.09 - 17:33

    nate schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Rate mal, was in OS X für Quartz Extreme verwendet
    > wird.

    Ich habe doch geschrieben "mit OpenGL was richtiges zu bekommen". Ich habe mich in keinster Weise negativ über OpenGL geäussert.

    > AIGLX ist der direkte, technologisch
    > sinnvollere Ansatz.

    "Rather than recreate the wheel—as XGL does by rewriting the X-Server—this project attempts to modify the current X-server mechanism so that it can handle accelerated windows management."

    Also statt was neues zu machen, was wirklich mal sinnvoll wäre, wird wieder der alte Schrott erweitert. Dass ist wie wenn man sich nie ein neues Auto kauft, sondern immer nur neue Teile an seinen 30 Jahren alten Schrotthaufen schweißt und sich wundert warum dabei dann immer noch kein Highend Auto dabei herauskommt.

    "In this model, the “composite window manager” calls a special OpenGL API, which translates into a slightly extended GL-X protocol, even if direct rendering is installed. These are then transmitted to a slightly modified X-server, which handles the actual composites itself and performs all of the fancy effects."

    Ja, ganz toll. A special OpenGL API, die wiederum eine Erweiterung von GL-X ist, und DRI aussen vor lässt, die dann wieder einen modifizierten X-Server voraussetzt. Ich bin begeistert. Technisch voll sinnvoll.

    "The extensions to GL-X to create AIGLX largely seems to involve the composite elements. . At the moment, to create a composite, the X-client program transmits windows and contents to the X-server display, which then generates the composite. This is transmitted back to the X-client program, manipulated, then transmitted back again (usually through the DRI if OpenGL is supported) to be displayed."

    Ja, und wenn wir's noch ein paar mal im Kreis herumschicken, dann können wir damit vielleicht sogar irgendwann mal die Bilder von morgen über die Technik von gestern darstellen. Ich kann mich vor Begeistrung kaum auf dem Stuhl halten.

    "An extension that AIGLX provides is the ability to transmit just the pixmap manipulation commands to the X-server display so the manipulation can occur there, eliminating the need for data to be carried back and forth, significantly improving performance."

    Unglaublich! Also wenn wir AIGLX erweitern, dass je selber eine Erweiterung von GL-X ist, dass ja eine Erweiterung von X11 ist, dann können wir sogar brauchbare Performance erzielen. Sachen gibt's, die gibt's gar nicht.

    Oder aber wir werfen den ganzen Schrott einfach weg, machen eine neue API, die auch mit OS X oder Windows konkurrenzfähig ist, von Anfang auf beste Performance ausgelegt ist und volle 3D Unterstüzung hat, ohne jegliche Erweiterung und optional Remote Clients ermöglich, dort wo es wirklich noch gebraucht/genutzt wird. Auch eine Idee, oder?

    Quelle:
    http://www.freesoftwaremagazine.com/articles/accelerated_x?page=0%2C1

    /Mecki

  7. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: meyerm 06.02.09 - 17:38

    Hallo mecki,

    da Du einen so langen Beitrag geschrieben hast, nehme ich an, dass Du wirklich Deine Meinung und Probleme darlegen wolltest und nicht einfach nur sinnlos meckern. Daher möchte ich gerne kurz darauf antworten. (Dies schreibe ich nur gleich, damit nicht später Aussagen kommen, die einem von uns beiden Trollen vorwerfen würden ;-). Schade, dass dies mittlerweile nötig zu sein scheint. ).

    Vorweg: ich selber nutze MacOS nur selten, da ich zwar Software dafür entwickele, aber mich dann doch in einem "Bastelsystem" wohler fühle (zumal mein Fokus eigentlich nicht bei GUIs liegt).



    /mecki78 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn mal jemand eine Linux Distribution machen
    > würde, die es wirklich mit OS X aufnehmen kann...

    Dies ist natürlich immer Geschmackssache. Wie schon erwähnt, empfinde ich die eine oder andere Distribution MacOS überlegen. Allerdings _für mich_. Meiner Mutter z.B. würde ich selbstverständlich ebenfalls ein MacOS andrehen bevor ich ihr ein Standard-Linux antue :-).


    > und dazu müsste man einige Linux Konzepte weit
    > aussen vor lassen. Beispiel ich installiere ein
    > App unter OSX in dem ich ein Bundle wohinkopiere
    > und deinstalliere sie, in dem ich es lösche - so
    > muss dass da z.B. auch funktionieren, nicht make
    > install und tausend winzige Dateien werden überall
    > über die Platte verstreut und nie wieder gefunden
    > und ohne ein System wie apt-get oder rpm wäre man

    Hier ist der eigentliche Grund, warum ich antworte. Denn ich glaube, dass Du hier einem Irrtum unterliegst oder zumindest ein anderes Verständnis von dem Paketmangement hast, als es hier angebracht wäre.

    Es ist in der Tat so, dass Du bei einem solchen System nicht manuell drin rumpfuschen solltest (aber wo sollte man das schon). Allerdings hast Du bei Mac dann das Problem, dass Du stets die gleichen Bibliotheken für das Programm verwendest, auch wenn sicherheitskritische Aktualisierungen verfügbar sind. Ebenso hast Du diese natürlich mehrfach auf dem System, welches sich dann im gleichzeitigen Betrieb mehrerer Applikationen v.a. am Hauptspeicher bemerkt macht.

    So gesehen, erfüllen beide Herangehensweisen die Aufgabe Abhängigkeiten etc. auf die Platte zu bringen. Und während die Mac-Variante für den unbedarfteren Anwender sicherlich übersichtlicher ist, so ist die Paketmanagementvariante die technisch vorzuziehende. Doch muss man hinzufügen, dass bei Verwendung von proprietärer Software natürlich stets die Kooperation vom Anbieter nötig ist, welcher dieser selten bieten möchte oder kann. Wer will schon ständig seine Software, die einmal läuft, auf die neuesten Bibliotheken testen.



    > dann total verloren. Es muss den gleichen
    > Hardwaresupport bieten, gleich gute Treiber,
    > gleich gute Performance und es muss grafisch echt
    > was her machen. Aber das ist alles machbar.

    In der Tat. Was die Grafik angeht, empfinde ich ein zurückhaltend eingestelltes KDE4 ebenfalls als angenehmer. Doch dieser Bereich wird wohl eh der subjektivste überhaupt sein, also lassen wir das lieber. Leider (so ist zumindest mein Eindruck) hat Apple zwischendrin den meiner Ansicht nach größten Vorteil teilweise verspielt. Nämlich Konsistenz. Doch da bin ich zuversichtlich, dass das auch Apple aufgefallen ist. ;-)



    > nichts wird. Sorry, aber das X11 Konzept ist so
    > was von veraltet. Apple hat eine fast durchweg 3D

    Hier hast Du sehr viel geschrieben (was ich nun frecherweise gekürzt habe ;-) ), was zeigt, dass Du entweder selber diese Technologien verwendest oder Dich entsprechend damit auseinander gesetzt hast.

    Ein Problem ist natürlich, dass auch noch die alte Software von vor 10 Jahren oder älter funktionieren muss. Du würdest nicht glauben, was heute hier noch alles im Einsatz ist... Zudem ist die eben von Dir erwähnte Netzwerktransparenz etwas sehr geniales. Und diese erreichst Du unter MacOS so auch nicht mit einem zusätzlichen X11. Beschleunigung ist sogar über's Netz möglich. Theoretisch ;-). Doch was das technische angeht, verweise ich ebenfalls auf einen Vorposter, welcher bereits Wayland zeigte. Es geht also in der Tat etwas vorwärts. Da Du ja offenbar Dich gerne selber informierst, möchte ich Dich noch auf Gallium3D verweisen, welches uns in Zukunft möglicherweise viele gute Treiber bringen könnte. Und eher X- bzw. Linux-spezifisch sei noch intels Vorstoß mit GEM erwähnt.

    Alles in allem: es sieht ganz gut aus. Und es kann ja nur besser werden, oder? ;-)


    viele Grüße,
    m

  8. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: dirk80 06.02.09 - 17:52

    Ich bin gradezu schockiert über die hohe Qualität der Beiträge in diesem Thread, ist man gar nicht gewohnt bei Golem.

    Grundsätzlich kann ich mecki nur recht geben. Das einzig gute feature, dass ich bei X11 gebrauchen kann ist das Tunneln übers Netzwerk. Das bieten andere Grafiksysteme so leider nicht. Das benutzen wir in der Entwicklung von embedded Software (X-Server läuft auf dem embedded Gerät, mehrere Entwickler können sich dann das Display exportieren und separat, aber auf einem Gerät, ihre Applikation testen).

  9. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: Hello_World 06.02.09 - 18:04

    nate schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du verwechselst Xgl und AIGLX. Xgl war die Krücke,
    > die einen X-Server bereitstellt, der seinerseits
    > als Client auf einem anderen X-Server dargestellt
    > wird.
    Nein, das war Xglx, welches eigentlich nur als Lückenfüller gedacht war.
    > AIGLX ist der direkte, technologisch
    > sinnvollere Ansatz.
    Nein, das war Xegl. Es ist ein Jammer, dass das Xgl-Projekt eingestellt wurde.

  10. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: Hello_World 06.02.09 - 18:04

    nate schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du verwechselst Xgl und AIGLX. Xgl war die Krücke,
    > die einen X-Server bereitstellt, der seinerseits
    > als Client auf einem anderen X-Server dargestellt
    > wird.
    Nein, das war Xglx, welches eigentlich nur als Lückenfüller gedacht war.
    > AIGLX ist der direkte, technologisch
    > sinnvollere Ansatz.
    Nein, das war Xegl. Es ist ein Jammer, dass das Xgl-Projekt eingestellt wurde.

  11. Wenn du den Text nicht verstehst...

    Autor: gernot_handau 06.02.09 - 18:08

    solltest du ihn auch nicht kommentieren.

  12. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: Yeeeeeeeeha 06.02.09 - 18:10

    /mecki78 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was auch immer Apple da macht,
    > sofern es nicht patentiert ist, kann man es
    > genauso, sonst eben in abgewandelter Form in jedes
    > andere OS einbauen. Ist doch keine Magie
    > dahinter.

    Mir fällt da spontan mindestens eine Firma ein, die genau das macht... :P
    Oder liegt es an mir, dass mich fast alle "neuen" Taskleistenfeatures an das Dock erinnern? ;)

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  13. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: Yeeeeeeeeha 06.02.09 - 18:13

    fwefwe schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nachdem Apple beu der Produktpalette immer mehr
    > durchdreht (Glossy-only und andere
    > Nutzerunfreundliche Diktate) wäre es schön wenn es
    > wieder Mac-Klone gaäbe wie einst. Damals hatte
    > sich schon gezeigt das manch eine Fimra es besser
    > kann als Apple!


    ACK! Am wichtigsten wäre mal ein _bezahlbarer_ PC mit einem sinnvollen Mainboard mit ein, zwei PEG-Slots und _ohne_ sündhaft teure Xeons oder anderen Schnickschnack.

    Eben eine ganz normale 800 Euro-Kiste mit Ausbaupotential. Gäbe es sowas von Apple könnte es von mir aus auch 1000 Euro kosten, leider gibt die Produktpalette in dem Bereich einfach nix sinnvolles her. iMac ist nicht ausbaufähig, Mac Pro zu teuer. Schade.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
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  14. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: Schnarchnase 06.02.09 - 18:19

    Ich erlaube mir mal, ein paar Punkte herauszupicken.

    /mecki78 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Beispiel ich installiere ein App unter OSX in dem
    > ich ein Bundle wohinkopiere und deinstalliere sie,
    > in dem ich es lösche - so muss dass da z.B. auch
    > funktionieren, nicht make install und tausend
    > winzige Dateien werden überall über die Platte
    > verstreut und nie wieder gefunden und ohne ein
    > System wie apt-get oder rpm wäre man dann total
    > verloren.

    Da OS X ein Unix-System ist, gehe ich davon aus, dass sie sich an den FHS halten. Wenn das der Fall ist, dann wird die Software bei OS X auch entsprechend dem FHS auf die Verzeichnisse verteilt. Die Installation per Drag & Drop ist also scheinbar „nur“ ein simples Frontend dafür.

    Ich finde beide Ansätze haben was Gutes. Bei Apt & Co ist der große Vorteil, dass man ein zentrales Programm hat, worüber man seine gesamte Software beziehen kann, ohne die Quelle zu kennen oder selbst suchen zu müssen. Wenn man nun ein fertiges Paket vorliegen hat, dann ist eine Drag & Drop oder 1-Klick-Lösung am einfachsten zu handhaben.

    > Es muss den gleichen Hardwaresupport bieten, gleich
    > gute Treiber, gleich gute Performance und es muss
    > grafisch echt was her machen.

    Generell ist der Hardwaresupport bei den freien Systemen erstaunlich gut fortgeschritten, leider gibt es aber immer noch problematische Treiber. Über den Hardwaresupport von OS X können wir uns allerdings kein Urteil erlauben, das System läuft ja nur auf einem Bruchteil der am Markt verfügbaren Hardware. Wenn du ein beliebiges freies System derart stark einschränkst, dann bekommst du den guten Hardwaresupport von OS X auch ohne Probleme hin.

  15. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: fwefwe 06.02.09 - 18:27

    In der Steve-Jobs-Schwarz-Weiß-Welt gibt es nur Home-USer die ausser iPhoto und Co. nichts brauchen und Pros die Final Cut Pro und Shake nutzen, bei denen Geld keine Rolle spielt.

    Freiberufler, Medien- und Designstudenten, Künstler, die mit ihren Kisten alles mögliche machen, ohne sich dabei eine Kiste für 6000 EUR kaufen zu wollen - das kann man sich da nicht vorstellen.

    Die "hippen Kreativen" waren aber immer welche von den letztgenannten Gruppen.

    Wer an Final Cut sitzt ist nicht Kreativ sondern ein Cutter-Knecht. Die Gallerensklaven von heute.

  16. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: MartinX 06.02.09 - 18:30

    Hallo meyerm,

    vielen Dank für Deine Informationen.
    Selten so einen freundlichen und gewählten Umgangston in einem Forum gesehen. Würde Dich grün färben wenn es ginge :-).

    Gruß
    MartinX

  17. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: Yeeeeeeeeha 06.02.09 - 18:43

    Schnarchnase schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Da OS X ein Unix-System ist, gehe ich davon aus,
    > dass sie sich an den FHS halten. Wenn das der Fall
    > ist, dann wird die Software bei OS X auch
    > entsprechend dem FHS auf die Verzeichnisse
    > verteilt. Die Installation per Drag & Drop ist
    > also scheinbar „nur“ ein simples Frontend dafür.

    Nope, OSX benutzt ein anderes Konzept. Die Packages sind vergleichbar mit Archiven mit standardisiertem Aufbau, im Endeffekt ein Tarball.
    Auch ansonsten ist einiges aus dem ursprünglichen BSD-Konzept herausgenommen und umgemapped, was ich persönlich schade finde.

    > Ich finde beide Ansätze haben was Gutes. Bei Apt
    > & Co ist der große Vorteil, dass man ein
    > zentrales Programm hat, worüber man seine gesamte
    > Software beziehen kann, ohne die Quelle zu kennen
    > oder selbst suchen zu müssen. Wenn man nun ein
    > fertiges Paket vorliegen hat, dann ist eine Drag
    > & Drop oder 1-Klick-Lösung am einfachsten zu
    > handhaben.

    Das Mac-System ist ganz klar auf Benutzer zugeschnitten, die sich eben nicht mit ihrem System befassen wollen oder können und dafür sehr geeignet (gibt genug Leute, die schon an einem Setup verzweifeln - das es am Mac auch manchmal gibt). Das hat natürlich auch große Nachteile, eben diesen dass es kein zentrales Paket-Management oder allgemeine Updateroutinen gibt. Apple hat leider sogar richtig Mist gebaut und kommt sich selbst mit dem Drag&Drop-System in die Quere: Schiebt man z.B. iTunes gemäß der persönlichen Vorlieben in ein anderes Verzeichnis funktioniert alles perfekt. Nach der nächsten Softwareaktualisierung findet sich aber auf einmal ein neues iTunes im Standardverzeichnis und Links zum alten (Dock) zeigen auf eine dysfunktionale Version. ;)

    Allerdings muss ich sagen, dass meiner bisherigen Erfahrung nach (die bei Linux nicht soooo groß ist) die Paketmanager der großen Distris auch nicht für sonderlich ausgereift halte, gerade was die Deinstallation und Versionsverwaltung von Abhängigkeiten betrifft.
    Da hat eindeutig von _ALLEN_ Systemen die ich kenne FreeBSD die Nase vorn, zumindest wenn man Ports anstatt Packages verwendet. Ich habe hier Server die seit zwei Jahren ständig aktualisiert werden, ein Major Upgrade des kompletten Systems hinter sich haben und immernoch so sauber sind wie direkt nach der Erstinstallation.

    > Generell ist der Hardwaresupport bei den freien
    > Systemen erstaunlich gut fortgeschritten, leider
    > gibt es aber immer noch problematische Treiber.
    > Über den Hardwaresupport von OS X können wir uns
    > allerdings kein Urteil erlauben, das System läuft
    > ja nur auf einem Bruchteil der am Markt
    > verfügbaren Hardware. Wenn du ein beliebiges
    > freies System derart stark einschränkst, dann
    > bekommst du den guten Hardwaresupport von OS X
    > auch ohne Probleme hin.

    ACK. Ok, Darwin unterstützt auch schon erstaunlich viel (lernt man mit OSx86 ;)), aber die _perfekte_ Abgestimmtheit (he, mein Macbook Pro ist mein _erstes_ Notebook, bei dem tatsächlich alles an verbauter Hardware funktioniert und das sogar noch nach dem Standby ;)) bekommt man natürlich nur in einem geschlossenen System.

    Linux hat sich da IMMENS entwickelt, trotzdem braucht man leider immer wieder extrem instabile Treiber, die gar wunderliche Dinge verursachen (oder in der Kombination unmöglich sind, dank Macken bei bestimmten Kernelversionen). Als freies Beispiel in Richtung MacOS verschoben unterstützt FreeBSD wesentlich weniger Hardware als Linux, diese aber bis auf ganz wenige Ausnahmen wirklich "rock-solid".

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  18. Re: "Klone" wären wichtiger denn je!

    Autor: Yeeeeeeeeha 06.02.09 - 18:48

    fwefwe schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Freiberufler, Medien- und Designstudenten,
    > Künstler, die mit ihren Kisten alles mögliche
    > machen, ohne sich dabei eine Kiste für 6000 EUR
    > kaufen zu wollen - das kann man sich da nicht
    > vorstellen.

    DAS halte ich wiederum für Quatsch. Genau DIE sind es, die auch aus Imagegründen gerne etwas mehr hinlegen, obwohl sie die selbe Leistung und wesentlich mehr Flexibilität in der Windows-Welt bekommen würden. Guck mal an eine Uni, als Designstudent MUSST du ein Macbook dabei haben, mit nem Dell oder wasweißich wirst du einfach nicht ernstgenommen.

    Die Lücke besteht IMHO eher bei fortgeschrittenen Privatusern, die mehr wollen als ein iMac bietet aber keinen Pro steuerlich günstig abschreiben können.

    > Wer an Final Cut sitzt ist nicht Kreativ sondern
    > ein Cutter-Knecht. Die Gallerensklaven von heute.

    Knechte assoziiere ich eher mit geleasten Windowskisten. Friss oder stirb. ;)

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  19. erinnert mich irgendwie an Perl *g*

    Autor: Yeeeeeeeeha 06.02.09 - 18:56

    Auweia... wenn man sich das mal durchliest... kommt man direkt ins Wundern, warum es dennoch vergleichsweise gut läuft.

    Irgendwie erinnert mich das ganze sehr an Perl, bzw. das was mich täglich so zum Wahnsinn treibt. Erweiterung, Reuse, hin und her und viel Diskussion und Gewusel.

    Der Grund hierfür liegt imho aber auch etwas in der Basisstrategie begraben. Man kann bei Linux leider (!) nicht hergehen und sagen BÄM hier ist ein vollkommen neues Grafiksystem, von oben bis unten durchdacht, sauber und performant, nur leider müssen wir dafür alte Zöpfe abschneiden und brauchen ein neues Treibermodell. Apple und M$ können das auch gegen Proteste durchsetzen, in einem freien System geht das halt nicht. Das nennt sich dann wohl der Preis der Freiheit. ;)

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
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  20. Re: erinnert mich irgendwie an Perl *g*

    Autor: frank8532 06.02.09 - 19:19

    Yeeeeeeeeha schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Auweia... wenn man sich das mal durchliest...
    > kommt man direkt ins Wundern, warum es dennoch
    > vergleichsweise gut läuft.

    Versehe ich nicht. AIGLX ist absolut straigt forward.
    Statt direkt auf den Bildschirm zu rendern, wird es halt von AIGLX das Bild zusammengesetzt. Natürlich "klingt" die technische Beschreibung erst einmal kompliziert.

    Allerdings muss man natürlich den Original-Text lesen und nicht die völlig missverstandene "Übersetzung" von mecki. Am lustigsten fand ich die Stelle:

    > "An extension that AIGLX provides is the ability to transmit just the pixmap
    > manipulation commands to the X-server display so the manipulation can occur
    > there, eliminating the need for data to be carried back and forth,
    > significantly improving performance."

    > Unglaublich! Also wenn wir AIGLX erweitern, dass je selber eine Erweiterung
    > von GL-X ist, dass ja eine Erweiterung von X11 ist, dann können wir sogar
    > brauchbare Performance erzielen. Sachen gibt's, die gibt's gar nicht.

    Wer nur halbwegs richtig lesen kann, stellt fest, dass da was ganz anderes steht. Genau wie im Rest des Textes.

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    Bei UPC wird noch in diesem Monat 1 GBit/s im gesamten Netz angeboten, was in Deutschland noch keiner aus der Kabelnetz-Branche geschafft hat. Auch Sunrise baut sein 5G-Angebot als Glasfaser-Ersatz aus.

  3. Intel-Prozessor: Core i9-9900KS tritt mit 127 Watt TDP an
    Intel-Prozessor
    Core i9-9900KS tritt mit 127 Watt TDP an

    Acht Kerne mit bis zu 5 GHz für alle: Der Core i9-9900KS erscheint im Oktober 2019 und wird die vorerst schnellste Gaming-CPU. Erste Firmware-Updates zeigen, dass Intel die nominelle Verlustleistung von 95 Watt auf 127 Watt anhebt. Für vollen Takt wird das aber nicht reichen.


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