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Autodesk und Microsoft schließen Patentabkommen

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  1. Autodesk und Microsoft schließen Patentabkommen

    Autor: Golem.de 16.12.04 - 13:45

    Autodesk und Microsoft haben ein Abkommen geschlossen, das den Unternehmen einen gegenseitigen Zugriff auf ihre Patent-Pools ermöglicht. Das Abkommen soll die langfristige Partnerschaft zwischen Autodesk und Microsoft erweitern und den Unternehmen nach eigenen Worten erlauben, kosteneffektive und umfassende Lösungen anzubieten.

    https://www.golem.de/0412/35225.html

  2. Liebe Politiker

    Autor: Phil o'Soph 16.12.04 - 13:58

    Liebe Politiker,

    Sie sehen doch, dass fast alle großen Unternehmen untereinander Patentabkommen geschlossen haben. Sie erlauben sich gegenseitig, die jeweiligen Patente zu nutzen, gegen eine kleine Pauschalem versteht sich.

    Da alle großen Unternehmen sich gegenseitig die Nutzung der Patente erlauben, gibt es keinen Grud mehr, weiter an den Patenten festzuhalten. Wenn Sie also an den Patentrichtlinien festhalten, arbeiten Sie gegen die Wirtschaft! Wollen Sie dass?

    Denken Sie mal drüber nach! Auch Sie, Frau Zypries, Herr Clement ...

    Phil o'Soph
    http://home.versanet.de/~olanger/

  3. Re: Liebe Politiker

    Autor: Herb 16.12.04 - 14:11

    Was sind das doch für Schweine, dass die ihre mit angestellten Programmieren entwickelten Programme nicht per Copy&Paste nachbauen und für lau ins Netz stellen lassen. Unbegreifbar, wo doch jeder weiß, dass es in der Informatik für ein konkretes Problem nur genau eine Lösung gibt. Und außerdem, wo bitte gibt es das noch, dass ich mir Gedanken um möglicherweise bereits bestehende Patente bei einer Neuentwicklung machen muss?

    Vielleicht sollten die OpenSource Aktivisten ab und an mal den Computer ausschalten und draussen ein bisschen spazieren gehen. Das macht den Kopf frei.

  4. Re: Liebe Politiker

    Autor: Phil o'Soph 16.12.04 - 14:13

    Herb schrieb:

    > Vielleicht sollten die OpenSource Aktivisten ab
    > und an mal den Computer ausschalten und draussen
    > ein bisschen spazieren gehen. Das macht den Kopf
    > frei.

    Software unterliegt, wie jede geistige Schöpfung, dem Urheberrecht. Geh mal sparzieren, das macht den Kopf frei ...


    Phil o'Soph
    www.golem-macht-freude.de.tp

  5. Re: Liebe Politiker

    Autor: Tinkerbell 16.12.04 - 17:10

    Herb schrieb:
    > Was sind das doch für Schweine, dass die ihre
    > mit angestellten Programmieren entwickelten
    > Programme nicht per Copy&Paste nachbauen und für
    > lau ins Netz stellen lassen.

    Was sollen eigentlich immer diese äusserst unqualifizierten pro-Patent Kommentare die den blödsinnigen Eindruck erwecken, dass man patent-geschützten Sourcecode von Firmen wie Microsoft bekommt?

    Darf ich mal an z.B. das jahrelange tauziehen auf EU Ebene erinnern wo versucht wird/wurde den Quellcode von Windows auch nur von Seiten staatlicher Stellen _EINSEHEN_ zu können zwecks Zertifizierung bzw. Sicherstellung das eben keine Backdoors o.ä. drin sind.

    Was soll diese absolut schwachsinnige Argumentation man könnte ohne Patente einfach "copy&paste" von andren Firmen wie Microsoft machen? Wo sind sie denn die copy&paste clones von Windows oder Word oder Excel die ganzen Jahre wo es keinen wirklichen Softwarepatentschutz in Europa gab?

    Nenn mir auch nur ein einziges.

    Oder ist Dir nicht klar dass man für "copy&paste" auch den Quellcode braucht...

    Ein gewisser Rechtsanwalt der pro-Patent Lobbying in USA betreibt argumentiert auf einer ähnlich schwachsinnigen Schiene indem er den Eindruck erweckt man könnte ja binäre Produkte de-compilieren und ein geändertes neues Kompilat erstellen um das "copyright" auszuhebeln und alleine das Patentrecht würde das verhindern. Er geht sogar so weit das Copyright für Software aufheben und gänzlich durch Patentrecht ersetzen zu wollen.

    Wenn die Leute auch nur einen Hauch Ahnung hätten von der technischen Seite dann würden sie nicht so einen hirnerweichenden Schwachsinn erzählen. Leider sind die Adressaten dieser Sprüche meist ebensowenig in der Lage zu erkennen wie blödsinnig das in der Praxis ist.

    > Unbegreifbar, wo
    > doch jeder weiß, dass es in der Informatik für
    > ein konkretes Problem nur genau eine Lösung
    > gibt.

    Du scheinst nicht zu wissen was in Patentanmeldungen drin steht. Es gibt inzwischen Patente die z.B. Software betreffen die ich vor Jahren entwickelt habe, wo "Verfahren" beschrieben werden wie etwa "nicht benutzte Daten nicht kopieren" und das ganze in 28 Claims damit es auch ja auf möglichst viele Implementierungen zutrifft. Die Devise bei Patentanmeldungen für den Anmelder heisst schon lange "so weitreichend wie möglich" - Copyright schützt eine Implementierung - Patente schützen Ideen und Trivialpatente schützen vermehrt "Ideen" die sich simplerweise nicht umgehen lassen. Ein weiterer beliebter Trend ist es sich Kombinationen von bestehenden Verfahren mit neuen Standards zu sichern wie etwa wenn ein neuer BUS kommt sich diverse existierenden Verfahren in Verbindung mit dem neuen Bus zu patentieren.

    Mach Dich mal erst schlau was in Patenten auf "Hyperlinks" oder "dithering" wirklich drin steht - dann erübrigt sich auch ein solcher Kommentar.

    Ausserdem - wenn es für jedes Problem mehrere Lösungen gibt und man ja Deiner Meinung nach scheinbar jeglichen Quellcode von Konkurrenten bekommen kann - was sollten denn dann Patente bewirken?

    > Und außerdem, wo bitte gibt es das noch,
    > dass ich mir Gedanken um möglicherweise bereits
    > bestehende Patente bei einer Neuentwicklung
    > machen muss?

    Bei über 100.000 zugelassenen Sofwatepatenten, einer jährlich ansteigenden Zulassung von Patenten sowie immer neuen Rekordanteilen von Softwarepatenten (20% dieses Jahr?), wäre es äusserst fahrlässig sich _keine_ Gedanken um bestehende Patente zu machen. Das zeugt bloss von Ahnungslosigkeit oder Fahrlässigkeit.

    > Vielleicht sollten die OpenSource Aktivisten ab
    > und an mal den Computer ausschalten und draussen
    > ein bisschen spazieren gehen. Das macht den Kopf
    > frei.

    Noch so ein idiotisches Vorurteil - Softwarepatente betreffen KMU's wahrscheinlich viel stärker als Open Source Leute. Die Open Source Leute haben nämlich eine aktive Lobby und bekommen gerne viel Aufmerksamkeit - wen schert es schon wenn eine Firma in Salzgitter pleite geht oder die Hälfte ihrer Produkte einstampfen muss weil sich vor N-Jahren eine Firma in USA Softwarepatente hat geben lassen und die grösszügigen "lizensierungsangebote" (die üblicherweise gleich 3-5% des Umsatzes vor Steuern und Ausgaben abgreifen wollen) simplerweise das Geschäft nicht mehr sinnvoll machen. Abgesehen davon dass viele Dinge nicht mehr möglich werden - Software zu bundlen, verschiedene Arten Trialsoftware, Spenden an karitative Organisationen oder spezielle Arten der Finanzierung die zur kostenlosen Abgabe einer Software führen.

    Die Lobbies für KMUs scheinen mehr den Sponsorengeldern der Grossindustrie hinterher zu hecheln. Anders kann ich mir die pro-Patent Anmerkungen von diesen Verbänden nicht erklären. Mir persönlich ist kein ernsthaftes KMU Software produzierendes Unternehmen bekannt welches für eine Einführung von Softwarepatenten ist, mir sind aber aus persönlichen Kontakten und aus der Presse etliche bekannt die massiv dagegen sind.

  6. Re: Liebe Politiker

    Autor: Tinkerbell 16.12.04 - 17:16

    Tinkerbell schrieb:
    > Mach Dich mal erst schlau was in Patenten auf
    > "Hyperlinks" oder "dithering" wirklich drin
    > steht - dann erübrigt sich auch ein solcher
    > Kommentar.

    Ich meinte nicht "dithering" sondern das Drama damals um die Anti-aliasing Patente.

  7. Re: Liebe Politiker

    Autor: Herb 18.12.04 - 11:47

    Tinkerbell schrieb:
    >
    > Was sollen eigentlich immer diese äusserst
    > unqualifizierten pro-Patent Kommentare die den
    > blödsinnigen Eindruck erwecken, dass man
    > patent-geschützten Sourcecode von Firmen wie
    > Microsoft bekommt?

    Schon allein der Ton spricht für dein Alter,
    aber die Tatsache, dass ich im krassen Gegensatz
    zu dir nirgends Microsoft erwähnt habe, lässt
    mich dich genau einordnen.

    > Was soll diese absolut schwachsinnige
    > Argumentation man könnte ohne Patente einfach
    > "copy&paste" von andren Firmen wie Microsoft
    > machen? Wo sind sie denn die copy&paste clones
    > von Windows oder Word oder Excel die ganzen
    > Jahre wo es keinen wirklichen
    > Softwarepatentschutz in Europa gab?

    Copy&Paste geht auch "indirekt". Man schaut sich
    die Lösung des anderen an und baut sie nach demselben
    Ablauf nach. Das ist für mich auh Copy&Paste.

    > Oder ist Dir nicht klar dass man für
    > "copy&paste" auch den Quellcode braucht...

    ...der spätestens mit ReverseEngineering immer zur
    Verfügung steht. Nur eine Frage des Interesses.

    > Wenn die Leute auch nur einen Hauch Ahnung
    > hätten von der technischen Seite dann würden sie
    > nicht so einen hirnerweichenden Schwachsinn
    > erzählen. Leider sind die Adressaten dieser
    > Sprüche meist ebensowenig in der Lage zu
    > erkennen wie blödsinnig das in der Praxis ist.

    Wie soll man dich ernst nehmen?

    > Du scheinst nicht zu wissen was in
    > Patentanmeldungen drin steht. Es gibt inzwischen
    > Patente die z.B. Software betreffen die ich vor
    > Jahren entwickelt habe, wo "Verfahren"
    > beschrieben werden wie etwa "nicht benutzte
    > Daten nicht kopieren" und das ganze in 28 Claims
    > damit es auch ja auf möglichst viele
    > Implementierungen zutrifft.

    Es gibt genügend Patente, die davon betroffene
    Probleme in der Art der Lösung behindern. Aber
    derart, dass der (bis dahin bekannte) optimale
    Weg geschützt ist. Das ist z.B. in der Elektronik
    gang und gäbe. Aber auch dort kann ich alles
    auf eine andere, schlimmstenfalls umständlichere
    Methode lösen.

    Die in Amerika zugelassenen zweifelhaften Patente
    müssen in der EU erstmal gelten. Es gibt ja noch
    Begriffe wie Erfindungshöhe und Prior Art.

    > Ausserdem - wenn es für jedes Problem mehrere
    > Lösungen gibt und man ja Deiner Meinung nach
    > scheinbar jeglichen Quellcode von Konkurrenten
    > bekommen kann - was sollten denn dann Patente
    > bewirken?

    Besonders effektive, performante oder ressourcen-
    schonende Lösungen schützen. Das ist doch babyeinfach,
    oder?

    > Noch so ein idiotisches Vorurteil -
    > Softwarepatente betreffen KMU's wahrscheinlich
    > viel stärker als Open Source Leute. Die Open
    > Source Leute haben nämlich eine aktive Lobby und
    > bekommen gerne viel Aufmerksamkeit

    Sie (OpenSource, FreeSoftware) ist derart
    hysterisch gegen Softwarepatente, dass das nur
    Blinde nicht in Verbindung mit essentiellem
    Interesse bringen.
    Jeder kennt heute OpenSource/FreeSoftware und
    weiß, dass es nur deshalb funktioniert, weil/wenn
    es gratis ist und damit auch kein Programmierer
    Geld sieht. Nun gibt's wohl genügend Coder, die
    nebenher für lau arbeiten, aber die Leute, die
    sich im Patentwesen oder im gewerblichen Rechtsschutz
    und so auskennen sind wohl weniger für gratis
    zu haben. Und da steigt die Panik: das Modell wankt.

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