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Danke ihr Säcke!

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  1. Danke ihr Säcke!

    Autor: FIAE 04.03.09 - 17:04

    Vielen Dank, dass ihr damit genau die Frequenzbänder zumüllt, in denen so gut wie alle professionellen Wireless-Anlagen im Musikbereich funken!

    Wo kriegt man eigentlich Bomben her?

  2. Re: Danke ihr Säcke!

    Autor: H4ndy 04.03.09 - 17:19

    FIAE schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Vielen Dank, dass ihr damit genau die
    > Frequenzbänder zumüllt, in denen so gut wie alle
    > professionellen Wireless-Anlagen im Musikbereich
    > funken!

    Back 2 Kabel. </Sarkasmus>

    Aber ist das echt so? Wäre ja schon scheiße wenn man da locker 1000-2000 EUR in sowas steckt und dann ab 2010 nur noch Rauschen empfängt...

  3. Re: Danke ihr Säcke!

    Autor: Nicht_wirklich_oder 04.03.09 - 17:23

    Wireless-Anlagen im Musikbereich???

    Ich will nicht bestreiten, dass dieses Feature tatsächlich jemand nutzt, aber die Vorteile für die Gesellschaft erwachsen bei dieser Geschichte eindeutig nicht aus Wireless-Anlagen im Musikbereich.
    Aber ein schönes Beispiel für Egoismus dieser Tage.

    Achja, und beschwer Dich bei den Herstellern Deiner Anlagen, dass sie diese Frequenzbänder benutzen.

  4. Re: Danke ihr Säcke!

    Autor: Youssarian 04.03.09 - 17:23

    FIAE schrieb:

    > Vielen Dank, dass ihr damit genau die
    > Frequenzbänder zumüllt, in denen so gut wie alle
    > professionellen Wireless-Anlagen im Musikbereich
    > funken!

    Müll? Warum ist die Anbindung von x Hundert Gemeinden
    an ein Breitbandnetz "Müll"? Ist es etwa "mülliger"
    als die übertragene Musik in Deinem Haushalt?

    > Wo kriegt man eigentlich Bomben her?

    Frag einfach im nächsten Polizeirevier: Die helfen Dir!

  5. Re: Danke ihr Säcke!

    Autor: fragezeichen 04.03.09 - 17:23

    was sind wireless anlagen im musikbereich?

    irgendsoein konzertscheiss?

  6. Re: Danke ihr Säcke!

    Autor: Max Wi 04.03.09 - 17:36

    > Müll? Warum ist die Anbindung von x Hundert Gemeinden
    > an ein Breitbandnetz "Müll"? Ist es etwa "mülliger"
    > als die übertragene Musik in Deinem Haushalt?

    Eben, das war ja damals bei WiMax schon kein Müll.. schaut euch diese großfläche Verbreitung doch mal an, schon jetzt ist quasi jeder Deutsche per WiMax erreichbar!!1! </Sarkasmus>

    Solang sich die Vergabepraxis nicht verändert, können sie noch so viele Frequenzen öffnen und für teures Geld verkaufen. Wenn die Auflagen danach einfach nicht eingehalten werden können, was bringen dann schon paar Frequenzen...

    Max Wi

  7. Gemeinden? Wieso Gemeinden

    Autor: lulula 04.03.09 - 17:39

    Wieso kommst Du auf die Idee, damit würden x Gemeinden angebunden werden?

    Gemeinden über Funk einen einigermaßen passablen Breitbandzugang zu ermöglichen könnte man schon seit fast 10 Jahren über UMTS. Und ich sehe jetzt keinen Grund, warum das über andere Frequenzen billiger, einfacher oder rentabler sein sollte.

    Ausgebaut würde sowas natürlich in Ballungsgebieten. Das ermöglicht Arcor und Co an der Last Mile der T-Com vorbei Internetanschlüsse zu bieten. Warum sollte jemand auf die Idee kommen, eine Antenne für ein Dutzend Hanseln aufzustellen und zu verkabeln, wenn er damit auch ein paar hundert oder gar tausend Anschlüsse verticken könnte.

    Ballungsgebiete zu versorgen ist immer rentabler als Dörfer. Egal ob Kabel oder Funk. Egal ob UMTS oder Funk auf "Dividendenfrequenzen".

    L.

  8. Re: Danke ihr Säcke!

    Autor: Youssarian 04.03.09 - 17:46

    Max Wi schrieb:

    > Solang sich die Vergabepraxis nicht verändert,
    > können sie noch so viele Frequenzen öffnen und für
    > teures Geld verkaufen. Wenn die Auflagen danach
    > einfach nicht eingehalten werden können, was
    > bringen dann schon paar Frequenzen...

    WiMAX taugt nichts, weder technisch noch wirtschaft-
    lich. Das sagte jedenfalls (sinngemäß) die Telekom
    im November 2006, als sie nach Durchführung eines
    Pilotbetriebs im Köln/Bonner Raum eine Beteiligung
    an der anstehenden Frequenzversteigerung für sich
    ausschloss.

    Ich selbst kann es zwar nicht beurteilen, habe aber
    gelesen, dass mit den hier benutzten Frequenzen
    Richtfunkstrecken in die "weißen Flecken" gelegt
    werden könnten, deren Signal dann vorort wieder
    ins herkömmliche Kupperdoppeladernetz gespeist
    würden.

  9. Re: Gemeinden? Wieso Gemeinden

    Autor: Youssarian 04.03.09 - 17:47

    lulula schrieb:

    > Wieso kommst Du auf die Idee, damit würden x
    > Gemeinden angebunden werden?

    Weil dies das erklärte Ziel dieser Initiative ist.

    Das war ja einfach! :-)

  10. Naivität hoch fünf

    Autor: ohmeingott 04.03.09 - 18:19

    Youssarian,
    Du glaubst doch nicht im Ernst einem Politiker, der über etwas spricht wovon er keine Ahnung hat? In Wahrheit haben da die Lobbygruppen von Vodafone und Co. mit (noch) leeren Versprechungen ganze Arbeit geleistet.

    Es geht natürlich NICHT um die Verbesserung in ländlichen Bereichen, denn das ist schlicht nicht rentabel, ganz egal wie man es macht und wie oben schon zu lesen steht mit UMTS eine passable Alternative schon lange bereit.

    Es geht tatsächlich um die Ausweitung der kommerziell nutzbaren Frequenzen in Ballungsräumen, speziell für Handy-TV und mobiles Internet

    Auf der anderen Seite geht es um so gut wie ALLE drahtlosen Mikrofone. Ganz egal, ob für Konzerte, Rundfunk, Ansprachen, Konferenzen o.ä.

    Diese Mikrofone arbeiten alle im Frequenzbereich, um den es geht. Und, um da vorzubeugen: Es gibt leider zur Zeit keine sinnvollen Alternativen - außer dem Kabel am Mikrofon.

    Das Frequenzband wurde früher für den analogen Fernsehempfang genutzt, die Lücken zwischen den Fernsehkanälen standen den professionellen Mikrofon-Nutzern zur Verfügung.

    Wer sich für das Thema interessiert: www.vplt.org und www.saveourspectrum.info

  11. Re: Danke ihr Säcke!

    Autor: jkundoso 04.03.09 - 18:20

    bin mir sicher dass er mit proffelsionellen funkanlagen wher funkmikrofone meint und kein home kram... deshalb reg ich mich ja selbst auf... alles neu kaufen...

  12. Vorteile für die Gesellschaft

    Autor: ohmeingott 04.03.09 - 18:27

    Es geht um drahtlose Tonübertragung, die z.B. in allen Musicaltheatern, Kongresszentren, Fernsehstudios und Veranstaltungslocations genutzt wird.
    Wenn man es zusammenrechnet, ein nennenswerter Milliardenbetrag an Umsatz und mehrere zehntausende Arbeitsplätze.
    Das könnte man schon einen eindeutigen Vorteil für die Gesellschaft nennen, finde ich.

    Das mit der Beschwerde bei den Herstellern ist eine hübsche Idee - leider spricht daraus die Unkenntnis der technischen Hintergründe. Die Frequenzen, um die es geht, sind besonders leistungsfähig und für die drahtlose Tonübertragung ohne Unterbrechungen, Störungen oder Latenzen ist das bislang technisch nicht anders lösbar.

    Glaub man ja nicht, daß die Hersteller uns nicht gerne Alternativen anbieten würden, bislang gibt es eben keine.

  13. Re: Naivität hoch fünf

    Autor: Youssarian 04.03.09 - 18:48

    ohmeingott schrieb:

    > Du glaubst doch nicht im Ernst einem Politiker,
    > der über etwas spricht wovon er keine Ahnung hat?
    > In Wahrheit haben da die Lobbygruppen von Vodafone
    > und Co. mit (noch) leeren Versprechungen ganze
    > Arbeit geleistet.

    Ich glaube daran, dass die, die das Geld geben
    (Breitbandinitiative im Konjunkturpaket II), auch
    das Sagen haben und sehr genau darauf achten
    werden, dass zunächst einmal die "weißen" und
    "grauen" (weniger als 2 Mbit/s down) Flecken zu
    versorgen sind.

    Du nennst das "naiv", dann erlaube mir, Deine
    Position als pessimistische Verschwörungs-
    gläubigkeit zu bezeichnen.

  14. Re: Naivität hoch fünf

    Autor: lulula 04.03.09 - 20:31

    Dann erkläre mir doch mal, warum man die "weißen" und "grauen" Flecken nicht einfach mit UMTS versorgt hat oder versorgen wird. Das hätte die Initiative ja auch forcieren können und das recht einfach.

    Die Frequenzen sind da schon seit einem Jahrzehnt freigegeben. Technik gibts auch schon so lange. Genauso wie Betriebserfahrung. Die Grundinvestitionen in Basissysteme haben die UMTS-Anbieter auch schon längst getätigt und vermutlich schon zu einem großen Teil abgeschrieben.

    Warum sollte sich jetzt durch neue freigegebene Frequenzen etwas ändern? Insbesondere da hier ja die Entwicklungsarbeiten und Investitionen erst noch getätigt werden müssen. Wie soll das billiger oder rentabler werden?

    Und die Breitbandinitiative im Konjunkturpaket II hilft da garnichts. Bis derartige Anschlüsse technisch so weit sind geht noch soviel Wasser die Donau runter, dass man sich dann nichteinmal mehr daran erinnern wird, dass es mal vor Jahren ein Konjunkturpaket II gab.

    Dass Wimax oder andere kabellose Anschlüsse primär in Ballungsgebieten aufgebaut werden ist keine pessimistische sondern eine ausgesprochen realistische Einschätzung.

  15. Re: Naivität hoch fünf

    Autor: Jetrel 05.03.09 - 09:07

    Hallo, grundsätzlich stimme ich dir zu: der Staat hätte das schon längst mit UMTS forcieren können.
    Nur zur Vollständigkeit: mit diesen Frequenzen erreicht man eine höhere Reichweite, sodass man weniger oft einen Funkturm plazieren muss, was bei wenigen Nutzern durchaus wirtschaftlicher sein kann.

    Grüße

  16. Re: Naivität hoch fünf

    Autor: Youssarian 05.03.09 - 10:22

    lulula schrieb:

    > Dann erkläre mir doch mal, warum man die "weißen"
    > und "grauen" Flecken nicht einfach mit UMTS
    > versorgt hat oder versorgen wird. Das hätte die
    > Initiative ja auch forcieren können und das recht
    > einfach.

    Das erkläre ich Dir gern:

    Ich selbst kann es zwar nicht beurteilen, habe aber
    gelesen, dass mit den hier benutzten Frequenzen
    Richtfunkstrecken in die "weißen Flecken" gelegt
    werden könnten, deren Signal dann vorort wieder
    ins herkömmliche Kupperdoppeladernetz gespeist
    würden.

    > Warum sollte sich jetzt durch neue freigegebene
    > Frequenzen etwas ändern?

    Weil diese anders genutzt würden, nicht als Kugel-
    strahler, zu dem jedermann eine individuelle Funk-
    verbindung aufbaute, sondern als Richtfunk-Alterna-
    tive zu ein paar Kilometer Glasfaser.

  17. Re: Naivität hoch fünf

    Autor: Genau! 05.03.09 - 21:20

    Und da es sich um eine Richtfunkstrecke handelt, dürften die Mikrofonbenutzer doch eigentlich kein Problem haben, so lange sie sich nicht in ein paar dutzend Metern über dem Erdboden (Ballon?) genau in der Richtfunktstrecke befinden.

    Oder sehe ich da was falsch?

    Abgesehen davon behaupte ich mal, dass die Mikrofone gegen die Lizensierungsbestimmungen der RegTP/RegNetz verstoßen, wenn sie in den Zwischenfrequenzen senden. (Oder gibt's da eine extra Genehmigung?)

    Des Weiteren (vielleicht ein wenig überzogen) müsste ich ja auch mein altes, analoges Telefon wegwerfen, da die Frequenzen auch seit Jahresbeginn nicht mehr benutzt werden dürfen.
    That's life. (Ein kleines Konjunkturpaket für die Mikrofonhersteller?)

    Wenn die Veranstaltungstechniker wirklich Aussicht auf Erfolg hätten, würden sie bestimmt schon vor Gericht stehen und dagegen klagen - und ggf. dann auch Recht haben...

    In diesem Sinne: (Vorsichtigen) Glückwunsch an alle, die bisher immer noch unter 1 MBit unterwegs sind...

  18. Re: Naivität hoch fünf

    Autor: Youssarian 06.03.09 - 13:17

    Genau! schrieb:

    > Und da es sich um eine Richtfunkstrecke handelt,
    > dürften die Mikrofonbenutzer doch eigentlich kein
    > Problem haben, so lange sie sich nicht in ein paar
    > dutzend Metern über dem Erdboden (Ballon?) genau
    > in der Richtfunktstrecke befinden.

    > Oder sehe ich da was falsch?

    Mir fehlen die technischen Hintergründe, um die
    Frage zu beantworten, wie groß die Funkkegel bei
    einer Richtfunkstrecke sind. Zudem steht im Raum,
    ob es denn wirklich so gemacht werden wird, wie
    ich dies skizziert habe. Wenn die Provider die
    Kunden direkt per Funk anbinden wollten, sähe ja
    alles ganz anders aus.

    > Abgesehen davon behaupte ich mal, dass die
    > Mikrofone gegen die Lizensierungsbestimmungen der
    > RegTP/RegNetz verstoßen, wenn sie in den
    > Zwischenfrequenzen senden. (Oder gibt's da eine
    > extra Genehmigung?)

    Weiß ich nicht. Grundsätzlich gilt natürlich,
    "Wo kein Kläger, da kein Richter." Wenn also
    diese Funkmikrophone bei Dritten keine Pro-
    bleme auslösen (etwa wegen der sicher sehr
    niedrigen Sendeleistung), dann muss da ja
    nichts reguliert werden.

    > Des Weiteren (vielleicht ein wenig überzogen)
    > müsste ich ja auch mein altes, analoges Telefon
    > wegwerfen, da die Frequenzen auch seit
    > Jahresbeginn nicht mehr benutzt werden dürfen.

    Du benutzt ein CT-Telefon? Das kann dann in der
    Tat teuer für Dich werden. Du würdest nämlich
    die Kosten dafür übernehmen müssen, die dadurch
    entstehen, Dich als Funkstörer zu finden. Also
    Obacht! ;-)

    > Wenn die Veranstaltungstechniker wirklich Aussicht
    > auf Erfolg hätten, würden sie bestimmt schon vor
    > Gericht stehen und dagegen klagen - und ggf. dann
    > auch Recht haben...

    Wer sagt Dir denn, dass das nicht noch passieren
    wird? Momentan fehlt noch der Klagegrund.

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