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Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

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  1. Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: Dateisystemprüfer 16.06.10 - 17:25

    Die Leute die am Kernel mitarbeiten sollten endlich mal aufhören immer neue Dateisysteme unterstützen zu wollen. Mal ehrlich, wieviele Dateisysteme braucht es denn in einem OS? Ext2-4, ReiserFS, JFS, XFS... wer braucht den Kram? Windows kommt z.B. wunderbar mit FAT und NTFS aus, wobei hier FAT auch allmählich am aussterben ist, Mac OS unterstützt bevorzugt HFS+, die anderen erhalten kaum Aufmerksamkeit.
    Aber nicht so Linux, da scheint es als ob jeder Hobbyfrickler heutzutage sein eigenes Dateisystem entwickeln und auch unbedingt unterbringen muss. Durch diesen Jungel kann und will der 08/15-Anwender einfach nicht durchsteigen. Folge? Er nutzt ein anderes Betriebssystem.
    Weitere Folge? Der Kernel wird nur unnötig aufgebläht. Wenn das so weiter geht, dann wird Linux bald wirklich nur noch auf High-End-Rechnern lauffäig sein, dass wäre dann der Anfang vom Ende.

    Die Entwickler müssen JETZT einen Schnitt machen und sich auf 2, maximal 3 Dateisysteme einigen und den Rest rigoros rauskicken!

  2. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: coda 16.06.10 - 17:28

    ich weiss ja nicht, wie deine distribution den kernel konfiguriert, aber bei mir hat jedes dateisystem ein eigenes kernelmodul. nur das dateisystem, welches meine rootpartition benutzt, ist direkt in den kernel kompiliert. wo da bloat herrscht, verstehe ich nicht. schaut man sich mal die groesse von ext2 oder ext3 an, versteh ich auch nicht wie man ueberhaupt von "bloat" sprechen kann. kompiliert sind es vielleicht 100-200K. verglichen mit den dateisystemen unter windows, die teilweise 2M wiegen, ist das gar nix.

  3. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: hb 16.06.10 - 17:35

    coda schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wo da bloat herrscht, verstehe ich nicht.

    Dann lass es dir vom Großmeister persönlich erklären:
    http://lkml.indiana.edu/hypermail/linux/kernel/0210.3/2141.html

  4. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: Perry3D 16.06.10 - 17:39

    Dann lies doch mal den ganzen Post. Sobald der Code auch genutzt wird, ist es kein "Bloat" mehr.
    Und Linux ist eben auch ein Server-OS. Da passt man auch mal das Dateisystem an den Einsatzzweck an.

  5. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: hb 16.06.10 - 17:41

    Perry3D schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann lies doch mal den ganzen Post.

    *eye-roll*

    > Sobald der Code auch genutzt wird, ist
    > es kein "Bloat" mehr.

    ... für den jeweiligen Nutzer. Also für den, auf den Torvalds geantwortet hat. Ändert nichts an der Ausgangslage.

  6. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: LinusVersteher 16.06.10 - 17:43

    Hast du den Post auch verstanden? Er sagt simpel, alles ist Bloat was neu ist und dann nicht benutzt wird. Gesunde Einstellung würde ich sagen. Die Auslagerung in Module interessiert ihn in dem Zusammenhang nicht - das ist im Grunde auch richtig, denn sofern das Modul geladen ist, ist es eben da.

    LV

  7. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: Schnarchnase 16.06.10 - 17:46

    Im Ursprungsbeitrag wird aber die gewagte These aufgestelt, dass der Kernel mehr Ressourcen braucht, wen er umfangreicher ist. Das stimmt so aber nicht. Beim Kompilieren wird festgelegt welche Teile auch genutz werden und welche nicht. So weit ist der Kernel modular. Das einzig Negative ist der höhere Wartungsaufwand für den Kernelquelltext.

  8. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: Perry3D 16.06.10 - 17:52

    Und da verstehe ich Torvalds nicht. Es war doch bis jetzt immer so, dass man seine Treiber auch selber warten musste. Ansonsten sind sie eben raus geflogen.
    Da findet dann natürliche Auslese statt ^^. Wenn die Treiber wichtig sind, dann wird sich auch jemand finden, der sie wartet.

    Außer Torvalds schaut alles nochmal persönlich durch. Aber das kann ich mir nicht vorstellen. Wieviel Millionen Zeilen Code sind es bei jedem neuen Release?

  9. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: robinx 16.06.10 - 17:59

    > braucht es denn in einem OS? Ext2-4, ReiserFS, JFS, XFS... wer braucht den
    > Kram? Windows kommt z.B. wunderbar mit FAT und NTFS aus, wobei
    wenn man ext2-4 auflistet, dann müßte man doch bei windows auch unterscheiden zwischen den ganzen NTFS und FAT versionen unterscheiden.
    Nebenbei gibt es noch exfat (evtl. auch eine FAT variante) und UDF gibt es auch noch (kann sogar auf festplatten / USB sticks verwendet werden auch wenn dass formatieren nur von der komandozeile aus möglich ist)

  10. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: moo 16.06.10 - 18:09

    der zitierte beitrag stammt aus dem jahre 2002. die grundthematik ist eine ganz andere als die hier urspruenglich diskutierte.

    desweiteren ist es fuer mich unverstaendlich, warum der inhalt von uns in der form, wie sie dort steht, angenommen werden muss, nur weil es von linus hochpersoenlich geschrieben wurde?

    seid ihr ernsthaft so fanatisch? fanatismus ist eine krankheit.

  11. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: asfasfasfasf 16.06.10 - 18:51

    Dateisystemprüfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Leute die am Kernel mitarbeiten sollten endlich mal aufhören immer neue
    > Dateisysteme unterstützen zu wollen. Mal ehrlich, wieviele Dateisysteme
    > braucht es denn in einem OS? Ext2-4, ReiserFS, JFS, XFS... wer braucht den
    > Kram?

    Ganz einfach: Linux ist eben besser für veschiedene Anwendungsbereiche geeignet. Jedes Dateisystem hat Vor- und Nachteile. Und was schwerer wiegt hängt von der Anwendung ab.

    Interessantes zum Thema:
    http://blog.koehntopp.de/archives/2349-Was-bringt-ext4.html

    http://blog.koehntopp.de/archives/2362-Neue-Ideen-in-Dateisystemen-oder-BTRFS-in-Fedora-11.html

    Außerdem bleibt NTFS auch nicht stehen. Wenn du also ext2-4 schreibst, kannste auch NTFS1-3 schreiben ;-)

  12. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: OpenPopen 16.06.10 - 19:24

    Dateisystemprüfer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Leute die am Kernel mitarbeiten sollten endlich mal aufhören immer neue
    > Dateisysteme unterstützen zu wollen. Mal ehrlich, wieviele Dateisysteme
    > braucht es denn in einem OS?


    So viele wie möglich, denn VIELFALT gewinnt!
    Linux und Opensource forever! .o/

  13. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: verifier 16.06.10 - 19:38

    seinen beitrag kann man auch kurz zusammenfassen: innovation ist boese. stillstand ist gut. :P

  14. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: PsyBlade 16.06.10 - 20:17

    Mal ganz davon abgesehen das 2-3 fs nicht funktionieren wuerde felbst wenn man wollte.

    win compat: ntfs, fat
    osx compat: hfs+
    cd: iso9660
    dvd: udf

    sind so schon 5 und das geht noch weiter

    die meisten fs sind nur drinn um compat mit allem zu haben was irgendwer an darentraegern anschlept

    wenn man das fs waehlen kann sind doch idr eh nur 3 wichtig (ext,xfs,jfs) und da is ext als default ok

  15. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat?

    Autor: Btrfs 16.06.10 - 21:02

    Btrfs verspricht ja die eierlegende Wollmilchsau der Linux-Dateisysteme zu werden. Es ist ist zu hoffen, dass es sich bald für den Produktiveinsatz eignet. Immerhin stehen mehrere IT-Giganten dahinter, die ein Interesse dran haben: Oracle, die es entwickelt haben. Nokia und und Intel, die es (leichtfertiger Weise) bereits in MeeGo zum Standard gemacht haben und Canonical und Redhat, die es bald zum Standard in Ubuntu bzw. Fedora machen wollen. Auch die Debian-Community experimentiert bereits damit herum. Das lässt hoffen. Das heißt aber mit Sicherheit nicht, dass die anderen, dann so schnell aussterben werden.

  16. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat?

    Autor: FresseHalten 16.06.10 - 22:28

    Der Ur-Post gehört doch zur Kategorie "wenn man keine Ahnung hat- einfach mal die Fresse halten".
    Wenn dann noch das Wort "frickler" auftaucht kann man eigentlich aufhören zu lesen.

    Zu PsyBlade:
    Mit 5 kommst Du noch nicht mal hin:
    Fat 12, Fat 16, Fat 32 sind schon drei verschiedene.
    Ob alle NTFS-Versionen sich mit einem Treiber bedienen lassen, weiß ich nicht. Aber bis Version 6.1 kann das sicher nicht mit einem Treiber funktionieren, von Varianten wie TxF ganz zu schweigen.

  17. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: Wolfgang Draxinger 16.06.10 - 22:58

    Dateisysteme sind nun wirklich nicht der Grund für Bloat. Vielmehr sind redundante Strukturen dafür verantwortlich, also unterschiedlicher Code für ähnliche/identische Aufgaben (unterschiedliche Dateisysteme sind unterschiedliche Aufgaben!).

  18. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: hb 17.06.10 - 00:07

    LinusVersteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hast du den Post auch verstanden?

    Ja.

  19. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat?

    Autor: Der Kaiser! 17.06.10 - 00:54

    > Ob alle NTFS-Versionen sich mit einem Treiber bedienen lassen, weiß ich nicht. Aber bis Version 6.1 kann das sicher nicht mit einem Treiber funktionieren, von Varianten wie TxF* ganz zu schweigen.

    *[de.wikipedia.org]

    ___

    Die ganz grossen Wahrheiten sind EINFACH!

    Wirkung und Gegenwirkung.
    Variation und Selektion.
    Wie im grossen, so im kleinen.

  20. Re: Weniger Dateisysteme -> Weniger Bloat!

    Autor: Dateisystemprüfer 17.06.10 - 17:14

    Und welche "unterschiedlichen Aufgaben" haben die unterschiedlichen Dateisysteme?
    Für einen normalen Nutzer ist nur wichtig, dass er Daten ablegen, aufrufen, bearbeiten und unter Umständen auch weitergeben kann. Alles andere interessiert ihn nicht (vielleicht noch Rechtevergabe, aber das beherrschen alle modernen Systeme).

    Dafür ist es nicht nötig so viele Dateisysteme (momentan werden 37 Stück mit durchgeschleppt!) zu unterstützen. Deshalb steht meine Aussage: Man sollte sich innerhalb der Community auf 2-3, maximal 4 Dateisysteme einigen und den Rest rigoros rauskicken.
    Vielfalt ist ja eine tolle Sache, aber "Vielfalt" bedeutet nicht, dass man Codeleichen über mehrere Kernelversionen mitschleppen muss.

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