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Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

Das Wochenende ist fast schon da. Zeit für Quatsch!
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  1. Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: PT2066.7 12.05.05 - 17:03

    Mit dem schulischem Wissen sind die meisten jungen Leute heute für und durch so ein Studium völlig überfordert. Wenn man sich mal heute Mathe im 1. Semester anhört, fühle ich mich in die 8. Klasse meiner Schulzeit zurück versetzt. Trotzdem packt kaum einer die Anforderungen ... . Die Notenaushänge sprechen Bände.

    Und andererseits sieht es wohl in der Baubranche ziemlich mies aus. In meinem Nebenjob geht mir z.B. derzeit die Computer-Betreuung von Architekten-Büros den Bach runter, weil die allesamt hier Pleite gehen.

    Und in der E-Branche reißen sich inzwischen die Unternehmen auch nicht mehr um die Absolventen. Das sah 2000 und 2001 noch ganz anders aus. Da konnte man als Neuling noch utopische Gehaltsvorstellungen zum Berufseinstieg äußern und bekam die durch. Inklusive einem 5er gratis als Dienst+Privatwagen. Als Neuling ohne Ahnung ... .

  2. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: Bruce Mangee 12.05.05 - 18:38

    PT2066.7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn man sich mal heute Mathe im 1.
    > Semester anhört, fühle ich mich in die 8. Klasse
    > meiner Schulzeit zurück versetzt.

    Hui, man lernt heute schon DGLs, Fourier, Laplace und die maxwellschen Gleichungen in der 8. Klasse? :o)
    Das zumindest kommt in der E-Technik im Grundstudium dran (abgesehen von Maxwell).

    Dazu kommt dann noch mit dem Bachelor ein im Ausland (z.B. USA) nicht anerkannter Abschluss! Und der Master ist dann 2. Studium, dass du nett bezahlen darfst ...

    Und die Gehälter?
    Nu ja die Lohnkürzung in Form von Arbeitszeitverlängerung ist gerade erst in Mode gekommen.
    Der Wirtschaft geht es ja soooo schlecht, wenn man den Medien glauben darf.
    Und das Spiel mit der Angst sorgt auch weiterhin für niedrige Löhne ... da kriegt man dann schon einen Ingeneuer schon für 25.000 im Jahr.




  3. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: PT2066.7 12.05.05 - 20:25

    Bruce Mangee schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > PT2066.7 schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn man sich mal heute Mathe im 1.
    > Semester anhört, fühle ich mich in die 8.
    > Klasse meiner Schulzeit zurück versetzt.
    >
    > Hui, man lernt heute schon DGLs, Fourier, Laplace
    > und die maxwellschen Gleichungen in der 8. Klasse?
    > :o)
    Darf man wissen von welcher UNI Du redest und ob Du wirklcih vom 1. Semester und von Mathe redest ?

    Falls Du Student an einer Elite-UNI in Potsdam bist, dann nehme ich Dir das ab, Ansonsten kenne ich Mathe 1. Semester nicht nur von den Vorlesungen bei meiner Tochter, die man übrigens bei ihrer UNI sogar im Intranet alle nachlesen kann.

    Und außerdem sprach ich auch nicht von dem Stoffinhalt heutiger 8. Klassen, sondern sprach von meiner Schulzeit. Und die liegt zu meinem Glück gleich 2 Generationen zurück. Wir waren damals über einen Rechenschieber glücklich und rechneten trotzdem das meiste im Kopf. Das Kopfrechnen kann ja heute eh kaum noch einer:-(.

  4. naja

    Autor: egon 12.05.05 - 20:55

    Es wird wohl auch sehr stark darauf ankommen in welchem Fach man gerade ist...ausserhalb von Natur- und Ingenieurswissenschaften sieht es aber seeehr düster aus, zum grossen Teil auch im Lehramt (mal Gymnasial Mathe/Physik/Inf ausgenommen), teilweise ist man da schon froh wenn die Teilnehmer den Schulstoff ordentlich könnten ;) )

    Jedoch in einem Diplomstudiengang Mathematik/Physik/Informatik E-Technik/etc. sind die Inhalte Deutschlandweit doch seeehr normiert...das mit der achten Klasse ist wohl eher als leichte Übertreibung zu sehen ;)

  5. Re: naja

    Autor: Konqui 13.05.05 - 08:30

    Die Studienanforderungen in E-Technik (FH) sind in Mathe so wie es Bruce beschrieben hat. Bei uns wird mit Mathe schon im ersten Semester gut die Hälfte ausgesiebt. Und im zweiten Semester vom Rest nochmal die Hälfte. Ich bin nich blöd, aber das E-Technik-Studium ist alles andere als leicht (auch in den anderen Föchern).


    Konqui

  6. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: Tommi 13.05.05 - 08:39

    Ja klar, früher war Alles besser, da konnten selbst Fünftklässler den kapazitiven Blindwiederstand konjugiert komplex erweitern und im Kopf ausrechnen. Früher, das waren noch Zeiten.

    Mal im Ernst, das heutige Ingenieurstudium ist vielleicht nicht mehr so anspruchsvoll wie vor 40 Jahren, ohne vorhandene Grundlagen in Mathe und Physik überstehst du aber nicht mal das Grundstudium.
    Die von Bruce angeführten Themen kommen sehr wohl im ersten Semester eines Ingenieurstudienganges, Vorlesung Mathematik, vor, selbst an einer FH.

    MfG

  7. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: Sandman 13.05.05 - 08:51

    PT2066.7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bruce Mangee schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > PT2066.7 schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Wenn man sich mal heute
    > Mathe im 1.
    > Semester anhört, fühle ich mich
    > in die 8.
    > Klasse meiner Schulzeit zurück
    > versetzt.
    >
    > Hui, man lernt heute schon
    > DGLs, Fourier, Laplace
    > und die maxwellschen
    > Gleichungen in der 8. Klasse?
    > :o)
    > Darf man wissen von welcher UNI Du redest und ob
    > Du wirklcih vom 1. Semester und von Mathe redest
    > ?
    >
    > Falls Du Student an einer Elite-UNI in Potsdam
    > bist, dann nehme ich Dir das ab, Ansonsten kenne
    > ich Mathe 1. Semester nicht nur von den
    > Vorlesungen bei meiner Tochter, die man übrigens
    > bei ihrer UNI sogar im Intranet alle nachlesen
    > kann.
    >
    > Und außerdem sprach ich auch nicht von dem
    > Stoffinhalt heutiger 8. Klassen, sondern sprach
    > von meiner Schulzeit. Und die liegt zu meinem
    > Glück gleich 2 Generationen zurück. Wir waren
    > damals über einen Rechenschieber glücklich und
    > rechneten trotzdem das meiste im Kopf. Das
    > Kopfrechnen kann ja heute eh kaum noch einer:-(.


    Es brauch wirklich keine Elite-Uni.
    Wenn ich bedenkte was bei uns an der Uni-Ulm im ersten
    Semester in Mathe dran wird mir heute noch ganz bang.

    War zwar nie ein großer Mathematiker, aber mit Rechnen hatte
    das ganze eigentlich nur am Rande was zu tun :-)
    Was viele glaub ich heute immernoch verwechseln ist das
    an den Hochschulen rechnen (Kopfrechnen etc.) relativ unwichtig ist.

    Und wenn ich daran denke was dann in der Theoritschen Informatik noch dazu kam wird mir auch wieder bang. (Wobei ich Theo geliebt habe). Zählt mann später noch Numerik und Stochastik hinzu hat man glaub ein fast vollständiges Mathe-Grundstudium (verzeiht meine Übertreibung)

    Also wenn man das erste Semester mit der 8. Klasse vergleicht (auch wenn es nur übertrieben war) sollte man glaub wirklich nochmal auf eine Uni gehen.

    Grüßle
    Der Sandmann

  8. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: alexw 13.05.05 - 09:06

    PT2066.7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bruce Mangee schrieb:
    > --------------------------------------------------
    >
    > > Hui, man lernt heute schon
    > > DGLs, Fourier, Laplace
    > > und die maxwellschen
    > > Gleichungen in der 8. Klasse?
    > > :o)
    > Darf man wissen von welcher UNI Du redest und ob
    > Du wirklcih vom 1. Semester und von Mathe redest
    > ?
    >
    Die Frage ist wirklich: Was studiert deine Tochter? In geisteswissenschaftlichen Fächern ist das Mathestudium (sollte es ein solches dort überhaupt geben) sicherlich nicht so hoch angesiedelt wie in naturwissenschaftlichen.
    Sollte sie allerdings etwas in Richtung NW studieren (E-Technik z.B.) sollte sie sich überlegen, die Uni zu wechseln, denn die von Bruce beschriebenen Inhalte kommen tatsächlich im Grundstudium vor (o.k. Fourier und Laplace nicht im 1. Semester, aber im 2.); im Hauptstudium gibts dann gar kein Mathe mehr, weils ja die Grundlage für die wirklich wichtigen Dinge darstellt.

    > Falls Du Student an einer Elite-UNI in Potsdam
    > bist, ...
    >
    Wieso eigentlich Postdam? Abgesehen davon brauchts keine Elite-Uni, die Grundstudiengänge der Ingenieure sehen deutschlandweit ziemlich gleich aus, selbst an 'ner FH war das Mathe-Grundstudium so hochwertig - da brauchts nichtmal 'ne Uni, schon gar keine Elite~.

    > Und außerdem sprach ich auch nicht von dem
    > Stoffinhalt heutiger 8. Klassen, sondern sprach
    > von meiner Schulzeit.
    >
    Laß es mich mal so sagen: Mein Vater hat die 8. Klasse der damals noch existierenden Volksschulen mitgemacht. Da war die Kurvendiskussion sicherlich das höchste der Gefühle (und aus ihm is trotzdem ein hochverdienter Ingenieur geworden) - und das ist heute nicht anders.

    Grüße,
    Alex

  9. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: egal 13.05.05 - 09:12

    PT2066.7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bruce Mangee schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > PT2066.7 schrieb:
    ...
    > rechneten trotzdem das meiste im Kopf. Das
    > Kopfrechnen kann ja heute eh kaum noch einer:-(.

    Es war von Mathematik, nicht von Rechnen die Rede. Fuer z.B. das Loesen von DGLs ist nur ganz einfaches Kopfrechnen erforderlich, aber doch etwas mehr mathematisches Verstaendnis. Das ist, vielleicht mit Ausnahme der Numerik, in allen Teilbereichen der Mathematik so.

    Ich wuerde es recht bedenklich finden, wenn im Grundstudium der Ingenieurs- und Naturwissenschaften Rechenkunststueckchen geprobt wuerden, die auch ein fuenf Euro Taschenrechner erledigt.



  10. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: Kornwolf 13.05.05 - 09:23

    PT2066.7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bruce Mangee schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > PT2066.7 schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Wenn man sich mal heute
    > Mathe im 1.
    > Semester anhört, fühle ich mich
    > in die 8.
    > Klasse meiner Schulzeit zurück
    > versetzt.
    > > Hui, man lernt heute schon
    > DGLs, Fourier, Laplace
    > und die maxwellschen
    > Gleichungen in der 8. Klasse?
    > :o)
    > Darf man wissen von welcher UNI Du redest und ob
    > Du wirklcih vom 1. Semester und von Mathe redest
    > ?
    >
    > Falls Du Student an einer Elite-UNI in Potsdam
    > bist, dann nehme ich Dir das ab, Ansonsten kenne
    > ich Mathe 1. Semester nicht nur von den
    > Vorlesungen bei meiner Tochter, die man übrigens
    > bei ihrer UNI sogar im Intranet alle nachlesen
    > kann.
    Es gibt keine Elite-UNI, das ist nur ein Hirngespinst unserer Politiker.
    Was studiert Deine Tochter ? Vorlesungsskripte im Inet sind übrigens
    nichts Aussergewöhnliches.
    > Und außerdem sprach ich auch nicht von dem
    > Stoffinhalt heutiger 8. Klassen, sondern sprach
    > von meiner Schulzeit. Und die liegt zu meinem
    > Glück gleich 2 Generationen zurück.
    Der Vergleich von 8. Klasse und 1. Semester hinkt sehr stark. *kopfschüttel*
    > Wir waren damals über einen Rechenschieber glücklich und
    > rechneten trotzdem das meiste im Kopf. Das
    > Kopfrechnen kann ja heute eh kaum noch einer:-(.
    Gott sei Dank bin ich 2 Generationen weiter. Wir lösen Diffentialgleichungen zum Beispiel mit dem Rechner (Programme selbst implementiert). Das heisst, wir können die Theorie auch in Praxis umwandeln. Simulationen mit Rechenschieber kann ich mir auch nicht so wirklich vorstellen.
    Kopfrechnen kann ich mehr oder weniger gut. Aber wo bitte wird Kopfrechnen denn in einem mathematischem Studium gebraucht (ausser ggf. in LA zur Matrixmultiplikation)? In den Vorlesungen einer ELITE-UNI kriegst Du doch eh nur Definition-Satz-Beweis-Definition-Satz-Beweis... um die Ohren gehauen, also nix mit Kopfrechnen.

  11. Realität Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: PT2066.7 13.05.05 - 09:57

    alexw schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Frage ist wirklich: Was studiert deine
    > Tochter? In geisteswissenschaftlichen Fächern ist
    > das Mathestudium (sollte es ein solches dort
    > überhaupt geben) sicherlich nicht so hoch
    > angesiedelt wie in naturwissenschaftlichen.
    > Sollte sie allerdings etwas in Richtung NW
    > studieren (E-Technik z.B.) sollte sie sich
    > überlegen, die Uni zu wechseln, denn die von Bruce
    > beschriebenen Inhalte kommen tatsächlich im
    > Grundstudium vor (o.k. Fourier und Laplace nicht
    > im 1. Semester, aber im 2.); im Hauptstudium gibts
    > dann gar kein Mathe mehr, weils ja die Grundlage
    > für die wirklich wichtigen Dinge darstellt.

    Sie studiert Informatik (mit Ziel Diplom) an einer deutschen UNI mit eigenem elitärem IT-Anspruch. Die Niveau-Einschätzung stammt von ihr, wie auch von mir. Und die Realität ist, das einige der IT-Studenten beim Studium-Vorbereitungskurs zu dämlich waren einen PC einzuschalten. Ich kenne diese UNI übrigens auch sehr gut, auch von drinnen - aber nicht als Student.

  12. Re: Ursachen: PISA-Folgen und Marktlage

    Autor: Pitte 13.05.05 - 10:17

    Mit einem grade abgeschlossenem Informatikstudim, kann ich zurückblickend nur sagen, dass es von Jahrgang zu Jahrgang schlimmer wird mit den 1. Semestlern. Inzwischen ist man in meinem ehemaligen Fachbereich so weit, dass Prüfungen an das Niveau der Studenten angepasst werden bzw. Fachprüfungen zu einfachen "Scheinen" degradiert werden, weil die Durchfallquoten zu hoch sind. Und es gibt auch wirklich genug Leute, die Informatik (versuchen zu) studieren, die einen Rechner versuchen am Monitor einzuschalten.

    Fakt ist das Absolventen einer Schule egal ob Hauptschule, Realschule oder Gym in der Masse immer schlechter werden. Und in meiner ersten Schulstunden meiner Ausbildung (kaufmännisch), wurde behandelt was ein Dreisatz ist. Da frag ich mich, was haben die Leute die 10 Jahre davor gemacht. Hauptsache sie wissen, welcher "Superstar" grad mit welchem Lied auf welchem Platz in den Charts ist, wie oft er gestern auf dem Toi war.

    Armes Deutschland.

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