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Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

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  1. Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: Demotivator 03.06.10 - 18:00

    Insgeheim wissen wir doch alle, dass die diskutierten Zensur- und Kontrollmassnahmen sowieso kommen werden. Die Lobby ist einfach zu stark. Vielleicht ist es deshalb an der Zeit, den letztlich sinnlosen Widerstand aufzugeben und sich auf jene Ziele zu konzentrieren, die man auch erreichen kann.

    Im Englischen sagt man dazu "to pick one's battles": seine Kraft nicht mit aussichtslosen Kämpfen verschwenden, sondern sie für die Schlachten aufheben, die man auch gewinnen kann.

    Der Widerstand gegen Zensur und Totalüberwachung gehört mit Sicherheit nicht mehr dazu.

    Es gilt jetzt, das Beste aus der Situation zu machen und sich mit einer Welt zu arrangieren, in der jeder Schritt, jeder Klick, jeder niedergeschriebene Gedanke protokolliert und ausgewertet wird. Das wird schwer genug. Deshalb den Blick nach vorne, nicht mehr zurück.

    Man muss auch verlieren können.

  2. Re: Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: Anonymouse 03.06.10 - 18:19

    Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

  3. Re: Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: Arni 03.06.10 - 18:42

    So ein gequirlter Quatsch. Was wollen wir denn noch wenn irgendjemand alles unter Kontrolle hat und wir davon keinen blassen Dunst haben. Nein. In jedem Fall ist die Privatsphäre zu schützen, genauso der Erwerb von Informationen. Dies ist im Sinne der eigenen echten Entscheidungsfreiheit absolut notwendig.

    Wissen warum etwas ist, war oder wird und entsprechend handelt zu können ohne Angst vor Ausgrenzung haben zu müssen, das ist ein Ziel, dass jede Anstrengung lohnt, zur Not auch vergebliche.

    Die von Ihnen beschworene Situation gibt es nicht und darf es nie geben. Es ist nicht vergeblich.

    Sie versuchen, die bürgerliche Initiative in sehr wichtigen Dingen auszubremsen.

  4. Re: Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: Neusprech 03.06.10 - 21:06

    Full Ack.
    Leider sind in den Parlamenten Deutschlands und der EU einige Leute vertreten, die mit einer derart krankhaften Inbrunst Kontrolle und Totalüberwachung vorantreiben - entgegen jedweder Vernunft und Ratio, dass ich den Kampf um bürgerliche Rechte und Freiheiten bestenfalls als beinhart in Zukunft sehe. Bei DER Gleichgültigkeit vieler Bürger sehe ich zumindest für Deutschland ziemlich schwarz.
    Die Deutschen haben innerhalb von nur 60 Jahren zwei totalitäre Regimes "zugelassen", die Ihresgleichen in der golbalen Geschichte suchen - besonders das erste Regime. Gut - andere Länder wie Russland hatten noch nie eine Demokratie - auch jetzt nicht. Wenn man sich die Zustände dort genauer anschaut ist es ein mit demokratischer Schafswolle umhülltes Regime - aber es IST ein Regime. Die USA ("Land of the Free") haben je facto ja auch ein Regime - nur ziemlich gut getarnt (Unmenge von Geheimdiensten, die außerhalb jedweder demokratischen Kontrolle und Legitimation ALLES tun können, was sie wollen (Bürger z.B. als "mutmaßliche" Terroristen-Unterstüzer JAHRELANG wegsperren).

    Es ist schon faszinierend, wie der Mensch sich immer wieder die buchstäbliche Hölle auf Erden bereitet und dann NICHTS daraus zu lernen schent....

    ------------------------------------------------------------------
    arbeite!
    KAUFE!!!
    sterbe!

  5. Re: Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: rjb 03.06.10 - 21:21

    "Man muß auch verlieren können" - was glaubst Du denn sonst noch zu können, außer verlieren, mit dieser Einstellung? Wenn Du von der Versorgung mit Nahrungsmitteln abgeschnitten wirst, sagst Du dann auch, na gut, konzentriere ich mich eben auf Dinge, für die ich kein Essen brauche? Und die Möglichkeit, sich unbeobachtet informieren zu können, ist in einer sog. Demokratie ähnlich essentiell wie physische Grundbedürfnisse.

  6. Re: Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: Neusprech 03.06.10 - 21:48

    > Man muss auch verlieren können.

    Ja, so ziemlich SÄMTLICHE Menschenrechte und Freiheiten? Dem kannst DU dich gerne ergeben. ICH werde es NICHT!!!
    Das Fehlen von Menschenrechten ist das Hauptmerkmal von totalitären Regimes und früheren Zeiten (Mittelalter und davor). Heutige Demokratien MÜSSEN die Menschenrechte und Freiheiten respektieren, auch wenn diese die vermeintliche "totale Sicherheit" und auch Gewinnmaximierung der Unternehmen verhindern. Es MUSS eine gesunde Balance zwischen den beiden Extremen Totalitarismus und Anarchie geben. Ich will in keiner der beiden Extreme leben, und 90+ % der Menschen sicher auch nicht. Leider driftet diese Balance seit 2001 (im Turbo-Modus seit 2005) zum Totalitarismus hin.
    Ich werde ein "4.Reich", eine "DDR 2.0" ein "1984" ein "brave new world" oder ein "Gattaca" mit allen in meiner kleinen Macht stehenden Mitteln zu verhindern versuchen.
    Als letzte Konsequenz kehre ich irgendwann der totalitären "Horror-Zivilisation" den Rücken zu, und verbringe mit allen damit verbundenen Risiken den Rest meines Lebens im bewaffneten Untergrund-Widerstand - wenn das einige Millionen machen bricht das System zusammen (Fehlen der Arbeitskräfte, statt dessen innere Zerstörung durch dieselben "Ex-Arbeiter").
    Natürlich kann ich mich jetzt beim lieben Gott beschweren, dass ich nach 1960 auf diese Welt kam und solche Zeiten noch miterleben muss - das ist aber Blödsinn, denn immerhin konnte ich die erste Hälfte des Lebens in "guten Zeiten" verbringen und kann darum dankbar sein.

    ------------------------------------------------------------------
    arbeite!
    KAUFE!!!
    sterbe!

  7. Falsch

    Autor: Drop 04.06.10 - 08:43

    Meines Erachtens die falsche Herangehensweise.

    Es ist ein Krieg und in diesem muss man versuchen jede Schlacht zu gewinnen.

    Google mal nach "Endgame" bei Google Video oder "The Arrivals" bei Youtube (Mehrteilig, Stimme etwas gewöhnungsbedürftig)

    Zum lesen gibt es reichlich Stoff bei petson.de

  8. Re: Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: japs 04.06.10 - 09:53

    Neusprech hat Recht!!

  9. Re: Ist es an der Zeit, den Widerstand aufzugeben? Ein paar Gedanken:

    Autor: Bob_der_Baumeister 04.06.10 - 11:37

    Demotivator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Insgeheim wissen wir doch alle, dass die diskutierten Zensur- und
    > Kontrollmassnahmen sowieso kommen werden. Die Lobby ist einfach zu stark.
    > Vielleicht ist es deshalb an der Zeit, den letztlich sinnlosen Widerstand
    > aufzugeben und sich auf jene Ziele zu konzentrieren, die man auch erreichen
    > kann.
    >
    > Im Englischen sagt man dazu "to pick one's battles": seine Kraft nicht mit
    > aussichtslosen Kämpfen verschwenden, sondern sie für die Schlachten
    > aufheben, die man auch gewinnen kann.
    >
    > Der Widerstand gegen Zensur und Totalüberwachung gehört mit Sicherheit
    > nicht mehr dazu.
    >
    > Es gilt jetzt, das Beste aus der Situation zu machen und sich mit einer
    > Welt zu arrangieren, in der jeder Schritt, jeder Klick, jeder
    > niedergeschriebene Gedanke protokolliert und ausgewertet wird. Das wird
    > schwer genug. Deshalb den Blick nach vorne, nicht mehr zurück.
    >
    > Man muss auch verlieren können.

    So klingen echte Verlierer!

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