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Flashback: Die Operation Himmel

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  1. Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: citoyen 06.05.09 - 07:00

    Wer die damalige Operation Himmel noch nicht vergessen hat, kann sie jetzt wieder hervorkramen und feststellen, dass sie sehr genau der Testlauf war für den heutigen Zensurangriff aufs Netz.
    Tatsache ist, dass die Operation Himmel ein ermittlerischer Flop war: von 10.000 mit Anfangsverdacht über IP beglückten Internetnutzern hatten vielleicht 1.000 das zweifelhafte Vergnügen einer Hausdurchsuchung (Belästigung) und von den 1.000 haben keine 10 einen Prozess bekommen (eine Handvoll Strafbefehle für ein paar unbedarfte KiPo-Gucker war die ganze ermittlerische Ausbeute dieses Fiaskos der Staatsanwaltschaften).
    Das BKA weiß das, aber dieses Wissen interessiert die Leute nicht. Sie wollen von diesem Wissen nichts wissen. Und genau damit beginnt die Provokation des Zensurangriffs aufs Netz. Sie wissen genau, dass sie wider besseren Wissens handeln. Und das muss sich kein Bürger bieten lassen.

  2. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: denktandieKinder 06.05.09 - 07:02

    ->> "paar unbedarfte KiPo-Gucker"

    Diese müssen bestraft werden. Und alleine das war schon den Aufwand wert! Und wenn man dafür 100.000 durchsuchen müsste!

    Alle Macht dem BKA!!

  3. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: citoyen 06.05.09 - 07:29

    denktandieKinder schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ->> "paar unbedarfte KiPo-Gucker"
    >
    > Diese müssen bestraft werden. Und alleine das war
    > schon den Aufwand wert! Und wenn man dafür 100.000
    > durchsuchen müsste!
    >
    > Alle Macht dem BKA!!

    Jo, dieses Land wird an seinen eigenen populistischen Kindereien zugrunde gehen. Da kann man eher fordern: alle Macht den Weißkitteln.
    ;-)



  4. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: Finger im Rachen 06.05.09 - 07:34

    Aber ja klar doch. Komm jetzt noch mit so'n Spruch wie "wenn nur eine unschuldige Kinderseele gerettet wird, dann war es das schon wert" oder so, dann muß ich kotzen.

  5. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: der Wähler 06.05.09 - 07:36

    Was ist dir lieber: Ein entkommener Kinderschänder, aber dafür 100 unschuldige Personen, die man nicht mit Ermittlungen belästigt hat?

    Oder ein gefasster Kinderschänder und dafür 100 Ermittlugnsverfahren, bei denen auch mal Unschuldige kurz "belästigt" werden?

    Bitte eines wählen!

    Soll der Kinderschänder freigehen oder gefasst werden?

  6. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: ganzehrlich 06.05.09 - 07:37

    Ist doch richtig so!

    Kinder sind das Wichtigst im Leben! Oder siehst du das anders?

    Wenn du kotzen mußt, erwisch bitte kein Kind! Das könnte eienen Schaden davontragen!

  7. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: citoyen 06.05.09 - 07:47

    der Wähler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Was ist dir lieber: Ein entkommener
    > Kinderschänder, aber dafür 100 unschuldige
    > Personen, die man nicht mit Ermittlungen belästigt
    > hat?
    >
    > Oder ein gefasster Kinderschänder und dafür 100
    > Ermittlugnsverfahren, bei denen auch mal
    > Unschuldige kurz "belästigt" werden?
    >
    > Bitte eines wählen!
    >
    > Soll der Kinderschänder freigehen oder gefasst
    > werden?


    Der (gute) Zweck heiligt keinesfalls den überzogenen Einsatz nicht zielführender Mittel. Und außerdem wenden sich die Ermittlungen im Netz leider nicht gegen Kinderschänder (professionelle Ausbeuter von Kindern, Eltern, die ihre Kinder vermarkten oder schlicht und einfach zur Schau stellen), sondern gegen Leute, die sich Besitz an kinderpornografischem Material verschaffen (wollen) und/oder derartiges Material verbreiten. Letztere - auch das ist ein Befund der Operation Himmel - benutzen für ihr illegales Tun keineswegs das offene Jedermann-Internet, sondern geschlossene Nutzergruppen und verschlüsselte Verbindungen (VPN). Vielleicht auch schon wieder den guten alten Postweg oder Boten, was weiß ich.



  8. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: der Wähler 06.05.09 - 07:53

    Dann tun wir einfach so, als wäre obiges Dilemma rein hypothetisch und du wüßtest mit SICHERHEIT (warum auch immer), dass sich unter den 101 Personen ein Kinderschänder befände.

    Welche der beiden Varianten wählst du? Bitte nicht herausreden!

  9. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: Jedi 06.05.09 - 07:54

    ... Ich wollte nur bezgl. der Operation himmel fragen ob es die 6 sachen die zum Richtergekommen sind die 4 Suizide 15 Scheidungen und zig Job verluste wert waren?

    Wer so eine Untersuchung aufgrund einer Sinnlos Überzogenen Junta Aktion hat lebt mit einem stigmata.

    Der Zweck Heiligt meiner meinenung nach NICHT die mittel

  10. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: Finger im Rachen 06.05.09 - 07:59

    Mir kommt immer das kotzen, wenn bei einem zugegeben emotional belastenden Thema plötzlich selbst die scheinbar vernünftigsten Leute zu Tieren werden und aus lauter Brutinstinkt auf jegliches Minimum an analytischem Sachverstand und Kritikfähigkeit vergessen.

  11. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: citoyen 06.05.09 - 08:01

    der Wähler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Dann tun wir einfach so, als wäre obiges Dilemma
    > rein hypothetisch und du wüßtest mit SICHERHEIT
    > (warum auch immer), dass sich unter den 101
    > Personen ein Kinderschänder befände.
    >
    > Welche der beiden Varianten wählst du? Bitte nicht
    > herausreden!

    Ich lehne Überwachung und Zensur im Netz in Friedenszeiten grundsätzlich ab. Hinnehmbar ist das für mich nur, wenn der Notstand oder der Kriegszustand beschlossen und ausgerufen wird. Solche Maßnahmen sind nur im Zusammenhang mit Ausnahmesituationen und große Gefahren für ein Staatswesen akzeptabel.
    Und warum ich so denke? Das Netz ist kein Straßenverkehrsnetz, sondern eine offene Kommunikationsstruktur der Zivilgesellschaft. Auf den Straßen und Plätzen dieser Welt kann jede Polizei meinetwegen so viele Radarfallen und Videokameras aufstellen, wie sie lustig ist. Das ist ihr gutes Recht, auch wenn es häufig Quatsch ist. Aber wie dem auch sei.
    Im Netz hingegen automatisierte Überwachungen aufstellen ist ein Angriff auf die Kommunikation des Bürgers und grundsätzlich abzulehnen.
    Einzige Ausnahme: der Notstand, der Kriegszustand.




  12. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: citoyen 06.05.09 - 08:06

    Jedi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ... Ich wollte nur bezgl. der Operation himmel
    > fragen ob es die 6 sachen die zum Richtergekommen
    > sind die 4 Suizide 15 Scheidungen und zig Job
    > verluste wert waren?
    >
    > Wer so eine Untersuchung aufgrund einer Sinnlos
    > Überzogenen Junta Aktion hat lebt mit einem
    > stigmata.
    >
    > Der Zweck Heiligt meiner meinenung nach NICHT die
    > mittel

    Natürlich war es das nicht "wert". Ich halte diese Operation für eine gewaltige Sauerei der deutschen Exekutive, die man diesen Typen nur immer wieder unter die Nase reiben kann. Das ist man sich und der Demokratie als freier Bürger schuldig.
    Und das Schlimme ist - wenn man den Film, der derzeit läuft, betrachtet - dass diese Exekutive nichts, aber auch nichts lernen will, sondern immer störrischer und autistischer dem Bürger auf den Senkel geht.


  13. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: Der Wähler 06.05.09 - 08:10

    > Einzige Ausnahme: der Notstand, der Kriegszustand.

    Also doch ein Utilitarist. Naja... du unterscheidest dich nicht kategoriell von denjenigen, die Sperren fordern. Nur steckst du die Grenze woanders ab.

  14. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: Bulimie ist heilbar 06.05.09 - 08:12

    Bulimie ist heilbar! Es gibt Therapieangebote.

    Vielleicht kann man das Kotzen so unter Kontrolle bringen.

  15. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: citoyen 06.05.09 - 08:17

    Der Wähler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Einzige Ausnahme: der Notstand, der
    > Kriegszustand.
    >
    > Also doch ein Utilitarist. Naja... du
    > unterscheidest dich nicht kategoriell von
    > denjenigen, die Sperren fordern. Nur steckst du
    > die Grenze woanders ab.

    Alles hat Grenzen. Aber ich bemühe mich, sinnvolle Grenzen staatlicher Intervention zu beschreiben, die für jeden Bürger nachvollziehbar sind.
    Wenn ich Notstand oder Kriegszustand als eine derartige Grenzsituation anführe, dann gehe ich davon aus, dass die Bürger in diesem Falle hinter dem Staat stehen und diesen einem Aggressor ausgesetzt sehen. Sollte der Notstand aber ausgerufen werden, weil der Staat sich gegen seine Bürger wenden möchte, dann würde ich derartige staatliche Interventionen ebenfalls als Angriff auf die Bürger werten und das Recht des Bürgers auf Selbstverteidigung oder sein Recht, aktiv die Demokratie (auch gegen degenerierte Staatsmacht) zu verteidigen, in Anspruch nehmen.



  16. Hier die Antwort, die Du nicht hören willst:

    Autor: knips 06.05.09 - 08:18

    der Wähler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Dann tun wir einfach so, als wäre obiges Dilemma
    > rein hypothetisch und du wüßtest mit SICHERHEIT
    > (warum auch immer), dass sich unter den 101
    > Personen ein Kinderschänder befände.
    >
    > Welche der beiden Varianten wählst du? Bitte nicht
    > herausreden!

    Deine Fragestellung hinkt schon allein dewegen, weil die von Dir genannten Alternativen a) wie von Dir zugegeben hypothetisch und b) damit nicht praxisrelevant, weil niemals die einzig verfügbaren sind.

    Aber wenn Du auf Deiner Frage beharrst, hier meine Meinung: Wenn Du hundert unschuldige Personen des Kindesmißbrauch verdächtigst und sie mit Übermittlungsverfahren überziehst, machst Du damit hundert Personen sowie ihre Angehörigen (Ehepartner, Kinder, Eltern) auf Jahre hinaus fertig. Denn irgendwas bleibt immer haften, mögen sie noch so unschuldig sein. Eine für mich inakzeptable Vorgehensweise, auch wenn dadurch ein einzelner Täter für gewisse Zeit weiterhin auf freiem Fuß bleibt.

    Insofern ist jedes Ermittlungsverfahren, bei dem schon aus technischen Gründen die Anzahl der "false positives" immens ist (also z.B. bei Netzsperren mit Echtzeitzugriffsüberwachung) für diese Zwecke ungeeignet. Schlichtweg deshalb, weil es auf Grund der oben genannten Folgen ein Klima des Mißtrauens schafft und damit hochgradig gesellschaftszersetzend ist.

    Mit anderen Worten: Eine Handvoll noch nicht gefasster Kinderf*cker empfinde ich als ein kleineres Übel als die nationale Wiedereinführung der Hexenverfolgung.




  17. Re: Hier die Antwort, die Du nicht hören willst:

    Autor: Der Wähler 06.05.09 - 08:21

    Du lehnst Utilitarismus ab?

    Wie entscheidest du dich hier:

    "Eine Straßenbahn ist außer Kontrolle geraten und droht, fünf Personen zu überrollen. Durch Umstellen einer Weiche kann die Straßenbahn auf ein anderes Gleis umgeleitet werden. Unglücklicherweise befindet sich dort eine weitere Person. Darf (durch Umlegen der Weiche) der Tod einer Person in Kauf genommen werden, um das Leben von fünf Personen zu retten?"

  18. Re: Flashback: Die Operation Himmel

    Autor: Der Wähler 06.05.09 - 08:24

    Deine Definition ist leider willkürlich.

    Damit begibst du dich insofern auf gefährliches Terrain, als auch du damit automatisch akzeptieren musst, dass auch andere willkürlich Grenzen ziehen (und gegen dich Zwang ausüben).

    Sobald man rechtfertigt, wann Zwang unschuldigen Menschen gegenüber passend wäre, ist man schon auf Glatteis gelangt.

    Nicht anders werden übrigens die Sperren begründet.

    Denk bitte darüber nach.

  19. Re: Hier die Antwort, die Du nicht hören willst:

    Autor: citoyen 06.05.09 - 08:27

    knips schrieb:
    -------------------------------------------------------

    >
    > Aber wenn Du auf Deiner Frage beharrst, hier meine
    > Meinung: Wenn Du hundert unschuldige Personen des
    > Kindesmißbrauch verdächtigst und sie mit
    > Übermittlungsverfahren überziehst, machst Du damit
    > hundert Personen sowie ihre Angehörigen
    > (Ehepartner, Kinder, Eltern) auf Jahre hinaus
    > fertig. Denn irgendwas bleibt immer haften, mögen
    > sie noch so unschuldig sein. Eine für mich
    > inakzeptable Vorgehensweise, auch wenn dadurch ein
    > einzelner Täter für gewisse Zeit weiterhin auf
    > freiem Fuß bleibt.
    >
    Ganz meiner Meinung. Problematisch ist die Auffassung vom Internet, die in den Köpfen der Verfolgungsbehörden herumspukt. Diese Auffassung ist immer deutlicher erkennbar Teil des Problems, und eben nicht Teil der Lösung.
    Die Behörden stellen sich - über Analogie "Autobahn" = "Datenautobahn" - tatsächlich vor: Ja, dann können wir ja "wie auf der Autobahn" automatische Überwachungsanlagen auf der Datenautobahn installieren. Und genau mit dieser unsinnigen Analogie werden diese Leute zum großen gesellschaftlichen Problem. Derzeit scheinen sie vollkommen unbelehrbar zu sein und beharren störrisch auf ihre vollkommen abwegige Vorstellung vom Internet. Und das ist nicht hinnehmbar.

  20. Re: Hier die Antwort, die Du nicht hören willst:

    Autor: ein kleiner Tipp 06.05.09 - 08:30

    Es geht um Metaphern ...

    Wenn du des Englischen mächtig bist, dann findest du hierzu massenhaft Literatur!

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