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  5. › Ubuntu nutzt Grub 2 als Bootloader

selbtsames gewurschtel im MBR

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  1. selbtsames gewurschtel im MBR

    Autor: Andreas Jellinghaus 10.06.09 - 14:04

    Eigentlich ist so ein PC sauber organisiert: der erste Sektor der Platte
    hat eine Tabelle, über die man die Festplatte aufteilt (partitioniert), und
    einen Code, der in den ersten Sektor der ersten aktiven Partition springt.

    Wenn sich alle drann halten, ist das kein Problem. Neue Betriebsysteme
    können einfach aus dem unbenutzten Platz eine neue Partition machen,
    und sich da rein installieren. In ihrer eigenen Partition kann auch der Code
    zum laden des betriebsystems sein. Und wenn ein Reboot notwendig ist,
    wird halt die neue Partition als aktiv markiert, damit die geladen wird.
    Kann man ja problemlos ändern, wenn man was anderes haben will.

    Auch ein überschreiben des Programmes im MBR ist kein problem, solange
    der Code darin immer das gleiche macht: Partitionstabelle anschauen,
    nach active flag suchen, und die aktive partition booten.

    Das Problem mit Ubuntu und anderen Linux Distributionen ist natürlich,
    das diese alles viel besser wissen. leider schreiben diese meist den GRUB
    in den MBR statt in die eigene partition, und wer dann windows nach installiert,
    kann linux nicht mehr booten.

    würde man das sauber machen - einen normalen MBR in den MBR, und den
    bootloader in die partition - dann gäbe es viel weniger probleme. aber
    leider wird wohl auch mit dem umstieg von grub auf grub2 bei ubuntu keine
    weitsicht einkehren. schade.

  2. Re: selbtsames gewurschtel im MBR

    Autor: Flying Circus 10.06.09 - 14:11

    "leider schreiben diese meist den GRUB in den MBR statt in die eigene partition, und wer dann windows nach installiert, kann linux nicht mehr booten."

    Mit anderen Worten: Windows schreibt selbst den eigenen Bootloader in den MBR. Nichts anderes tut auch Grub. Der Rest von Grub sitzt in der Systempartition.

    Übrigens ist es unter Linux mit Grub problemlos möglich, ein Windows zu booten. Umgekehrt ist das ein wenig umständlicher.

  3. Windows schuld

    Autor: Crass Spektakel 10.06.09 - 14:14

    Daran ist allerdings Windows schuld, denn Windows führte mal die Logik ein "Von der ersten aktiven Primärpartition wird Windows gebootet" und da Windows keinen brauchbaren Bootloader (*1) mitbringt wars das dann.

    Nur darum wird der MBR per Default ausgetauscht. Wenn Du das anders willst, Du kannst den Grub-Bootloader auch Problemlos in den Partitionsheader schreiben, klappt auch. Nur bootet der MS-MBR dann trotzdem immer erst Windows.

    Für mich stellt sich auch die Frage was es bringt wenn man den Systemloader im Partitionsheader anstatt im MBR installiert, denn einen "Standard-MBR" gibts ja nicht, man könnte höchstens einen minimalen Lilo-Bootsektor im MBR installieren um damit den Grub- oder Windows-Bootmanager über einen Partitionsheader nachzuladen - nur was bringt das?

    (*1) ja ich weis man kann auch mit dem Windowsbootloader einen Linuxkernel nachladen, aber da ist es einfacher sich selbst eine Grub-Alternative von Grund auf neu zu installieren. Mit den BCD-Tools unter Vista wirds etwas einfacher, erfordert aber immer noch extrem viel Handarbeit.

    Kurz: Wie immer ist Microsoft schuld. Und Du mein junger Padawan scheinst etwas verwirrt zu sein.




    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.06.09 14:18 durch Crass Spektakel.

  4. blödsinn

    Autor: Andreas Jellinghaus 10.06.09 - 14:31

    deine behauptung, der windows MBR würde windows booten stimmt so nicht.

    der windows MBR läd den ersten sektor der ersten aktiven partition und führt ihn
    aus. wenn das eine windows partition ist, dann ist da der code, der den windows
    boot loader läd. wenn das eine linux partition mit grub ist, dann wird grub geladen
    und alles ist gut. geht auch mit anderen betriebsystemen.

    doof sind nur linux distributionen wir ubuntu, die den grub nicht in die linux
    partition installieren, sondern in den MBR, und wenn er da überschrieben wird,
    schieben sie anderen das problem zu, und der benutzer muß kompliziert mit live-cd
    die sache "reparieren" (macht in der regel wieder den gleichen fehler).

    wer dagegen die sache sauber aufsetzt, dessen MBR wurde bei einer windows neu/nach-installation zwar auch überbügelt, muß aber nur kurz disktool aufrufen,
    die linux partition mit grub (oder welchen bootmanager man auch immer verwendet)
    wieder auf aktiv setzen, und beim nächsten boot läuft alles wie gewohnt. das ist
    leicht gemacht, geht ohne verrenkungen, ohne kommandozeile, und darin liegt der
    vorteil einer solchen sauberen installation.

    es ist dagegen total sinnlos, wenn man künstlich probleme vorprogrammiert, und
    das passiert durch die "grub in den mbr" halt leider. vermutlich kann ubuntu nicht
    anders, weil einen mbr oder ein equivalent zum "fdisk /MBR" gibts bei linux nicht:
    keines der fdisk programme kommt mit einem MBR code, den es in den MBR schreiben
    könnte, und das "mbr" packet bei debian enthält einene mbr-auf-steroiden,der über
    besondere tastendrücke die partitionstabelle verändern kann und sowas - das will man
    aber oft gar nicht haben.

  5. Re: blödsinn

    Autor: frlan 10.06.09 - 14:41

    Wieso möchte man sich entscheiden beim Herunterfahren, welches System auf einem Dualbootsystem man nächste Woche beim nächsten Mal einschalten starten möchte?

  6. Re: blödsinn

    Autor: Dunkelelf 10.06.09 - 14:47

    Sehe ich genauso.

    Beim Einschalten will ich die Wahl und nicht erst Booten und dann evtl. umschalten müssen. Ich weis nicht aber wer so eine Logik toll findet der hat von Effizienz vermutlich noch nicht viel gehört.

    Und zum Thema wer ist Schuld. Einem Linux ist es problemlos möglich bei einer Installation ein bestehendes Windows zu erkennen und dem Menü im Grub oder Lilo hinzuzufügen, sodaß man nachher beide Systeme booten kann. Aber Microsoft schafft diese Kleinigkeit auch mit Windows 7 nicht.

    traurig traurig.

  7. Re: blödsinn

    Autor: triple.boot 10.06.09 - 14:50

    aber jedes mal mit nem partitionierungstool die active flag meiner linux oder windows partion ändern is voll der bringer.

    geht auch viel schneller, ist viel sicherer, als wenn ich mir n kleines programm in den mbr schreiben lasse mit dem ich beim rechnerstart unkompliziert das system auswählen kann.

    wenn man auch nur halbwegs bei verstand ist braucht man sich nur einen grundsatz merken: bei windows und linux auf dem rechner, erst windows dann linux installieren.

    lilo und grub sind ja grade dafür gemacht worden, dass man eben nicht das ganze gedöns mit active flag machen muss.

    und wer seine systeme einigermaße pflegt und gut behandelt, der kommt auch um die dauernde windows neuinstallation und das grub nachinstallieren drumrum.

  8. Re: blödsinn

    Autor: wubi... 10.06.09 - 16:31

    wobei es dank wubi ja auch keine schwierigkeit mehr ist, dem windows bootmenu linux beizubringen, bzw über das bootmenu den in der linux-partition installierten grub zu starten, ganz ohne den mbr zu überschreiben, nur durch änderung der boot.ini (überlebt auch eine windows neuinstallation)

  9. Re: blödsinn

    Autor: mir 10.06.09 - 17:02

    Lieber Andreas,
    installier GRUB bei deiner nächsten Installation einfach nicht im MBR. Dafür gibt es eine standardmäßige Option im letzten Schritt des Standard-Installer auf der Standard Ubuntu CD.
    Danke

  10. nicht verstanden

    Autor: GrubUser 10.06.09 - 17:30

    Das setzen der aktiven Partition ist dann ja auch nur EINMAL nötig und nicht wie hier vermutet jedes mal, wenn man was anderes booten will.

    Durch das verändern der aktiven partition, erreicht man wieder, dass grub geladen wird (was auf der aktiven partition "installiert" sein sollte). Grub wiederum kann dann wieder windows oder sonstwas laden.

    Aber irgendwie ist mir auch schleierhaft, warum es besser sein soll den Weg zu gehen:

    MBR mit nem loader für die aktive Partition -> Partitionsheader mit nem Grub -> Betriebssystem

    als gleich

    MBR mit nem Grub -> Betriebssystem

    Letzterer Fall ist, wie es Ubuntu und co machen und es ist direkter und schneller. Und man muss Grub bei Problemen nicht erst auf allen Partitionen "suchen" und er wird auch nicht versehentlich mitgelöscht, wenn ich die Partition lösche.

    Also: So wie es ist bei Ubuntu und Co ist es doch optimal!

  11. Re: blödsinn

    Autor: re wubi 10.06.09 - 17:34

    Wubi finde ich keine gute Lösung.
    1. Windows und Linux auf einer Partition.
    Windows neuinstallation ist meist gleichzeitg eine Formatierung der Partition. -> Linux ist auch fort

    2. Trennung der beiden Systeme (2 Partitionen)ist sauberer

    3. Win 7/Vista auf Fat Dateisystem ist sinnfrei

    Der beinfachste weg ist 1. Win installieren(1. Partition)
    2. Linux installieren(2. Partition)
    Oder die Linux manuell in den Windows bootloader eintragen (mit easy bcd ) oder über die Komandozeile. Die Varianten sind alle relativ einfach da man im Netz anleitungen dazu finden kann. Da brauche ich Wubi nicht dafür.

    PS: Da ich Vista und Win7 habe, gibt es mei mir keine boot.ini Datei mehr.

  12. Re: Windows schuld

    Autor: Der Kaiser! 13.06.09 - 15:48

    > Mit den BCD-Tools unter Vista wirds etwas einfacher, erfordert aber immer noch extrem viel Handarbeit.
    EasyBCD*, grafische Oberfläche für BCD.

    *http://neosmart.net/dl.php?id=1


    ___

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  13. Re: blödsinn

    Autor: Der Kaiser! 13.06.09 - 15:50

    > Und zum Thema wer ist Schuld. Einem Linux ist es problemlos möglich bei einer Installation ein bestehendes Windows zu erkennen und dem Menü im Grub oder Lilo hinzuzufügen, sodaß man nachher beide Systeme booten kann. Aber Microsoft schafft diese Kleinigkeit auch mit Windows 7 nicht.
    Was hat Microsoft davon?


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