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Bannerwerbung macht private zu gewerblichen Websites

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  1. Bannerwerbung macht private zu gewerblichen Websites

    Autor: Golem.de 30.11.01 - 09:35

    Eine Markenverletzung gleich welcher Art kann nur dann vorliegen, wenn das betreffende Kennzeichen "im geschäftlichen Verkehr" verwendet wurde. Eine (bezahlte) Bannerwerbung kann nach einem Spruch (Az. 2 - 06 O 212/01) des Landgerichts Frankfurt am Main daher für eine "private" Homepage zu einer kritischen und teueren Falle werden.

    https://www.golem.de/0111/17219.html

  2. Re: Bannerwerbung macht private zu gewerblichen Websites

    Autor: maebert 30.11.01 - 17:44

    Holla. Habe ich das richtig verstanden?

    | Zur Verwirklichung dieses Merkmals sei es ausreichend, so das
    | Gericht, wenn die Handlung einem beliebigen eigenen oder fremden
    | Geschäftszweck dient, wobei Gewinnabsicht, Entgeltlichkeit oder ein
    | Wettbewerbsverhältnis nicht Voraussetzung sind.

    Das hieße ja, daß nicht nur freiwillig vom Autor eingesetzte Werbung,
    sondern auch die (teilweise unvermeidliche) Werbung vom Provider. Also
    sind ca. 99% der privaten Homepages kommerziell, da diese bei
    irgendwelchen Billiganbietern liegen, die zwangsweise Werbung
    einblenden.

    Und genau hier ist das Problem: Auf der einen Seite hosten
    werbefinanzierte Provider (jedenfalls die meisten) keine kommerziellen
    Seiten und verbieten diese sogar laut AGB. Dann wird automatisiert ein
    Werbebanner/Popupfenster eingeblendet, was ja nach diesem Urteil eine
    Verwendung der Homepage "im geschäftlichen Verkehr" zur Folge hat, also
    eine Kommerzialisierung darstellt.

    Das hieße ja, der Provider verletzt seine eigene AGB. Kann ein Kunde
    dieses Providers (zur Not gerichtlich) jetzt verlangen, daß die Werbung
    auf seiner Seite nicht eingeblendet werden darf?

    Also wenn ich dieses Urteil richtig interpretiere (und IANAL o.ä.), dann
    dürfte es wohl das Ende aller werbefinanzierten Billighoster sein :-(

    Naja, vielleicht auch gar nicht verkehrt, dort liegt ja eh nix
    vernünftiges rum ;)

    Grüße,
    Andi

  3. Re: Bannerwerbung macht private zu gewerblichen Websites

    Autor: maebert 30.11.01 - 17:47

    > Das hieße ja, daß nicht nur freiwillig vom Autor
    > eingesetzte Werbung,
    > sondern auch die (teilweise unvermeidliche)
    > Werbung vom Provider.

    Aarghll. Hier sollte natürlich noch etwas kommen wie "dieses Merkmal verwirklicht.

  4. Re: Bannerwerbung macht private zu gewerblichen Websites

    Autor: Tom 02.12.01 - 22:42

    >Also wenn ich dieses Urteil richtig interpretiere (und IANAL o.ä.), dann
    >dürfte es wohl das Ende aller werbefinanzierten Billighoster sein :-(

    Aber, aber: Du kannst doch nicht hergehen und sagen:"ich will (bewusst) ein werbefinanziertes Angebot" und dann sagen, der der's mir verkauft hat ist schuld. Schwachsinn.

    Du bist für das, was Du tust oder auch läßt bzw. zulässt (auch Werbung) eigenverantwortlich. Auch juristisch.

    Tom

  5. Re: Bannerwerbung macht private zu gewerblichen Websites

    Autor: Frefid 18.03.02 - 15:01

    Ausserdem sind alle Disclaimer fürn Ar.... und ein Impressum muss (!!!) auf der Seite sein, sonst droht Anmahnung - lest mal den Artikel auf


    http://www.pixlworld.com/Disc____/disc____.html

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