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Verkauf und Vertrieb von Wissen... Na ganz toll!

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  1. Verkauf und Vertrieb von Wissen... Na ganz toll!

    Autor: Praios 27.02.09 - 14:40

    50€ pro Lehrbuch. Das ist etwa der Tarif im Moment, und pro Prüfung zwei davon, also sind wir pro Prüfungsstaffel, da kommt was zusammen.

    Jetzt ist es nicht so, dass das alles währe, nein, Wissenschaftliche Artikel, Sekundärliteratur und Kopien von Büchern die weder in der Bibliothek, noch auf dem Markt mehr zu haben sind.

    Kurzum, zumindest bei uns an der Uni ist das ganze Lernsystem ein teurer und vor allem umweltschädlicher Spaß.

    Wir zahlen pro Student und Semester 500€ Studiengebühren, würde man nur die Gebühren aller Psychologiestudenten eines Semesters nehmen, hätte man ALLE Lehrbücher in digitaler Form für jeden. Die Welt könnte einfach sein...

    KÖNNTE, denn sowohl die Verlage, als auch die Professoren haben ja KEIN Interesse daran den Studenten die Lehre zu erleichtern. Nein, man kann ja Geld verdienen, also wird es gemacht. Und dabei sind die Verlage Dumm. 40 Studenten pro Semester kaufen das Buch, also ist das ein Gewinn von 2000€ für den Verlag- theoretisch! Denn die meisten werden das Buch irgendwo her GEBRAUCHT kaufen oder kopieren und davon hat der Verlag GARNIX. Wo ist das Problem der Uni 5000€ pro Semester für die Lizenzen ab zu nehmen?!

    Wissenschaftliche Lehrbücher sind jetzt auch nicht solche Waren die in eMule und Co illegal verbreitet werden- wer außer Studenten liest ein psychologisches Lehrbuch?!

    Der Springer-Verlag (Nein, NICHT Axel-Springer!) macht es an der Uni Saarbrücken vor: Die Uni bekommt eine Lizenz, jeder Student kann sich gratis die Springerbücher runterladen, wenn er im Uni-Netzwerk eingeloggt ist (IP-Prüfung) und davon wird rege gebrauch gemacht, es geht also doch!

    Warum nimmt man sich an der Musikindustrie ein Beispiel und nicht am Springerverlag (Nein, NICHT Axel-Springer!) ?

  2. Fachbuch locker 100€

    Autor: Naturwissenschaftler 27.02.09 - 22:07

    Ich zahl locker 90 € pro Fachbuch und brauche pro Semester mind. 3 Neue. Das kann ich mir nicht leisten also kann ich manche Kurse nicht belegen (also schon belegen und auch nen wenig mit Ausleihbüchern und Inet lernen, aber das ist nicht wirklich dafür lernen).
    Fachbücher sollten frei für Studenten sein, die sich danach wiederum verpflichten zu einem bestimmten Thema einen Wissenschaftlichentext zu erstellen (z.B. als Vorbereitung auf die Diplomarbeit) und diesen der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

  3. Re: Verkauf und Vertrieb von Wissen... Na ganz toll!

    Autor: SparfuchsXXL 27.02.09 - 22:40

    Juhu Saarbrücken lernt mit Bild.
    Blid bildet also doch =)

  4. Re: Verkauf und Vertrieb von

    Autor: Naturwissenschaftler 28.02.09 - 11:38

    Anscheinend lesen sie nichts anderes.
    Ps.: "Blid" schreibt man "Bild".

  5. Re: Fachbuch locker 100€

    Autor: Bremmi 28.02.09 - 23:45

    Naturwissenschaftler schrieb:

    > Fachbücher sollten frei für Studenten sein, die
    > sich danach wiederum verpflichten zu einem
    > bestimmten Thema einen Wissenschaftlichentext zu
    > erstellen (z.B. als Vorbereitung auf die
    > Diplomarbeit) und diesen der Allgemeinheit
    > zugänglich zu machen.

    Falscher Ansatz. Du solltest lieber darauf
    drängen, daß das Land Dir keine Studiengebühren
    aufbrummt und daß genügend Bücher in der
    Bibliothek genügend Exemplare vorhanden sind,
    die man lesen und ausleihen kann und daß die
    Lehre möglich ist, ohne etliche Fachbücher
    zu lesen. In der Regel gibt es zu Vorlesungen
    ja auch ein kostenloses Skript und im Web
    gibt es auch frei zugängliche Informationen.

    Der Buchautor, zu dessen Lasten das geht, kann
    am wenigsten dafür, daß Du kein Geld hast. Er
    muß auch von etwas leben. Wenn Du das Buch
    also schätzt, dann arbeite dafür.

  6. Re: Fachbuch locker 100€

    Autor: Wissenschaftserfahrener 01.03.09 - 07:33

    Bremmi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Der Buchautor, zu dessen Lasten das geht, kann
    > am wenigsten dafür, daß Du kein Geld hast. Er
    > muß auch von etwas leben. Wenn Du das Buch
    > also schätzt, dann arbeite dafür.

    Der Buchautor hat gerade bei wissenschaftlicher Fachliteratur am wenigsten etwas davon, dass diese extrem überteuert verkauft wird.
    Den großen Reibach machen bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Lehrbüchern meist nur die Verlage.

  7. Re: Verkauf und Vertrieb von Wissen... Na ganz toll!

    Autor: Lunar 01.03.09 - 10:54

    Traurig, dass die meisten Leute den Unterschied zwischen Springer und Axel Springer nicht kennen...

    PS: In Stuttgart läufts auch so. Wenn man im Uni-Netz eingeloggt ist (IP-Prüfung + VPN) kann man viele Bücher auf Springerlink und auch Seiten anderer Verlage runterladen.

    Wobei ich hier die Aussage 3 Bücher pro Vorlesung die manche Leute in den Raum stellen nicht ganz glauben kann. Bei mir gibts meist ein ausführliches Skript, wenn das nicht langt ein Referenzbuch, das der Prof empfiehlt und das wars. Da könnt ich ja sonst gleich auf die Vorlesung verzichten und die Bücher lesen.

  8. Re: Fachbuch locker 100€

    Autor: Bremmi 01.03.09 - 12:28

    Wissenschaftserfahrener schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bremmi schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Buchautor, zu dessen Lasten das geht,
    > kann
    > am wenigsten dafür, daß Du kein Geld
    > hast. Er
    > muß auch von etwas leben. Wenn Du
    > das Buch
    > also schätzt, dann arbeite dafür.
    >
    > Der Buchautor hat gerade bei wissenschaftlicher
    > Fachliteratur am wenigsten etwas davon, dass diese
    > extrem überteuert verkauft wird.
    > Den großen Reibach machen bei wissenschaftlichen
    > Veröffentlichungen und Lehrbüchern meist nur die
    > Verlage.

    Das mag stimmen, ist aber immer noch Sache
    zwischen Autor und Verlag. Die haben sich
    schließlich über die Modalitäten geeinigt.
    Keiner wird dazu gezwungen einen Vertrag
    mit Firma X einzugehen, wenn die Modalitäten
    schlecht sind. Deshalb gehe ich davon aus,
    daß beide mit dem Ergebnis zufrieden sind
    und rede denen auch nicht rein, indem ich
    sage "Nur wenn der Autor so und soviele
    Prozent bekommt, beachte ich das UrhG."

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