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Gericht lehnt Online-Wahlen ab

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  1. Gericht lehnt Online-Wahlen ab

    Autor: Golem.de 24.06.02 - 09:10

    Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat der Initiative D21 die Möglichkeit von elektronischen, vereinsinternen Wahlen nicht genehmigt. Eine entsprechende Satzungsänderung für elektronische Vorstandswahlen und Mitgliederversammlungen des Vereins wurde mit Berufung auf geltende Rechtsvorschriften abgelehnt.

    https://www.golem.de/0206/20458.html

  2. Re: Gericht lehnt Online-Wahlen ab

    Autor: DerHasser 24.06.02 - 09:57

    Das ist doch schon wieder so'n Behörden-Schwachsinn...

    Wieso zwinge ich denn Vereinsmitglieder, sich nen PC
    anzuschaffen ? Der Verein wird doch wohl noch so etwas
    wie eine Geschäftsstelle haben, in der sich die Mitglieder
    (oder auch ohne:) melden können und dort wählen dürfen ?!
    Was das Thema Sicherheit angeht, wird sich doch ein Web-
    Server finden, auf dem SSL läuft und man sich dort anmeldet...

    Mann, mann, mann - da fällt einem nix mehr zu ein!!!
    Bundeshauptstadt ? - Schäme mich dafür !

  3. Re: Gericht lehnt Online-Wahlen ab

    Autor: Andreas Heidemann 24.06.02 - 12:12

    Trotz aller Technik-Euphorie, die ich gerne an den Tag lege: Online - Wahlen halte ich für sehr bedenklich. Das Ergebnis ist nicht wirklich nachvollziehbar. Es kann letztlich nur geglaubt werden.

    Bei einer (öffentlichen) manuellen Auszählung von Stimmzetteln kann jeder zuschauen und im Zweifel mitzählen. Auch technisch ungebildete Laien können den Wahlvorgang jederzeit nachvollziehen und daher ist das Ergebnis von Wahlen auch jederzeit glaubwürdig.

    Eine technische Auszählung findet naturgemäß im Innern irgendwelcher Maschinen statt. Zu verfizieren, dass mit 100%iger Sicherheit nicht manipuliert wird, ist schon für einen sehr gut ausgebildeten Techniker nur im Team möglich, Laien müssen das Ergebnis nur noch glauben.

    So faszinierend die Herausforderung für Techniker ist, gesellschaftspolitisch würde sich der Abstand zwischen Volk und Regierung vergrößern. Selbst bei völlig korrekter Abwicklung wird es Fälschungsmythen geben, die nicht verstehbar widerlegt werden können. Das wäre eine fatale Entwicklung für eine Demokratie. Diese Entwicklung gilt es im Kein zu verhindern.

  4. Online Wahlen = Mehr Demokratie?

    Autor: KoTxE 24.06.02 - 15:14

    Hmm, würde nicht dur Online-Wahlen das Wahlverfahren vereinfacht?

    Technisch wäre es kein Problem, wer keinen Computer hat, geht ei bisher zum Wahl-Büro und wählt dort am Computer. Die Identifikation geschieht über den Personal-Ausweis mit Chip-Karte, womit man auch nicht zu jedem Wahlokal gehen kann und nicht zu seinem eigenem.
    Wer zu Hause wählen will muss sich halt einen Chip-Leser kaufen.
    Der grösste Teil der im Ausland wählenden ist irgendwie im Dienste des Staates unterwegs und hat damit auch zugriff auf einen Rechner.

    Ich denke mal die Wahlbeteiligung, gerade in bei Wählern von 18-30, würde stark ansteigen da man nicht mehr zum Wahl-Lokal latschen muss.
    Auch würde durch Online-Wahlen die Austählung viel schneller von statten gehen und man hat das Ergebnis direkt nach Wahlschluss.

    Desweiteren könnte man durch das leichtere Wahlverfahren, dem Volk wieder mehr Stimmrecht geben und es könnten mehr Wahlen durchgeführt werde (z.B. zu Gesetzten, Beschlüssen und, mein peröhnlicher Traum, zu Politiker-Gehältern).

    Das wäre doch ein Schritt nach vorne. oder? Aber ich denkemal das ist auch der Grund, warum es sich nicht durchsezten wird, das Volk würde zuviel mitbestimmen.
    Und irgendwie denke ich auch mit Graus daran, wenn sich der Durchschnits-Bürger Gedanken über Innere Sicherheit und Internet machen soll.

    Aber im Grossen und Ganzen bin ich dafür.

    KoTxE

  5. Re: Online Wahlen = Mehr Demokratie?

    Autor: meier2 29.08.02 - 10:47

    Bei Wahlen im Verein:
    Die Freiheit der Gestaltung der Vereinssatzung sollte die Möglichkeit geben, den Vereinsvorstand auch per Computer zu wählen. Vereine im EDV-Umfeld (z.B. von Hobby-Entwicklern freier Software) würden dies bestimmt wollen.
    Für den Sport- oder Kleingartenverein ist die Jahreshauptversammlung das kröhnende Ereignis des Jahres. Dort wird meist per Handzeichen beim Glas Bier der neue Vorstand gewählt.
    Doch dieses sollte nicht ausschließen, das man Mitgliedern, die zur Versammlung nicht kommen können, die Internetwahl statt einer Briefwahl nutzen. Das stärkt doch den Kontakt zu den Mitgliedern, die vom Vereinsort weggezogen sind.

    Bei Parlamentswahlen:
    EDV- statt Briefwahl ist o.k., wenn die Sicherheit gewähleistet ist. Man kann sogar die Internet-Wahl der Wahl im Wahl-Lokal und der Briefwahl gleichstellen. Dann macht jeder das, was ihm am besten gefällt.

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