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Mit gleichem Argument

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  1. Mit gleichem Argument

    Autor: Xenno 06.03.09 - 10:52

    könnte man doch sagen:

    Wozu: ReiserFS, XFS, JFS usw. es gibt doch schon ext3/4 im Kernel...

  2. Re: Mit gleichem Argument

    Autor: ja 06.03.09 - 11:06

    HIer geht es nicht um bestehenden Code, sondern um Code der zukünftig Mainline aufgenommen werden soll.

    ReiserFS etc. sind schon im Mainline Kernel.

  3. Re: Mit gleichem Argument

    Autor: Z0rg 06.03.09 - 11:16

    du willst nicht ernsthaft Filesystemkompatibilität mit der Diskussion bezüglich
    KVM <> Xen vergleichen oder?

  4. Re: Mit gleichem Argument

    Autor: Avalanche 06.03.09 - 11:42

    Ich glaube, hier geht es eher um politische Gründe bzw. sonstige Animositäten. Sie wollen Xen einfach nicht im Kernel haben, ein fachlicher Grund lässt sich immer dafür finden.

    Schade, es wäre eigentlich eine interessante und weit verbreitete Technologie.

  5. Das glaube ich kaum

    Autor: wand 06.03.09 - 12:11

    Meine Erfahrungen mit Xen waren leider eher deprimierend: Die Hälfte funktionierte nicht, da der Code nicht auf dem aktuellen Stand war und daher nur mit veralteten Kernen zusammenarbeitete. Ich habe es nie geschafft, einen vernünftigen Xen-Client zum Laufen zu bekommen. Hätte ich eine 32-Bit-Maschine verwendet, wäre das kein Problem gewesen. Aber wer hat 2008 noch einen Server mit 32-Bit-CPU? Alles in allem bin ich nach 2 Tagen Arbeit zu KVM gewechselt und alles lief wie am Schnürchen. Mit KVM haben wir eine stabile, vernünftige Virtualisierungslösung. Die Kritik an Xen, über die ich höchst selbst gestolpert bin, ist leider berechtigt. Daher kann ich Xen nicht für professionellen Betrieb empfehlen. Mag sein, daß es heute anders ist, aber ich sehe keinen Grund, auf Xen zu wechseln, nachdem die Virtualisierung mit KVM so gut funktioniert. Ich sehe keinen Grund, einen zweiten Hypervisor in den Kern-Code aufzunehmen. Wer unbedingt Xen will, kann das basteln anfangen und sich sein System immer noch selbst stricken. Die Aufnahme in den Kern würde dann und nur dann Sinn machen, wenn der Code regelmäßig gewartet, mit den neusten Kerneln laufen würde und regelmäßig weiterentwickelt wird. Das Xen-Team gibt unter diesen Bedingungen nicht die beste Figur ab, daher ist es fraglich, ob eine Aufnahme in den Kern wirklich der richtige Weg ist. Mit politischen Entscheidungen hat das wenig zu tun. Fraglich ist einfach, ob man sich nicht mehr Probleme aufhalst als Vorteile zu gewinnen, wenn man eine zweite Virtualisierungslösung in den Standardkernel übernimmt. Wie gesagt: Es ist nichts verloren und man kann bei Bedarf ja immer noch einen eigenen Kern selbst bauen. Einzig bleibt die Frage, ob man sich nicht unnötig Probleme einhandelt und Arbeit aufhalst. Das Kernelteam ist schließlich nicht dafür zuständig, alles und jeden Code in Zukunft zu warten und weiter zu entwickeln.

  6. Re: Mit gleichem Argument

    Autor: Xenno 06.03.09 - 12:21

    Falsche Sichtweise:

    Ja, JETZT sind sie drin, aber damals als sie noch nicht drin waren, also es nur ext2 gab, da hätte man ebenso argumentieren können!

  7. Re: Mit gleichem Argument

    Autor: Xenno 06.03.09 - 12:24

    Doch genau das! FS-Kompatibilität ist ja erst deswegen wichtig geworden, gerade weil JFS, XFS, ReiserFS im Kernel sind und deshalb so verbreitet sind.

    Oder würde sich eine spürbares Menge an Menschen für ReiserFS interessieren, müßte man es erst reinpatchen und hätte nur Patches für 2.4.23 zur Verfügung...

  8. Re: Mit gleichem Argument

    Autor: Bigfoot29 06.03.09 - 13:09

    Wer sagt etwas über FilesystemKOMPATIBILITÄT aus?

    Es ging darum, dass man ReiserFS/XFS nicht mehr aufnehmen braucht, da es ja schon Ext3/4 gibt.

    Natürlich verfolgen die Dateisysteme unterschiedliche Ansätze und sind daher eben im Kernel enthalten. Bei KVM vs. Xen verhält es sich ebenso.
    Es ist ohnehin lachhaft, dass das etablierteste System am Markt ausgeschlossen wird, nur weils nicht der Liebling einiger Kernel-Spezialisten ist (der Hypervisor selbst hat mit Linux nämlich nix am Hut).

    Ich finde es traurig, dass man mit einem derartigen Brett vorm Kopf die Möglichkeiten übersieht, die eine gute Dom0-Integration in den Kernel eben auch Linux bieten würde... :(

    Regards, Bigfoot29

  9. Re: Das glaube ich kaum

    Autor: Bigfoot29 06.03.09 - 13:21

    Da muss ich dir widersprechen - ich setze es professionell ein. ;)

    Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wo das Problem bei einer Xen-Installation ist, wenn man die Binaries benutzt...
    (Gut, ich zieh mir jedes Release aus den Quellen. Ein kurzes Skript, und der fertige Hypervisor+Kernel kann auf die Host-Maschinen installiert werden).

    Xen installieren, leeres Dateiimage mit DD erstellen (oder reale Platte mit OS einbinden), Config anpassen und im HVM-Modus die VM anfahren. Im Paravirtualisierten Modus isses bisserl mehr Arbeit, aber du wolltest ja vermutlich den Vergleich mit KVM).

    Ich weiss nicht, welches Linux du benutzt. Ubuntu ist dafür bekannt, dass sie den Support fallengelassen haben. In aktuellen Releases funktioniert Xen also nicht mehr. Aber das ist ein Problem von Ubuntu, nicht von Xen. - Und die fixen es z.B. schlicht nicht.

    Ich selber nutze Debian (Lenny aktuell) 64Bit mit meinem eigenen 3.3er Hypervisor und dem Xen Stock-Kernel von Debian. Tut wunderbar und ist "Debian-aktuell" (sprich, nicht der neueste, aber dafür mit Sicherheitspatches versehen).

    Die einzige ECHTE Instabilität, die ich derzeit kenne, ist, dass manche virtualisierten Betriebssysteme (HVM) bei der Installation in 64-Bit-Gäste (64-64) nicht klarkommen. (VM-Freeze) Aber die werden schlicht in 32-Bit-VMs (64-32)gesteckt und fertig.

    ParaVirt funktioniert überall (also in 64-64, 64-32 und 32-32) problemlos.

    Regards, Bigfoot29

  10. Re: Das glaube ich kaum

    Autor: Avalanche 06.03.09 - 14:29

    Für XEN kannst Du bereits fertige Maschinen kaufen (z.B. von Thomas Krenn). Wenn Firmen damit Werbung in der c't schalten, scheint also auch der Bedarf am Markt dafür da zu sein.

    Ein wesentlicher Nachteil ist, dass KVM nur mit der passenden Hardwareunterstützung funktioniert. Manche meiner Server haben diese Hardwareunterstützung z.B. nicht.

    Wenn das keine politische Entscheidung ist: Warum hat man dann nicht schon vor zwei Jahren gesagt, dass es nicht aufgenommen wird und auch nie eine Chance darauf bestehen wird? Statt dessen wird immer die Karotte "verbessert erst mal den Code" vor den Wagen gespannt und gehofft, dass die XEN Leute schon von selbst aufgeben werden.

  11. Re: Mit gleichem Argument

    Autor: Kashi 06.03.09 - 15:48

    Die Argumentation ist so nicht ganz richtig. XENs Virtualisierungslösung ist im Grunde schon überholt. Früher gab es eben keine Virtualisierungsfunktionen von Seiten der Hardware, also mußte das in Software gegossen werden, um es vor das/die Betriebssysteme zu setzen. Aber heute ist das bei neuer Hardware eben nicht mehr nötig.

    Der alte Kernel funktioniert mit der alten Hardware, darum ist ein neuer nicht nötig. Neue Hardware hat Virtualisierungsfunktionen und benötigt die alte Methode nicht mehr.

    Wozu also den alten Weg in den Kernel aufnehmen, wenn er doch sowieso ausstirbt?

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