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Microsoft: Unternehmen sollen Softwarelizenzen offenlegen

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  1. Microsoft: Unternehmen sollen Softwarelizenzen offenlegen

    Autor: Golem.de 16.11.01 - 09:47

    Nach dem Motto- "Illegale Software - auch in Ihrem Unternehmen?" wendet sich Microsoft in einem Schreiben an klein- und mittelständische Unternehmen in Norddeutschland, um sie über die ökonomischen und rechtlichen Vorteile der Softwarelizenzierung zu unterrichten.

    https://www.golem.de/0111/16971.html

  2. Re: Microsoft: Unternehmen sollen Softwarelizenzen offenlegen

    Autor: Zutz 16.11.01 - 10:15

    Es ist interessant, daß gerade in den letzten Wochen jeden Tag Negativmeldungen über Microsoft quer durchs Internet veröffentlicht werden.
    Natürlich kann es sein, daß Microsoft auch negative Publicity als Publicity nutzt. Auf Dauer sollten die Redmonder mal wieder auf den Boden der Tasachen kommen und Kunden wirklich als Kunden sehen und nicht als potentielle Kriminelle.
    Das Ausspionieren (wie z. B. in diesem Artikel beschrieben http://www.pcwelt.de/news/linux/20116/) u. a. auch mit Passport und .net ist eine üble Ausgeburt von Orwells 1984-Phantasien. Wer ein Monopol auf dem Gebiet der Betriebssysteme hat, muß ein wenig Sensibilität im Umgang mit zu speichernden Nuitzerdaten beweisen.
    Dieser Beweis fehlt, im Gegenteil: Wer behauptet, dies alles nur im Namen des Kundens machen zu wollen, der sollte vielleicht auch mal Kunden dazu befragen. Ich habe jedenfalls keine Lust, meinen Lebenslauf der ganzen Welt zu zeigen, weil es niemanden zu interessieren hat, wie ich lebe. Daß die gespeicherten Daten alles andere als sicher sind, haben ja in der Vergangenheit die bemerkten Sicherheitslöcher z. B. im Wallet-System von Microsoft gezeigt. Wenn dann im gleichen Atemzug Microsoft verlangt, daß Sicherheitslöcher nicht veröffentlicht werden, ist daß nicht nur unseriös, sondern auch kriminell. Wer kann denn garantieren, daß Firmennetze durch den Einsatz von MS-Betriebssysteme stabil sein können, wenn durch Sicherheitslöcher in der Software Trojaner und Viren ohne Probleme in diese Netzwerke eindringen können und diese Firmennetze wegen der mangelnden Sicherheit ausspioniert oder sabotiert werden können?
    Die grundsätzliche Frage als Kunde kann nur lauten, was bekomme ich für mein Geld: Ein Betriebssystem und Mund halten oder ein Betriebssystem, daß stabil, preiswert (im Sinne des Wortes)und unanfälliger gegen Cracker ist mit einem vernünftigen transparenten Support, der sich um Sicherheitsmängel kümmert.
    Letzteres hat Microsoft trotz hoher Preise nicht zu bieten.
    Leider saudumm.gelaufen.de für Microsoft

    zutz

  3. Re: Microsoft: Unternehmen sollen Softwarelizenzen offenlegen

    Autor: Andreas Spengler 16.11.01 - 11:02

    Zutz schrieb:

    > Das Ausspionieren (wie z. B. in diesem Artikel
    > beschrieben
    > http://www.pcwelt.de/news/linux/20116/) u. a.
    > auch mit Passport und .net ist eine üble
    > Ausgeburt von Orwells 1984-Phantasien. Wer ein
    > Monopol auf dem Gebiet der Betriebssysteme hat,
    > muß ein wenig Sensibilität im Umgang mit zu
    > speichernden Nuitzerdaten beweisen.

    Viel mehr. Er muss endlich von staatlicher und juristischer
    Seite Fesseln angelegt bekommen.

    > wie ich lebe. Daß die gespeicherten Daten alles
    > andere als sicher sind, haben ja in der
    > Vergangenheit die bemerkten Sicherheitslöcher z.
    > B. im Wallet-System von Microsoft gezeigt. Wenn
    > dann im gleichen Atemzug Microsoft verlangt, daß
    > Sicherheitslöcher nicht veröffentlicht werden,
    > ist daß nicht nur unseriös, sondern auch
    > kriminell. Wer kann denn garantieren, daß

    Wie wahr.

    > Firmennetze durch den Einsatz von
    > MS-Betriebssysteme stabil sein können, wenn
    > durch Sicherheitslöcher in der Software Trojaner
    > und Viren ohne Probleme in diese Netzwerke
    > eindringen können und diese Firmennetze wegen
    > der mangelnden Sicherheit ausspioniert oder
    > sabotiert werden können?

    Wobei man schon sagen muss, dass wer meint, er müsse diesen Schrott an
    Software benutzen, dann auch gefälligst die Preise des Anbieters bezahlen
    muss. Wenn es die Leute nicht über den Geldbeutel merken, dann kann man
    ihnen auch nicht mehr helfen....

    Andreas

  4. Re: Microsoft: Unternehmen sollen Softwarelizenzen offenlegen

    Autor: Timebandit 16.11.01 - 13:00

    Ich versteh die aufregung nicht. In diesen Anschreiben meldet sich nicht nur Microsoft zu wort sondern die anderen Hersteller, die sich in der BSA vereinigt haben ebenfalls. Der Softwareindustrie gehen Millarden durch Raubkopien verloren. Das kostet Arbeitsplätze und folglich sind die Verluste bereits in den aktuellen Preisen für die Software einkalkuliert. Ein Unternehmen, was bewusst diesen "Software-Betrug" betreibt wird vielleicht wach. Und die Anderen denken über das Thema nach. Nach Meldungen von Golem und anderen Diensten sind seit Beginn der Kampagne gegen Raubkopien ca. 20 % mehr Software über den Ladentisch gegangen als vorher. Das zeigt doch, daß hier offensichtlich nicht mehr von einem Kavaliersdelikt ausgegangen wird, sondern die Nutzer (in erster Linie Firmen) sensibilisiert worden sind.

    Die Methoden, die Microsoft in der Vergangenheit angewand hat, sind vielleicht nicht die Besten. Aber welches Unternehmen, welches eine Marktführung hat, verhält sich schon Korrekt. Die Jungs mit dem T sind auch nicht ohne. Auch die werden durch den Staat geschützt und verzapfen nach meiner persönlichen Erfahrung mehr unheil als Microsoft.

    Und welche Alternativen sind zu Microsoft da. Hier wird immer Linux gesagt.... Vielleicht für den Freak und Programmierer. Aber für den nurmalen User im Unternehmen bzw. Zuhause ist Linux ungeeignet.

  5. Re: Microsoft: Unternehmen sollen Softwarelizenzen offenlegen

    Autor: Andreas Spengler 16.11.01 - 13:41

    > Ich versteh die aufregung nicht. In diesen
    > Anschreiben meldet sich nicht nur Microsoft zu
    > wort sondern die anderen Hersteller, die sich in
    > der BSA vereinigt haben ebenfalls. Der

    Nein, das aktuelle Schreiben kommt von M$ direkt.

    > Softwareindustrie gehen Millarden durch
    > Raubkopien verloren. Das kostet Arbeitsplätze
    > und folglich sind die Verluste bereits in den
    > aktuellen Preisen für die Software
    > einkalkuliert. Ein Unternehmen, was bewusst
    > diesen "Software-Betrug" betreibt wird
    > vielleicht wach. Und die Anderen denken über das
    > Thema nach. Nach Meldungen von Golem und anderen

    Stimmt. Wie ich schon schrieb: Wer meint diesen Pfusch an Programmen einsetzen zu müssen, soll dafür auch ordentlich zahlen.

    > Diensten sind seit Beginn der Kampagne gegen
    > Raubkopien ca. 20 % mehr Software über den
    > Ladentisch gegangen als vorher. Das zeigt doch,
    > daß hier offensichtlich nicht mehr von einem
    > Kavaliersdelikt ausgegangen wird, sondern die
    > Nutzer (in erster Linie Firmen) sensibilisiert
    > worden sind.

    > Die Methoden, die Microsoft in der Vergangenheit
    > angewand hat, sind vielleicht nicht die Besten.

    Das ist noch nett ausgedrückt, weil hier M$ den Eindruck erweckt, sie wären die Ermittlungsbehörden Das grenzt schon an Anmaßung und Selbstjustiz.

    > Aber welches Unternehmen, welches eine
    > Marktführung hat, verhält sich schon Korrekt.

    Blah.

    > Und welche Alternativen sind zu Microsoft da.
    > Hier wird immer Linux gesagt.... Vielleicht für
    > den Freak und Programmierer. Aber für den
    > nurmalen User im Unternehmen bzw. Zuhause ist
    > Linux ungeeignet.

    Und das kannst Du auch so gut beurteilen...

    Andreas

  6. Linux ist nur fuer Freaks

    Autor: golem-leser 16.11.01 - 13:55

    Stimmt nicht.

    Zugegeben, oft passiert es, dass weniger gut Informierte einfach dem Trend folgen und Microsoft scheisse finden, weil es schick zu sein scheint.

    Aber ich kann beruhigen: Microsoft ist nicht so böse wie sein Ruf - es ist noch viel bösartiger! Ich habe selbst schon die Datensammel-Visionen der Herren in München im Hause MS erläutert bekommen und kritische Fragen wurden vom gesammten Auditorium mit Buh-Rufen platt gewalzt. Dabei handelte es sich wohlgemerkt um Fragen wie "Ist es denn erlaubt, Daten illegal zu sammeln und dann via Netz nach USA zu schaffen, um sie der deutschen Justiz zu entziehen?"

    Technisch gesehen arbeite ich unter vielen Spezialisten, die durchaus in der Lage sind, die Produkte dieser Firma richtig einzuschätzen. Und jede neue Version von Windows fällt vor allem durch eines auf: Noch mehr Lügen, noch mehr sinnlose Funktionen, noch mehr Verwirrung und noch mehr Netzwerk-Traffic, der an eine Domain gesendet wird: microsoft.com!

    Linux gilt dagegen als sicher. Kein Wunder, dahinter stehen keine gierigen Aktionäre und kapitalistischer Marktdruck. Dafür hat es auch keine starke Lobby, die seine Vorteile herausstellt.

    Das ist schade. Linux ist nämlich schon längst nicht mehr das Konsolen-Junkie-System aus alten Zeiten. Und wer in der Lage ist, unter Windows die Dateinamen mit Erweiterung anzeigen zu lassen oder den Active-Desktop abzuschalten, der wird auch Linux benutzen können. Staroffice z.B. kann nicht nur Office-Dateien von Windows importieren, es bedient sich auch noch fast genauso.

    Das Problem der DAU-Horden ist doch, dass Ihnen keiner ein gutes OS umsonst anbietet, wenn er mit dem Verkauf eines schlechten Geld verdienen kann.

    Ich trage es auch keinem nach, wenn er aus Gewohnheit Windows nimmt, weil er nichts anderes kennt. Das kann sich ja ändern. Ich hasse es aber, wenn die Leute aus eigener Bequemlichkeit behaupten, Linux sei unbedienbar. Das ist nicht wahr! Nie und nimmer. Es ist bedienbar, sicher, kommt mit tausenden von Software-Paketen und kostet (fast) nichts.

    Die Rechnung ist doch einfach. Microsoft-Welt: Lizenz-Kosten in Arbeitsstunden umrechnen, Lernaufwand dazuzählen, Abstürze, Viren-Abwehr, verlorene Arbeitsdateien, Updates, Support-Telefonate mit Freunden oder dem Hersteller etc. dazuzählen. Dann noch die Kosten für die Software, die man zusätzlich kaufen muss. Schon hat man die tatsächlichen Kosten des Systems.

    Und bei Linux? 100.- DM für 6 CDs + Eingewöhnungszeit in Arbeitsstunden. Und danach weiss ich wenigstens, was ist tue, und muss nicht mit bangem Blick auf meine Traffic-Anzeige starren und mich fragen, was da eigentlich gerade vor sich geht.

  7. Re: Microsoft: Unternehmen sollen Softwarelizenzen offenlegen

    Autor: Michael Stucki 16.11.01 - 14:00

    Hallo allerseits,

    > Ich versteh die aufregung nicht. In diesen
    > Anschreiben meldet sich nicht nur Microsoft zu
    > wort sondern die anderen Hersteller, die sich in
    > der BSA vereinigt haben ebenfalls. Der
    > Softwareindustrie gehen Millarden durch
    > Raubkopien verloren. Das kostet Arbeitsplätze
    > und folglich sind die Verluste bereits in den
    > aktuellen Preisen für die Software
    > einkalkuliert.
    Ich hoffe Du meinst mit diesem Beispiel nicht Microsoft... (?)
    Schliesslich stammt das Schreiben von ihnen.

    > Das zeigt doch, daß hier offensichtlich nicht mehr
    > von einem Kavaliersdelikt ausgegangen wird,
    > sondern die Nutzer (in erster Linie Firmen)
    > sensibilisiert worden sind.
    Etwas würde mich dazu noch wundernehmen:
    Wie hat Microsoft gewusst wer ihre Produkte einsetzt ?
    Ist es ausgerechnet Microsoft (die Firma, welche behauptet, sie besitze kein Monopol) welche den Mut hat jede Firma anzuschreiben mit dem Gedanken, sie besitze ein Produkt von ihnen ?

    > Die Methoden, die Microsoft in der Vergangenheit
    > angewand hat, sind vielleicht nicht die Besten.
    Ja, milde ausgedrückt. Da hast Du recht.
    Such mal auf http://www.pro-linux.de/ nach "microsoft". Da wirst Du überhäuft werden mit Skandalmeldungen über Irreführung, miese Geschäftspraktiken usw.

    > Aber welches Unternehmen, welches eine
    > Marktführung hat, verhält sich schon Korrekt.
    Stimmt. Eigentlich macht Microsoft das einzig richtige. Der Fehler ist bloss, dass die Behörden nur tatenlos zuschauen.

    > Und welche Alternativen sind zu Microsoft da.
    Einige:
    - OSX (auf Macs)
    - Linux (auf beinahe jeder beliebigen Architektur !)

    > Hier wird immer Linux gesagt.... Vielleicht für
    > den Freak und Programmierer. Aber für den
    > nurmalen User im Unternehmen bzw. Zuhause ist
    > Linux ungeeignet.
    Das ist nicht ganz richtig. Wer einen vorinstallierten PC vor sich stehen hat wird mit Linux keine grossen Probleme haben.
    Das Problem ist doch nur dass heute jeder Depp meint er müsse seinen PC selber installieren können.
    Na gut, dann soll er halt. Er halt schliesslich die Wahl:
    - Entweder installiert er Windows und meckert wie gehabt über Microsoft
    - Oder er nimmt sich halt mal ein wenig Zeit und kauft sich ein Buch zu Linux.
    Das ist doch nicht zu viel verlangt. Und mit dem Geld das er mit Linux sparen würde könnte er es sich sogar noch von einem Händler installieren lassen. Also alles kein Problem, oder ?

    Gruss
    Michael

  8. Re: Linux ist nur fuer Freaks

    Autor: Joachim Wiedemann 18.11.01 - 10:54

    Im Gesamten kann ich die Aussagen nur bestätigen, wobei die Einzelheiten nicht ganz zutreffen.
    >Und bei Linux? 100.- DM für 6 CDs + Eingewöhnungszeit in Arbeitsstunden. Und danach >weiss ich wenigstens, was ist tue, und muss nicht mit bangem Blick auf meine Traffic-Anzeige >starren und mich fragen, was da eigentlich gerade vor sich geht.
    Auch diese Aussage ist zu trivial. In Tat und Wahrheit ist der Integrations-Aufwand solcher Lösungen Anfangs viel teurer, als das bischen Lizenz, was man bei MS abliefert... Beobachtbar ist das speziell bei sehr grossen oder komplexen Lösungen. zb. OS/WEB/Email-Integration in eine bestehende Welt, ist grundsätzlich bei Microsoft innerhalb von Minuten installiert, aber unter Linux kommen aber sehr schnell Fragen auf, die gelöst sein wollen und das bedeutet den Einsatz von Mitteln in Spezialisten. Bei MS-Produkten bekomme ich diesen vermeintlichen Spezialisten an jeder Ecke, schlage ein Buch auf oder Lade einen Service-Pack runter.
    Unter Linux den Spezi zu finden, der genau alle Komponten bereits kennt, die Integriert werden sollen, ist meistens fast unmöglich.
    Trotzdem die Praxis zeigt aber klar, dass die Folgekosten für Linux-Systeme sehr viel kleiner sind.
    Wir haben ein Deployment-Projekt gemacht, das mit Linux im Gesamten 1.2Mio kostete, und identisch mit Microsoft-Produkten für ca. 800'000 Realisierbar war. Die Unterhaltskosten für diese Linux-Lösung kostet aber heute einen Drittel (Nachlizenzierungen, Wartung etc.), weil einerseits die Nachlizenzierungen wegfallen und anderseits das Gesamtsystem stabiler und wartungsfreier ist. Also ganz klar ein Bonus für Linux.

  9. Re: Linux ist nur fuer Freaks

    Autor: golem-leser 18.11.01 - 18:33

    Das höre ich auch immer wieder - also dass die Schwierigkeiten am Anfang höher sind (Enduser-Welt) oder der Integrationaufwand höher (Unternehmens-Welt).

    Dabei geht man aber der MS-Sicht der Welt auf den Leim: Natürlich ist der Aufwand größer, wenn man davon ausgeht, dass bereits MS-Produkte genutzt werden (gilt für beide Welten). In dem Bereich, in dem ich meistens arbeite, wird Windows lediglich für Oracle-NT-Tools und als X-Terminal benutzt, meistens gar nicht. Statt dessen sind Unixe im Einsatz, also meistens Linux oder Solaris.

    Und da ist die Welt plötzlich genau umgedreht: Kommt ein neues Linux-System, dann genügt es, die neue IP für die Box und die IP des Gateways zu nennen. Kommt dagegen eine MS-Kiste, dann gehen die Security-Leute an die Decke, die Firewalls werden überprüft, es muss jemand gefunden werden, der die administrative Verantwortung dafür übernimmt etc.

    Natürlich schmerzt es, wenn Millionen von Menschen ihre Annäherung an den Computer durch AOL & Windows erleben und dann auf halbem Weg erkennen sollen, dass sie nun plötzlich nicht weiterkommen mit ihrem System. Keiner gibt gerne sein Wissen auf. Aber das muss ja auch nicht sein.

    Einerseits muss den Leuten von Anfang an klar gemacht werden, worauf sie sich da einlassen, statt ihnen mit "Alles ganz einfach"-Sprüchen die Augen zuzuhalten, andererseits wäre es ja auch ein Ansatz, die Technik neutral zu erklären. Damit meine ich, den Versand von eMails nicht mit "Da müssen Sie auf Outlook Express klicken, das gibt es auf allen Computern..." zu lehren, sondern auf die Existenz von Mail-Clients im allgemeinen hinzuweisen.

    Ich unterrichte zuweilen und falle fast in Ohnmacht, welche Vorstellungen gerade unbedarfte Kursteilnehmer mitbringen. Da meint man ja, Bill Gates habe den Computer erfunden. Das sind dieselben Leute, die "mein Rechner" sagen und auf den Monitor deuten.

  10. Re: Linux ist nur fuer Freaks

    Autor: Joachim Wiedemann 18.11.01 - 22:21

    Dem anonymen 'Golem-Leser' gebe ich grundsätzlich recht ! Es ist immer nur eine Frage der Skills und aus welcher Sicht man kuckt. Nichtsdestotrotz befinden sich die Unix-Administratoren bereits in der Minderheit (***Gesamt-Unixserver-Marktanteil 13%, NTserver-Gesamt-Marktanteil bereits über 35%). *** ohne Linux
    Gegenfrage: Weshalb hat denn jeder ein Outlook auf dem Desktop und weshalb verdrängt Windows (Linux ausserhalb der Zählung) denn überhaupt Unix ? Weshalb hat Intel mehr Erfolg als die Unix-Prozi-Hersteller ? Es kann doch nicht nur Marketing sein, das über die letzten 10 Jahre Unix als wirklich offenes Betriebssystem verdrängt ?

    Ganz einfach. Der Computer ist eigentlich nicht Selbstzweck und die Benützer wollen ein möglichst einfaches und verständliches System. Es mag sein, dass das natürlich von den Spezialisten nicht ganz so gesehen wird....
    Windows war / ist von Grundauf immer grafisch gewesen und jeder der etwas weniges von der Sache versteht, ist in der Lage das System einigermassen zu bedienen und sogar bis zu einem gewissen Zustand zu konfigurieren.
    Da hat vermutlich Microsoft über alle Komponenten betrachtet den besten Job gemacht !

    Ich aber überzeugt, dass wenn es einem Hersteller gelingt, noch ein einfacheres und dennoch
    günstiges System aufzubauen, das auch mit den bisherigen Kompatibiltäten nicht bricht, Microsoft innerhalb von Monaten weg vom Markt wäre.
    Eine Chance wären die Internet-Strukturen (ASP etc.) gewesen, aber auch da scheint mir, ist der Zug abgefahren. Je länger Microsoft diese marktdominierende Stellung hält, je unwahrscheinlicher wird der komplette Fall. Durch die heutige Globalisierung führt Microsofts Strategie zu einer Pseudo-Standardisierung der Systeme, wo ein System-Wechsel durch die Wirtschaft / Firmen kaum mehr finanziert werden kann und anderseits werden die bereits laufenden Schnittstellen ohne Risiko kaum mehr migriert werden können. Dazu kommt, dass
    Microsoft fast unerschöpfliche Kapital-Reserven hat, wodurch sie in der Lage ist, die neuesten Technologien und überhaupt die halbe Welt einfach zu kaufen. Ein zweites 'Novell' (der Fall von Novell ist symptomtisch) wird es erst geben, wenn Microsoft auf eine falsche Technologie setzt oder aber ein Extremist Redmont in die Luft jagt.

  11. Re: Linux ist nur fuer Freaks

    Autor: Enrico Aderhold 30.03.02 - 20:19

    Linux ist fast genauso handlich wie Microsoft
    jedoch benutzen 90% aller "Microsoft Haushalte"
    den PC als Game-Box und da sieht es auf der Linux Unix seite ziemlich flach aus .
    und zum thema die meisten Software Hersteller
    setzen lieber auf sicherheit als auf "das waehre ja etwas neues" .
    was mich allerdings wundert das es fuer MAC OS fast jedes Spiel gibt und Office sowieso

    PS Mac OS ist im Kern ein UNIX Clone

    factum : die Preise sind zu hoch fuer einen normalen Anwender , wer zahlt schon 150 DM fuer 1 Woche Spass und dann nix mehr

  12. Re: Linux ist nur fuer Freaks

    Autor: Joe Wied 31.03.02 - 00:38

    und überdies hat Windows-NT, Windows XP und Windows 2000 auch
    einen Unix-Kernel, nur wissen das die wenigsten... nur ist das System ist von
    Aussen nur proprietär zugänglich.

    Linux wird sich solange schwer tun, wie nichts daran verdient wird,
    und und wenn was daran verdient wird (Red-Hat macht das gut
    vor, wenn auch mit Verlust), dann wird Linux in der gleichen
    Situation sein, wie Microsoft...

    Unsere Gesellschaft ist gewinnorientiert und opportunistisch und von
    Idealismus alleine kann man darin nicht leben und schon gar nicht erfolgreich
    sein. Jedermann möchte mit dem was er kann, Geld verdienen, ist aber nur unwillig
    bereit den anderen für dessen Leistung zu bezahlen. Das MS es mit den Lizenzgebühren
    zu-doll-treibt, zeigt nur, dass die MS-Rechnung bisher aufgeht und funktioniert,
    was übrigens betriebswirtschaftlich absolut der richtigste Weg darstellt.

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