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Der Staat sollte eingreiffen!!

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  1. Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: 2laky 16.03.09 - 11:07

    Wenn es die MI nicht auf die Reihe bringt, sich mit dem Konsumenten auf vernünftige Art zu einigen, dann muss eben der Staat eine Einigung diktieren!
    Das geht auch ganz einfach, hier zwei Methoden:
    1. Medieninhalte werden verstaatlicht, der Künstler erhält nur die Rechte direkter Veröffentlichung(Live-Auftritte, Merchandising, Kollektables), digitale Kopien werden Allgemeingut. Die MI und der Künstler verdienen ihren Umsatz mit Events und secundären Produkten, der Konsument kann digitale Kopien unbegrenzt nutzen, zahlt nur für direkte Veröffentlichungen und secundäre Produkte sowie für die Infrastruktur zur Distribution digitaler Kopien.
    2. Neureglung der Definition des Medienkaufs: da der Gesetzgeber bislang versäumt hat zu regeln, was es bedeutet Musik oder Filme zu kaufen, muss er das nun nachholen. Die MI will, das der Kauf lediglich ein Nutzungsrecht eines Datenträger darstellt, welches von der MI definiert wird. Der Konsumer (WIR) will ein Besitzrecht an dem Inhalten, das unabhängig vom Datenträger und unbegrenzt gilt. Wenn man die bestehenden Gesetze betrachtet weis man, das die Idee der MI nicht legal als Kaufvertrag bezeichnet werden kann, und zweite Variante die einzige vor dem Verfassungsgericht haltbare ist. Vorteil: mit dem Kauf von Musik/Film/Literatur oder Software bekommt der Käufer volle Nutzungsrechte darf verändern und Veräußern ohne Einschränkungen. Vorteil der MI, der Nutzer hat keine kommerziellen Vervielfältigungsrechte, die nichtkommerziellen Vervielfältigungsrechte bleiben ihm aber erhalten, er wäre allerdings verantwortlich dafür sicher zu stellen, das niemand geliehene Inhalte kommerziell vervielfältigt.

  2. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: Tantalus 16.03.09 - 11:15

    2laky schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > [...]
    > er wäre allerdings verantwortlich dafür sicher zu
    > stellen, das niemand geliehene Inhalte kommerziell
    > vervielfältigt.

    Tja, und wie genau soll der Kunde das anstellen? Sobald ich irgend jemandem eine Kopie eines Musikstücks gebe, habe ich keinerlei Einfluss mehr darauf, was mit diesem geschieht. Kleines Beispiel: Ich gebe einem guten Kumpel eine Kopie eines (von mir erworbenen) Musikstücks. Nach Deiner Definition wäre ich weiterhin für diese Kopie sowie weitere Kopien, die von dieser erstellt werden, verantwortlich. Nun gefällt der Feundin meines Kumpels das Lied auch, also macht er ihr eine Kopie. Soweit alles vollkommen legal. Die Freundin trennt sich zwei Wochen später von meinem Kumpel, und dann? Wie soll ich sicherstellen, dass die Kopie, die ja aus mein Original hervorgegangen ist, *nicht* illegal (also kommerziell) vervielfältigt wird?

    Gruß
    Tantalus

  3. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: rugel 16.03.09 - 11:16

    Problem an der Idee ist nur dass die Legislative (als Staat) von Lobbyisten beeinflusst wird und man weiß was dabei rauskommt.

  4. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: 2laky 16.03.09 - 11:23

    du bist nur für die erste instanz verantwortlich, und der ursprüngliche Wortlaut der Privatkopieregelung impliziert ja ebenfalls ein vertrauensverhältnis bei der weitergabe privater kopien.

  5. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: Tantalus 16.03.09 - 11:27

    Dennnoch kann ich, auch in der ersten Instanz, die Weiterverbreitung nicht kontrollieren. Und wenn nicht ermittelt werden kann, in welcher Instanz genau der Rechteverstoß geschehen ist, ist das ganze hinfällig.

    Gruß
    Tantalus

  6. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: 2laky 16.03.09 - 11:34

    streng genommen verstößt ein abgeordneter der sich von einem lobbyisten gegen den willen seiner wähler beeinflussen lässt gegen seinen wahlauftrag und würde sein mandat verlieren.
    leider fehlen hier noch die entsprechenden kontrollmechanismen.
    hier tangierst du grundsätzliche strukturelle probleme der deutschen demokratie, ähnlich dem versäumniss die zusammensetzung des bundestages an die zusammensetzung der bevölkerung zu koppeln, wodurch bestimmte berufsgruppen eine machtanhäufung zu ihren gunsten genießen(beamte und rechtsgelehrte)

    es wäre interessant herrauszufinden, was passiert, wenn der wahlkreis eines Lobby-bundestagsabgeordneten mithilfe einer unterschriftensammlung nachweisen kann, das eine ausreichende anzahl seiner wähler ihm ihr vertrauen entzieht (ausreichend= die anzahl der stimmen die ihm zur wahl gegenüber seines konkurrenten verholfen hat)
    Man sollte vieleicht ein entsprechendes gesetz einbringen, das es dem wahlkreis eines Bundestagsabgeordneten ermöglicht ihren abgeordneten sein mandat zu entziehen, um den einfluss der lobby einzuschrenken und abgeordnete dazu zu zwingen engeren kontakt zu ihrem wahlkreis zu pflegen.

  7. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: 2laky 16.03.09 - 11:46

    zudem geht es um kommerzielle vervielfältigung.
    die instanz ist immer die erste: wenn du einem freund ne kopie gibst und der diese gegen leistungen weitergibt, trägst du teilschuld, gibt dein freund die kopie an jemanden weiter, der diese gegen leistungen weitervebreitet trägt dein freund teilschuld, du aber nicht mehr.#
    zudem wäre es grundsätzlich leicht sich gegen belangung abzusichern, da eine persönliche note an der kopie die du deinem freund gibst reichen würde um nachzuweisen, das du ihn auf die vertrauensbasis hingewiesen hast. wenn du im die MP3 per mail schickst und schreibst: "He, hör dir das mal an, das ist echt gute musik!" bist du aus dem schneider.
    ich habe mit meinem vorschlag auch keinen weg gesucht um illegale tauschmethoden im torrent bzw p2p-stil zu legalisieren, sondern einen, der konsumenten einen realistischen umgang mit medien erlaubt, ohne das prinzip der rechteverwertung zu begraben.

  8. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: MarktReguliertSichSelbst 16.03.09 - 12:23


    Die Presse ist ein wichtiges Korrektiv in diesem Mechanismus.

    Kein perfekter, zugegeben, aber in den letzten Jahren
    ist sowohl die Mange an Informationen über Machenschaften und
    Gehaltslisten gestiegen, als auch das öffentliche Bewusstsein.

    In der Ära Kohl war das "Hinterzimmer" noch Entscheidungszentrum
    sowie ein Ort des Respekts.
    Heute lachen viele Normalbürger über Clemens oder Schröder über
    die peinliche Nähe zu Wirtschaftsinteressen.

    Letztlich werden sich Verlage und Verwertungsgesellschaften
    zu etwas Modernerem entwickeln. Ich arbeite selbst im
    Musikverlag und merke diese Entwicklungen an Kündigungen
    und ständigen Schrumpfungsprozessen. Aber das Festhalten an
    Altem sichert auch keinen Arbeitsplatz. In absehbarer Zeit
    wird der Markt ein gesundes Mass erreicht haben. Die böse
    Musikbranche gibt es nicht, wie viele sich das vorstellen.
    Es gibt aber sehr wohl Manipulation und Blenderei auf allen
    Ebenen bis hin zur Politik.
    Den Konsumenten interessiert dies nicht unbedingt und
    aus Unrechtsbewusssein wird kaum Bewusstsein für den
    Wert des Werks erwachsen. Die unendliche Reproduzierbarkeit
    birgt immer einen Wertverfall wie Walter Jens schon
    in den 60ern erkannt hat.
    Interessant in diesem Zusammenhang: Einziger grosser Zuwachs
    gabs in den letzten 24 Monaten im Bereich Schallplatten.
    Es werden wieder Alben gekauft weltweit; und alte Presswerke
    aktiviert.

  9. Re: Der Staat sollte eingreiffen!!

    Autor: justmy2cents 16.03.09 - 16:25

    Du widersprichst dir selbst bzw bringst einiges durcheinander

    Zum einen fordest du:
    > Der Konsumer (WIR) will ein Besitzrecht an dem Inhalten, das unabhängig vom Datenträger und unbegrenzt gilt.

    Zum anderen:
    >er wäre allerdings verantwortlich dafür sicher zu stellen, das niemand geliehene Inhalte kommerziell vervielfältigt.

    Wenn du in den Laden gehst und Software kaufst, bist du Eigentümer des Datenträgers. Diesen Datenträger darfst du auch jetzt schon ohne Probleme verkaufen. Sollte dies unterbunden sein, sollte das auch geändert werden. Du fordest aber, dass man auch Eigentümer des Inhalts wird. Dann aber fordest du, dass man es nicht kommerziell vervielfältigen darf. Und genau hier liegt das Problem.

    Entweder du wirst Eigentümer der Urheberrechte des Inhalts. Dann hast du aber auch das Recht das kommerziell zu verkaufen. Sonst würdest du jedem Erfinder verbieten, dass er seine eigene Verbietung verkauft.

    Oder aber du verbietest, die kommerzielle Verfielfältigung des Inhalts. Das geht rechtlich und logisch (unser Recht basiert auf Logik) nur über ein Nutungsvertrag.

    Der erste Fall ist aber abseits jeder Realität. Es kann schließlich nich sein, dass eine Firma eine 100 Millionen Software entwickelt (grob geschätzt für Photoshop) und jemand anderes im Laden die CD für 1000 kauft und sie selbst beliebig oft vervielfältigen und verkaufen kann.

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