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Schwarzmarkt, -arbeit, -kopie

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  1. Schwarzmarkt, -arbeit, -kopie

    Autor: Lt. Starbuck 04.03.09 - 14:24

    In einer Folge von "Kampfstern Galactica" (BSG75) will man den Schwarzmarkt trockenlegen. Das klappt aber nicht, weil Führungskräfte involviert sind und weil Menschen nun mal "Bedürfnisse" haben.

    Die Raubkopie ist so alt wie die Menschheit selbst, wahrscheinlich wurde sogar der erste Faustkeil wieder und wieder raubkopiert, ohne Gebühren in Fleisch und Bräuten an den Erfinder zu zahlen ;-)

    Die Medien- und Werbebranche ist Teil des Problems: Mit massiver Werbung stimuliert man die "Bedürfnisse" der Zielgruppen vom Kleinkind/Teenager bis zum Opa extrem. Dieses "Prägen" (Imprinting) ist so effektiv (siehe Kaugummizigaretten), dass es anfangs wirklich den Umsatz und Gewinn gesteigert hat. Und Eltern zur Verzweiflung getrieben hat :(

    Ohne genügend Finanzen "klaut" jeder so "geprägte Geworbene", manchmal sogar mit Duldung des Herstellers (Microsoft -> besser Windoss-Raubkopie als Linux). Das Raubkopieren wird zur Sucht, sinnlos wird jeder neue Film, jede neue TV-Folge, jede Musik, jedes Spiel konsumiert!

    Hier kommt das nächste Fettnäpfchen: Anstatt das Digitalzeitalter zu begrüssen und bezahlbare Ware an die "Abhängigen" zu verkaufen, beharren die Erzeuger/Rechteinhaber/Manager stur auf den vollen Preis. Diesen kann aber nur jeder Zehnte berappen.

    Miese Produktqualität, Massenware und Ärger mit Kopierschutz treibt ehrliche Käufer in den Wahnsinn.

    Die Raubkopierer werden IMMER alle technischen Schranken austricksen, immer an Material herankommen, weil die Gier des Menschen zu solchen Handlungen treibt.

    Da nützt es nicht, zu verklagen, zu sperren, abzumahnen. Im Streit mit dem Kunden verliert der Unternehmer.

    ITunes hat es besser gemacht, youtube hat es besser gemacht, amazon hat es besser gemacht. Die fetten Jahre sind vorbei. Künstler haben heute bessere Möglichkeiten, sich selbst zu vermarkten. Kunden wollen heute schnell und barrierefrei an Inhalte heran. Ohne umständliche Bezahlmethoden. Ohne Kopierschutz.

    Statt massiver Werbung sollte in Zukunft transparente Werbung und ein Dialog zwischen Hersteller/Erzeuger/Küster und Kunde/Konsument angestrebt werden.

    Oder der Kunde raubkopiert weiter ;-)

  2. Re: Schwarzmarkt, -arbeit, -kopie

    Autor: internet-polizist 04.03.09 - 14:27

    eine ode an die kriminalität oder wie ist der beitrag zu verstehen?

    "naja, es gibt halt ein paar dumme, das kann niemand ändern" und was bitte ist die quintessenz dessen?

    rechtsradikale gibt es nunmal - herrgott, ist ja nicht so schlimm - die gabs schon immer und wird es immer geben. mit so einer einstellung wird die menschheit leider zugrunde gehen...

  3. Re: Schwarzmarkt, -arbeit, -kopie

    Autor: h725 04.03.09 - 14:31

    Musicload verkauft DRM- und wasserzeichenfreie MP3!!! Geil!

    https://www.golem.de/0903/65687.html

  4. Re: Schwarzmarkt, -arbeit, -kopie

    Autor: Trockenobst 04.03.09 - 14:50

    >immer an Material herankommen, weil die Gier des Menschen zu solchen >Handlungen treibt.

    Das ist eben der Witz: es braucht keinen Kampf der Maschinen.
    50% der Menschheit wird sich freiwillig in die Matrix begeben,
    just das man den Energie-Beutel in Ruhe lässt. Wenn sie 10 Jahre
    später begreifen, das andere sich ein Leben aufgebaut haben
    sind sie böse, verbittert und schmeißen Steine. So ist es
    und der Graben wird immer Größer werden.

    >Kunden wollen heute schnell und barrierefrei an Inhalte heran. Ohne >umständliche Bezahlmethoden. Ohne Kopierschutz.

    Die schiere Masse stellt das System leider vor nahezu unlösbaren
    Problemen. Oder wie der Chef von HBO sagte: die Internet
    Leitungen würden zusammenbrechen, würden "wir" per Web streamen.

    1 Mrd. mal 16.000er DSL ist halt schon eine Summe .)

    >Statt massiver Werbung sollte in Zukunft transparente Werbung und
    >ein Dialog zwischen Hersteller/Erzeuger/Küster und Kunde/Konsument
    >angestrebt werden.

    Wenigstens hat sich eine Sache geklärt: billige Software und
    Rechner und Internet und Marketing löst weiterhin nicht das
    Problem, das 90% der Leute Zuschauer und 10% Macher sind .)

    Die, die ständig "gegen das System" wettern, sind eigendlich
    nur bitter, das sie sich nicht davon lösen können.

    Trockenobst



  5. Re: Schwarzmarkt, -arbeit, -kopie

    Autor: Django79 04.03.09 - 14:56

    Lt. Starbuck schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Oder der Kunde raubkopiert weiter ;-)
      ^^^^
    Das müsste ein "und" stehen. ;-)

    Ansonsten gebe ich Dir aber Recht: Viele Schwarzkopierer saugen sich Musik, die sie nie hören, Filme, die sie nie sehen und Spiele, die sie nie spielen. Das ist neben der von der Industrie höchstselbst erzeugten Konsummentalität auch der ganz normale Wahnsinn, äh, Sammeltrieb, der übrigens auch schon so alt wie der Faustkeil ist.

    Diese Umstände zu akzeptieren hat nichts damit zu tun, vor Kriminalität zu kapitulieren, sondern damit, der bitteren Realität ins Auge zu sehen, so wie es einst die Pferdekutscher mit dem Aufkommen des Automobils tun mussten. Hätten die Pferdekutscher die Lobby gehabt, Automobile zu kriminalisieren, hätten sie es sicher getan - und damit nichts geändert. Einmal begonnene Entwicklung lässt sich nicht rückgängig machen. Man muss sich daran anpassen und neue Wege finden, mit ihr Schritt zu halten.

    Die Rechte der Unterhaltungsindustrie sind im Gunde gesetzlich verankerte Gewohnheitsrechte: Knapp vier Generationen waren daran gewöhnt, dass zwischen dem Erzeuger eines nichtmateriellen Produkts und dem Zwischen- und Endkunden mindestens eine Industrie steht, die für die Vervielfältigung, für Werbung und für Vertrieb sorgt. Durch den bereist bestehenden Bedarf und dessen gezielte Anheizung ist diese Industrie dick und fett geworden - und zu träge, um rechtzeitig darauf zu reagieren, dass mit dem Internet eine dazwischen liegende Vertriebsinstanz in der jetzigen Form zunehmend überflüssig wird.

    Aber das weiß die Industrie bereits. Die ganzen Klagen, Rechtstreitigkeiten etc. p.p. sind im Grunde nur noch Rückzugsgefechte, um die alten Vertriebswege und -methoden wenigstens noch so lange in Funktion zu halten, bis die sukzessive Umstellung abgeschlossen ist. Aber die dauert nun einmal, weil man ein dickes Tier nur schwer auf neue Wege bringt.

    Also immer mit der Ruhe. Das Ganze ist selbstregulierend, und man muss im Grunde nichts weiter tun, als individuell den Umstellungsprozess möglichst schmerzfrei zu überstehen. Wenn Aussitzen irgendwo hilft, dann hier.

  6. Re: Schwarzmarkt, -arbeit, -kopie

    Autor: gotit 04.03.09 - 15:40

    "Internet-Polizist" das ich nicht lache....
    Du bist einer von denen die als Erste und vorallem als Lauteste schreien würden sobald man Ihre Rechte auch nur im geringsten einschränken würde.

    Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, richtig.....aber jeden Nuter gleich zu kriminalisieren und alles über einen Kamm scherende Vergleiche ziehen ist keine Lösung.

    Es gibt mit Sicherheit keine allgemeingültige Entschuldigung für das Begehen eines Verbrechens, aber es gibt IMMER Gründe, die zum Teil von der Industrie selbst verursacht worden sind und genau das wollte er sagen.....und damit kann ich ihm nur Recht geben.

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