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  5. › Aktion: Tausche "Killerspiel" gegen…

Tötungssimulation?

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  1. Tötungssimulation?

    Autor: Korkenzieher 15.10.09 - 16:10

    Egal ob CDU oder euer Opfer-Bündnis: Vorschnell ein komplettes Unterhaltungs-Genre zu verbieten ist für eine Demokratie nicht tragbar!

    Und diese Aktion an sich ist schon doof. Wenn "Killerspiele" das "Töten von Menschen" simulieren, quasi Tötungssims sind, dann sind Krimis Gebrauchsanweisungen für Morde und sollten ebenso verboten werden.

    "Die Schuld an den Amokläufen Deutschlands wird in letzter Zeit gerade aus Reihen der CDU/CSU und einiger Medien oft auf sogenannte „Killerspiele" geschoben, obwohl es keine Beweise für einen Kausalzusammenhang gibt.
    Eine Verschärfung des Jugendschutzes soll Amokläufe eindämmen. Das Verbot von Paintball und gewalthaltigen, interaktiven Medien ist mehrfach in der Diskussion.
    Dass eine mangelhafte Sozial- und Bildungspolitik und ein zweifelhaftes Waffenrecht eher die Verursacher der Tragödien sind, wird oft verschwiegen.
    Nun sind wir soweit, dass eine Sperrung der Domains von ausländischen Online-Shops im Gespräch ist.
    Wir, als vollmündige, erwachsene Bürger, dürfen nicht zulassen, dass der Jugendschutz eine Beeinträchtigung von Kunst, Kultur und Persönlichkeitsrecht für Volljährige mit sich zieht!
    Der Staat versucht die Verantwortung der Eltern für das, was ihre Kinder konsumieren, auf staatliche Stellen zu übertragen und schädigt damit Wirtschaft und Kultur."

    http://www.youtube.com/watch?v=OpYfgCpE474

  2. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Draguslav Mertin 15.10.09 - 16:16

    Korkenzieher schrieb:

    > Wenn "Killerspiele" das "Töten von
    > Menschen" simulieren, quasi Tötungssims sind, dann sind Krimis
    > Gebrauchsanweisungen für Morde und sollten ebenso verboten werden.

    Der Unterschied ist die aktive "Tötungs"handlung. Wenn Du einen Krimi liest, bekommst Du nur eine vorgefertigte Darstellung des Geschehens. Spielst Du ein Spiel, "tötest" Du aktiv die Spielfiguren (Menschen oder Monster). Es wird hier aktiv nachgeahmt, während man sich beim Lesen eines Buches das Geschriebene nur vorstellt.

  3. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Wicraf 15.10.09 - 16:21

    Da klick man mit der Maus und tötet überhaupt nix. Wir reden hier von Pixeln. Das taugt weder all Schießübung noch hat es irgendetwas mit dem tatsächlich töten eines Lebewesens zu tun.

  4. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Korkenzieher 15.10.09 - 16:23

    Ich habe nie behauptet, es sei das Gleiche. In Krimis wird oft beschrieben, wie ein Täter einen Mord begeht. Dies könnte man als Anleitung zum Verbrechen benutzen, weshalb man Krimis verbieten sollte. Mehr habe ich nicht verlangt.

  5. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Unknown Stuntman 15.10.09 - 16:33

    Wicraf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da klick man mit der Maus und tötet überhaupt nix. Wir reden hier von
    > Pixeln. Das taugt weder all Schießübung noch hat es irgendetwas mit dem
    > tatsächlich töten eines Lebewesens zu tun.

    Eben, ich kolidiere mit meinem Eingabegerät durch Compiler generierte einsen und nullen auf meinem Ausgabegerät.

    Ich sehe da weder echte Menschen, Waffen, noch Monster. Nur Pixel, Texel und Polygone.

  6. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Hans im Unglück 15.10.09 - 16:38

    Der Beschreibung auf der Homepage zufolge sammeln die Spiele wie Schach, Backgammon und Go, die die Vorbereitung und Ausführung eines Angriffskriegs mit menschlichen Verlusten Simulieren.

    ...von Computern und DVDs hab ich nichts gelesen.

  7. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Draguslav Mertin 15.10.09 - 16:43

    Korkenzieher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe nie behauptet, es sei das Gleiche.

    Ich habe auch nicht behauptet, dass Du behauptet hast, es sei das gleiche. Ich wollte nur auf den deutlichen Unterschied zwischen Buch und Computerspiel hinweisen.

  8. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Korkenzieher 15.10.09 - 18:14

    Verzeihen Sie, jedoch dürfte jedem vernünftigen Erwachsenen/Jugendlichen der Unterschied zwischen Video- oder Computerspielen und Büchern geläufig sein.

    Aber danke für diese freundliche Erklärung.

  9. Re: Tötungssimulation?

    Autor: vorsteller 15.10.09 - 18:42

    Draguslav Mertin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Korkenzieher schrieb:
    >
    > > Wenn "Killerspiele" das "Töten von
    > > Menschen" simulieren, quasi Tötungssims sind, dann sind Krimis
    > > Gebrauchsanweisungen für Morde und sollten ebenso verboten werden.
    >
    > Der Unterschied ist die aktive "Tötungs"handlung. Wenn Du einen Krimi
    > liest, bekommst Du nur eine vorgefertigte Darstellung des Geschehens.
    > Spielst Du ein Spiel, "tötest" Du aktiv die Spielfiguren (Menschen oder
    > Monster). Es wird hier aktiv nachgeahmt, während man sich beim Lesen eines
    > Buches das Geschriebene nur vorstellt.

    FALSCH! genau das ist NICHT der unterschied. du hast wohl gar keine ahnung, welch immense vorstellungskraft menschen besitzen.
    leider gibt es bisher kein spiel, dass es geschafft hat mich so tief in eine rolle zu versetzen, wie es ein gut geschriebenes buch vermag.

  10. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Hermine Müller 15.10.09 - 19:51

    vorsteller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Draguslav Mertin schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Korkenzieher schrieb:
    > >
    > > > Wenn "Killerspiele" das "Töten von
    > > > Menschen" simulieren, quasi Tötungssims sind, dann sind Krimis
    > > > Gebrauchsanweisungen für Morde und sollten ebenso verboten werden.
    > >
    > > Der Unterschied ist die aktive "Tötungs"handlung. Wenn Du einen Krimi
    > > liest, bekommst Du nur eine vorgefertigte Darstellung des Geschehens.
    > > Spielst Du ein Spiel, "tötest" Du aktiv die Spielfiguren (Menschen oder
    > > Monster). Es wird hier aktiv nachgeahmt, während man sich beim Lesen
    > eines
    > > Buches das Geschriebene nur vorstellt.
    >
    > FALSCH! genau das ist NICHT der unterschied. du hast wohl gar keine ahnung,
    > welch immense vorstellungskraft menschen besitzen.

    Eine Vorstellung ist aber nicht dasselbe wie eine aktive Handlung, auch wenn sie bei Dir besonders stark ausgeprägt sein mag. ;)

    > leider gibt es bisher kein spiel, dass es geschafft hat mich so tief in
    > eine rolle zu versetzen, wie es ein gut geschriebenes buch vermag.

    Darum ging es auch nicht.

  11. Re: Tötungssimulation?

    Autor: vorsteller 15.10.09 - 21:00

    lesen ist ebenso eine aktive handlung wie mit der maus klicken. das ist die wahrheit. während ich mit der maus klicke, tue ich nichts schädlicheres. das buch ist näher an der realität ich bin mitten in der handlung.

  12. Re: Tötungssimulation?

    Autor: spanther 15.10.09 - 21:17

    Korkenzieher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir, als vollmündige, erwachsene Bürger, dürfen nicht zulassen, dass der
    > Jugendschutz eine Beeinträchtigung von Kunst, Kultur und
    > Persönlichkeitsrecht für Volljährige mit sich zieht!
    > Der Staat versucht die Verantwortung der Eltern für das, was ihre Kinder
    > konsumieren, auf staatliche Stellen zu übertragen und schädigt damit
    > Wirtschaft und Kultur."

    Da stimme ich dir ja zu, aber dazu zählen auch Waffennarren. Also Besitzer, Sammler und Sportschützen! :)
    Dann Jäger etc. x)
    Man darf grundsätzlich nirgends pauschal verteufeln! ^^
    Dein Vernunftsansatz ist da vernünftig und gut, aber leider nicht allumfassend, da du mit dem Ellenbogen wieder anderen Sportlern in die Seite haust :)
    Weg von Spielen fokussiert auf Sportschützen. Was haben die beiden Sachen denn bitte mit Amokläufen zutun? Wenn ein Amokläufer Amok laufen will, kann der das ebenso mit Monotov Cocktails machen und einer Axt wie der letzte da jetzt...

    Es gibt soviele Möglichkeiten, glaubst du wirklich eine Verteufelung des Schießsportes macht da einen Unterschied? ...

    Egal ob man gegen den Schießsport oder gegen Medien wettert, beides ist kontraproduktiv und führt nicht zum präventiven Ziel! Weitsicht in "allen" Belangen wäre angebracht! :)

    Wie du schon sagst "WIR ALS VOLLMÜNDIGE BÜRGER DÜRFEN NICHT ZULASSEN DAS, ..."

    Den Ansatz muss man "komplett" weiterdenken :)

  13. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Unknown Stuntman 15.10.09 - 22:39

    Ich finde es immer noch mehr wie lächerlich das in einem Land in dem man an der Waffe ausbildet ( dabei ist Töten die Absicht ) und die Bildungs und Sozialpolitik versagt ein Computerspiel als Wurzel allen übels ansieht.

  14. Re: Tötungssimulation?

    Autor: spanther 15.10.09 - 23:26

    Unknown Stuntman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es immer noch mehr wie lächerlich das in einem Land in dem man an
    > der Waffe ausbildet ( dabei ist Töten die Absicht ) und die Bildungs und
    > Sozialpolitik versagt ein Computerspiel als Wurzel allen übels ansieht.

    Ja das stimmt hehe ^^
    Naja typisch Sündenbock gesuche halt :(
    Und die Unschuldigen müssen dafür jetzt ihren Kopf hinhalten...
    (Spielefans bzw. Sportschützen)

  15. Re: Tötungssimulation?

    Autor: Korkenzieher 16.10.09 - 09:22

    Ey Spanther,

    wir beide haben glaub ich schonmal darüber diskutiert. Ich bin Killerspieler und Pazifist. Und ich verstehe nicht, wieso man das Waffengesetz nicht verschärfen kann. Das soll kein Angriff auf Sportschützen sein. Es geht mir nur darum, dass viele Amokläufe mit Waffen aus Schützenvereinen begangen wurden... Wäre es nicht nur logisch, wenn man die Sicherheitsvorschriften/das Waffengesetz eventuell überarbeitet?

    Mal im Ernst, wenn ich betroffen bin und weiß, dass mein Papa im Schützenverein ist und ne Knarre im Nachtschrank hat, ist es für mich weitaus einfacher und verführerischer, Amok zu laufen. So denke ich. Von mir aus kann man auch die Sicherheitsvorschriften bzgl. "Killerspiele" anziehen, so das besser kontrolliert wird, wer sie erhält und wer nicht - aber ich finde, DAS ist eigentlich Sache der Eltern und nicht des Staates. Und DAS kann ich von Schützenvereinen nicht behaupten.

    Ich bin dafür, dass auch Spiele wie Menhunt und Mad World akzeptiert werden.

    LG

  16. Re: Tötungssimulation?

    Autor: spanther 16.10.09 - 19:10

    Korkenzieher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ey Spanther,
    >
    > wir beide haben glaub ich schonmal darüber diskutiert. Ich bin
    > Killerspieler und Pazifist. Und ich verstehe nicht, wieso man das
    > Waffengesetz nicht verschärfen kann. Das soll kein Angriff auf
    > Sportschützen sein. Es geht mir nur darum, dass viele Amokläufe mit Waffen
    > aus Schützenvereinen begangen wurden... Wäre es nicht nur logisch, wenn man
    > die Sicherheitsvorschriften/das Waffengesetz eventuell überarbeitet?

    Nein wäre es nicht, weil die Relevanz dafür viel zu gering ist. Auf Millionen von Besitzern kommt ein Amokläufer. Bei Autofahrern ist das schlimmer und trotzdem gibt es keine Gängeleien für Autofahrer. Es sollte jedem Erwachsenen Bürger selbst überlassen sein. Die vorhandenen Gesetze und Einschränkungen sind schon mehr als genug bevormundend und besser schützen ohne Leute zu enteignen geht kaum mehr. Wenn man dann noch bedenkt das Amokläufe auch ohne Schussgeräte stattfinden und hier jetzt auf einer Sache rumgehackt wird, als wäre es schon x millionen Mal passiert, finde ich es einfach nur noch lächerlich. Hier wird eine Hetze veranstaltet und von "Akkut" und "Nötig" geplappert, wobei solche Fälle absolute Einzelfälle sind und geistig verwirrte wohl auch anders an nutzbare Gegenstände kämen...

    Wer für ein bisschen "Schein Sicherheit" seine gesamten Freiheiten opfert, hat beides nicht verdient und wird auch beides nicht behalten. Wieso sollen Millionen Besitzer jetzt unverhältnismäßig unter dem Bockmist Beschlüssen dank extrem weniger Einzelfall Situationen leiden?

    Wenn man hier schon auf die Barrikaden geht und alles totregulieren will, wegen ein paar weniger Vorfälle. Dann aber gleichzeitig in anderen Bereichen wo weitaus mehr Menschen zu schaden kommen locker darüber hinwegsieht, kann ich nur sagen man macht sich lächerlich...

    Hier wird mit zweierlei Maß gemessen...

    Bevor irgendein Gesetz noch weiter überarbeitet und es noch restriktiver machen willst, solltest du lieber erstmal deine Denkweise überarbeiten...

    Soetwas ist nämlich extremst scheinheilig, Randgruppen (Schützenvereine in dem Falle) so zu piesacken in unverhältnismäßigem Maße wegen weniger Einzelfall Vorkommnisse. Auf der anderen Seite aber andere Situationen mit anderen Aspekten wo weitaus mehr Menschen sterben einfach zu ignorieren...

    Wenn ich nur bedenke, wieviele Leute jährlich beim Fahrrad fahren vom Auto angefahren werden...

    Dieser Amoklauf Mist, wurde in den Medien extremst aufgebauscht und x-mal wiederholt, damit er überall präsent war. Andere weitaus schlimmere da heftigere bzw. öfter stattfindende Geschehnisse bekommen nur eine kurze Randbemerkung, werden sozusagen zum Alltag...

    > Mal im Ernst, wenn ich betroffen bin und weiß, dass mein Papa im
    > Schützenverein ist und ne Knarre im Nachtschrank hat, ist es für mich
    > weitaus einfacher und verführerischer, Amok zu laufen. So denke ich. Von
    > mir aus kann man auch die Sicherheitsvorschriften bzgl. "Killerspiele"
    > anziehen, so das besser kontrolliert wird, wer sie erhält und wer nicht -
    > aber ich finde, DAS ist eigentlich Sache der Eltern und nicht des Staates.
    > Und DAS kann ich von Schützenvereinen nicht behaupten.

    Ja ne is schon klar. Du wirst mehr psychisch krank, nur weil du weißt dass dein Vater eine Knarre im Schrank hat...
    Du scheißt dann automatisch "mehr auf dein Leben" und läufst dadurch eher Amok, wobei du dein eigenes Leben opferst und das anderer nur weil er eine Knarre besitzt. Das hat natürlich garnichts mit deiner Psychischen Verfassung und deinem Umfeld zutun sondern nur mit der Sachlage das dein Vater die Knarre im Haus hält...

    Das wird dann sooo viel verführerischer sein eigenes Leben wegzuschmeißen und zu opfern, andere auch noch zu töten dabei und das total sinnlos. Macht natürlich alles Sinn. Der Impuls zum Amoklauf liegt ja in der Tatsache das der Vater eine Waffe hat und nicht etwa in anderen Aspekten, die einen dazu führen das eigene Leben wegzuschmeißen und andere mitreißen zu wollen...

    Sehr tolle Logik wieder mal... -.-

    > Ich bin dafür, dass auch Spiele wie Menhunt und Mad World akzeptiert
    > werden.

    Aber ganz abgesehen davon bin ich auch dafür, das so mancher erst mal ein bisschen mehr nachdenkt über Tatsachen und sich nicht von Medien so verblöden und beeinflussen lässt, bevor er hier von Verboten und Änderungen oder sonstigem Müll trällert...

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