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Definition Haushalt?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Definition Haushalt?

    Autor: fastforwardklaus 09.06.10 - 18:28

    wie wird denn ein haushalt definiert? wenn omi, opi, eltern und erwachsene kinder auf'm dorf in einer großen hütte wohnen, ist das dann ein haushalt? wenn ein pendler in hamburg und münchen jeweils eine wohnung hat sind das 2 haushalte? was ist mit den vielen singles? wa sist mit den studenten, die jetzt schon jeden monat draufzahlen? was ist mit blinden und hörgeschädigten? hartzler müssten auch bezahlen, was wiederum der staat trägt.
    was zählt als ein haushalt bei firmen? oder werden die gleich ausgeschlossen, was ich für einen kleinen fortschritt halte. wer hat schon in einer firma zeit zum fernsehen.
    da wird's mächtig ärger geben.

    ich verstehe ja den grundversorgungsauftrag. aber damit wird doch schon seit jahren am ziel vorbeigeschossen.
    warum wird nicht von jeder Person, die Geld verdient 10 euro abgezogen. das muss reichen! alle anderen "armen schweine" sind damit ausgeschlossen. und: 18 euronen monatlich ist schon 'ne menge schotter für viele menschen.

    falls der sch..mist durchgewunken wird, habe ich schon eine idee: jedes mehrfamilienhaus wird als ein haushalt geführt, so!

  2. Re: Definition Haushalt?

    Autor: DisPayer 09.06.10 - 19:00

    fastforwardklaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wie wird denn ein haushalt definiert? wenn omi, opi, eltern und erwachsene
    > kinder auf'm dorf in einer großen hütte wohnen, ist das dann ein haushalt?
    > wenn ein pendler in hamburg und münchen jeweils eine wohnung hat sind das 2
    > haushalte?

    Genau so, wie Du es sagst!


    > was ist mit den vielen singles? wa sist mit den studenten, die
    > jetzt schon jeden monat draufzahlen? was ist mit blinden und
    > hörgeschädigten? hartzler müssten auch bezahlen, was wiederum der staat
    > trägt.

    Bisher gab es 10% Befreiungen und das wird sicher so bleiben. AFAIK zahlen Studenten aber aktuell den vollen Betrag, oder? Gute alte Zeit...

    > was zählt als ein haushalt bei firmen? oder werden die gleich
    > ausgeschlossen, was ich für einen kleinen fortschritt halte. wer hat schon
    > in einer firma zeit zum fernsehen.
    > da wird's mächtig ärger geben.

    Autoradio? Radio in der Büroküche?

    Da steht doch was von einem Drittel bei kleinen Betrieben. Große zahlen hoffentlich mehr.

    > ich verstehe ja den grundversorgungsauftrag. aber damit wird doch schon
    > seit jahren am ziel vorbeigeschossen.
    > warum wird nicht von jeder Person, die Geld verdient 10 euro abgezogen. das
    > muss reichen! alle anderen "armen schweine" sind damit ausgeschlossen.

    Naja, weil man auch nen armes Schwein sein kann, WENN man Geld verdient?! Ich kenne bei uns an der Uni unglaublich viele Leute, die 40h die Woche arbeiten und bei Hartz4 mehr bekommen würden!

    > 18 euronen monatlich ist schon 'ne menge schotter für viele menschen.
    >
    > falls der sch..mist durchgewunken wird, habe ich schon eine idee: jedes
    > mehrfamilienhaus wird als ein haushalt geführt, so!

    Dann macht das Einwohnermeldeamt Terror. So einfach isses nich :/.

  3. Re: Definition Haushalt?

    Autor: /mecki78 09.06.10 - 19:05

    DisPayer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Autoradio? Radio in der Büroküche?

    Und wer soll die Benutzen? Richtig, die Mitarbeiter. Und wo leben die Mitarbeiter? Richtig, in einem Haushalt. Also hat jeder schon für das Recht diese benutzen zu dürfen gezahlt, dennoch soll der Betrieb noch mal extra zahlen. Bisher hat das vielleicht Sinn gemacht, denn ein Mitarbeiter hat ja vielleicht bisher privat nicht gezahlt und in der Firma aber dennoch benutzt. Da jetzt aber jeder privat zahlen muss, macht es eben keinen Sinn mehr.

    /Mecki

  4. Re: Definition Haushalt?

    Autor: DisPayer 09.06.10 - 19:07

    Ja, ich kann nur sagen, wie es bisher war! Soweit ich weiß mußte da der Betrieb sogar PRO Rundfunkgerät eine Abgabe leisten...

  5. Re: Definition Haushalt?

    Autor: /mecki78 09.06.10 - 19:07

    fastforwardklaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wie wird denn ein haushalt definiert?

    Ein Haus oder eine Wohnung, die dir gehört (gekauft) oder die du angemietet hast ist ein Haushalt, würde ich mal sagen. Wie viele Personen dort dann leben ist egal. Gezahlt wird für den Haushalt, nicht für die Person. Wenn du in deinem Haus eine Wohnung untervermietest, dann ist das aber ein eigener Haushalt.

    /Mecki

  6. Campus/Bundeswehr?

    Autor: nachgedacht 09.06.10 - 19:11

    Wie sieht es denn bei der Bundeswehr aus? Muss jetzt jede Stube für dioe GEZ zusammenlegen (Duschen und Küche auf dem Gang)??? Oder auf'm Campus? Da hat jeder nen eigenes Zimmer mit Klo und Bett, Küche und Duschen sind im Gemeinschaftsbereich. Ist jede Stube ein Haushalt? Nach Einwohnermeldegesetz (wo ja denn angeblich auch der Datenabgleich drüber stattfindet) würde es der Definition entsprechen...

  7. Re: Definition Haushalt?

    Autor: fastforwardklaus 09.06.10 - 19:16

    da wird's schon wieder schwierig:
    eine WG hat z.b. mehrere namen am klingelschild stehen. in der meldestelle ist das nicht unbedingt anhand der adresse ersichtlich.
    ist das ein haushalt?
    was ist wenn ein verheiratetes ehepaar mit unterschiedlichen nachnamen in der selben wohnung wohnen?
    wie sieht es mit eheähnlichen gemeinschaften aus ?
    großfamilie: großeltern, kinder und enkel .alle haben im ungünstigste fall unterschiedliche nachnamen.

  8. Re: Definition Haushalt?

    Autor: DisPayer 09.06.10 - 19:20

    So ganz stimmt das nicht. Die eigentliche Definition von Haushalt ist relativ schwammig und von Ökonomen festgelegt werden.

    Kurz:

    Familie in Haus/Wohnung = 1 Haushalt
    Single Wohnung = 1 Haushalt
    WG = 1-x Haushalte

    Streitfrage ist da eben immer die WG. Auch wenn Du mit Deiner Freundin/Deinem Freund zusammenwohnst ist es wieder schwierig.

    Wenn man sich essentielle Dinge teilt, ist man ein Haushalt. zB Essen nicht getrennt im Kühlschrank, vielleicht ein Wohnzimmer, natürlich gemeinsames Bad.

    Soweit ich das in Erinnerung habe, hat die GEZ das bisher noch differenzierter gesehen: Wenn Du ein eigenes Zimmer in der WG hattest und da stand ein Fernseher drin, muß Du extra zahlen. Steht der Fernseher im "Wohnzimmer" aller, muß man nur 1x zahlen.

    Aber schau mal besser in der Wiki, da müßte was drinstehen.



    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > fastforwardklaus schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wie wird denn ein haushalt definiert?
    >
    > Ein Haus oder eine Wohnung, die dir gehört (gekauft) oder die du angemietet
    > hast ist ein Haushalt, würde ich mal sagen. Wie viele Personen dort dann
    > leben ist egal. Gezahlt wird für den Haushalt, nicht für die Person. Wenn
    > du in deinem Haus eine Wohnung untervermietest, dann ist das aber ein
    > eigener Haushalt.

  9. Re: Definition Haushalt?

    Autor: fastforwardklaus 09.06.10 - 19:23

    DisPayer schrieb:

    > Studenten aber aktuell den vollen Betrag, oder? Gute alte Zeit...
    >

    naja, eigentlich schon. die studenten, die ewig studieren und die kein bafög (mehr) bekommen, müssten theoretisch zahlen, obwohl sie eventuell genausoviel wie ein bafögbezieher oder weniger geld im monat haben als einer mit bafög.
    das war schon immer eine rechtliche grauzone. wenn du als student wenig oder kein einkommen hast bzw. vom ersparten lebst, weise das mal bitte nach ;) das glauben die dir nie.

  10. Re: Definition Haushalt?

    Autor: DisPayer 09.06.10 - 19:39

    fastforwardklaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da wird's schon wieder schwierig:
    > eine WG hat z.b. mehrere namen am klingelschild stehen. in der meldestelle
    > ist das nicht unbedingt anhand der adresse ersichtlich.
    > ist das ein haushalt?

    Wenn bestimmte Tatbestände erfüllt sind ja. Mir fällt immer nur der Kühlschrank ein, in dem nicht jeder ein Fach hat...

    > was ist wenn ein verheiratetes ehepaar mit unterschiedlichen nachnamen in
    > der selben wohnung wohnen?

    Definitiv ein Haushalt!

    > wie sieht es mit eheähnlichen gemeinschaften aus ?

    Auch, wenn die $%&$%§$§ GEZ-Vertreter das einem manchmal anders erzählen wollten: Ein Haushalt! Stand früher auch in den FAQs der GEZ.

    > großfamilie: großeltern, kinder und enkel .alle haben im ungünstigste fall
    > unterschiedliche nachnamen.

    Gleiche Wohnung: Ein Haushalt!
    Gleiches Haus: Das wird vermutlich wie bei der WG sein.

  11. Re: Definition Haushalt?

    Autor: fastforwardklaus 09.06.10 - 19:53

    das ist mir schon klar, dass die regelung von der theorie so aussieht.
    aber ich rechne mit der dummheit der anderen:
    wenn der sture mitarbeiter nur auf dem papier/computer verschiedene namen für eine adresse sieht, wird's erstmal viel post mit forderungen geben. dann wird wieder die gez ausgegraben um jemanden vorbeizuschicken, der das überprüfen muss. uswusf.
    derzeit wird ja theoretisch auch jeder, der sein eigenes geld verdient (selbstverdienender sohn im hotel-mamma) , von der GEZ angeschrieben, da das als einzelner haushalt gilt.

    ich rechne mit dem schlimmsten. und es wird schlimmer kommen. garantiert! die drehen einem so oder so einen strick draus.

  12. Re: Definition Haushalt?

    Autor: samy123 09.06.10 - 19:58

    Die Dummschwätzer vom Forum sind schon echt gut:
    Es ist erst ein Beschluß des Minsterates da, also weder Gesetzesentwurf noch Gesetzt.

    Aber die Klugscheißer wissen schon genau wies aussieht, wie ein Haushalt nach dem (noch nicht vorhandenen) Gesetzt definiert wird etc.

  13. Re: Definition Haushalt?

    Autor: fastforwardklaus 09.06.10 - 20:31

    ich habe nur provokativ die frage in den raum gestellt. da die herren volksvertreter ja so gerne schwammige begriffe mögen.
    um so schwammiger, um so besser. dann können sie sich immer rausreden, dass alles ja gaaanz anders gemeint war.
    und wenn die einmal eine schnapsidee haben , dann kann man sie auch kaum noch umstimmen. meistens wird dann von der mehrheit fleissig mit "ja" gestimmt.

    und wenn so eine grüne tante meint etwas vereinfachen zu müssen (mehrere geräte blabla) , dann rollen sich mir die fußnägel hoch. die kümmern sich um die verkleinerung des verwaltungsaufwandes - haha. es ist für private personen sowieso egal, ob sie einen fernseher oder 10 da stehen haben.
    um die eigentlichen kosten die die ganze institution ör verfrisst , das überangebot von einigen unnützen zweit- und drittprogrammen und die konkurrenz gegeneinander (wie war das mit der werbung "mit dem zweiten sehen sie besser" ?), da traut sich keiner etwas dagegen zu sagen.

  14. Re: Definition Haushalt?

    Autor: Lutz im Ausland 11.06.10 - 21:27

    Till Eulenspiegel und Doktor Murke (Heinrich Boell) lachen sich einen, nehme ich mal wieder an. Denn statt Empfangsbereitschaft von Geraeten ist jetzt Haushaltsbereitschaft der Empfangsbereiten ab 16 Lebensjahren zu kontrollieren.

    Der Verfassungsrechtler nimmt sich fachlich und sachlich die Steuerunaehnlichkeit der Rundfunkgebuehr vor. Aber der Verwaltungsrechtler sieht noch ein weiteres Mal hin. Waehrend der erste rechtlich die tatsaechliche und freizuegige Willensbildung betrachtet, stellt der andere fest, ob man gar nicht wollen KANN, weil gar keine Gelegenheit da ist.

    Deswegen hatte man in der BRD bisher die Vorkriegsformel genutzt, die von den tatsaechlichen Empfangsgeraeten ausging (man vernachlaessigte das damalige Telefonradio). 1974 hatte eine Kommission, an der u. a. auch Horst Ehmke beteiligt war, bereits notiert, dass die technische Entwicklung zu einem universalen Empfangsgeraet fuehren wuerde, also wurde der multimediale Personalcomputer vorhergesehen.

    Leider ist aber das Funkradio einseitige Kommunikation, der Sender kann nicht erkennen, wer empfaengt. Die Empfangsgeraete muessen insofern zusaetzlich festgestellt oder gemeldet werden. In Frankreich besteht zum Beispiel eine Meldepflicht beim Kauf eines Fernsehgeraetes und hat frueher Geraeteschmuggel aus dem Ausland zur Folge gehabt.

    Ein Computer meldet sich aber technisch bedingt bei der so genannten Sendequelle an und wird als so genanntes Empfangsgeraet technisch erkannt. Freilich ist die weitere Verwendung des Empfangenen und auch seine Weiterleitung an weitere Geraete nicht mehr vom Sender erkennbar. Dennoch kann man beim Computer die technische Situation grundsaetzlich anders sehen als den einseitigen Funkempfang, weil der gute Wille in jedem Fall technisch erkannt werden kann. Weil der gute Wille also erkannt werden kann, koennen verwaltungsrechtliche Bedenken ausbleiben.

    Verwaltungsrechtliche Bedenken kommen wie bei dem Funkempfang aber hervor, sobald die Haushaltsbereitschaft des definierten Empfaengers vom so genannten Sender nicht erkannt werden kann.

    Analog zur technisch angesetzten Auffassung und Handhabung der Situation beim einseitigen Funkempfang muss also zunaechst die Haushaltsfaehigkeit und die Betriebsstaettenfaehigkeit verwaltungsrechtlich unterschieden werden. Denn hier sollen 2013 verschiedene Gebuehrensaetze erhoben werden.

    Fuer Ferienwohnungen mit gelegentlicher Nutzung soll es zu einer so genannten Ausnahmeregelung kommen. Verwaltungsrechtlich gibt es freilich laengst einen Standard in der Auffassung, was die Anwesenheit und die technische Empfangsbereitschaft betrifft, und der besagt, dass die tatsaechliche Nutzung des Funkempfaengers nicht entscheidend fuer die Gebuehr ist, sondern das Geraet als solches, es kann auch irgendwo ungenutzt herumstehen und der Eigentuemer ist verreist.

    Wenn demnach 2013 eine Ferienwohnung oder irgendeine andere Wohnung nicht Betriebsstaette ist, so muss sie verwaltungsrechtlich zunaechst als Haushalt verdaechtigt werden und es wird dann nur noch im einzelnen geprueft, wie viele einzelne Haushalte sich in der Architektur verbergen. Das bedeutet die Kontrolle der mehr oder weniger gemeldeten Nutzung und Nutzer dort. Der bisherige erstrittene Standard der Gebuehrenerhebung kennt laengst die Problematik der Innenausstattung mit Empfangsgeraeten, insbesondere bei Gemeinschaftsnutzung und Gemeinschaftsraeumen.

    Dieser Standard betrachtet den genauen Ort der Empfangsgeraete, manchmal auch blosser verteilter Lautsprecher, in dem mehr oder weniger gemeinschaftlichen Haushalt.

    Wenn jetzt aber 2013 nicht mehr das einzelne Empfangsgeraet betrachtet werden soll, sondern der mehr oder weniger gemeinschaftliche Haushalt oder die gemeinschaftlich genutzte Betriebsstaette, dann verschiebt sich der Horizont bei der Erkennbarkeit der Empfangsbereitschaft weg vom Geraet auf die immobile Architektur.

    Jetzt kommen sicherlich verwaltungsrechtliche Bedenken weiterhin hervor, da auch die immobile Architektur nicht technisch erkannt werden kann, wie aber ein Computer sehr wohl vom an ihn gerichteten Sender erkannt werden kann.

    Es muss also verwaltungsrechtlich gesehen erkennbar sein, dass es sich um einen Haushalt handelt. Bei einer Ferienwohnung und einer zunaechst suggestiv angekuendigten "Ausnahmeregelung" ginge es also darum, erkennbar zu machen, dass diese Architektur nur waehrend einer bestimmten Zeit genutzt werden kann. Es muss demnach eine "Verfassung der Architektur" vorliegen, so dass erkennbar waere, dass sie zwar nicht Betriebsstaette waere, aber auch nicht Haushalt, wenn sie mal nicht als Ferienwohnung benutzt wuerde, schlicht wegen Abwesenheit.

    Verwaltungsrechtlich fremd waere eine blosse Deinstallation von Stuhl und Herdstelle, und nur die formelle Anmeldung der Installation von Herdstelle und Stuhl wuerde verwaltungsrechtlich garantieren, dass Haushaltsfuehrung vorliegt. Das bedeutet eine Registrierung bei den Stadtwerken, also die formelle Stilllegung der Wohnung bei Abwesenheit.

    Verfassungsrechtlich vermute ich nun aber eine Moeglichkeit, das als unangemessen zu verurteilen und sogleich anzumahnen, die Freizuegigkeit auszuschoepfen. Eine mobile Herdstelle braucht zum Beispiel nicht registriert zu werden, eine immobile Feuerstaette muss aber sehr wohl aus feuerpolizeilichen Gruenden schon gemeldet werden.

    Eine mobile Herdstelle wuerde aber nach dem bisher erstrittenen Standard der Rundfunkgebuehrenpraxis analog zu mobilen Bauteilen von Rundfunkempfangsgeraeten aufgefasst werden und somit gar nicht ins Gewicht fallen. Ins Gewicht fallen wuerde allerdings eine immobile Feuerstaette, die prompt klaeren wuerde, dass es sich um mindestens einen Haushalt handelte.

    Koennte das Verwaltungsgericht keine solche immobile Feuerstelle finden, spraeche freilich mindestens eine Bestuhlung fuer die gesuchte Haushaltsfuehrung. So ist auch schon steuerrechtlich kein blosser Lagerraum mehr gegeben, wenn im Lager ein einziger Stuhl steht - nutzungsbereit.

    In einer Ferienwohnung darf insofern keine immobile Feuerstelle vorhanden sein und es darf auch kein Stuhl herumstehen, wenn man nicht da ist.

    Die Betrachtung der Situation 2013 kann sicher noch weiter in die Details gehen. Doch schon jetzt ist vielleicht deutlich geworden, dass die verfassungsrechtliche Betrachtung und die verwaltungsrechtliche aus gutem Grund organisch unabhaengig voneinander sind.

    Hier in meinem knappen Durchgang wollte und konnte ich aber andeuten, dass nach dem bisher suggestiv vorgetragenen Modell fuer 2013 zwar der Horizont vom mobilen Empfangsgeraet hin zur immobilen Architektur verschoben wird, aber die "Beweislast" wird keinesfalls umgekehrt, wie Kurt Beck es aber leider behauptet hat. Im Gegenteil muessen jetzt Stuehle gesucht werden, statt Empfangsgeraete.

    Na gut, WENN man einen Computer hat, dann SITZT man meistens bei dessen Nutzung auf mindstens einem Stuhl. Manchmal vielleicht gemeinsam zu zweit. Das kann aber vom Computer schnell ablenken.

  15. Belegschaftsrechner?

    Autor: df1as 12.06.10 - 02:28

    Kurz zwischengefragt: Was ist denn ein Personalcomputer? Ein Rechner für die Belegschaft, auch 'staff computer' genannt? Wie unpersönlich!

  16. Re: Definition Haushalt?

    Autor: bimsofa 12.06.10 - 03:00

    Ich dachte schon wir in Österreich hätten die dümmsten Politiker der Welt, aber eure sind da auch nicht schlecht - mal sehen wann unsere den eurer Politiker da nachmachen.

    Besteuern wir doch gleich auch den Besitz von Ohren und Augen aller Bürger, da man mit Ohren etwas hören kann, und Augen etwas sehen kann, das aus einem TV-Gerät des Lokalbesitzers stammt, oder vom Lauten Musikspielen mancher Autobesitzer währen einer Fahrt.

    Man könnte ergänzend auch Arme und Beine aller Bürger generell besteuern, da man damit grundsätzlich ein Auto fahren könnte (unabhängig ob man eines hat, oder den Führerschein schon besitzt)

    Es gäbe da sicherlich noch mehr Möglichkeiten...

  17. Haushalt und Parallele zum Presseausweis

    Autor: Lutz im Ausland 05.07.10 - 12:50

    (Fingerzeig auf die Parallele von Luxussteuer und Rundfunkgebuehr/Haushaltsabgabe)
    (Vorauseilende Rhetorik der Politiker verwandelt sie zu Prototypen neuartiger Journalisten.)
    (Das Thema GEZ kann wegen rhetorischer Befangenheit journalistisch nicht gemeistert werden.)
    (Der Presseausweis ist der Prototyp eines zukuenftigen Rundfunkteilnehmerausweises.)

    Die aktuelle Rhetorik des neuen Modells einer Haushaltsabgabe anstelle einer Geraeteabhaengigkeit legt die rhetorische Unmoeglichkeit einer steuerfernen Praxis nahe.

    Wenn nun aber de facto verwaltungsrechtliche Routinen und Vokabulare politisiert werden und alsdann suggerieren, dass eine gerechte Loesung angestrebt werde, so verfaellt die Rhetorik jener aus der Praxis der Luxussteuer.

    Denn die so genannte Zweitwohnungssteuer definiert unabhaengig vom lokalen Melderecht (manchmal mit Verweis darauf) jene Wohnungen, die relevant fuer die Erhebung der Gebuehrenpflicht werden duerften.

    Wollten nun die Designer des neuen Rundfunkstaatsvertrages unabhaengig von den lokalen Melderechten frei definieren, was ein Haushalt sei, UND wollten sie dann auch unabhaengig von steuerrechtlicher Rhetorik auf den steuerrechtlich ausgeschoepften Begriff des Haushaltes verzichten und einen gemeinsamen Nenner finden, kommt dennoch verwaltungsrechtliche Brisanz hervor.

    An die Stelle der Empfangsbereitschaft von Rundfunkgeraeten traete dann die Haushaltsbereitschaft von mobilen und immobilen Verkehrs- und Aufenthaltsraeumen, die demnach mit der gleichen Schaerfe beurteilt werden wuerde.

    Wenn Kurt Beck aber behauptet, die Beweislast wuerde sich mit dem neuen Modell umkehren, so kann das verwaltungsrechtlich mE nicht stimmen.

    Durch die Mikrofonierung der politischen Verkehrs- und Aufenthaltsraeume hat sich freilich das politische Verhalten oeffentlich veraendert, wohl auch rechtlich.

    Na denn.

  18. GEZ - Definition Haushalt?

    Autor: bub, Gast 18.10.10 - 13:32

    Das ganze ist doch verwaltungsrechtlich deshalb so schwierig umzusetzen, weil es in Wirklichkeit überhaupt KEINEN GRUND für diese Gebühr gibt! Wie abstrus der Begriff "Grundversorgungsauftrag" ist, wird sofort klar, wenn man sich mal Folgendes vorstellt: Es werden zur "Informellen Grundversorgung" 2-3 bundesweite Verlage installiert, die dann täglich eine Zeitung produzieren und in Bündeln an jeder Straßenecke verteilen. Hierfür wird eine allgemeine "Zeitungsgebühr" mit der Begründung erhoben, dass die informelle Grundversorgung durch die privatrechtlichen Verlage nicht gewährleistet sei. Dies würde natürlich mit Recht einen Sturm der Entrüstung nach sich ziehen, da damit die private Konkurrenz entweder zertört, oder auf Werbeblättchen-Niveau herunterdrückt würde. Genau das passiert im übertragenen Sinne seit langem im Bezug auf Radio/Fernsehen bzw. jetzt ansatzweise im Internet. Das Resultat ist im Grunde genommen eine weiche Staatszensur.

    grüße, bub

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