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  5. › Datendiebstahl: Postbank tauscht…

Praxis mit Barcley-Card :-(.

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  1. Praxis mit Barcley-Card :-(.

    Autor: PT2066.7 01.07.05 - 11:08

    "Laut Postbank ist jeder gefährdet, der zwischen August 2004 und Mai 2005 seine Kreditkarte in den USA benutzt, oder bei einem US-Händler online mit der Karte eingekauft hat. Anfang Juni wurde bekannt, dass die Daten von rund 40 Millionen Kreditkarteninhabern beim US-Unternehmen CardSystems entwendet wurden. Davon waren sowohl Karten der Systeme Mastercard wie Visa betroffen.

    Nach Angaben des ARD-Mittagsmagazins waren unter den entwendeten Informationen 100.000 Datensätze von deutschen Kunden. Ob auch die anderen deutschen Banken ähnlich wie die Postbank reagieren, ist noch unklar."

    Meine erwachsene Tochter hat in dem zutreffenden Zeitraum mit ihren beiden Karten (VISA und Master von Barcley) rund 60 Einkäufe bei US-Händlern Online getätigt (und rund 260 weitere in Asien, dazu ca. 120 weitere in Europa, alles nur Online).

    Sie wurde bereits vor einigen Tagen von Barcley informiert, das Barcley keinerlei Sicherheitsrisiko sieht und ihre Konten auf verdächtige Transaktionen beobachten würde.

    Für mich steht damit die Frage: bei insgesamt rund 800 Kreditkartenbuchungen die so innerhalb von einem Jahr bei meiner Tochter geschehen und das via fast allen Kontinenten, wie will da Barcley erkennen können, was richtig ist und was faul ?

    Sind die Hellseher ?

  2. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: tachauch 01.07.05 - 11:24

    PT2066.7 schrieb:
    > Meine erwachsene Tochter hat in dem zutreffenden
    > Zeitraum mit ihren beiden Karten (VISA und Master
    > von Barcley) rund 60 Einkäufe bei US-Händlern
    > Online getätigt (und rund 260 weitere in Asien,
    > dazu ca. 120 weitere in Europa, alles nur
    > Online).
    Du meinst sicherlich Barclay, gell ;)
    Also diese hunderte Käufe waren legitim und von deiner Tochter, ja?

    > Für mich steht damit die Frage: bei insgesamt rund
    > 800 Kreditkartenbuchungen die so innerhalb von
    > einem Jahr bei meiner Tochter geschehen und das
    > via fast allen Kontinenten, wie will da Barcley
    > erkennen können, was richtig ist und was faul ?
    Klar ist es generell schwer, Missbrauch sicher auszufiltern. Aber es lassen sich vielleicht bestimmte Muster anhand von Händlern, Bestellsummen, Branchen etc erstellen.
    Gerade bei so vielen Buchungen wird die Basis zur Analyse ja recht gross sein.

    Angeblich haben die CC-Firmen den Missbrauch ja auch erst durch ungewöhnliche Buchungsmuster gefunden. Entweder haben die sehr genaue und gute Statistikmodelle oder die Betrüger haben sich dumm angestellt.

    Hat deine Tochter denn bisher Problem mit Missbrauch gehabt? Gerade bei der Bestellhäufigkeit würde mich das mal interessieren, ist ja ein gutes Fallbeispiel.

  3. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: PT2066.7 01.07.05 - 11:37

    tachauch schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hat deine Tochter denn bisher Problem mit
    > Missbrauch gehabt? Gerade bei der
    > Bestellhäufigkeit würde mich das mal
    > interessieren, ist ja ein gutes Fallbeispiel.
    Sie ist Kreditkartenbesitzer seit dem 14. Lebensjahr und jetzt 23.
    Und es gab bei Ihr noch niemals Probleme. Obwohl sie seit 2000 sehr massiv Käufe via Internet tätigt.

    OT+PS: sie kauft so oft via Internet, das sie scheinbar seit einigen Wochen auf eine "White"List beim Zollamt in Bankfurt am Main steht. Jedenfalls brauchten wir nun schon seit Wochen nicht mehr zum lokalen Zollamt, alles kommt abgestempelt und mit Aufkleber durch. Egal ob aus Neuseeland, Korea oder Kanada :-).

  4. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: marq 01.07.05 - 12:55

    >>bei insgesamt rund 800 Kreditkartenbuchungen die so innerhalb von einem Jahr bei meiner Tochter geschehen und das via fast allen Kontinenten, wie will da Barcley erkennen können, was richtig ist und was faul ?

    Je größer die statistische Grundgesamtheit, umso höher die Güte der Vorhersage der Abweichwahrscheinlichkeit. Würde sie nur 2 Käufe im Jahr tätigen - die Tochter, die ja schon seit Ihrem 14. Lebensjahr eine CC hat *narf* - wäre die Prognose weitaus schwieriger.

    >>sie kauft so oft via Internet, das sie scheinbar seit einigen Wochen auf eine "White"List beim Zollamt in Bankfurt am Main steht.

    Mh ja, ganz bestimmt. Und eure Post kommt auch schneller an, weil Ihr so viel und toll bestellt... erzähl mehr von zu Hause.

  5. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: ischnixwissen 01.07.05 - 13:30

    marq schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > >>bei insgesamt rund 800
    > Kreditkartenbuchungen die so innerhalb von einem
    > Jahr bei meiner Tochter geschehen und das via fast
    > allen Kontinenten, wie will da Barcley erkennen
    > können, was richtig ist und was faul ?
    >
    > Je größer die statistische Grundgesamtheit, umso
    > höher die Güte der Vorhersage der
    > Abweichwahrscheinlichkeit. Würde sie nur 2 Käufe
    > im Jahr tätigen - die Tochter, die ja schon seit
    > Ihrem 14. Lebensjahr eine CC hat *narf* - wäre die
    > Prognose weitaus schwieriger.

    selbst bei den zwei Käufen, wenn die zeitlich gesehen nicht zusammenpassen können, würde das auffallen.

    >
    > >>sie kauft so oft via Internet, das sie
    > scheinbar seit einigen Wochen auf eine "White"List
    > beim Zollamt in Bankfurt am Main steht.
    >
    > Mh ja, ganz bestimmt. Und eure Post kommt auch
    > schneller an, weil Ihr so viel und toll
    > bestellt... erzähl mehr von zu Hause.


    also ich hab mal nen fisch gefangen, der war sooooooo groß *lol*

  6. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: PT2066.7 01.07.05 - 14:09

    marq schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > >>bei insgesamt rund 800
    > Kreditkartenbuchungen die so innerhalb von einem
    > Jahr bei meiner Tochter geschehen und das via fast
    > allen Kontinenten, wie will da Barcley erkennen
    > können, was richtig ist und was faul ?
    >
    > Je größer die statistische Grundgesamtheit, umso
    > höher die Güte der Vorhersage der
    > Abweichwahrscheinlichkeit. Würde sie nur 2 Käufe
    > im Jahr tätigen - die Tochter, die ja schon seit
    > Ihrem 14. Lebensjahr eine CC hat *narf* - wäre die
    > Prognose weitaus schwieriger.
    >
    ?????
    Sie kauft quer durch den gesamten Angebotspark, egal ob Musik-CD, Film-DVD, Bücher, Andenken, Unterwäsche, Schuhe, Flugtickets, Elektronikartikel u.v.a.m. Wie willst Du da Abweichungen rausfiltern können ?
    *
    Je früher man seinem Kind den verantwortungsvollen und richtigem Umgang mit Geld beibringt, desto eher wird es auch damit umgehen können. Und Sie hat das Geld alles selbst gespart (durch Verzicht) und teilweise auch selbst ab dem 14. Lebensjahr erarbeitet.
    Meine Tochter muste im Alter von 9 Jahren sich Ihre Hausbank selbst aussuchen, ich habe mit Ihr praktische Zinsberechnung und Kostenkontrolle geübt - und Sie erhielt mit 10 volle Verfügung über Ihr Konto inklusive Sparbuch und selbst angelegten (abgezinst gekauften) Sparbriefen. Das Sie halt so ein bißchen ein asiatischer Typ ist, also ein bißchen klein und zierlich für unsere Gegend, sah das natürlich bei in Deutschland bei Bankbesuchen für Bankmitarbeiter und Kunden "etwas komisch" aus.
    Aber es ist hier doch hoffentlich bekannt, das Kinder in anderen Ländern bereits bei der Einschulung mit 5 Jahren (!) das ganze Alphabet beherschen, das Alphabet schreiben können, etwas lesen können und auch bis 100 die Zahlen kennen und rechnen können. Mit 5.
    Das man dann mit 16 fließend 5 Sprachen in Wort und Schrift kann (und zwei davon z.B. malayisch und japanisch sind), versteht sich wohl von selbst.

  7. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: marq 01.07.05 - 15:25

    >>Sie kauft quer durch den gesamten Angebotspark, egal ob Musik-CD, Film-DVD, Bücher, Andenken, Unterwäsche, Schuhe, Flugtickets, Elektronikartikel u.v.a.m. Wie willst Du da Abweichungen rausfiltern können ?

    1. Theorie: Jemand, der CC-Daten missbraucht, kauft keine Unterwäsche um sich zu bereichern. Und auch keine Bücher. And so on.

    2. Theorie: Parameter wie z.B. Transaktionsfrequenz & -volumen, Vertragspartner, Güterkategorie usw. unterliegen einer prospektiven Genauigkeit. Wenn sie in der Vergangenheit so eingekauft hat, wird sie es mglw. in der Zukunft auch tun.

    >>Je früher man seinem Kind den verantwortungsvollen und richtigem Umgang mit Geld beibringt, desto eher wird es auch damit umgehen können. Und Sie hat das Geld alles selbst gespart (durch Verzicht) und teilweise auch selbst ab dem 14. Lebensjahr erarbeitet.

    Lehrermodus AN:
    Dass die Tochter durch Verzicht gespart hat, dürfte wohl per se klar sein - anders kann man definitionsgemäß ja gar nicht sparen. Aber löblich, dass sie den Willen hat, dies auch in der Praxis umzusetzen.

    >>Meine Tochter muste im Alter von 9 Jahren sich Ihre Hausbank selbst aussuchen, ich habe mit Ihr praktische Zinsberechnung und Kostenkontrolle geübt - und Sie erhielt mit 10 volle Verfügung über Ihr Konto inklusive Sparbuch und selbst angelegten (abgezinst gekauften) Sparbriefen.

    Ob diese Freiheit für eine 9-jährige sinnvoll oder vielleicht überfrachtet ist, mag ich nicht beurteilen, ich habe keine Kinder. Ich war aber selber mal jung, und würde behaupten, dass ich mit 9 Jahren tendenziell eher "meine Hausbank" (tolle Phrase) nach der Anzahl der bunten Farben im Logo und der Häufigkeit der Lutschermitgabe beim Kleingeld einzahlen auswählen würde.

  8. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: PT2066.7 01.07.05 - 18:22

    marq schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > >>Sie kauft quer durch den gesamten
    > Angebotspark, egal ob Musik-CD, Film-DVD, Bücher,
    > Andenken, Unterwäsche, Schuhe, Flugtickets,
    > Elektronikartikel u.v.a.m. Wie willst Du da
    > Abweichungen rausfiltern können ?
    >
    > 1. Theorie: Jemand, der CC-Daten missbraucht,
    > kauft keine Unterwäsche um sich zu bereichern. Und
    > auch keine Bücher. And so on.
    >
    > 2. Theorie: Parameter wie z.B.
    > Transaktionsfrequenz & -volumen,
    > Vertragspartner, Güterkategorie usw. unterliegen
    > einer prospektiven Genauigkeit. Wenn sie in der
    > Vergangenheit so eingekauft hat, wird sie es mglw.
    > in der Zukunft auch tun.
    >
    Und gut deutsch: Du hast keine blasse Ahnung von der Materie und redest nur scheinklug dummes Zeug.

    Meine Praxis sieht halt ganz anders aus: meine Kreditkarte wurde im März 2002 in Kuala Lumpur im Shopping-Center unterhalb der Petronas-Tower in einem Geschäft für internationale Musik-CD "geclont". Mit der Begründung: "das andere Lesegerät ist defekt". Und die geclonte Karte wurde erst 3 Monate später an Interessenten "verkauft". Und erst ein sattes halbes Jahr nach meinem Einkauf (ich war derweil in den VAE und Mauritius) machten die Käufer des Kreditkartenclones eine Wochenendtour und nutzen dabei fleißig die Karte. Zuerst ging es mal zur Tankstelle, dann in einen Shop für Elektronik, dann zur Küste und dort in Hotel und Restaurant, dann wurde Motorradbekleidung gekauft und Kradzubehör, wieder getankt und mit großem Bogen (nochmals Übernachtung und Essen) ging es zurück nach KL. Wie Du also anhand der Praxis siehst, kaufen Kreditkartendatendiebe auch alles mögliche und unmögliche ein.
    Und falls Du Dich für klüger als die Praxis hälst, solltest Du mal die PKS in dem Spezialteil studieren. Du weist doch hoffentlich, was PKS heist ? :-) .

    Das Einkaufsverhalten entsprach durchaus auch meiner Aufenthaltspraxis in Thailand, Vietnam, St. Lucia, Martinique, Barbados, Korea, Hongkong, Türkei und anderen Ecken der Welt.

    Doch der Zentrale für Zahlungssysteme fiel die Sache deshalb auf, auf, da ich ja gleichzeitig in Malaysia und den Golfstaaten bzw. Mauritius hätte sein müssen: exakt an dem Wochenende der Ganovenshoppingtour flog ich nämlich zu meinem Glück von Dubai nach Mauritius. Und konnte weder dem DutyFree in Dubai noch dem Geldautomaten mit Landeswährung nach der Landung auf Mauritius aus dem Wege gehen.

    Meine Tochter kauft dagegen alles mögliche und unmögliche via Internet ein. Aber kauft damit auch in den Ländern vor Ort ein(Ausnahme Euro-Europa). Wenn also die Diebe der Kartendaten auch per Internet einkaufen oder in irgend einem Land, was soll da auffallen ? Die Antwort lautet: nichts.

  9. Re: Praxis mit Barclay-Card

    Autor: marq 01.07.05 - 18:57

    >>Und gut deutsch: Du hast keine blasse Ahnung von der Materie und redest nur scheinklug dummes Zeug.

    Wenn _du_ das beurteilen kannst...

    Dass die Sache bei dir aufgefallen ist, hat nichts mit meinen Theorien(!) zu tun, sondern mit Logik. Dazu bedarf es keiner ausgeklügelten (statistischen) Systeme, keiner promovierten Mathematiker mit Hang zu Konfidenzintervallen für Pearson-Korrelationskoeffizienten.

    >>Wenn also die Diebe der Kartendaten auch per Internet einkaufen oder in irgend einem Land, was soll da auffallen ? Die Antwort lautet: nichts.

    Und nochmal: Wenn _du_ das beurteilen kannst...

    Ach ja, war die Sache mit deiner Kreditkarte nicht die Geschichte, bei der die Betrüger nachher hingerichtet wurden, wie du ja schon hier erzählt hast? Die Urteils-Mitteilung kam wahrscheinlich auch durch die White-List im Zoll... lol, geh arbeiten oder die Abrechnungen deiner Tochter durchgucken...

  10. weiterhin viel glück

    Autor: tachauch 04.07.05 - 17:56

    PT2066.7 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sie ist Kreditkartenbesitzer seit dem 14.
    > Lebensjahr und jetzt 23.
    > Und es gab bei Ihr noch niemals Probleme. Obwohl
    > sie seit 2000 sehr massiv Käufe via Internet
    > tätigt.
    Schön, dass das so gut läuft. Wollen wir mal hoffen, dass nicht auch irgend einer der Shops mit etwas Verzögerung anfängt die Daten zu missbrauchen, wie es ja bei dir wohl geschehen ist.

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