Modernes Raubrittertum
Autor: Aha 26.04.05 - 13:07
Schon jetzt mahnen die Rehtsanwälte der MI alles ab was geht, und verlangen fürs ausdrucken eines Serienbriefs mehrere hundert Euro. Ihre Adressdatenbank könnten sie mit einer Auskunft der ISPs munter weiterfüttern - denn wie wollen die denn kontrollieren ob die Anfrage berechtigt ist. Auch jeder Privatmensch ist Rechteinhaber seiner eigenen Texte, Fotos, Musik etc. - absolut unmöglich eine vernünftige Prüfung durchzuführen. Regt mich ein Poster in meinem Forum oder Internetseite auf und mir ist das das Geld für einen Anwalt wert, dann kann ich mal locker Namen und Anschrift herausfinden.
Dann gibts ja noch die berühmten Außergerichtlichen Einigungen der MI. Meines Wissens nach hat noch nie einer in Deutschland einen Zivilprozess gewagt, in dem es um Schadensansprüche aus illegal angebotenen, unentgeldlichen Musikdown- bzw uploads geht. Jedesmal hatte der Anwalt des P2P-Nutzers geraten das Angebot zur Außergerichtlichen Einigung der MI anzunehmen. Das Risiko ist wohl zu hoch ohne vergleichbare Fälle die Höhe des Schadensersatzes einzuschätzen. Und hier hat die MI immer im Vorfeld munter behauptet durch die Lizenzanalogie wäre EIN Song tausende Euro Wert (aus einer Spiegelausgabe letzten Sommers konnte ich das entnehmen). Aber großzügigerweise, ist die MI bereit gegen eine unterzeichnete Unterlassungserklärung (€€€) + ein paar tausend Euro für ihren entstandenen "Schaden", davon abzusehen, den Fall zivilrechtlich zu verfolgen.
Oben erwähnte Adressdatenbank könnte dann wohl unmengen Geld bringen, wenn es genug Dumme gibt, die sich ohne polizeiliche Untersuchung schon überführt fühlen.
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Aha | 26.04.05 - 13:07 |



