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Einfach nur LOL

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  1. Einfach nur LOL

    Autor: Panzl Franzl 28.05.09 - 20:16

    Mein Meizu M6 hat inklusive Versand gerade mal 60 Euro gekostet. Video- und EBook-Funktion waren nur interessantes Extra. Hauptfunktion ist schon Musik hören. Aber ich habe schon einen Roman damit durchgelesen. Da das Gerät noch kleiner als ein Recclam-Heft und überraschend Robust ist - mehrere Stürze aus Hüfthohe ohne jeglichen Schaden überstanden, kann ich es überall in der Hosentasche mitnehmen. Wenn ich dann Lust und Zeit habe - zum Beispiel in der Mittagspause, lese ich damit einfach in einem Buch weiter und höre dabei noch Musik, wenn ich will. Eine Suchfunktion hat das Gerät zwar nicht, dafür aber eine Bookmark-Funktion (maximal 3), sodass es einem Taschenbuch - welches bekanntlich nicht in eine Hemd- oder Hosentasche passt, durchaus Konkurrenz macht. Unicode unterstützt es auch. Man kann also auch Chinesisch- oder Japanisch damit lesen. Blättern geht damit genauso schnell wie mit einem echten Buch. Einfach mit dem Daumen kurz antippen und man blättert ohne Wartezeit vor oder zurück. Schnelleres Blättern über mehrere Seiten per Scrollen geht ebenfalls. Natürlich muss man 2-3x so oft blättern wie in einem gedruckten Buch, weil das LCD nur 2,5 Zoll Diagonale hat, was aber bei etwa 160 dpi gut lesbar ist.

    Bücher gibt es bekanntlich mehr als genug legal und kostenlos z.B. beim Projekt Gutenberg.

    Auf PDFs, Illustrationen Formatierungsschnickschnack kann ich verzichten. Die einzige Vorteile, den ich bei "richtigen" E-Book-Readern interessant finde, sind die bessere Lesbarkeit in großer Helligkeit und die längere Akkulaufzeit, die sich durch E-Paper ergeben. Ein LCD ist zwar in Räumen sehr gut lesbar, aber draußen muss man dann im Sommer die Hintergrundbeleuchtung voll aufdrehen und sich möglichst noch Schatten suchen, was natürlich auf den Akku geht. Aber wenn die Geräte dadurch ein Vielfaches kosten, als die recht brauchbare "Notlösung" und dann noch mit Einschränkungen wie DRM nerven, dann ich auch sehr gut darauf verzichten.

    Was ich damit nur sagen will: Der Markt verpennt zum wiederholten Male die Entwicklung und entwickelt am Kunden vorbei. Für viele professionelle Anwendungen sind auch die teuren E-Reader nur bedingt geeignet. Der reine Consumer-Markt dagegen wird asiatischen Elektronikherstellern überlassen und die Kunden besorgen sich ihre E-Books eben selbst entweder legal oder illegal. Dabei könnte man mit sehr wenig Aufwand Bücher und Texte zum Download für einige Cent bis wenige Euro anbieten. Man müsste nur einmal die Paranoia bezüglich der Kopierbarkeit ablegen.

  2. Re: Einfach nur LOL

    Autor: Blair 05.06.09 - 04:42

    Panzl Franzl schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Akkulaufzeit, die sich durch E-Paper ergeben. Ein
    > LCD ist zwar in Räumen sehr gut lesbar, aber
    > draußen muss man dann im Sommer die
    > Hintergrundbeleuchtung voll aufdrehen und sich
    > möglichst noch Schatten suchen, was natürlich auf
    > den Akku geht. Aber wenn die Geräte dadurch ein
    > Vielfaches kosten, als die recht brauchbare
    > "Notlösung" und dann noch mit Einschränkungen wie
    > DRM nerven, dann ich auch sehr gut darauf
    > verzichten.

    das elektronische papier ist keine "notlösung", sondern offensichtlich eine notwendigkeit: tfts sind normalem papier einfach viel zu unähnlich und das lesen damit nicht annähern so angenehm. der grund für den flop des ersten markteinführungsversuchs von e-books vor einigen jahren war, dass die displays zu schlecht waren, sie kamen einfach nicht an papier ran. das problem hat man nun gelöst. klar ist es noch sehr teuer. aber das wird nicht so bleiben.


    > Was ich damit nur sagen will: Der Markt verpennt
    > zum wiederholten Male die Entwicklung und
    > entwickelt am Kunden vorbei. Für viele
    > professionelle Anwendungen sind auch die teuren
    > E-Reader nur bedingt geeignet. Der reine
    > Consumer-Markt dagegen wird asiatischen
    > Elektronikherstellern überlassen und die Kunden
    > besorgen sich ihre E-Books eben selbst entweder
    > legal oder illegal.

    der erfolg des kindle in den usa widerspricht dir.


    > Dabei könnte man mit sehr
    > wenig Aufwand Bücher und Texte zum Download für
    > einige Cent bis wenige Euro anbieten.


    einige cent, alles klar. wenn die verkäufer der ansicht wären, die höheren verkaufszahlen würden den geringeren preis ausgleichen, dann würden sies machen.

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