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Finger weg von DeMail / EPostBrief

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  1. Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: Recherchierer 13.10.10 - 16:45

    Bitte dazu diesen Thread studieren:
    http://www.teltarif.de/forum/s39447/10-1.html

    Essenz:
    - juristisch fragwürdig
    - selber Rechtsstand wie bei E-Mails, aber
    - im Gegensatz dazu nicht kostenlos

  2. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: DragonHunter 13.10.10 - 16:58

    Recherchierer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitte dazu diesen Thread studieren:
    > www.teltarif.de
    >
    > Essenz:
    > - juristisch fragwürdig
    > - selber Rechtsstand wie bei E-Mails, aber
    > - im Gegensatz dazu nicht kostenlos


    Die Quintessenz ist genau was?

    Ich mein, die eMail zählt als zugestellt, wenn der Anbieter sie erhalten hat, wenn ich sie nicht abrufe ist das MEIN PRoblem
    wie bei der Post
    der Brief zählt als zugestellt, wenn die das Ding in die Post geben...oder wenn der Rückschein angekommen ist (aber im ernst, die schickt kaum einer bei den Preisen) und wenn ich meinen Briefkasten nicht leere bin ich alleine schuld...

    Serverprobleme halte ich bei GMX Web.de und t-Online eher für die Ausnahme, die wissen wie man eMail-Server aufbaut...
    also
    was soll das in die Hose scheißen deinerseits?...

  3. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: irgendwersonst 13.10.10 - 17:03

    die Essenz stimmt doch gar nicht.

    erstmal müssen DeMail und EPostBrief getrennt werden, sind immerhin 2 verschiedene Sachen.

    EPostBrief wird schon länger verwendet ohne daß der Ottonormalverbraucher das mitbekommen hat, viele Versicherungen und Institute benutzen diesen Weg schon länger. Der EPostBrief ist nicht juristisch fragwürdiger als ein normaler Brief. Nur ein Brief per Einschreiben hat überhaupt eine juristische Bedeutung.

    Als Empfänger ist man in jedem Fall in der Pflicht seine "Postfächer" regelmäßig zu leeren, auch wenn man im Urlaub ist oder totkrank ist.

    DeMail soll ja ein eigenes Gesetz bekommen, wodurch diese einen anderen Rechtsstand als eine normale (wenn auch verschlüsselte) Email bekommt.

    Es gibt zwar viele kostenlose Email Angebote, aber generell ist Email nicht kostenlos. Wenn man Wert auf bestimmten Service legt muss man auch für herkömmliche Email zahlen.

    Das Problem bei DeMail und EPost ist der Datenschutz, die Inhalte sind für Dritte einsehbar wenn "umgepackt" wird.

    Generell ist es völlig unverständlich wieso die Emailprovider nicht schon längst im Hintergrund die Emails verschlüsseln und es den (authentifizierten) Nutzern erlauben über "Kontaktlisten" andere Nutzer für die Kommunikation zu authentifizieren.
    -> keine anonyme Email -> Welt - 90% Werbemüll

  4. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: Hauptauge 13.10.10 - 17:07

    Er will doch nur sagen, dass hier alte Weine in neuen Schläuchen verkauft werden.

    Und da hat nicht Unrecht. Die immer angeführte Rechtssicherheit und Verbindlichkeit ist angedacht, aber noch längst kein Fakt.

    Deshalb finde auch ich es momentan schwachsinnig, sich dafür zu registrieren bzw. dafür zu bezahlen.

  5. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: DragonHunter 13.10.10 - 17:09

    Hauptauge schrieb:
    >
    > Deshalb finde auch ich es momentan schwachsinnig, sich dafür zu
    > registrieren bzw. dafür zu bezahlen.


    zahlen tust du eh erst, wenn du eine De-Mail verschickst...
    und auch nur dann.

  6. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: auweia 13.10.10 - 17:10

    "Nur ein Brief per Einschreiben hat überhaupt eine juristische Bedeutung."

    Soso, wie wär's denn, wenn du dich erstmal informierst, bevor du hier klugscheisst?

  7. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: quovadis 13.10.10 - 17:25

    Muss auweia zustimmen, jur. Bedeutung hat auch ein normaler Brief, solange der Zugang bewiesen werden kann (z.B. Zeuge) P.S.: Klugscheißen mit ß ;-)

    @ Dragonhunter

    Nicht soviel Unsinn reden. Ein Brief gilt nicht als zugestellt, wenn Du ihn zur Post aufgibst. Ein Brief gilt erst dann als zugegangen, wenn er im Machtbereich des Empfängers ist und dieser unter normalen Umständen eine Möglichkeit zur Kenntnisnahme hat... ähnliches gilt übrigens auch für E-Mails.
    Im Verkehr mit Behörden kann ein Brief als zugegangen (widerlegbar) vermutet werden (innerhalb von 3 Tagen).

  8. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: ThommyHommy 13.10.10 - 17:32

    Falsch! Gewisse Dinge zählen erst wenn Sie dem Empfänger zugegangen sind als zugestellt.

    Ein schönes Beispiel ist immer die Kündigung einer Wohung per Post.

    3 Möglichkeiten:

    - Brief: Empfänger kann behaupten dass der Brief nie ankam
    - Einschreiben: Ist der Empfänger nicht daheim und wird eine Abholkarte hinterlassen und der Empfänger holt das Einschreiben nicht ab gilt es als NICHT ZUGESTELLT (Ausnahme: Er musst mit der Kündigung rechnen, dann wird unterstellt dass er die Sendung deshalb nicht abholen wollte).
    - Einwurfeinschreiben: Gilt als zugegangen den hier ist wirklich der Empfänger selbst dafür verantwortlich seinen Briefkasten zu leeren


    Das ist deutsche Rechtsprechung!!! Wird das Einschreiben nicht abgeholt gilt es als nicht zugestellt gewertet. Wird aber ein Einwurfeinschreiben vom Briefträger in den Briefkasten geworfen zählt das. Das ist der selbe Briefträger der auch die Abholkarte in den selben Briefkasten eingeworfen und der selbe Briefträger der das auf dem Einschreibebrief vermerkt hat.

    Ich glaube nicht dass das bei DE-Mail besser wird. Wenn da erstmal die deutsche Juristenschar mit hunderten Klagen wegen Fristen, Zugegangen, Nicht zugegangen usw. drüber ist wird sich zeigen wie einfach das mit DE-Mail wirklich ist.

  9. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: quovadis 13.10.10 - 17:41

    @ThommyHommy

    Ok du Intelligenzbolzen, dann sag mal was genau falsch war. Ich sagte KANN.
    Wenn ein Brief vom Finanzamt an dich geschickt wird gilt er als drei Tage später zugegangen § 122 II AO du ****...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.10 17:51 durch sh (golem.de).

  10. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: DragonHunter 13.10.10 - 17:48

    quovadis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss auweia zustimmen, jur. Bedeutung hat auch ein normaler Brief, solange
    > der Zugang bewiesen werden kann (z.B. Zeuge) P.S.: Klugscheißen mit ß ;-)
    >
    > @ Dragonhunter
    >
    > Nicht soviel Unsinn reden. Ein Brief gilt nicht als zugestellt, wenn Du ihn
    > zur Post aufgibst. Ein Brief gilt erst dann als zugegangen, wenn er im
    > Machtbereich des Empfängers ist und dieser unter normalen Umständen eine
    > Möglichkeit zur Kenntnisnahme hat... ähnliches gilt übrigens auch für
    > E-Mails.
    > Im Verkehr mit Behörden kann ein Brief als zugegangen (widerlegbar)
    > vermutet werden (innerhalb von 3 Tagen).

    Zwischen Machtbereich des Empfnögers und dem des Absender sliegt noch der Zusteller...
    und über den übe ich keine Macht aus...
    ergo...
    wenn die Post scheiße baut kann man MICH als Absender nicht dafür belangen...
    wieso auch, ich habe meine Pflicht erfüllt und die Sendung aufgegeben...
    Eine Kontrolle wo der Brief / die eMail verloren gegangen ist, ist so oder so äußerst mühselig und meistens witzlos...
    versuch mal ne Nachforschung bei der Post über einen verloren gegangenen Brief anzustellen...
    Formular ausfüllen abgeben und sich anhören "jaaaa wir schauen mal"
    und am Ende geht sogar ein Einschreiben spurlos flöten und keine Sau weiß wos hin ist...
    traurig aber immer wieder wahr..

  11. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: erstdenken 13.10.10 - 17:50

    und dann andere beschimpfen!
    Das gilt nur - ausschließlich - für Behörden! Für meinen Brief an Dich gilt das nicht!

    selbst ****!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.10 17:51 durch sh (golem.de).

  12. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: quovadis 13.10.10 - 17:53

    @ ThommyHommy II

    und außerdem solltest Du mal deine Terminologie überdenken. Zustellung interessiert niemanden. Es geht um den Zugang. Wenn Du meinen Post genau liest, dann siehst, dass ich schrieb ein Brief kann, sofern bewiesern werden kann. Wenn ich mit einem Zeugen einen Brief einschmeiße gilt er als zugegangen. Bei den Einschreiben hast Du recht.

    @ Dragon Hunter

    Die Post ist ein Dienstleister Freundchen. Es interessiert niemanden wie Du deine (Willens)erklärung abgibst. Du könntest Dich ja auch eines Fahrradkurriers (auch dubioser Herkunft) bedienen und sagen du hättest es ihm gegeben... Interessiert niemanden. Du musst beweisen, dass der Brief (die Erklärung)zugegangen ist.
    Du hast auch keine Pflicht die Sendung aufzugeben, es liegt wie gesgat in deinem Ermessen wie Du Erklärungen transportierst.

  13. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: quovadis 13.10.10 - 17:57

    @erstdenken

    ich sagte KANN im Zusammenhang mit Behörden. Es ist nichtmal zwingend für Behörden. Ich wolte auch wissen worauf sich dein "Falsch!" bezogen hat...
    Und außerdem gilt es unter Kaufleuten nach HGB auch als zugegangen, wenn unter normalen Umständen damit zu rechnen wäre im Zusammenhang mit Kaufmännischem Bestätigungsschreiben... so long

  14. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: LordPinhead 13.10.10 - 17:57

    So wie einige hier klugscheissen, haben die entweder zuviel Geld, oder lassen sich alles was sie Abgeben von jemanden Quitieren....

    Bei der Argumentation ist Fax auch unsicher oder ein Postbrief.
    Und besser, der Provider hat Logs wo er nachsehen kann... die Post ist nichtmal in der Lage ein Einschreiben völlig nach zu verfolgen...

  15. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: DragonHunter 13.10.10 - 18:00

    quovadis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @ ThommyHommy II
    >
    > und außerdem solltest Du mal deine Terminologie überdenken. Zustellung
    > interessiert niemanden. Es geht um den Zugang. Wenn Du meinen Post genau
    > liest, dann siehst, dass ich schrieb ein Brief kann, sofern bewiesern
    > werden kann. Wenn ich mit einem Zeugen einen Brief einschmeiße gilt er als
    > zugegangen. Bei den Einschreiben hast Du recht.
    >
    > @ Dragon Hunter
    >
    > Die Post ist ein Dienstleister Freundchen. Es interessiert niemanden wie Du
    > deine (Willens)erklärung abgibst. Du könntest Dich ja auch eines
    > Fahrradkurriers (auch dubioser Herkunft) bedienen und sagen du hättest es
    > ihm gegeben... Interessiert niemanden. Du musst beweisen, dass der Brief
    > (die Erklärung)zugegangen ist.
    > Du hast auch keine Pflicht die Sendung aufzugeben, es liegt wie gesgat in
    > deinem Ermessen wie Du Erklärungen transportierst.


    Sobald ich NACHWEISLICH eine dritte Partei mit der Zustellung beauftrage, bin ICH fein raus
    wie du den Nachweis fürhst, bleibt dir überlassen
    Zeugen, Einlieferungsbelege, irgendwelche Sendungsnummern, etc.
    beim "normalen" Brief hab ich den meistens nicht
    (außer ich nutze den wucher "Briefmarke per SMS"
    da gäbe es den Nachweis, sobald das Ding in der Zentrale eingelesen wurde)
    aber die De-Mail soll ja eher ein Einschreiben ersetzen
    und da habe ich IMMER einen Nachweis

  16. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: quovadis 13.10.10 - 18:10

    @ DragonHunter

    wir sprechen aneinander vorbei. Es ist wie gesagt egal wie oder was Du machst. Deine Erklärung muss im Machtbreich des Empfängers sein und dieser muss die Möglichkeit zur Kenntnisnahme haben. Wem Du dich hierbei bedienst ist scheißegal, Du musst es im Streitfall beweisen können. Deine SMS bringt rein gar nichts, weil damit noch nicht bewiesen ist, dass der Brief auch ankam. Wer garantiert denn, dass du den Brief auch tatsächlich eingeschmissen hast? Vlt. hilft Dir ein Perspektivenwechsel, stell Dir vor, Dir möchte jemand etwas anhängen und sagt Du müsstest denBrief ja erhalten haben, da er eine SMS hat... Zudem ist SMS meines Wissens kein geeignetes Beweismittel. Höchstens Indiz für etwas, da gehts aber ins Prozessrecht und davon weiß ich nichts...
    Dass Du mit der DeMail einen hunderprozentigen Nachweis hast wage ich zu bezweifeln.

  17. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: Lalaaaa 13.10.10 - 18:18

    Ahaha. Geiles Laientheater. Ganz ganz großes Kino. Einige dürften im Geschäftsleben mal ordentlich auf die Schnauze fliegen, bei das was teilweise geglaubt wird.

    Hier geht es schlichtweg um Form- und Beweisfragen.

    @quovadis

    "außer wenn er nicht oder zu einem späteren Zeitpunkt zugegangen ist; im Zweifel hat die Behörde den Zugang des Verwaltungsakts und den Zeitpunkt des Zugangs nachzuweisen."

    Vielleicht das nächste mal den Paragraphen zuende lesen, Schwätzer.

  18. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: quovadis 13.10.10 - 18:39

    @ lalaaa

    dann lies mal meinen ersten post "kann" (widerlegbar) sollte ausreichend sein... vlt. solltest Du mal lesen...

  19. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: Lalaaa 13.10.10 - 18:57

    Du schreibst:
    "Im Verkehr mit Behörden kann ein Brief als zugegangen (widerlegbar) vermutet werden (innerhalb von 3 Tagen). "

    Das ist falsch. In dem von dir angegebenen Paragraphen geht es nicht um eine Regelvermutung, sondern um eine MINDEST"frist". Daher ein Verwaltungsakt kann per Brief nicht vor dieser Frist zugegangen sein, sondern erst mit Ablauf oder später. Grundsätzlich ist und bleibt die Behörde nachweispflichtig, kann sich aber nicht auf früheren Zugang als vom Gesetz fingiert berufen. Verstanden?

  20. Re: Finger weg von DeMail / EPostBrief

    Autor: Rama Lama 13.10.10 - 18:59

    Hauptauge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    [...]

    > Deshalb finde auch ich es momentan schwachsinnig, sich dafür zu
    > registrieren bzw. dafür zu bezahlen.

    Wieso so eigennützig? Meine Vorregistrierung kostet mich nichts, bewahrt aber womöglich jemand anderen davor ins Messer zu laufen.

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