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Rechteinhaber gegen Fortschritt (Kampf gegen Windmühlen)

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  1. Re: sry für trippel post (hab etwas hektisch auf senden gedrückt^^)

    Autor: Günther Geil 28.02.09 - 13:07

    OMG dann spar dir doch wenigstens den vierten -.-

    zum Topic: Wenn E-Book Reader nicht sowieso total scheiße wären würde es mich tatsächlich aufregen ^^ Aber noch viel schlimmer sind SPD, CDU, die Linke, die Grünen und die FDP

  2. Re: *PLONK* <ThreadCLosed/>

    Autor: itachi 28.02.09 - 13:57

    Sorry, wenn du hier mit solchen Aussagen kommst darfst dich nicht wundern dass du geplonkt wirst. Es ist nun mal Fakt, dass die MI schon fast an genau dieser Haltung abgekratzt ist(ich werd ihr sicher nicht nachtrauern wenns passiert), von daher is es dumm dass Buchautoren auf einmal auch den gleichen Scheiss machen (frei nach Darwin: Die Deppen löschen sich selbst aus). Wenn man es verbieten will dass man die Werke im Kindle 2 vorlesen kann, ist es eben ein Grund die Bücher nicht zu kaufen. Nicht kaufen -> kein Gewinn. Wenn das alle so machen, werden die Autoren schon merken was sie davon haben, wenn sie Kunden gängeln. Da sitzt halt der Kunde am längeren Ast. Da macht es dann auch keinen Unterschied ob ma es sich runterlädt oder nicht. Da gibt es dann halt 2 Gruppen: Die einen, die sichs nicht kaufen und nicht saugen, weil sie nicht wissen wie ma das macht/nichts "illegales" tun wollen und die 2te Gruppe, dies nicht kauft und lädt, weil sie sich das nicht gefallen lassen. Vielleicht gibts ja auch eine dritte Gruppe: Ich nenn sie mal "pseudoehrliche", die sich die jeweils verkrüppelte(sorry anders kann ma das nicht nennen) Version kaufen und die normal benutzbare sich ausm Netz ziehen.
    Sorry wenns für dich in da Welt nur schwarz/weiss gibt (jeder Download = Verlorener Gewinn), dann tust du mir leid.

  3. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: hbar 28.02.09 - 14:29

    Gegen das Urheber(un)recht zu argumentieren ist keineswegs links sondern ganz im Gegenteil extrem liberal! Du hast hier wohl deine politische Position noch nicht ganz überdacht.

    Ich bin sehr liberal, d.h. ich wünsche mir einen möglichst schwachen Staat. Ich wünsche mir einen freien Markt, d.h. ein funktionierendes Marktprinzip. Alles was es dazu braucht ist eine minimale Staatliche Kontrolle, so dass Monopole diesen Markt nicht zerstören.
    Nun ist es aber so, dass das Urheberrecht letztendlich nichts anderes als ein staatlich garantiertes Monopol auf eine bestimmte Idee ist. Somit muss jeder Liberale das Urheberrecht als extrem marktschädigend konsequenz ablehnen.

    Noch schlimmer wird es, wenn man die Hauptaufgabe eines liberalen Staates betrachtet: Er soll sicherstellen, dass zwischen Individuen frei geschlossene Verträge eingehalten werden sowie grundlegende Gesetze (unter anderem das Recht auf Eigentum) durhsetzen.
    Nun ist es aber so, dass ich als Käufer eines urheberrechtlich geschützten Produkts keinen Vertrag eingehe. Ich unterschreibe nicht, dass ich mich für irgendetwas verpflichte (anm.: Wenn ein Urheber seine Rechte wirklich durchsetzen will dann sollte er von seinen Kunden genau so einen Vertrag fordern. Macht natürlich niemand weil es sich dann nicht mehr verkaufen würde). Ich erwerbe ein Produkt. Ich kaufe etwas, was danach mein _Eigentum_ ist. Und es ist wie gesagt die Grundaufgabe eines jeden liberalen Staates, die Eigentumsrechte der Individuen zu wahren.
    Hier widerspricht das Urheberrecht also den Prinzipien des liberalen Staates, indem es Eigentumsrechte vollkommen aushebelt und Individuen vorschreibt, was sie mit ihrem selbst erworbenem Eigentum machen dürfen.

    Gerade als liberaler Kapitalist fordere ich deshalb: Weg mit dem Urheberrecht!

    Ich bin Urheber schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Erbärmlich wie die Linken, hier gegen das
    > Urheberrecht argumentieren. Ihr wollt alles
    > gratis, ihr Kommunisten ?
    >
    > Ja dann geht doch nach Nordkorea oder Kuba, da
    > habt ihr euer tolles Paradies in dem es alles
    > gratis gibt hahahaha.
    >
    > In einem demokratischen Rechtsstaat haben die
    > Urheber das Recht zu bestimmen was mit ihren
    > Werken passiert. Wenn der Urheber will das seine
    > Bücher nicht vorgelesen werden dann dürfen sie
    > eben nicht vorgelesen werden, so einfach ist das.
    > Wenn euch das nicht gefällt dann müsstihr das Buch
    > aus dem man nicht vorlsesen darf ja auch nicht
    > kaufen. Aber rechtlich gesehen hat der Urheber
    > nunmal das absolute Recht zu bestimmen was mit
    > seinen werken geschiet.
    >
    > Ich zum Beispiel verbiete es das meine Werke in
    > irgendeiner Form im Internet veröffentlicht
    > werden. Tauchen sie trotzdem dort auf dann lass
    > ich halt kostenpflichtig abmahmnen und verklagen
    > damit meine Arbeit nicht mehr kopiert werden
    > kann.
    > Das Internet ist eine riesige Enteigungs,
    > diebstahl und Kopiermaschiene. Ich will einfach
    > nicht das meine Schriften über ein solch
    > unseriöses Medium veröffentlicht werden und das
    > ist auch mein gutes recht genauso wie andere
    > Urheber eben nicht wollen das ihre Bücher
    > vorgelesen werden.
    >
    > So und wenn die Leute meinen sie könnten sich den
    > Anweisungen des Urhebers wiedersetzen dann muss
    > man eben gerichtlich dagegen vorgehen.
    > Kein Urheber toleriert es wenn seine Werke
    > kostenlos zum Download angeboten werden aber
    > trotzdem gibt es im Internet viele illegale
    > Tauschbörsen Programme mit dennen man alles
    > runterladen kann.
    >
    > Ist mir egal wenn in Deutschland 4 Millionen Diebe
    > illegales Filesharing betreiben. Das Recht muss
    > endlich durchgesetzt werden, wenn das bedeutet das
    > man 4 mio Leute vor gericht stellen muss dann muss
    > das eben so sein. Denn schließlich lebt ein
    > Rechtsstaat davon das die Gesetze und Regeln von
    > allen Bürgern eingehalten werden.
    >
    > Das der Staat dem Millionenfachen Diebstahl im
    > Internet zusieht ist nicht hinzunehmen,
    > Raubkopierer gehören vor gericht, der Zugang zu
    > Raubkopiererseiten wie Rapidshare und Piratebay
    > muss blockiert werden.
    > Um das zu erreichen wäre es sinvoll die Daten der
    > Vorratsdatenspeicherung zur verfolgung von P2P
    > nutzern einzusetzen. Nur Leider entpuppt sich in
    > Deutschland der starke Datenschutz mal wieder als
    > reiner Täterschutz und die Diebe kommen ungestraft
    > davon.


  4. Re: *PLONK* <ThreadCLosed/>

    Autor: uk (Golem.de) 28.02.09 - 14:32

    Also...

    Urheber = Autor.

    Ich schreib ein Buch und verkauf das an einen Verlag. Das Urheber-Recht liegt bei mir (ist unveräußerlich), allein die Nutzungs-, Vertriebs- und sonstige Rechte trete ich durch einen Vertrag an den jeweiligen Verlag ab, mit der Klausel, dass der Autor (sprich der Urheber) an den Verkäufen beteiligt ist.

    Der Verlag wiederum druckt das Buch. Möchte nun ein japanischer Verlag das Buch auf japanisch in Japan vertreiben, wird ein Lizenz-Vertrag geschlossen. Das gleiche bei Filmen. Filmboss schliesst Vertrag mit Verlag. Fertig. Das gleiche auch bei Hörspielen. -> Hörspielverlag kauft sich das Recht ein, das Buch als Hörspiel zu verarbeiten. Als Urheber bin ich also daran interessiert, dass der Verlag die Nutzungs-Lizenzen streut.

    Inhalt des jetzigen Rechtsstreits ist nun einzig, dass scheinbar durch die Möglichkeit, dass der eBook-Reader Gedrucktes hörbar machen kann, die Lizenz- bzw Rechteinhaber ein Problem drin sehen, schliesslich fällt so - im arg begrenztem Umfang - eine Einkommensquelle aus.

    Man kann nun argumentieren, dass so ein Verhalten seitens der Verlage ggf etwas übertrieben ist, Fakt ist jedoch - und das ist ein Vorteil des US-Rechtssystems - dass, sollte ein Gericht zur Ansicht gelangen, dass Geräte, die aus gedruckten Werken ein simplifiziertes Hörspiel machen kann, dies einen Grundsatzurteil gleichkommt. Folge wäre entweder die Deaktivierung dieser Funktion im Gerät oder eine pauschale Abgabe pro Gerät oder eBook an die Rechteinhaber. Vergleichbar mit der pauschalen Abgabe für Kopiergeräte.

    Wo ist nun also das Problem, über das sich hier aufgeregt wird? Liegts daran, dass man Autoren keine Rechte zugestehen will, Verlagen keinen Gewinn (ohne Verlage keine Bücher) oder man schlicht nur auf nicht existente Rechte pocht, die durch kein Gesetz, Richtlinie, Verordnung oder ähnliches gedeckt wird?

  5. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: Ainer v. Fielen 28.02.09 - 14:35

    Ich bin Urheber schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aber rechtlich gesehen hat der Urheber
    > nunmal das absolute Recht zu bestimmen was mit
    > seinen werken geschiet.

    Völlig richtig! Und ich als Kunde bin der ansicht, dass ich mit gekauften Sachen machen kann was ich will. Wenn Du als Urheber mich daraufhin kriminalisieren willst habe ich ebenso das Recht, Deinen Kram links liegen zu lassen, was ich dann auch gerne tue.

    Dann wirst Du vielleicht irgendwann erkennen, dass Du von Deinem Urheberrecht allein nicht satt wirst...

    EDIT: Typo

    ___________

    "Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"

    - Autor unbekannt -



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.02.09 14:40 durch Ainer v. Fielen.

  6. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: lightman17 28.02.09 - 14:41

    Ich bin Urheber schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > In einem demokratischen Rechtsstaat haben die
    > Urheber das Recht zu bestimmen was mit ihren
    > Werken passiert. Wenn der Urheber will das seine
    > Bücher nicht vorgelesen werden dann dürfen sie
    > eben nicht vorgelesen werden, so einfach ist das.
    In einem demokratischen Staat hat der Urheber aber trotzdem
    nicht das Recht, bestimmte Menschengruppen zu diskriminieren.
    Ich meine damit Blinde und Sehbehinderte, denn nur für diese Menschen ist eine solsche Vorlesefunktion interessant.
    Wenn ich, als sehbehinderter mir ein Werk kaufe, dann will ich es
    auch Nutzen können.
    > Wenn euch das nicht gefällt dann müsstihr das Buch
    > aus dem man nicht vorlsesen darf ja auch nicht
    > kaufen.
    Meistens wird es darauf hinauslaufen, das man ein Buch kauft und
    danach feststellt, daß man es nicht vorlesen darf. Darf ich dann das Buch zurückgeben und bekomme mein Geld zurück?


  7. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: uk (Golem.de) 28.02.09 - 14:45

    Ainer v. Fielen schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Völlig richtig! Und ich als Kunde bin der ansicht,
    > dass ich mit gekauften Sachen machen kann was ich
    > will.

    Falsch. Du kannst mit dem Zeugs machen was du willst, wenn es sich bei dem Gekauften um eine Schrankwand, einen Teppich oder ne Tüte Milch handelt. Bei Software zahlst du einzig und allein für das Recht, die Software nutzen zu dürfen....

  8. Re: Rechteinhaber gegen Fortschritt (Kampf gegen Windmühlen)

    Autor: VigarLunaris 28.02.09 - 14:47

    Dumm - Dümmer - Mediabook?

    Sorry ich muss dem ersten Beitrag hier vollends recht geben.

    Es werden 2 Dinge geschehn.

    1) Die "illegalen" Downloads von Werken werden dadurch zunehmen um einfach nur die Txt-t-Speech Option nutzen zu können

    2) Die Kisten werden gehackt werden um diesen "Schalter" wieder offline zu stellen.

    Ich persönlich werde mir NICHT verbieten lassen, eine elektronisch erworbenes Werk "vorlesen" zu lassen. Sei es nur das man im Zug sich zurücklehnen kann und die Computerstimme einem, mit schlechter Betonung und relativ schlechter Sprachausgabe, ein erworbenes Werk vorlesen zu lassen.

    Oder ist es demnächst noch Verboten das ich meiner Lebensgefährtin etwas aus einem Buch vorlese?

    Der Service Text-To-Speech ist sehr alt. War damals bei Creative Karten das erste mal ein Thema und konnte damals schon genutzt werden, um am heimischen PC z. B. BBS einträge vorlesen zu lassen. Da hat es natürlich noch keinen gestört.

    In einem Produkt wie von Amazon angeboten, für einen saftigen Preis, kann ich verlangen das diese Option dann auch gefälligst funktioniert und ich bin mir sicher das eine Diskussion vor Gericht da ein wenig klarheit bringen würde. Schlimm nur das man schon wieder über solcherlei Schritte nachdenken muss.

    Der Irrsinn geht weiter, mit jedem Jahr um Jahr bekomme ich mehr den Eindruck das wir irgendwann so etwas wie einen waschechten "Cyber-War" haben werden. Aber nicht Land gegen Land sondern Unternehmungen vs. Cracker und Co.

    Danke für diesen Beitrag, ein Produkt weniger das man hart verdienten Euros sehen wird.

  9. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: Ainer v. Fielen 28.02.09 - 14:52

    uk (Golem.de) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Falsch.

    Wie kommst Du dazu mir zu sagen, was meine Meinung zu sein hat? Es mag zwar sein, dass Du de jure recht hast, aber ich meine trotzdem, dass ich mit etwas, was ich gekauft habe, machen kann was ich will! Und dabei bleibe ich auch!

    Das bestehende Urheberrecht ist in meinen Augen falsch und gehört abgeschafft!




    ___________

    "Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"

    - Autor unbekannt -

  10. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: lightman17 28.02.09 - 14:53

    Bei Software verbietet mir aber keiner Screen-Reader oder andere Hilfsprogramme zu nutzen, wenn ich die Software verwende.

    lightman

  11. Re: *PLONK* <ThreadCLosed/>

    Autor: lightman17 28.02.09 - 15:04

    Das Problem ist, das siese Funktion eigentlich nur für Sehbehinderte/Blinde interessant ist.

    lightman

  12. Re: Rechteinhaber gegen Fortschritt (Kampf gegen Windmühlen)

    Autor: VigarLunaris 28.02.09 - 15:08

    Nachdem ich denn mal eben in das ganze eingelesen habe und den Source zum kindle 2 geladen habe, sind es 4 kleine Änderungen in der Source und einen neuen Build erzeugen, das man diese kleinigkeit wie das Vorlesen wieder einschalten kann und somit den Verlagen das ganze wieder aus der Hand genommen wird.

    Ich verstehe diesen Irrsinn so langsam wirklich nicht mehr *seufzt*

    Entsprechend der Rechtslage in Deutschland darf man diese Änderungen NICHT Beschreiben.

    http://www.amazon.com/gp/help/customer/display.html?ie=UTF8&nodeId=200203720

    Der Sourcecode ist für jeden frei einsehbar an dieser Stelle herunterladbar.

  13. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: trolldetektor2.0 28.02.09 - 15:09

    Ich bin Urheber schrieb:

    > Ich zum Beispiel verbiete es das meine Werke in
    > irgendeiner Form im Internet veröffentlicht
    > werden.

    Ich hoffe mal deine Werke sind KEINE Bücher, denn bei deiner Orthographie bekommt man ja Brechreize.
    Jeder darf mal Rechtschreibfehler machen aber als Autor sollte man da doch schon etwas über dem Durchschnitt liegen und nicht Meilen darunter.

    Davon abgesehen: Gut getrollt!
    Dein erster Satz sagt ja schon so einiges über deine geistige Reife.

  14. Re: Hetze gegen das Urheberrecht

    Autor: Ainer v. Fielen 28.02.09 - 15:14

    Ich bin Urheber schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Erbärmlich wie die Linken, hier gegen das
    > Urheberrecht argumentieren. Ihr wollt alles
    > gratis, ihr Kommunisten ?
    >
    > Ja dann geht doch nach Nordkorea oder Kuba, da
    > habt ihr euer tolles Paradies in dem es alles
    > gratis gibt hahahaha.

    Das natürliche Recht verlangt, daß sich niemand mit Schädigung und Kränkung eines andern bereichert.
    Römischer Rechtsgrundsatz

    ___________

    "Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"

    - Autor unbekannt -

  15. Re: *PLONK* <ThreadCLosed/>

    Autor: uk (Golem.de) 28.02.09 - 15:14

    lightman17 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, das siese Funktion eigentlich nur
    > für Sehbehinderte/Blinde interessant ist.
    >
    > lightman

    diese Geräte sind kundenspezifisch, da haben die Rechteinhaber schon allein deshalb kein Problem, da du beim Kauf dieser Geräte bereits einen Pauschbetrag mitzahlst. Hier gehts darum, dass du dir das Buch zB durch das Gerät vorlesen lässt, während du im Auto sitzt beispielsweise. Und da hättens die Rechteinhaber gerne, dass du dir die Hörspiele kaufst ;)

  16. Re: *PLONK* <ThreadCLosed/>

    Autor: trooma 28.02.09 - 15:23

    uk (Golem.de) schrieb:

    > Inhalt des jetzigen Rechtsstreits ist nun einzig,
    > dass scheinbar durch die Möglichkeit, dass der
    > eBook-Reader Gedrucktes hörbar machen kann, die
    > Lizenz- bzw Rechteinhaber ein Problem drin sehen,
    > schliesslich fällt so - im arg begrenztem Umfang -
    > eine Einkommensquelle aus.

    Vielleicht wird dadurch ja auch eine Einkommensquelle geschaffen. Es gibt schließlich nicht für jedes e-Book ein Hörbuch und somit werden sich sicher einige Sehbehinderte/Blinde freuen, da sie mehr Literatur zur Verfügung haben.
    Im Prinzip ist es immer das gleiche die *Verwerter* wollen/können sich nicht auf neue/andere Marktbegebenheiten einstellen und versuchen dann krampfhaft zu regulieren mittels DRM.
    Das DRM einfach nicht funktioniert hat doch auch die Musikindustrie gezeigt. Warum werden immer die gleichen Fehler gemacht?
    Sprich, ich bekomme illegal das e-Book DRM frei und somit in einer wesentlich attraktiveren Form oder ich zahle Geld dafür und das e-Book zerstört sich potentiell nach 3 Jahren selbst.

    > Man kann nun argumentieren, dass so ein Verhalten
    > seitens der Verlage ggf etwas übertrieben ist,

    Ja. Ist es. Ein Fehler, der wenn massiv eingesetzt wohl wieder nach hinten losgeht (siehe Musikindustrie).

    > Fakt ist jedoch - und das ist ein Vorteil des
    > US-Rechtssystems - dass, sollte ein Gericht zur
    > Ansicht gelangen, dass Geräte, die aus gedruckten
    > Werken ein simplifiziertes Hörspiel machen kann,
    > dies einen Grundsatzurteil gleichkommt.

    Das es ein "Vorteil des US-Rechtssystems" ist, das Präzedenzfälle allgemein etwas besseres sind als eine individuelle Beurteilung eines Verfahrens ist auch nur eine Meinung und kein Fakt, wie hier dargestellt.

    > Folge wäre
    > entweder die Deaktivierung dieser Funktion im
    > Gerät oder eine pauschale Abgabe pro Gerät oder
    > eBook an die Rechteinhaber. Vergleichbar mit der
    > pauschalen Abgabe für Kopiergeräte.

    Am besten Kinderbücher bekommen auch diese Abgabe. Ich habe den dringenden Verdacht, dass Eltern diese Bücher ihren Kindern oftmals Laut vorlesen.

    > Wo ist nun also das Problem, über das sich hier
    > aufgeregt wird? Liegts daran, dass man Autoren
    > keine Rechte zugestehen will, Verlagen keinen
    > Gewinn (ohne Verlage keine Bücher) oder man
    > schlicht nur auf nicht existente Rechte pocht, die
    > durch kein Gesetz, Richtlinie, Verordnung oder
    > ähnliches gedeckt wird?

    Man darf ja wohl nicht nur auf Rechte pochen, die einem ein Gesetz zugesteht. Des weiteren ist es eben offensichtlich wieder ein armseliger Versuch der "Verwerterkaste" künstliche Nutzungsbeschränkungen einzuführen, die im gleichen Zuge illegale Kopien fördern da die illegalen Kopien einfach frei von solchen absurden Einschränkungen sind.



  17. Re: *PLONK* <ThreadNotReallyClosed/>

    Autor: Toreon 28.02.09 - 15:27

    Ja und? Es ist immer die gleiche Diskussion. Es geht doch nicht darum, alles zu ermöglichen was der Rechteinhaber will?

    Es geht entweder darum, was ein Ziel aus gesamtgesellschaftlicher Sicht eigentlich verfolgt werden soll oder darum was die Mehrheit der Deutschen/Menschen für richtig empfindet.

    Alles andere ist engstirnig oder pure Lobbyarbeit.

    PS: Die derzeiten Urheberrechte als ein Menschenrecht zu bezeichnen, ist schon dreist und arrogant.

    Und natürlich ist es offensichtlich, dass das heutige Recht viele Möglichkeiten offenlässt, aus einer einmaligen Urheberschaft wieder und wieder zu profitieren. Nur heisst das nicht automatisch, dass diese Form richtig und wünschenswert für eine moderne Gesellschaft ist.

    Und wenn man diese Fragen grundsätzlich stellt, dann kann das Ergebnis auch lauten, dass man die Rechte der Urheber beschneiden sollte. Oder nicht? Zum Beispiel frage ich mich, ob es nicht möglicherweise Sinn macht, das Abtreten der Urheberrechte an Dritte bei Medienwerken zu untersagen. Alle Produkte, deren Verbreitung nahezu keine Limitierung hat, da sie immateriell sind, haben ein inhärentes Anreizproblem zwischen Urheber und Allgemeinheit. Ein ausgewogenes Kräfteverhältnis ist deshalb besonders wichtig, aber derzeit wohl kaum gegeben.

  18. Re: WOW.

    Autor: Toreon 28.02.09 - 15:41

    WOW. Stimmt, das ist tatsächlich Real-Satire pur.

    1. Danke für die Klarstellung. Also wird nicht pauschal jeder Gegner des aktuellen Urheberrechts als "Linker" bezeichnet, sondern nur diejenigen, die das Kräfteverhältnis in Richtung der Allgemeinheit verschieben wolllen?

    Aha. Ich wusste nicht, dass nur Linke vernunftbegabte Wesen sind.

    2. Noch viel besser. Einen Text zu veröffentlichen, in dem steht, man sei Urheber, ist die Definition von Tautologie. ROFL.

    3. Unglaublich. Dann auch noch zu schreiben man verbiete, dass seine eigenen Schriften online veröffentlicht werden dürfen, es aber gerade selbst gemacht zu haben, ist die Definition eines Oxymorons oder aber Schizophrenie.

    You made my day.

  19. Re: /sign (text im body)

    Autor: gumio 28.02.09 - 15:42

    surangumal schrieb:
    > und von Anwälten beraten
    > werden, die nur die Gesetze im Auge haben.

    Die Anwälte haben nicht nur Gesetze im Auge sondern sehen auch dass um so mehr potentiell Rechtsverletzungen entstehen können, desto mehr Möglichkeiten haben SIE Geld zu verdienen.

  20. "Der Kunde ist König"

    Autor: Ich bin Kunde 28.02.09 - 15:46

    So sagt man.

    Gilt dieser Satz für dich am Ende nicht? Ist es für dich am Ende eher "Der Kunde ist Bittsteller und hat das zu fressen, was wir ihm vorsetzen"?

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