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OpenAcces ist GIFT

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  1. Re: Was wäre denn ...

    Autor: soisdasoder 25.03.09 - 01:39

    FragenBerserker schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Gute Ideen gehören zum kulturellen Allgemeingut
    > erklärt!


    Radikaler Gedanke - und absolut richtig !

    Aber wie wir sicher alle ahnen, nicht in diesem System ;-)

  2. Re: Was wäre denn ...

    Autor: AnarchyX 25.03.09 - 01:47

    Dann muss man es eben so durchsetzen indem man einfach kopiert ohne sich um die Gesetze der Lobbybonzen zu kümmern. Man darf sich dann halt nur nicht erwischen lassen.

  3. Re: Was wäre denn ...

    Autor: soisdasoder 25.03.09 - 01:57

    AnarchyX schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Dann muss man es eben so durchsetzen indem man
    > einfach kopiert ohne sich um die Gesetze der
    > Lobbybonzen zu kümmern. Man darf sich dann halt
    > nur nicht erwischen lassen.

    Ein "Recht" (in Form von Gesetz) hat leider oft nichts mit "richtig" gemein. Man könnte Gedrucktes einfach neu interpretieren und eine Nicht-Kopie (zumindest von der gesetzlichen Seite betrachtet) von dem Original anfertigen.

    Der einzige gangbare Weg ist, dass Gesetz mit seinen eigenen Mittel zu schlagen - oder es intelligent zu umgehen, ohne es zu brechen.

    Alles eine Frage von Kreativität ;-)

  4. Re: Was wäre denn ...

    Autor: soisdasoder 25.03.09 - 02:00


    PS: das System ist abhängiger von uns als wir von ihm, dass sollte man an jeder möglichen Stelle ausnutzen

    So jetzt habt ihr Ruhe vor mir, ich geh ins Bett :-)

  5. Re: Warum nicht?

    Autor: Gernot 25.03.09 - 08:48

    Aber wir sind uns schon einig, dass die, ich sage mal "Wissensdistributoren", die Verlage, nichts für die Forschung zahlen, den Zugang zum Wissen aber mit einer Mautschranke versehen, deren einzige finanzielle Nutznieser diese Distributoren sind?

    justmy2cents schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > >Forschung wird von der öffentlichen Hand, also
    > uns allen, bezahlt - und eine Minderheit verdient
    > daran Geld und will gleichzeitig verhindern, dass
    > die, die davon Nutzen für unsere Zukunft haben,
    > Kinder und Jugendliche, erschwerten Zugang zu
    > diesem Wissen hat. Den Zugang kann sich vll. dann
    > noch eine kleinde Minderheit, Kinder wohlhabender
    > oder von Mittelschichteltern, leisten, doch die
    > Mehrheit der Schüler und Stundenten ist von dem
    > von der Öffentlichkeit bezahlten Wissen
    > abgeschnitten.
    >
    > Das sind zwei Fehler drin:
    >
    > Zum einen wird zwar Forschung gerade in den Uni
    > durch den Steuerzahler bezahlt. Aber ein anderer
    > Großteil der Forschung der z.b. in
    > Forschungsinstituten erledigt wrid, wird durch die
    > Industrie bezahlt. Weiterhin wird entgegen der
    > geläufigen Aussage hier nicht alles an Verlage
    > abgetreten. Gerade im universitären Bereich wird
    > sehr häufig kostenlose wissenschaftliche Paper
    > veröffentlicht.
    >
    > Zum anderen profitiert von der Forschung nicht nur
    > ein kleiner Teil unserer Gesellschaft. Du darfst
    > nicht vergessen, dass ein großer Teil der
    > Mittelschicht und den Großkonzernen(Siemens,
    > Bosch..) in hightech Bereichen arbeitet (Chemie,
    > Maschinenbau, Elektronik...). Und genau aus der
    > Forschung kommen überhaupt die Möglichkeiten. Die
    > Firmen wiederum bezahlen die Menschen. Insofern
    > verdienen sehr viele indirekt durch die Forschung
    > ihr Geld.


  6. Re: Warum nicht?

    Autor: Captain 25.03.09 - 09:17

    Braunbärin schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bei materiellem Eigentum ist es doch ebenso.
    >
    > Die Frage ist also:
    >
    > Warum nicht?

    aber zum Erhalt materiellen Eigentums, auch Geld, muss der Besitzer etwas tun. Beim Urheberrecht hingegen muss derjenige nichts tun, um Geld zu erwirtschaften zu können.
    Ich frage mich daher allen Ernstes, warum ich Leute für "Nichts" durchfüttern soll.


  7. Re: OpenAcces ist GIFT

    Autor: Ja ich bin AUCH Urheber 25.03.09 - 09:17

    Ja ich bin Urheber schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Auch OpenAcces an den Univesitäten ist nicht
    > minder schädlich, wenn die Publikationen kostenlos
    > im Internet stehen dann können Urheber und Verlage
    > kein Geld mehr mit der gedruckten Ausgabe
    > verdienen. Das ist schlichtweg inaktzeptabel,
    > deshalb vertraue ich auf den Gesetzgeber das solch
    > unseriöse Praktiken möglichst bald verboten
    > werden, damit sich das Schreiben von Büchern
    > möglichst bald wieder lohnt.

    Ach so, ich als Autor meiner eigenen wissenschaftlichen Arbeit soll also das Copyright an _meiner_ Publikation Elsevier, Springer & Co abtreten, inklusive aller Rechte, und dann auch noch _meine eigene_ Publikation kaufen?
    So ist es momentan, und es ist das größte Gift für die Wissenschaft, das es keinen freien Austausch von Erkenntnissen mehr gibt - dank des ach so tollen Urheber"rechts".
    Wie begründen Sie denn, daß es sein kann, daß viele Autoren ihre eigenen Publikationen nicht lesen können, da die Universität die Unsummen für den Zugriff nicht mehr bezahlen kann?
    Erst denken, dann schreiben.

  8. Re: Warum nicht?

    Autor: another2cents 25.03.09 - 09:27

    justmy2cents schrieb:
    >
    > Das sind zwei Fehler drin:
    >
    > Zum einen wird zwar Forschung gerade in den Uni
    > durch den Steuerzahler bezahlt. Aber ein anderer
    > Großteil der Forschung der z.b. in
    > Forschungsinstituten erledigt wrid, wird durch die
    > Industrie bezahlt.

    > Weiterhin wird entgegen der
    > geläufigen Aussage hier nicht alles an Verlage
    > abgetreten. Gerade im universitären Bereich wird
    > sehr häufig kostenlose wissenschaftliche Paper
    > veröffentlicht.

    Da sind 2 Fehler drin:
    Erstens wird nur ein verschwindent geringer Teil von der Industrie bezahlt - zB unsere Eliteinstitute wie die MPG sind komplett Bund und Länderfinanziert. Und das ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel!

    Zweitens, es gibt genau EIN OA-Journal - was wegen des Systems "Impact-Factor" von vielen Wissenschaftlern gemieden wird. Nature, Science, Neuron, Cell und und und machen 99% der veröffentlichungen aus, sind kommerziell, und verlangen vom Autor die komplette Abtretung seiner Rechte!

    Bitte erst informieren, bevor man sowas behauptet.


    > Zum anderen profitiert von der Forschung nicht nur
    > ein kleiner Teil unserer Gesellschaft. Du darfst
    > nicht vergessen, dass ein großer Teil der
    > Mittelschicht und den Großkonzernen(Siemens,
    > Bosch..) in hightech Bereichen arbeitet (Chemie,
    > Maschinenbau, Elektronik...). Und genau aus der
    > Forschung kommen überhaupt die Möglichkeiten. Die
    > Firmen wiederum bezahlen die Menschen. Insofern
    > verdienen sehr viele indirekt durch die Forschung
    > ihr Geld.

    Stimmt. Nur bekommt die Gesellschaft von der Industrie nichts zurück, ganz im Gegenteil. Sieht man ja gerade - Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert.

  9. Re: Warum nicht?

    Autor: Braunbärin 25.03.09 - 09:35

    Kinch schrieb:

    > Diese
    > Begrenzung finde ich persönlich nur fair, da die
    > Erben ja nichts Neues mehr schaffen und es somit
    > außer ihnen niemanden dient, wenn man sie
    > weiterhin für fremde Leistungen bezahlt.

    Das ist keine Antwort auf die Frage,
    denn warum soll jemand (und seine Erben),
    der ein Werk erschaffen hat, nicht so
    lange wie möglich Geld damit verdienen?

    "Weil nichts Neues mehr erschaffen wird"
    ist kein Argument, denn wenn Du Goldbarren
    kaufst und Deine Erben den in 100 Jahren
    wieder verkaufen, sagt ja auch niemand,
    dass Du nichts mehr dafür bekommst, weil
    die Goldbarren so alt sind. Weiterhin
    dienen die Goldbarren in Deinem Safe
    sogar niemandem, während das Werk
    weiterhin einen Zweck erfüllt.

  10. Re: Warum nicht?

    Autor: Braunbärin 25.03.09 - 09:36

    Frickler++ schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Weil geistiges Eigentum nicht vererbbar ist.

    Das ist Unsinn und zudem keine Antwort auf
    die Frage.

  11. Re: Warum nicht?

    Autor: Braunbärin 25.03.09 - 09:38

    Captain schrieb:

    > aber zum Erhalt materiellen Eigentums, auch Geld,
    > muss der Besitzer etwas tun.

    Nein, das ist falsch.

    Nimm einfach an, Du besitzt Goldbarren.
    Die musst Du nur lagern, mehr nicht.

    > Ich frage mich daher allen Ernstes, warum ich
    > Leute für "Nichts" durchfüttern soll.

    Du sollst keine Leute durchfüttern. Wenn
    jemand ein Werk erschaffen hat, hat er
    auch nicht "nichts" getan. Du entscheidest
    frei, ob Dir das Werk eine Bezahlung wert
    ist. Wenn nicht, dann nutzt Du es eben
    nicht. Das ist ganz einfach.

  12. Re: OpenAcces ist GIFT

    Autor: Braunbärin 25.03.09 - 09:47

    Frickler++ schrieb:

    > Es ändert aber nichts daran, dass eine derartige
    > Sichtweise hochgradig assozial ist.

    Es heißt "asozial". Und warum soll das
    Festhalten an seinem Eigentum asozial
    sein?

    > Dem Urheber selbst gönne ich die Lorbeeren seiner
    > Arbeit von ganzem Herzen.

    Na, immerhin.

    > Den geldgeilen
    > profitorientierten Geiern, die sich nach dem Tod
    > auf das Aas stürzen und sich daran laaben, wünsche
    > ich aber die Pest an den Hals.

    Warum? Weil Du es ihnen nicht gönnst?
    Das ist kein Argument dagegen.

    > Seid selbst kreativ, schreibt was kluges und
    > erntet den Erfolg.

    Und (nehmen wir das mal an) was wenn ein
    Vater kurz vor dem Abnippeln noch ein
    geniales Werk schreibt, es aber nicht
    veröffentlichen kann und der Sohn es erbt?
    Soll das dann der Allgemeinheit gehören,
    nur weil Du es dem Sohn nicht gönnst?

    Nein, tut mir leid. Da solltest Du mehr
    Argumente bringen als Missgunst.

  13. Re: OpenAcces ist GIFT

    Autor: Trockenobst 25.03.09 - 10:53


    > Es heißt "asozial". Und warum soll das
    > Festhalten an seinem Eigentum asozial
    > sein?

    Weil es dazu führt, dass immer mehr Leute irgendwann
    rumsitzen und auf ihre riesige "Besitzbibliothek"
    zeigen, aber keiner einen müden CENT verdient.

    > Warum? Weil Du es ihnen nicht gönnst?
    > Das ist kein Argument dagegen.

    Weil Wissen nur funktioniert wenn es geteilt wird.
    Siehe Wikipedia, siehe OpenSource. Ideen auf den
    Ideen anderer aufbauen. Dafür wirst Du während
    deiner Lebenszeit entlohnt, und deine Kinder
    75 Jahre nach deinem Tod. Danach ist SCHLUSS.

    > Und (nehmen wir das mal an) was wenn ein
    > Vater kurz vor dem Abnippeln noch ein
    > geniales Werk schreibt, es aber nicht
    > veröffentlichen kann und der Sohn es erbt?

    Hm? Der Sohn kann problemlos noch 20 Jahre
    damit Geld verdienen, einfach nur noch auf
    die Couch setzen und nix tun, weil 250 Seiten
    mit irgendwelchen "Gedanken" vollgeschrieben sind?

    Andere müssen für solche Gelder lange Spargelstechen.
    Hier spricht die Arroganz der Besitzbewahrer, der
    "was ich habe möchte ich bis zu meinem Tod haben".

    Man sollte sich merken: die "Masse" kann jederzeit
    auch beschließen, dass es GAR kein Urheberrecht
    nach dem Tod des Urheberrechts gibt.

    Was dann? "Dann sitz' ich halt nicht mehr faul auf
    der Couch; dann gehe ich freiwillig aufs Spargelfeld!
    Ich zeigs euch!!!"

    Ja, tut das.

    Trockenobst

  14. Re: Warum nicht?

    Autor: Trockenobst 25.03.09 - 10:59

    Braunbärin schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > die Goldbarren so alt sind. Weiterhin
    > dienen die Goldbarren in Deinem Safe
    > sogar niemandem, während das Werk
    > weiterhin einen Zweck erfüllt.

    Gold, Besitz, Land, kann seinen Wert verlieren.
    Man kann damit spekulieren, man braucht Bagger
    und einen Lastwagen. Man kann Soldaten davorstellen.
    Das geerbte Schloß ist verflucht teuer im Unterhalt.
    Mit Gold kann man Chips bauen, es hat einen "Wert"
    in sich selbst.

    Das "Recht" Geld für Gedanken zu verlangen ist
    was anderes. Das wird dir von einer Gemeinschaft
    zugesprochen, in dem Sinne wie dir ein Menschenrecht.

    Und die Gemeinschaft hat beschlossen, das die Arbeit
    deiner Vorfahren nach 75 Jahren nach ihrem Tode kaum
    noch Geld einbringt. Das ist das RECHT der Gemeinschaft.

    Wenn Du das anders willst: bitte. Scharr genug Lobbyisten
    um dich herum und erklären deine Sicht der Dinge, die
    anscheinend darauf basiert das Du sowieso besser als 95%
    des restlichen Bevölkerung bist (das ist bei fast allen
    die Besitz/Rechten eine sehr hohen Stellenwert einräumen).

    Arroganz ist nett. Aber genau aus diesem Grund wird sie
    immer wieder beschränkt.

    Trockenobst



  15. Re: OpenAcces ist GIFT

    Autor: Trockenobst 25.03.09 - 11:05

    redwolf schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Heutige Künstler machen das meiste Geld durch
    > Auftriffe. Die CD ist da eher obligatorisch und

    Hier sollte man kurz anmerken, das einige Stadien in gewissen
    Ländern (z.B. Spanien, Italien, Frankreich) inzwischen
    extreme Ticketpreise einiger Bands verhindern bzw. fordern
    das es immer einige Billigtickets gibt. Deswegen treten
    einige große Stars in einigen Gegenden nicht mehr auf,
    weil sie sich ihre Ticketpreise nicht vorschreiben lassen
    wollen.

    Die Möglichkeit da beliebige Preise zu verlangen wird
    hier auch gelegentlich beschnitten. D.h. da ist schon
    Druck auf dem Künstler, das er z.B. bei einem vollausverkauften
    Stadium nicht 1000€ für Logenplätze verlangen darf ist
    schon etwas albern.

    Trockenobst

  16. Re: OpenAcces ist GIFT

    Autor: Anti GELD 25.03.09 - 11:33

    Nach deiner auffassung könnten wir nicht einmal die enteckungen von früher benutzen weill sie unter einem "recht" stehen? rofl.

    GELD REGIERT NICHT DIE WELT, NUR DIE ZEIT DIE DU LEBST seit 1850 bis heute.
    Aber früher und in der zukunft wird das geld verschwieden und somit deine eistellung von Eigentum.

    Früher gewann der stärker, heute gewinnt auch der stärkere ( umgang mit geld ) und in der zukunft auch ( umgang mit technologie )

  17. FALSCH

    Autor: mxcd 25.03.09 - 12:14

    Ewiggeltende Urheberrechte wuerden in der Zukubft eine schwere Hypothek fuer die Entwicklung von Wissenschaft und Literatur darstellen.
    Ab wievielen Worten in gleiche Reiihe soll denn das EWIGE EIGENTUM gelten?

    Das Wesen eines Gedankens ist doch oftmals, daß viele ihn schon hatten, bevor ihn einer publiziert, und dasz der Gedanke verwendet wird, um weiterzudenken...
    Ein Gedanke, der in die Welt entlassen ist wird in gewissem Sinne zu Gemeingut und GEGENSTAENDE und IDEEN gleichzusetzen ist einer der schaedlichsten und falschesten Ansaetze, die es je gab.
    Wenn Wissenschaftler von der Gesellschaft fürs Denken bezahlt werden, dann nicht, damit sie eine Reihe von in Privateignerschaft befindlichen Werken kreieren. Was soll das denn? Es ist ihre Pflicht, dieses Wissen der Gemainschaft zurueckzugeben, oder sie sollen ihre Kleistforschung als Hobby betreiben und auf der Baustelle ackern.
    Auch im geistigen Sinne steht ein jeder von uns auf den Schultern derer, die vor uns dachten und schrieben.

    And by the way: wenn ich einen bandarbeiter dafuer bezahle (und gut bezahle) daß er Autos beut, dann gehoeren die hinterer nicht ihm - bei Gednken, die fuer Steuergeld niedergeschrieben werden, soll das aber anders sein. WARUM??

  18. Re: Was wäre denn ...

    Autor: FragenBerserker 25.03.09 - 12:27

    Das Patent für den Ottomotor hatte aber nur 9 Jahre bestand. Wäre dieses Patent oder auch Urheberrecht heute noch gültig, hätten Daimler und Co niemals so groß werden können und wird würden immernoch in dampfgetriebenen Motorkutschen durch die Gegend zischen.

    Und zum Unterschied Patent / Urheberrecht: beides nur marginal unterschiedliche Umsetzungen der gleichen Idee. Ich sage nicht, dass diese Idee schlecht ist: Sie kann einen "Erfinder" für einige Jahre schützen und ihm ermöglichen, aus seiner Idee Profit zu schlagen.

    Was heute jedoch passiert ist pervers: manche Firmen (insbes. in den USA) leben vom Patentieren virtueller Formulierungen und korrumpieren diejenigen, die echte Produkte produzieren. Oder aber Entscheider großer Firmen zwingen Erfinder durch langjährige Rechtsstreits mit einhergehender Verschuldung des Erfinders zum Verkauf seiner Idee, welche dann in den "Schubladen" verschwindet. Je nach Einfluss und Kaltherzigkeit kann eine solche Unterbindung einer guten Idee auch ganz anders, auch tötlicher ausfallen. Alles schon geschehen, en Mass.

  19. Re: Warum nicht?

    Autor: perus1986 25.03.09 - 13:01

    Braunbärin schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Nein, das ist falsch.
    >
    > Nimm einfach an, Du besitzt Goldbarren.
    > Die musst Du nur lagern, mehr nicht.
    >

    das meinst du nicht ernst, oder? Lagern kostet ja zu, glück nichts.

    > Du sollst keine Leute durchfüttern. Wenn
    > jemand ein Werk erschaffen hat, hat er
    > auch nicht "nichts" getan. Du entscheidest
    > frei, ob Dir das Werk eine Bezahlung wert
    > ist. Wenn nicht, dann nutzt Du es eben
    > nicht. Das ist ganz einfach.

    jemand der ein werk erschafft, der hat was getan, er hat das werk erschaffen. sollte auch dir klar sein. alle anderen haben nichts getan, das vorher verdiente geld geerbt und verdienen dann auch noch weiter an dem erschaffenen ihres vererbers? das kann nicht gewollt sein.

    und um jetzt mal ein echtes beispiel, so ganz ohne goldbarren und häuse zu bringen:
    tolien wollte sein werk nie verfilmt wissen, sein sohn christopher wollte dem wunsch entsprechen, wurde aber durch die anderen erben überstimmt. ist das fair?
    und um beim thema zu bleiben: tolkien hat tausende seiten schrift hinterlassen. genau, die gehören weiterhin christopher, er hat sie aufbereitet, zusammen gefügt, fehlende stellen ergänzt und dann das ganze in buch-form raus gebracht. ER hat in dem moment etwas geschaffen, zwar auch sein vater, aber der konnte es leider nicht vollenden.

    ich hoffe du kannst meiner kausalkette folgen, wenn nicht: ist mir klar, warum du so gerne erben willst: du bekommst selber keine beine auf den boden.

    perus


  20. Schranken schränken Schränke ein

    Autor: Nein ich bin kein Urheber 25.03.09 - 14:20


    das war mal ein intressanter standpunkt ...

    hoffentlich geht der genauso unter wie der kommunismus ...

    wenn ich als "urheber" von geistigem eigentum darauf bestehe das dies ewig in der familie bleiben würde, wäre wohl die gesamte gesellschaft am zusammenbrechen!

    materielles eigentum, z.b. ein bild von van gogh, kann man nicht einfach kopieren und unmodellieren und dadurch weiterentwickeln, aber geistiges eigentum schon.

    und darum geht es ...

    wenn jeder furz meint er müsse alles was er "erhoben" hat aus dem nichts, für ewig unter verschluss zu behalten gäbe es viele viele viele viele dinge nicht.

    dann wäre die gravitation noch immer in besitz der familie newton ...

    das wäre doch was, dann müsste jeder der sie "benützt" einen gewissen tribut an diese familie zahlen, denn jemand hat ja die gravitation aus dem nichts gehoben und "besitzt" dadurch die "rechte" an der gravitation ....

    und wenn es solche rechte auf "ewiges" geistiges eigentum geben würde, wären die verlage die ersten, die sich diese von dem autor/erfinder/etc, kaufen/erpressen würden. dann! wären die rechte auf ewig an einen konzern gebunden und sowas sollte nun wirklich verhindert werden!

    ich kann doch nicht erwarten, dass die gesellschaft menschen tolerieren wird, die davon leben das irgendwann einmal ein ur ur ur ur ur ur ur ur ur ur ur ur grossvater mal einen roman geschrieben hat der noch immer gedruckt/publiziert wird.

    ganz ehrlich ...

    du redest solch einen quatsch, dass es eigentlich schon fast ein fakebeitrag sein muss!

    ansonsten den restlichen leuten die noch bei trost sind nen schönen tag!

    © by myself@home.de ® myself

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