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IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

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  1. IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Golem.de 24.02.03 - 09:31

    Mit einer qualifizierten Ausbildung im IT-Bereich gelingt es noch immer, eine erfolgreiche Karriere zu starten. Quereinsteiger haben es dagegen inzwischen schwer, schreibt das Computermagazin c't in der Ausgabe 05/03.

    https://www.golem.de/0302/24138.html

  2. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: White Rabbit 24.02.03 - 10:01

    Analysten und Wirtschaftskenner gaben 2000 blendende Wachstumsraten für die nächsten 5 Jahre bekannt. Das Ergebnis ist uns allen bekannt. bitte verschont uns mit euren Vorhersagen.

    Die Computerbranche frisst sich selbst auf. Ignoranz und Macht beherrschen die Führungsabteilungen. Das tatsächliche Ziel unterstützend anderen Wirtschaftszweigen zu helfen, um diese effizienter zu machen wurde schon lange aus den Augen verloren - wir sind ja wer!?!

    IT-Ausbildungen werden gefördert, und wen interessiert das in 3-4 Jahren? Da gibts wieder n ganz anderes Thema, die jetzigen Studenten werden genauso schwer einen Job erhalten, wie jeder andere.

    Die Branche nimmt sich zu wichtig. Die Revolution ist nicht mehr aufzuhalten. Lernt Denken, denkt um zu lernen.

  3. Warum ist Golem eigentlich immer schneller als Heise

    Autor: Plex 24.02.03 - 10:31

    Viele News die auf Golem erscheinen, gibt es zeitverzögert (Minuten-Tage) bei Heise.
    Schätze, dass die Golem-Mitarbeiter einfach pfiffiger und schneller sind. Oder schreibt Heise etwa bei Golem ab?!

    Plex

  4. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: bazik 24.02.03 - 10:37

    Das der angekuendigte "Boom" langsam vorbei geht war ja abzusehen. Als ich meine Ausbildung anfing, waren in meiner Berufsschule am Tag der "Einschulung" ca. 130 (!!) Azubis im Bereich IT (Fachinformatiker Anwendungsentwicklung/Systemintegration, Systemkaufmann, Informatikkaufmann, Systemelektroniker). Das war vor 2 Jahren. Letztes Jahr waren es nur noch ca. 30-40 Azubis.

    Was die Job Suche in dem Bereich nicht gerade einfacher macht, ist die Inkompetenz einiger Firmen bei Erstellung der Stellengangebote. Nehmt z.b. mal den Job Markt hier von Golem:
    Es gibt hier grosse Firmen wie z.B. eBay, deren Stellenangebote nichts zu wuenschen uebrig lassen. Alle Anforderungen sind detailiert beschrieben und lassen im Grunde genommen keine Fragen offen.
    Dann gibt es wieder andere Firmen, deren Stellenangebote im IT Bereich anscheinend von einer durchschnitts HR (Human Resource) Abteilung geschrieben wurden. Einige Highlights (von Arbeitsamt.de und dem Jobmarkt hier) sind z.B. "erfahrenen YAWA Entwickler", "5+ Jahre .NET Erfahrung" (wie lang gibts .NET? Knapp 2 Jahre?). Soll ich, wenn ich mich bei einer solchen Firma bewerbe die HR Abteilung erstmal auf Ihre Fehler aufmerksam machen? Als ich einmal bei einer Firme wegen Ausbildungsplatz beim Vorstellungsgespraech war, war doch tatsaechlich niemand von IT anwesehnd. Was bitte kann eine HR Mitarbeiterin, die gerade die Ausbildung beendet hatte, mit Begriffen wie "Linux", "GTK Programmierung" oder "Python" anfangen?

    Also bitte liebe Firmen, lasst eure Stellenangebote von der IT Abteilung schreiben / pruefen und nehmt auch qualifizierte Mitarbeiter zu den Vorstellungsgespraechen mit. Meine Ausbildung ist bald vorbei, und dann werd ich wieder auf die Suche gehen ;)

    Gruss,
    bazik

  5. Re: Warum ist Golem eigentlich immer schneller als Heise

    Autor: bazik 24.02.03 - 10:40

    Ich hab bis vor kurzem noch regelmaessig Heise gelesen und hab nun zu Golem gewechselt :)
    Mir gefaellt einfach der Schreibstil der Redakteure, die Artikel sind mehr IT bezogen als bei Heise und das Niveau in dem Kommentar Forum ist um Meilen hoeher (Lob an euch!).

    Genug geschleimt ;) Macht weiter so, Golems!

    MfG,
    bazik

  6. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Nico 24.02.03 - 11:04

    Genau !
    ... und so wie alle heute nur über "Superstars" berühmt werden dürfen -andere
    will keiner hören, die sind sowieso zu blöd dazu - so ist es es auch in dieser
    Brange: Wer fleißig Bücher auswendig lernt, eine Prüfung erfolgreich absolviert, IST automatisch ein guter Computerfachmann/Frau. Alle anderen taugen nichts...
    Genau dieses Denken wird die Computerbrange erst recht in eine nicht mehr gutzumachende Krise stürzen.Vor 20 Jahren gab es keine IT-Absolvesten und trotzdem kamen Innovationen und fortschrittliches Denken sehr voran.
    Man sollte Menschen nach ihrem theoretischen UND praktischen Wissen beurteilen und nicht nur ob sie einen Schein in der Tasche haben oder nicht.
    Meistens stellt sich anschließend heraus, das der so begehrte "Fachmann" in seiner praktischen Qualifikation und Teamfähigkeit eine absolute Niete darstellt. Selbstverstendlich poche ich nicht auf diese Meinung, jedoch hat meine Erfahrung über Jahre hinweg dies gröstenteils bestätigt.

    Regards

  7. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Nico 24.02.03 - 11:06

    Sorry, das sollte natürlich -selbstverständlich- heißen... ;-)

  8. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: bazik 24.02.03 - 11:20

    Nico schrieb:
    >
    > Sorry, das sollte natürlich -selbstverständlich-
    > heißen... ;-)

    Und wahrscheinlich auch "Branche" anstatt "Brange", stimmts?

    Aber in Grunde hast du Recht. Das Problem ist nur, das hier in Deutschland leider ein Stueck Papier mehr zaehlt als Berufserfahrung. Das ist die generelle Einstellung, die IMHO im IT Bereich nicht angebracht ist. Oder soll ich fuer hundete Euro Kurse besuchen, in denen ich sowieso nichts lern, nur damit ich das mit nem Stueck Papier belegen kann und dann an meinen Lebenslauf anfuege?
    Wer auf Firmenanweisung schonmal einen "Word & Excel Kurs" besuchen musste, weiss was ich meine. Da wird mir in nem einstuendigen Gespraech mit einem ComputerBILD lesenden MediaMarkt Mitarbeiter ja mehr Wissen vermittelt als in einem 2 taegigen Schwachsinnskurs.

  9. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Nase 24.02.03 - 11:21

    jaja, die alte Diskussion.

    Ich bin jetzt seit über 10 Jahren in der IT-Branche unterwegs. Damals gab es die meisten Berufsbilder noch gar nicht. Als gelernter Industriekaufmann bin ich aber während meiner Ausbildung bereits in die DV-Abteilung (ja, so nannte man das damals...) gewechselt. Man fing gaaaanz klein an. Als Operator auf einer AS/400. Nach und nach wurden die ersten PC-Arbeitsplätze angebunden. Zudem Zeitpunkt war eine eigene Email-Adresse innerhalb der Firma ein Statussymbol. Die interne Weiterbildung machte mich dann schliesslich zum Junior-Programmierer (süsse Berufsbezeichnug...)

    Tja, und heute bin ich selbständig und hab als Consultant und Softwareentwickler einiges erlebt. Auch viele sogenannte Fachleute, die ein FH-Dipl. oder gar das Doktörchen hatten. Es kommt nicht so sehr darauf an, was man ist, sondern was man kann. Die Chefs - und ich weiss was ich sage - die auf den Titel schauen, sind selbst schuld. Ich hatte schon MCSE-Bewerber, die bei der Frage nach einfachen Dingen wie einem CAPI-Protokoll die Flügel streckten.

    IT hat heute sehr viel mit Kreativität zu tun. Wenn eine Firma nur jemand sucht, der den NT-Server administriert, kann man auch Herrn Hinz oder Herrn Kunz einstellen und ihm zeigen wo er klicken muss. Man sollte dann aber noch jemand haben, der kreative Fehlersuche betreiben kann. Schon mal ein Fehlerprotokoll von Microsoft ausgewertet?

    Was ich sagen wollte: Wenn wir neue Mitarbeiter suchen, dann ist eine gewisse Qualifikation schon wichtig, aber eben kein Entscheidungskriterium. Viel wichtiger ist: Passt der Knabe oder die Maid ins Team? Wie verhält er/sie sich unter Stress (Kunde steht neben einem und beobachtet die Fehlerbehebung inkl. Kommentare)? Und und und...

    Also liebe Quereinsteiger: Es kommt immer darauf an wie ihr Euch verkauft.

    That's it...

  10. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: bazik 24.02.03 - 11:23

    Ich schrieb:
    > Da wird mir in nem einstuendigen
    > Gespraech mit einem ComputerBILD lesenden
    > MediaMarkt Mitarbeiter ja mehr Wissen vermittelt
    > als in einem 2 taegigen Schwachsinnskurs.

    Was nicht heissen soll das es sich dabei um Fachwissen handelt ;)

  11. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: bazik 24.02.03 - 11:28

    > Es kommt nicht so sehr darauf an, was man ist, sondern was man kann.

    So denken leider nicht alle Firmen :(

    > Was ich sagen wollte: Wenn wir neue Mitarbeiter suchen, dann ist eine gewisse Qualifikation
    > schon wichtig, aber eben kein Entscheidungskriterium. Viel wichtiger ist: Passt der Knabe
    > oder die Maid ins Team? Wie verhält er/sie sich unter Stress (Kunde steht neben einem und
    > beobachtet die Fehlerbehebung inkl. Kommentare)? Und und und...

    Wenn nur alle Firmen so denken wuerden ;)

    > Also liebe Quereinsteiger: Es kommt immer darauf an wie ihr Euch verkauft.

    Ja und Nein. Wenn die Firma in erster Linie auf meine Zeugnisse und Zertifikate schaut bringt mir auch das beste Fachwissen, Teamfaehigkeit usw nichts. Bei grossen Firmen mit 100+ Bewerbern werden Leute ohne "Papier" schon im vorab aussortiert und haben gar nicht die Moeglichkeit bei einem Vorstellungsgespraech von ihren Faehigkeiten zu ueberzeugen...

  12. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: cmi 24.02.03 - 11:44

    yop. ein dipl-ing (fh) ist um längen wichtiger als 4+ jahre berufserfahrung. schließlich hat derjenige DIPLOM! das er frisch von der uni/fh kommt, ist erstmal zweitrangig. *sigh*

  13. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Hanserl 24.02.03 - 12:01

    so ein Blödsinn.
    Frisch von der FH oder UNI ohne Arbeitserfahrung...
    da muss man erst mal ganz kleine Brötchen backen und sich bewähren.
    Is nicht so, dass man nach einem Hochschulstudium das Paradies vorfindet und sich auf seinen Lorbeeren (Diplom) ausruhen kann.

  14. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Ron Sommer 24.02.03 - 12:11

    > IT hat heute sehr viel mit Kreativität zu tun.
    > [...]
    > Was ich sagen wollte: Wenn wir neue Mitarbeiter suchen, dann
    > ist eine gewisse Qualifikation schon wichtig, aber eben kein
    > Entscheidungskriterium. Viel wichtiger ist: Passt der Knabe oder
    > die Maid ins Team? Wie verhält er/sie sich unter Stress...

    Oh Gott, dass ich *das* noch erleben darf: Personalentscheidungen mit Realitätsinn! Ist das bei Euch wirklich so? Ich kann 's gar nicht fassen...

    Nein, im Ernst: So'ne Denke steht als Ausnahme gegen 1000 Personalchefs, die von der zu besetzenden Stelle null Ahnung haben und sich bei mit Diplomen + Auslandspraktika wedelnden Bewerbern einfach auf der sicheren Seite wägen.
    Darin unterscheidet sich die IT übrigens nicht im geringsten von anderen Branchen.

    Fakt ist: Ich selbst bin Diplom-loser Quereinsteiger, seit 8 Jahren reiner Autodidakt aus Leidenschaft und programmiere heute Windows-Clientsoftware wie CGI DB-Funktionen für Webserver unter Linux. Ich behaupte mal frech, auf meinen Spezialgebieten besser zu sein als 90% aller Studienabgänger mit all ihrem akademischen Wissen (sehe ich z.B. an unseren "durchreisenden" Praktikanten/Diplomanden etc.)
    Trotzdem hätte ich es extrem schwer, woanders einen (ebensogut bezahlten) Job zu kriegen wie den, in den ich in einem 96er-Startup hinein gewachsen bin. Da mache ich mir nix vor.

    So gut *kann* ich mich gar nicht verkaufen, um gegen o.g. Diplom-Wedeler zu bestehen, weil die Personalmenschen in DE einfach -sorry- zu bescheuert sind.
    In meinen Augen einer von etlichen Gründen, warum wir es in den kommenden Jahren sehr, sehr schwer haben werden, im IT-Sektor in der ersten Liga zu bleiben!

    Gruß,
    Ron

  15. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: 3b 24.02.03 - 12:34

    YOO,

    Du sprichst mir aus der Seele - andere Länder haben das schon kapiert - z.B. Schweden oder überhaupt Skandinavien.
    Deswegen können wir den Ländern in deren IT Entwicklung kaum folgen.
    Das " Du darfst Papier" ist in unseren immer noch preussischen Dutschland das A und O.
    Leider.......

  16. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: felix 24.02.03 - 12:43

    @ron

    überlege dir doch mal bitte warum personalchefs so "bescheuert" sind. es könnte etwas damit zu tun haben das diplomanten eben ein breiter angelegtes wissen haben, was es ihnen ermöglicht eine ganze palette von unterschiedlichen aufgabenbereichen zu bearbeiten und auch ihren aufgabenbereich zu wechseln bzw. im aufzusteigen. du hast dagegen eben nur in einem einzigen bereich (soweit ich das aus deinem beitrag herauslesen kann) spezialwissen.

    felix.

  17. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Ron Sommer 24.02.03 - 13:09

    > das diplomanten eben ein breiter angelegtes wissen haben,
    > was es ihnen ermöglicht eine ganze palette von
    > unterschiedlichen aufgabenbereichen zu bearbeiten

    Nun ja, wobei dieses "breiter angelegte Wissen" eben i.d.R. sehr akademisch = ohne greifbaren Wert in der Praxis ist. Ich bin zwar wie gesagt Diplom-loser aber dennoch mit Studienerfahrung "gesegneter" Quereinsteiger und weiß durchaus, wovon ich da rede.

    Ergo: In die genannten unterschiedlichen Aufgabenbereiche müssen die sich auch Dipl. Inf.'s genauso manuell einarbeiten wie ich.
    Warum sollten Diplomanden mehr dazu befähigt sein als ein Autodidakt (sic!) mit jahrelanger Berufserfahrung? Das hat mir noch niemand schlüssig darlegen können.

    Und mit "bescheuert" meine ich den mangelnden Mut der Personaler, auch mal ungewöhnliche Wege zu gehen. Das geht IMHO Hand in Hand mit dem ur-deutschen Sparbuchdenken: Wieso was riskieren und auf 8% Rendite spekulieren, wenn ich auch 1,5% sicher haben kann?
    Durchaus nachvollziehbar - und damit der Grund, warum Innovation in DE immer hinterher schleifen wird.
    Von ein paar mutigen Startups mal abgesehen.

    Gruß,
    Ron

  18. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: systemtester 24.02.03 - 13:41

    Hallo,

    WARUM IMMER SO EXTREM?

    die Entscheidungsträger handeln einfach viel zu kurzsichtig:

    Bedingt durch die Jahrtausendwende und den ein Jahr später folgenden Währungswechsel gab es in der IT-Welt viel zu tun, zusätzlich boomten die IT-Märkte seit Ende der 90er. Analysten (die sowieso meist falsch liegen) und Vorstände gewöhnten sich blitzschnell an zweistellige Wachstumsraten.

    Also wurden sehr viele Fachkräfte, Absolventen und Quereinsteiger eingestellt. Die NewEconomy sog den Arbeitsmarkt torschusspanikartig auf.

    Woher nahm man blos die Zuversicht, dass immer weiter zweistellige Wachstumsraten folgen würden?
    Als dann die ersten Gewinnwarnungen veröffentlicht wurden, geriet zuerst der Neue Markt ins Trudeln. Nun spricht man von Rezession, malt nur noch sehr schwarz, also wieder das andere Extrem. Dies führt dazu, dass weniger Studenten in IT-Fächern immatrikulieren, der nächste Fachkräftemangel (ich vermute in den Jahren 2006-2009) ist somit vorprogrammiert.

    Fazit: Entscheidungsträger in der Wirtschaft und Politiker fahren den Karren immer wieder an die Wand! Dies lässt sehr grosse Zweifel an deren Kompetenz aufkommen.

    Gruss
    Systemtester

  19. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: AlexParaglide 24.02.03 - 14:43

    Hallo Nico,

    mit Verlaub einigen Punkten deiner Aussage kann ich so nicht zustimmen.

    >... und so wie alle heute nur über "Superstars" berühmt werden dürfen -andere
    >will keiner hören, die sind sowieso zu blöd dazu - so ist es es auch in dieser
    >Brange: Wer fleißig Bücher auswendig lernt, eine Prüfung erfolgreich absolviert, IST >automatisch ein guter Computerfachmann/Frau. Alle anderen taugen nichts...

    Zunächst heißt es "Branche" und nicht "Brange".
    Bei den produzierten Superstars überwiegt meiner Meinung nach eher der ökonomische Aspekt. Obwohl man natürlich den Teilnehmern die Gesangsqualität, die sich auf hohem Niveau bewegt, nicht abstreiten kann.
    Gut, es gibt da die eine Ausnahme, den ihr wisst schon "Ich steh auf beides..." Kandidaten ;-].
    Übrigens sind die Finalkandidaten uns am WE in der Disse begegnet.
    Meine Freunde kippen sich einen hinter die Binde und sehen die drei VIPs und ich bin der einzige der nüchtern ist, und bemerke sie gar nicht.
    Da kann man mal sehen wie oft ich diese Sendung in den letzten Monaten mitverfolgt habe.

    So nun zum eigentlichen Thema.

    >Genau dieses Denken wird die Computerbrange erst recht in eine nicht mehr gutzumachende >Krise stürzen.Vor 20 Jahren gab es keine IT-Absolvesten und trotzdem kamen Innovationen >und fortschrittliches Denken sehr voran.

    Krisen gibt es seit eh und jeh, und wir werden davor auch sicherlich die nächsten 20 Jahre nicht verschont bleiben. Die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes ist wie eine Amplitude mit unterschiedlicher Ausprägung, ein auf und ab.
    Vor 20 Jahren gab es auch Universitäten, und an diesen Universitäten gab es auch Interessierte für Informatik.
    Nicht alles nimmt seinen Lauf in der Garage im Hinterhof.

    >Man sollte Menschen nach ihrem theoretischen UND praktischen Wissen beurteilen und nicht >nur ob sie einen Schein in der Tasche haben oder nicht.
    >Meistens stellt sich anschließend heraus, das der so begehrte "Fachmann" in seiner >praktischen Qualifikation und Teamfähigkeit eine absolute Niete darstellt. Selbstverstendlich >poche ich nicht auf diese Meinung, jedoch hat meine Erfahrung über Jahre hinweg dies >gröstenteils bestätigt.

    Zu einem Informatikstudium gehören unzählige Scheine, und den akademischen Titel erlangt man auch nicht in windeseile.
    Ich finde ein fundiertes theorethisches Wissen ist die zwingende Grundlage, auf der man die praktische Erfahrung aufbaut. Beide Komponenten machen nur gemeinsam einen Sinn, ist wie mit dem Epoxid-Komponentenkleber. Beides zusammenmischen und geduld aufbringen bis es seine Festigkeit erreicht hat, alles andere ist nur eine halbe Sache.

    Einen schönen sonnigen Tag wünsche ich euch allen.
    Viele Grüsse
    Alex

  20. Re: IT-Branche: Schlechte Karten für Quereinsteiger

    Autor: Thomas Mallek 24.02.03 - 15:26

    genau! und genau in dieser Zeit werden wir Quereinsteiger wieder super chancen haben. Aber sonst ists echt schwieriger ohne den geeigneten Zettel...


    gr33tz, tom

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