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Piraten gegen Genfood?

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  1. Re: Piraten gegen Genfood?

    Autor: gultimore 12.05.09 - 15:12

    kikimi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > <ironie>
    > </ironie>

    gerade diese ironie verdeutlicht meinen standpunkt. kinder in die welt setzen, produkt der evolution. viele veränderungen in den genen, dennoch klappt dieses wunderbar, weils anwendung der mechanismen der evolution sind. gleiches prinzip bei der kreuzung.
    die gesamte menschheit basiert auf dem vertrauen*, dass diese mechanismen funktionieren.

    *edit
    oder unvertrauen /edit

    du willst mir jetzt aber weis machen, wir sollen bei der kreuzung auf diese mechanismen verzichten, weil wir sie nicht verstehen und lieber immer nur ein gen verändern, obwohl wir keine ahnung haben, was da passiert.

    scheiß auf 5 milliarden jahre nachweis, dass die evolution klappt, wir menschen sind viel toller.

    kikimi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > In der Tat. Aber es ist naheliegend. Wenn ich ein
    > Gen-Komplex einschleuße, der eine Pflanze gegen
    > einen Schädling resistenter macht, dann wird die
    > Pflanze höchstwahrscheinlich resistenter gegen
    > Schädlinge sein. Sonst nix.

    gerade dieses sonst nix ist nicht naheliegend. es ist eher umgekehrt:

    kikimi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wohingegen, wenn man zwei Kartoffelarten auf
    > "natürliche" Weise miteinander kreuzt, diese dann
    > auf einmal Giftstoffe produziert, weil man eben im
    > Vorfeld nicht wusste, was all die tausend Gene nun
    > miteinander machen, die da auf einmal
    > zusammenstoßen.

    dann produziert diese kartoffelsorte halt giftstoffe, sonst aber nix.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.05.09 15:13 durch gultimore.

  2. Re: Piraten gegen Genfood?

    Autor: kikimi 12.05.09 - 19:33

    gultimore schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > kikimi schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > <ironie>
    > </ironie>
    >
    > gerade diese ironie verdeutlicht meinen
    > standpunkt. kinder in die welt setzen, produkt der
    > evolution. viele veränderungen in den genen,
    > dennoch klappt dieses wunderbar, weils anwendung
    > der mechanismen der evolution sind. gleiches
    > prinzip bei der kreuzung.

    Aha. Natur gut. Mensch böse. Also wäre deiner Argumentation nach eigentlich auch Kreuzung böse, weil man auch hier Artengrenzen überschreitet und nie wissen kann was dabei herauskommt.

    Du erklärst die Evolution hier zu etwas Heiligem, zu etwas was sie gar nicht ist. Sie ist ein ungeplanter, nicht zielgerichteter zufälliger Prozess aufgrund von Fehler beim imperfekten DNA-Kopiervorgang, welche Individuen überleben wird über den nicht-zufälligen Prozess der Natürlichen Selektion ausgemacht.

    > die gesamte menschheit basiert auf dem vertrauen*,
    > dass diese mechanismen funktionieren.

    Aber in regelmäßiger Seltenheit schlagen die Mechanismen total fehl. Ein Beispiel unter vielen: Down-Syndrom. Man könnte also sagen, irrationalem Vertrauen ...

    > *edit
    > oder unvertrauen /edit
    >
    > du willst mir jetzt aber weis machen, wir sollen
    > bei der kreuzung auf diese mechanismen verzichten,
    > weil wir sie nicht verstehen und lieber immer nur
    > ein gen verändern, obwohl wir keine ahnung haben,
    > was da passiert.

    Ich wollte dir deutlich machen, dass die Gefahr bei dem "normalen" Verfahren eigentlich größer ist, als das der Gentechnik. Trotzdem wenden wir es an.

    > scheiß auf 5 milliarden jahre nachweis, dass die
    > evolution klappt, wir menschen sind viel toller.

    Weil der Mensch ja noch nie Zuchtwahl betrieben hat und somit aktiv ins Geschehen eingegriffen hat. Nur die Qualität des Werkzeugs ändert sich, aber nicht das Verfahren als solches.

    Und ja, wir Menschen können die Evolution als solche begutachten und bewerten. So haben die Insekten beispielsweise die Arschkarte, weil ihr Chitin-Panzer ihre maximale Größe stark limitiert.

    Kühe haben wir zu Hochleistungsmilchmaschinen gezüchtet, Schweine zu Hochleistungsfleischproduzenten. Wir Menschen spielen seit Jahrtausenden eine signifikante Rolle innerhalb der natürlichen Selektion, aus einem eigentlich nicht zielgerichteten evolutionären Prozess erst einen zielgerichteten gemacht zu haben.

    > kikimi schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > In der Tat. Aber es ist naheliegend. Wenn ich
    > ein
    > Gen-Komplex einschleuße, der eine Pflanze
    > gegen
    > einen Schädling resistenter macht, dann
    > wird die
    > Pflanze höchstwahrscheinlich
    > resistenter gegen
    > Schädlinge sein. Sonst
    > nix.
    >
    > gerade dieses sonst nix ist nicht naheliegend. es
    > ist eher umgekehrt:
    >
    > kikimi schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wohingegen, wenn man zwei Kartoffelarten
    > auf
    > "natürliche" Weise miteinander kreuzt,
    > diese dann
    > auf einmal Giftstoffe produziert,
    > weil man eben im
    > Vorfeld nicht wusste, was
    > all die tausend Gene nun
    > miteinander machen,
    > die da auf einmal
    > zusammenstoßen.
    >
    > dann produziert diese kartoffelsorte halt
    > giftstoffe, sonst aber nix.

    Niemand konnte das Vorhersehen! Verbietet Pflanzen-Kreuzung!!! Jetzt mal im Ernst, was *muss* denn passieren damit du es als gefährlich einstufst? Dass die Kartoffeln explodieren? Diese Anomalie ist es ja gerade was man der Gentechnik vorwirft, dass sie schädliche Folgen hat, und siehe da, sie treten wahrscheinlicher bei der "konventionellen" Methode auf.

  3. Re: troll halt. Re: kartoffeln sind nachtschattengewächse.

    Autor: kikimi 12.05.09 - 19:35

    asdvsadv schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > du schriebst: "Bei einer Kartoffelzucht kam es
    > dazu, dass ein auf normalen Wege hergestellter
    > Hybrid auf einmal Giftstoffe herstellte. Das
    > konnte wirklich keiner vorhersehen."
    >
    > was ist daran denn unvorhersehbar, wenn die
    > pflanze auch ohne zucht schon gift produziert.
    >
    > <°(((><<

    Gift im Sinne "für den Menschen schädlich". Nicht diese leichte Giftstoffanteil, den die normale Kartoffel aufweist.

    Danke für den Fisch.

  4. Re: Piraten gegen Genfood?

    Autor: gultimore 12.05.09 - 22:23

    kikimi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du erklärst die Evolution hier zu etwas Heiligem,
    > zu etwas was sie gar nicht ist.

    du überliest auch immer die hälfte? ich erkläre nicht die evolution zu was heiligen, sondern die mechanismen dieser. damit meine ich die kombination von verschiedenen genen zu einen kompletten neuen. arten kreuzung, kinder kriegen usw.
    und diese mechanismen sind nicht zufällig und ungesteuert, da diese mechanismen sehr wohl in der lage sind, fehler zu erkennen und beheben.
    beispiel
    >Es gibt eine ganze Reihe von Genen und Enzymen, die laufend damit beschäftigt sind, Fehler in der DNA zu entdecken und zu reparieren.

    daher:

    kikimi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nur die Qualität des Werkzeugs ändert sich,
    > aber nicht das Verfahren als solches.

    genau darum gehts. die qualität wird durch das verändern einzelner gene massiv verschlechtert.

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