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Zahlen: Musikindustrie verbrennt Steuergelder!!!

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  1. Zahlen: Musikindustrie verbrennt Steuergelder!!!

    Autor: DaM 16.03.09 - 09:40

    Selten so gelacht! Die Musikindustrie verbrennt Steuergelder, ist das eigentlich bekannt?

    Zur Erklärung:
    Clemens Rasch, Anwalt 5 größer Plattenlabels, mahnt im großen Stil ab. Er hat eine eigene Gesellschaft, die ProMedia GmbH, http://www.antipiracy.de/, gegründet, wo Studenten arbeiten und in Tauschbörsen rumhängen und IP-Adressen raussuchen, die in Filesharing-Netzwerken Lieder/Alben runterladen und anbieten.

    Wenn eine solche IP-Adresse (also der "Täter) ausfindig gemacht wird geht eine Anzeige wegen Urheberrechtsverletzung an irgendeine Staatsanwaltschaft raus, da man ja noch nicht weiß, wer dahinter steckt. Diese StA kann dann mittels Auskunftsanspruch an den Provider rantreten und den Anschlussinhaber ermitteln. Diese Info kommt dann in die Akte, und das Verfahren wird meist eingestellt. Clemens Rasch, als Bevollmächtigter, nimmt dann Akteneinsicht und erfreut sich über die Adresse. Und dann hagelt es Post.

    Und warum verbrennt die Musikindustrie Steuergelder? Weil so ein verfluchter Auskunftsanspruch die Staatskasse 90€ kostet - und Clemens Rasch in 2007 an die 40.000 solcher Auskunftsansprüche geltend gemacht hat. In 2007 hat Rasch somit via Auskunftsansprüchen um die 3,6 Millionen Euro verbrannt.

    Das weitere Verfahren ist recht einfach. Der Anschlussinhaber erhält Post von der StA über die Einstellung des Verfahrens (womit die Sache dann gegessen ist - keine Hausdurchsuchung oder so... Eingestellt ist eingestellt!!), und Rasch schreibt dann auch nochmal. NAtürlich. Dann kommen 2 Dinge:

    1. Strafbewehrte Unterlassungs- & Verpflichtungserklärung (die man keinesfalls so wie sie ist, also unmodifiziert, unterschreiben sollte!!! Anwaltliche Hilfe aufsuchen!)... sowie

    2. Ein "Vergleichsangebot", idR zwischen 3.000 - 10.000 € Schadensersatz, womit dann alle Ansprüche abgegolten werden.

    Wenn man nun davon ausgeht, dass immer nur der geringste Betrag geltend gemacht wird, und dass ungefähr die Hälfte der Leute in 2007, genötigt (!) durch das scharfe Abmahnanschreiben gezahlt haben, so sind das in der Summe 60.000.000,- € Schadensersatzzahlungen...

    Glücklicherweise sind die Summen, die pauschal als Schadensersatz geltend gemacht werden können, nunmehr gedeckelt.

    Aber dennoch: 3,6 Mio € wegen Auskunftsansprüchen ist doch mal was. Und die werden natürlich finanziert durch den Steuerzahler.

    Man sollte sich bei alle dem auch mal die tatsächlichen Zahlen vor Augen führen. Und der Einwand, dass etliche Alben für lau über das Netz bezogen werden, und dadurch die Musikindustrie Gewinnverlust macht, zieht nicht. Aus mindestens 2 Gründen:

    1. Die meisten Alben, die gezogen werden, würde man sich ohnehin nicht kaufen. These, bitte wiederlegen!
    2. Durch Online-Stores hat die Musikindustrie wesentlich weniger Kosten als durch den Vertrieb von CompactDisks. Die ganzen Kosten, die beim "analogen" Verkauf von Tonträgern anfallen (Produktion, Logistik, Transport, Lagerung, Shop-Miete, Gehälter für die Shop-Angestellten), fallen beim online-Vertrieb nicht an. So wird die Marge viel höher (da ja bekanntermaßen die Songs trotzdem das gleiche kosten!).

    Also hört auf zu heulen und lebt nicht mehr in 1984, sondern erfindet Euch neu, ins 2009.

    Und wer noch behauptet, qualitativ hochwertige Musik müsse finanziert werden, etwas kosten, etc, der schaue bitte bei http://www.jamendo.com/ vorbei.

    Letzter Link:
    http://www.rasch-vs-djs.de/

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