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Milchmädchenrechnung

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  1. Milchmädchenrechnung

    Autor: Gambit 03.11.09 - 10:01

    Hallo Golem,

    das ist eine ziemliche Milchmädchenrechnung mit den 235 Millionen Dollar Brutto-Gewinn. Von den Einspielergebnissen erhält das Studio nur rund die Hälfte, die andere Hälfte bleibt direkt bei den Kinos hängen. Also wenn überhaupt von einem Brutto-Gewinn gesprochen werden kann, dann wären es ca. 42 Millionen.

  2. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Gambit 03.11.09 - 10:02

    Achso, und selbst diese Rechnung wäre noch nicht sauber.

  3. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: wat 03.11.09 - 10:11

    die hälfte von 235 mio sind also 42 mio?

  4. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: agamemnon 03.11.09 - 10:24

    Ohjeee ... so wenig Gewinn. Die Armen. Ich will zwar nix beschönigen - es geht schließlich um geistiges Eigentum und dessen Verletzung. Aber es ist doch die gleiche Milchmädchenrechnung wie in der Musikindustrie. Runterlader = Käufer/Kinogänger. Is nicht so, is aber ein anderes Thema. Ich denk mir nur, vielleicht sollten die da oben auf den Ledersesseln der Filmindustrie ganz einfach mal überlegen ob Ihre Preis-/Leistungspolitik stimmt. Klar, der StarTrek war beispielsweise bombastisch gemacht, was 150 Millionen an Ausgaben vielleicht rechtfertigen könnte (wobei 1 Million Gage pro Hauptdarsteller sicher schon mal ne Anfangssparmaßnahme gewesen wäre). Aber wenn ich mir dann z.B. Distric9, Cloverfield, BlairWitch-Project oder (um mal was deutsches beizusteuern) Keinohrhasen anschaue - die haben alle ein Budget, das teilweise extrem weit unter 10 Millionen liegen und Riesenerfolge waren/sind. Da geht die Rechnung tiptop auf. Vielleicht sollte man einfach mal mehr auf Qualität achten, dann würde es auch nicht so viele enttäuschte Leute geben, die aus den Kinos vergrault wurden. Und um nochmal die Milchmädchenrechnung aufzugreifen. Jemand, der mit dem Erlebnis "Filmgucken am Notebook/Rechner" und dessen Qualität zufrieden ist, der geht auch nur selten bis gar nicht ins Kino (greift dafür aber vielleicht trotzdem mal zur DVD/BlueRay, die er ohne jeglichen Filmkontakt vielleicht nicht gekauft hätte).

  5. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Dr Angelika Hasenbein 03.11.09 - 10:33

    Das Produkt kann noch so toll sein und jeden Cent wert. Wenn Michel Deutscher, studierter und fest angestellter Informatiker in einer Topfirma den Euro trotzdem noch dreimal umdrehen muss, bevor er sich überlegt ob man nicht vielleicht ins Kino gehen könnte, dann wird er nicht ins Kino gehen.(<- Punkt)

  6. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: My2Cents 03.11.09 - 12:14

    Dr Angelika Hasenbein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Produkt kann noch so toll sein und jeden Cent wert. Wenn Michel
    > Deutscher, studierter und fest angestellter Informatiker in einer Topfirma
    > den Euro trotzdem noch dreimal umdrehen muss, bevor er sich überlegt ob man
    > nicht vielleicht ins Kino gehen könnte, dann wird er nicht ins Kino
    > gehen.(<- Punkt)


    Ja wie, fest angestellt? Wie hat er das geschafft? Im Normalfall kämpft er sich nach dem Studium erst einmal 10 Jahre lang als Praktikant durch, um dannach jährlich befristete Arbeitsverträge zu bekommen.
    Ts, fest angestellt - DER war gut :/

  7. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: agamemnon 03.11.09 - 12:36

    Ja ok, Qualität allein reicht nicht ... er hat also keine Kohle und lädt deshalb den Film runter. Gäbe es keine Downloadmöglichkeit, würde er ihn nicht runterladen, aber auch weiterhin nicht ins Kino gehen. Also ... eindeutig kein finanzieller Schaden für die Filmindustrie (Verletzung Urheberrecht lassen wir mal beiseite). ABER, er hat den heruntergeladenen Film toll gefunden, möchte ihn gern als BlueRay - schreibt ihn also auf den Wunschzettel und bekommt ihn so zu Weihnachten. Kommt die Filmindustrie hintenrum also zumindest einmal zu Geld. DIE SOLLEN AUFHÖREN RUMZUZICKEN!

  8. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Raubkopierer ade 03.11.09 - 13:12

    agamemnon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja ok, Qualität allein reicht nicht ... er hat also keine Kohle und lädt
    > deshalb den Film runter. Gäbe es keine Downloadmöglichkeit, würde er ihn
    > nicht runterladen, aber auch weiterhin nicht ins Kino gehen. Also ...
    > eindeutig kein finanzieller Schaden für die Filmindustrie (Verletzung
    > Urheberrecht lassen wir mal beiseite). ABER, er hat den heruntergeladenen
    > Film toll gefunden, möchte ihn gern als BlueRay - schreibt ihn also auf den
    > Wunschzettel und bekommt ihn so zu Weihnachten.

    Nein, so läuft das nicht.

    Er hat den heruntergeladenen Film toll gefunden, denkt sich aber "Warum soll ich mir jetzt noch die Blu-Ray kaufen? Ich hab' den Film doch schon gesehen" und die Filmindustrie sieht keinen Cent.

    Das ist das realistische Szenario. Das geht aber nicht in die "Ich will alles umsonst!!!!!!!!!!"-Köpfe der Spacken rein.

  9. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Autor 03.11.09 - 13:18

    Das gibt man jedenfalls bei der Steuererklärung an :D

  10. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: agamemnon 03.11.09 - 15:20

    Ich glaub, dass ist eher das PESSIMISTISCHE Szenario. Wenn ich den Film im Kino gesehen hab, dann kenn ich ihn auch. Könnte also sagen "Kenn ich schon - brauch ich nicht mehr!". Gerade das stimmt meiner Meinung nach aber häufig nicht, denn die meisten Leute, die ich kenne, und die Filmfans sind, gehen ins Kino UND kaufen ne Disc (bei einem guten Film). Sie zahlen also sogar doppelt für das gleiche Produkt. Natürlich wird es Leute geben die, genau wie beschrieben, nach dem Download nix kaufen. Gleichermaßen aber wird es diejenigen geben, die den Download ähnlich nutzen wie das Anhören der CD im Laden. Probieren, für gut befinden, kaufen. DIE Nixkäuferundtrotzdemseher sorgen meiner Meinung nicht für den großen Verlust, den die Filmindustrie angeblich jedes Jahr (angeblich) erleidet. Der Verlust entsteht durch miese Qualität der Produkte, Abschreckung durch überteuerte Preise für diese schlechten Produkte und überhöhte Vorstellungen was eine Produkt einbringen MUSS.

  11. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Dr Angelika Hasenbein 03.11.09 - 15:22

    agamemnon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Verlust entsteht durch miese Qualität der Produkte, Abschreckung durch
    > überteuerte Preise für diese schlechten Produkte und überhöhte
    > Vorstellungen was eine Produkt einbringen MUSS.

    Ich nenne das "Die neue Planwirtschaft".

  12. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Gambit 03.11.09 - 15:36

    wat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die hälfte von 235 mio sind also 42 mio?

    Wie meinen? Wo kommen die 235 Millionen her?

    385 Millionen Umsatz hat der Film erzielt, davon gehen rund 50% ans Studio, also 192,5 Millionen, davon werden die Produktionskosten abgezogen (150 Millionen) = 42,5 Millionen.

  13. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Gambit 03.11.09 - 15:38

    agamemnon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ohjeee ... so wenig Gewinn. Die Armen.


    Ich wollte hier gar nicht diskutieren, ob das nun viel oder wenig ist. Sondern nur darauf aufmerksam machen, dass Golem hier ebenfalls mit falschen Zahlen agiert um einseitig Stimmung zu machen.

  14. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Der 03.11.09 - 17:32

    Ich lade mir Musik und Filme. Wenn mir die Musik gefällt, kauf' ich sie.
    Das selbe gilt bei Filmen. VORALLEM bei Filmen. Den die möchte ich in FullHD und nicht in dieser nervigen 100*200 px größe ansehen welche mit einem Hust-getunten und gedämpften Sound unterlegt ist.

  15. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Peterhans 03.11.09 - 19:59

    Der Unterschied zwischen einem BluRay Rip mkv bei 8-12mbps zu einer herkömmlichen bluray ist vorhanden, aber viele sehen ihn nicht. Sowas ist wenn man weiss wie innerhalb von kürzester Zeit geladen.

    Ich kaufe Musik günstig Online und lade Filme in 1080p. Finde ich Ihn gut oder wusste vorher schon dass er gut war hole ich ihn mir auf Bluray. Dass ich nicht ins Kino gehe hat andere Gründe (kinder).

    Dieses Prozedere mit laden und bei gefallen kaufen, macht eigentlich jeder so in meinem Freundeskreis.

  16. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Dipl Ing 03.11.09 - 20:54

    Ja, dann hätte er eben etwas sinnvolles studieren müssen, und nicht auf die Informatikblase hereinfallen dürfen. Plopp.

  17. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: hmjam 04.11.09 - 08:55

    Waren keine Falschen Zahlen, der Film hat nun mal XXXMio$ eingespielt. Es war nicht die Rede vom Bruttogewinn der Studios.
    Aber selbst 45Millionen Dollar, das muss man sich erstmal vorstellen - das ist dann der GEWINN! Also alles plus, und es wird weiter laufen. Die Fans gerade bei ST werden nicht weniger und werden auch in 10 Jahren noch die neuste Errungenschaft, dann vielleicht eben eine UV-Ray und keine BlueRay kaufen. Also wird der Gewinn sich noch deutlich erhöhen!
    Ich sag nochmal DER GEWINN! Kann sich hier überhaupt jemand einen Gewinn von 45Millionen vorstellen? Es ist nach allen Kosten! Und komm mir jetzt nicht, dass Paramount das alles in innovative Techniken für die nächste Filmgeneration steckt!

    Ist nach wie vor das selbe wie mit der Software: alles Augenwischerei und Hätte, Wäre Könnte, und und und...
    Der größte Betrug ist im übrigen die Formulierung der "Geschädigten": Wir erleiden jährlich VERLUSTE im mehrstelligen Millionenbereich! - Verluste sind immernoch Zahlen mit nem "-" davor. Davon kann bei "+"45Mio$ aber bei weitem keine Rede sein.
    Aber was solls - die Politik hat ja auch so schönes Vokabular: "Minuswachstum" - Was soll diese gequirlte Schei*e eigentlich? Wer will uns denn hier für dumm verkaufen?! ...
    Aber ich merk schon, isch schweife schonwieder zu sehr ab...

  18. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: Dr Angelika Hasenbein 04.11.09 - 09:25

    War nur ein Beispiel, gilt für andere Fachrichtungen genauso.

  19. Re: Milchmädchenrechnung

    Autor: DemocracyMyA 04.11.09 - 10:56

    So ist das in der BWL: Wenn Du nicht so viel reinholst wie Du sollst, dann ist das Verlust.
    Beim Staat ist das allerdings andersrum: Wenn Du nicht so viel Miese machst wie erwartet, dann ist das Erfolg. Und wenn Du dem Bürger 10€ weniger abknöpfst, die Du mit Krediten gegenfinanzierst, deren Zinsen im nächsten Jahr sich auf 20€ pro Kopf belaufen, dann hast Du ihn entlastet.

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