Abo
  1. Foren
  2. Kommentare (alt, bis 13.1.2005)
  3. Software
  4. Betriebssysteme

Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: Golem.de 16.12.03 - 15:39

    Entwickler der Projekte Debian und KDE haben gemeinsam eine neue Initiative ins Leben gerufen, um zusammen ein Linux-basiertes Desktop-Betriebssystem für große Unternehmen anzubieten. Gemeinsam will man eine integrierte Lösung liefern, die den Bedürfnissen von öffentlicher Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Unternehmen entspricht.

    https://www.golem.de/0312/28965.html

  2. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: kressevadder 16.12.03 - 17:16

    Hoffentlich wirds was, die "Zersplitterung" ist schon ganz schön lästig.

    90% der Computer User wissen nichtmal was ein Desktop ist, weil er ja schon immer da war ("...ist das das Windows für Linux?"), da sollte man den Anwendern die Entscheidung ein wenig abnehmen.

    Überhaupt sollte es eine Linux Distribution geben, die am besten einfach "Linux" heist, auf einer CD Rom nen Desktop drauf hat und fertig - wozu Otto Normalverbraucher mit lästigen Fragen nach ext3, Reiser und irgendwelchen Sicherheitsspirenzchen wegen JavaScript belästigen - einlegen und 20 Minuten später ist das Ding mit allem was man braucht installiert. Schliesslich liegt in der komfortablen installation ein grosser Vorteil gegenüber Windows - hat sich nur noch nicht rumgesprochen.

    Gruss

  3. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: Nico 16.12.03 - 18:01

    kressevadder schrieb:
    >
    > Schliesslich liegt in der komfortablen
    > installation ein grosser Vorteil gegenüber
    > Windows - hat sich nur noch nicht rumgesprochen.

    Falsch. Der große Vorteil gegenüber Windows liegt darin, dass man sich mit dem System vertraut machen muss, bevor man es zum Laufen bekommt. So treten bestimmte "Bedien/Konfigurier" etc. -Fehler gar nicht erst auf.
    Man muss ja auch erst eine Fahrschule machen, bevor man Auto fahren darf, es reicht nicht, sich kurz erklären zu lassen, wo Gas, Bremse und Zündschloss sind.
    Damit ist die Lernkurve am Anfang zwar sehr steil, aber dafür später nicht mehr, was sich auf lange Sicht auszahlt (man stelle sich vor, man würde die Verkehrsschilder erst während der Fahrt lernen..). Und Unix-alikes sind nunmal in erster Linie zum Arbeiten da, wo es meist um Geld geht und es daher auf hohe Zuverlässigkeit, Stabilität und Sicherheit ankommt. Für ein Spielchen zwischendurch kann immer noch ein ausrangierter Zweitrechner mit Windows bestückt werden.

  4. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: kressevadder 16.12.03 - 20:47

    Hast du dir jemals überlegt, das es auf dieser Welt nicht nur Techniker gibt - zum Glück, des Horrizonts wegen!

    Was interessiert nen Arzt das sch.. /etc Verzeichnis wenn er seine Berichte schreibt, was er eigentlich auch ohne Konfigurationsfehler hinkriegt - um mal ein Beispiel zu nennen. Ein Grossteil der Anweder hat keinen Bock auf Technik und will einfach mailen, chatten oder ihre Fotoalben sortieren und das ist ihr gutes Recht. Der andere Teil hockt in der Firma davor, ist froh wenn das Ding alles bucht was es soll und fertig! Und es gibt sogar Leute, die finden Informatik langweilig - kannst du dir das vorstellen.

    Natürlich muss man in die Fahrschule - aber was hat das mit Technik zu tun, ich hatte nur bürokratische Verkehrsregeln zu lernen. Dabei wär mir die Frage, wieviel Lieter Sauerstoff ein 1.1 L Motor in 1000 m Höhe bei einer Drehzahl von 3000 1/min auch lieber gewesen - aber der Fahrlehrer hatte ja keine Ahnung, wie der überhaupt Fahrlehrer werden konnte.

    Und gerade Linux ist eben nicht nur für den HighTech Bereich, sondern ein freies Betriebssystem das in diesem tollen Kommunikationszeitalter für alle zur Verfügung steht.

    Wann denkt unsere Linux Community endlich mal über die eigene Bash hinaus?

    Gruss Manfred

  5. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: Merlin-TC 16.12.03 - 22:09

    Ich denke das diese Aktion ein Schritt in die richtige Richtung ist.
    Open Source ist nunmal ganz simpel ausgedrückt eine "coole Sache" weil jeder sie verändern kann.
    Und ich kann einen Otto Normal User nicht mit Argumenten überzeugen das ich alles genauestens in einer config in /etc einstellen kann denn das will dieser nicht.
    Er will Kressevadder schon gesagt haben Programme benutzen die er braucht und sich nicht Tagelang durch eine Konfiguration von Programm XY forsten.

    Ich selbst benutze Gentoo Linux, und ja, ich mag das ich alles selbst konfigurieren kann. Aber der gesunde Menschenverstand sagt das eine Person die eine Tabellenkalkulation nutzt nichts über irgend welche config files wissen muß.

    Aber schon allein das sehr gute user System auf *nix Betriebssystem ist ein klarer Vorteil im Bezug auf Sicherheit.

    Was mir lediglich ein wenig zu denken gibt ist ob aus dieser Kooperation auch alles zurück an die Open Source Community geht.

    just my 2 cents

  6. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: Nico 16.12.03 - 23:20

    Sorry, aber offenbar war der Analogieschluss, in dem ich mich auf das Autofahren bezog, sehr ungünstig gewählt, wie ich an den Reaktionen erkennen kann. Also nochmal.

    Die bessere Analogie wäre wohl die mit dem Auto"selbst"fahren und Auto"mit"fahren: Der Anwender im Unternehmen ist der Passagier hinten, den Heimander, der sein System ja auch selbst administrieren muss ist der Beifahrer und die Administratoren bzw. für den Privatanwender z.T. die Distributoren sind der Fahrer.
    1. Den Passagier kümmert es in der Tat nicht, wie das Auto fährt und warum, für ihn ist nur wichtig, dass er pünktlich und sicher das richtige Ziel erreicht. Damit wird ausgedrückt, dass die Anwender nicht wissen müssen, wie das System genau funktioniert, solange sie wissen, wo man "ein- und aussteigt" und wie man sagt, wohin man will.
    2. Der Beifahrer weiß dagegen schon im Groben, wie das Fahren abläuft und hilft dem Fahrer z.b: beim Kartenlesen sowie bei der Bedienung der Armaturen. Das bezieht sich auf den Heimander, der zwar vom Distributor ein fertig vorkonfiguriertes System bekommt, es aber noch auf seine eigenen Gegebenheiten (Welchen Stadtplan nehme ich mit? Wie warm soll es sein? Welcher Radiosender läuft? usw.) anpassen muss (wo soll es installiert werden, was soll installiert werden, von den Vorgaben abweichende Konfigurationen usw.).
    3. Der Fahrer sitzt am Steuer und ist für alles verantwortlich (besonders natürlich, wenn es "kracht" ;-). Aber er allein ist wenig nützlich, denn ohne Passagier macht die Fahrt wenig Sinn und ohne Beifahrer kommt er auch in Schwierigkeiten. Damit ist gemeint, dass das System nicht zum Selbstzweck existiert, sondern um damit zu arbeiten. Die Notwendigkeiten des Passagiers (wohin geht es) sind das ausschlaggebende, denn das wird gebraucht. Der Beifahrer (im Unternehmen das Projektmanagement bzw. die Abteilung für Arbeitsergonomie) muss unterstützende Arbeit für das WIE leisten, das der Fahrer dann umsetzt.

    So, ich hoffe, dass alles so etwas verständlicher ist.

  7. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: orko 17.12.03 - 09:41

    Hi

    ich fand die erste analogie ganz gut.
    Es gibt ja auch kfz mechaniker. Ich bin ein dau user und will auto fahren, muss aber, wie du schon sagtest eine fahrschule machen, wobei mich nicht interessiert, wozu ein vergaser da ist, sondern nur wie ich das auto zum fahren bekomme.

    Kfz mechaniker dagegen muessen den rest wissen.
    Der windows dau, bekommt noch nicht mal die verkehrsschilder erklaert, und hat deshlab schoen viele viren und son zeug, weil er net achtpasst und staendig unfaelle baut, weil er die schilder net lesen kann.

    orko

  8. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: jederman 17.12.03 - 09:51

    Toll :-( Kaum hat Sun sein "Linux for the Office" mit Gnome vorgestellt, da prischt Debian vor und kontert mit "KDE for the Office". Dazu gibt es auch interessante Beiträge auf \.

    In meinen Augen verläuft sich mit diesen Aktionen die Linux Gemeinde und prischt am Ziel vorbei, eine echte Alternative zu Windows zu sein.

  9. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: Otto d.O. 17.12.03 - 10:21

    >Überhaupt sollte es eine Linux Distribution geben, die am besten einfach "Linux" heist, auf einer
    > CD Rom nen Desktop drauf hat und fertig - wozu Otto Normalverbraucher mit lästigen Fragen
    > nach ext3, Reiser und irgendwelchen Sicherheitsspirenzchen wegen JavaScript belästigen -
    > einlegen und 20 Minuten später ist das Ding mit allem was man braucht installiert. Schliesslich
    > liegt in der komfortablen installation ein grosser Vorteil gegenüber Windows - hat sich nur noch
    > nicht rumgesprochen.

    Gibt's eh schon, heisst Lindows. Darfst dich halt nachher nicht aufregen, dass es kein richtiges Linux mehr ist, weil Bequemlichkeit höher steht als Sicherheit.

  10. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: orko 17.12.03 - 10:22

    Hi

    Die linux gemeinde ist damit nicht eine alternative zu windows, sondern sogar zwei.
    Das ist doch viel besser.
    Ein argument fuer linux war immer, das man zwischen vielen unterschiedlichen moeglichkeiten, die fuer sich beste auswaehlen kann.

    Und genau das wird hier wieder demonstriert.
    Ich bin froh das es so ist und ich mich nicht mit was festgelegtem rum schlagen muss, was ich so zu akzeptieren habe wie es ist. Nach dem motto "friss oder stirb."

    orko

  11. Re: Gemeinsame Initiative von KDE- und Debian-Entwicklern

    Autor: Nico 17.12.03 - 11:36

    Otto d.O. schrieb:
    >
    > Gibt's eh schon, heisst Lindows. Darfst dich
    > halt nachher nicht aufregen, dass es kein
    > richtiges Linux mehr ist, weil Bequemlichkeit
    > höher steht als Sicherheit.

    Nicht nur das. Ein wichtiges Merkmal freier Software stellt die Wahlfreiheit dar: Ich kann wählen, welchen Kernel ich benutze (Hurd, Linux oder den NetBSD-Kernel), welche Shell, welchen MTA, welches Mail-Programm, welchen Texteditor, welchen grafischen Desktop (KDE, Gnome, Fluxbox, Windowmaker oder twm), welches Office-Paket welche HTML-Engine (KHtml, Gecko oder Opera) und welchen Internet-Browser (Konqueror/Safari oder Mozilla/Epiphany/Galeon oder Lynx/Links/w3m). Diese Diversität ist sehr wichtig und hat auch einen großen Vorteil: Dadurch, dass Programme überall in einem anderen Kontext betrieben werden, fallen Fehler sehr viel schneller auf.
    Außerdem darf nicht vergessen werden, dass jeder andere Ansprüche und Bedürfnisse hat, und kein Programm kann allen gerecht werden. Daher gibt es für nahezu alle Aufgaben mehrere Lösungen, die jeweils andere Zielsetzungen haben, und trotzdem kompatibel zueinander bleiben.

  12. Eigentlich wurscht...

    Autor: c.b. 17.12.03 - 19:11

    ...wenn man anfängt, in der Oberliga zu spielen, muss man eben trainieren.
    Bin auch noch *mich_am_linux_durchbeissen*.

    Allerdings, wenn diese Fusion dazu beiträgt, der KDE-Oberfläche ihre Schwerfälligkeit und *Holprigkeit* zu nehmen...
    wäre das echt klasse.

    Gruss
    c.b.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Inneres und Sport, Landesamt für Verfassungsschutz, Hamburg
  2. Vorwerk Services GmbH, Wuppertal
  3. Deloitte, verschiedene Standorte
  4. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Berlin

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-12%) 52,99€
  2. 3,40€
  3. (-10%) 89,99€
  4. 69,99€ (Release am 25. Oktober)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sich
Change-Management
Die Zeiten, sie, äh, ändern sich

Einen Change zu wollen, gehört heute zum guten Ton in der Unternehmensführung. Doch ein erzwungener Wandel in der Firmenkultur löst oft keine Probleme und schafft sogar neue.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

Banken: Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT
Banken
Die Finanzbranche braucht eine neue Strategie für ihre IT

Ob Deutsche Bank, Commerzbank oder DKB: Immer wieder wackeln Server und Anwendungen bei großen Finanzinstituten. Viele Kernbanksysteme sind zu alt für aktuelle Anforderungen. Die Branche sucht nach Auswegen.
Eine Analyse von Manuel Heckel

  1. Bafin Kunden beklagen mehr Störungen beim Online-Banking
  2. PSD2 Giropay soll bald nahezu allen Kunden zur Verfügung stehen
  3. Klarna Der Schrecken der traditionellen Banken

  1. NTT Docomo: Erstes 5G-Netz benötigt mehr Millimeterwellen-Spektrum
    NTT Docomo
    Erstes 5G-Netz benötigt mehr Millimeterwellen-Spektrum

    NTT Docomo hat mit öffentlichen Testläufen zu 5G in Japan schon einige Erfahrungen gesammelt. Der Netzbetreiber zieht erste Schlussfolgerungen für den Ausbau.

  2. DSGVO: Ist Datenwucher okay?
    DSGVO
    Ist Datenwucher okay?

    Auch nach über einem Jahr DSGVO sammeln Facebook und Google munter weiter Daten, ebenso Nachrichtenportale und viele Blogseiten. Die Datenschutz-Aufsichtsbehörden sehen sich im Moment nicht imstande, dem einen Riegel vorzuschieben.

  3. Samsung: Fingerabdrucksensor des Galaxy S10 durch Folie überlistet
    Samsung
    Fingerabdrucksensor des Galaxy S10 durch Folie überlistet

    Der neue Fingerabdrucksensor des Galaxy S10 lässt sich offenbar umgehen, wenn ein Displayschutz von einem Dritthersteller genutzt wird. Der Hersteller arbeitet an einem Update.


  1. 14:37

  2. 14:07

  3. 13:24

  4. 13:04

  5. 12:00

  6. 11:58

  7. 11:47

  8. 11:15