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Y statt X - Neues Window-System für Unix

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  1. Schoen wie wir in diesem Artikel wieder auf M$ Werbung warten dürfen!

    Autor: Hans Klarin 20.02.04 - 12:56

    o.T.

  2. Re: Endlich

    Autor: Al 20.02.04 - 13:01

    Glaubst du die Wine-Leute haben den notwendigen Quellcode von Windows ?? Von Reverse Engineering wollen die bestimmt nicht hören .... um etwas kompatibel zu machen, muessen lediglich die (funktionalen) Schnittstellen gleich sein.

  3. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: Anony Maus 20.02.04 - 13:04

    @sulu

    > - X zeigt beim starten, einen schwarz-weiss gepunkteten bildschirm an
    *ggg* Das als Nachteil hinzustellen ist nicht dein Ernst, oder?

    > - X-Cursors sind schrecklich
    Dir ist klar, daß man den Cursor mittlerweile konfigurieren kann?

    > - X hat keine default Widgets und so sieht jede Anwendung anders aus und das ergibt ein
    > totales chaos
    Jede Anwendung sieht nicht anderst aus. Aber ja, das ist unschön, aber eigentlich nicht direkt das Problem von X.


    Y Vorteile:
    - Man muss sich nicht an das X Protokoll halten
    Auf Altlasten verzichten zu können, ist immer schön. In der Praxis ist die Unterstützung bestehender Protokolle aber dann doch meist notwendig.

    > - Eigenes Widgetsystem. Allerdings wäre mir GTK lieber als noch ein System zu entwicklen.
    Mir wäre Qt lieber. Sieht du hier fängt es an, den hier opfert man auch Modularität. Wenn, dann eigene Grundfunktionen in Y auf denen dann Gtk, Qt u.a., als Programmierschnittstelle aufbauen. Dadurch dürfte trotzdem ein einheitliches aussehen erreicht werden und bestehende Programme wären einfach portierbar.

    > - 3D Support
    Bietet X auch. Wenn auch etwas von hinten durchs Auge.

  4. Re: Endlich

    Autor: Anony Maus 20.02.04 - 13:05

    > um etwas kompatibel zu machen, muessen lediglich die (funktionalen) Schnittstellen gleich
    > sein.
    In der Theorie ja, in der Praxis gehts meist nicht so einfach.

  5. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: Anony Maus 20.02.04 - 13:12

    > Man kann die Auflösung nicht ändern ohne den X-Server neu zu starten!
    Das stimmt schoneinmal überhaupt nicht.

    > Ausnahme, bereits vorher eingestellte, "freigeschaltene" Auflösungen -
    Deswegen stimmt der erste Satz nicht. ;-) Das mit den "freigeschalteten" Auflösungen ist doch O.K. So testet man eben ob der Monitor die Auflösung usw verträgt.

    > und dann kann man die Auflösungen auch nur abwärts nacheinander durchschalten, eine
    > direkte Auswahl der gewünschten Auflösung ist nicht
    Da gibt es sogar schon ein Programm für die KDE Kontrolleiste um die Auflösung auswählen zu können. Benötigt aber einen aktuellen X-Server.

    > und höhere Auflösungen lassen sich nur durch Serverneustart schalten.
    Selbstverständlich funktioniert auch das Umschalten zu höhren Auflösungen. Warum auch nicht?

  6. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: AnonymousCoward 20.02.04 - 13:21

    wie: endlich??? was denkst du, wie viele abschlussarbeiten einen praktischen nutzen haben? sehr viele würde ich sagen, wenn sie in einer firma gemacht werden. aber auch in der forschung wird es viele geben, auf denen dann andere aufbauen.

    gruß,
    ac

  7. Re: Endlich

    Autor: Janet 20.02.04 - 14:52

    >> Man ist zwar den Microsoft Windows verwöhnt, aber mich störte bei X immer das man per Sax die Auflösung ändern musste und dann das X System neustarten musste. <<

    Hmm - also ich fand es unter MSW immer sehr störend, wenn ich die Auflösung wechseln wollte und immer etwas kam wie "Moment, ich teste mal eben, ob diese Auflösung auch wirklich zu Ihrem Monitor und der Grafikkarte paßt, das dauert ein wenig und der Bildschirm flimmert ein wenig - und dann haben Sie 15 Sekunden Zeit zu entscheiden, ob die Auflösung auch wirklich paßt."... Und das JEDES Mal, wenn ich diese Auflösung einstellen will.

    Unter X ist das so viel komfortabler... Du richtest von vornherein mehrere Auflösungen ein (von mir aus bei SuSE mit sax), die werden dann EINmal getestet - und von da an schaltest Du dazwischen butterweich und nahtlos mit Strg-Alt-+ oder - um.

    Ich habe Auflösungen von 1600x1200 bis runter zu 640x480 definiert.
    Manche Filme sind ja unter der 1600-Auflösung nur noch briefmarkengroß - ein Strg-Alt- - und schon hab ichs bildschimfüllend - zu geil :)

    Janet

  8. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: Mike 20.02.04 - 15:09

    Anony Maus schrieb:

    > > Ausnahme, bereits vorher eingestellte,
    > "freigeschaltene" Auflösungen -
    > Deswegen stimmt der erste Satz nicht. ;-) Das
    > mit den "freigeschalteten" Auflösungen ist doch
    > O.K. So testet man eben ob der Monitor die
    > Auflösung usw verträgt.

    > Da gibt es sogar schon ein Programm für die KDE
    > Kontrolleiste um die Auflösung auswählen zu
    > können. Benötigt aber einen aktuellen X-Server.

    Für den gemeinen User zu kompliziert. Der ist es gewohnt, dass dies bereits der Treiber für ihn erledigt und er nur noch auswählen muss, was er gerne hätte. On-the-fly per Mausklick und mit sofortiger Auswirkung

    > Selbstverständlich funktioniert auch das
    > Umschalten zu höhren Auflösungen. Warum auch
    > nicht?

    Weils nicht geht und man nru rückwärts runterschalten kann? Jedenfalls hat das "hoch" schalten zu dem Zeitpunkt nicht funktioniert als ich danach gesucht und mich informiert habe. Und gegenteiliges ist mir bislang nicht bekannt.
    Wenns doch funktioniert, sage mir bitte wie :)

  9. Re: Endlich

    Autor: Michael - alt 20.02.04 - 15:27

    das geht nur dann, wenn die performance des systems im tieferen layer besser ist als theoretisch nötig.

  10. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: Janet 20.02.04 - 15:40

    in die eine Richtung Strg Alt - und in die andere Strg Alt +...

  11. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: Geek 20.02.04 - 16:17

    Mike schrieb:

    > Für den gemeinen User zu kompliziert. Der ist es
    > gewohnt, dass dies bereits der Treiber für ihn
    > erledigt und er nur noch auswählen muss, was er
    > gerne hätte. On-the-fly per Mausklick und mit
    > sofortiger Auswirkung

    Genau das macht das Tool. Ist in KDE ab 3.2 enthalten und läuft auf Wunsch im Hintergrund. mit zwei klicks ist die auflösung geändert, das ist weniger als man bei Win braucht!

  12. Dito

    Autor: Wissard 20.02.04 - 17:03

    Ich hoffe, dass das Projekt nicht in der Versenkung verschwindet sondern gedeit. Ich würde ja gerne mithelfen, kenne mich aber leider mit den zugrundeliegenden Konzepten und c++ nicht genügend aus.

  13. Geballte Sachkompetenz!

    Autor: X ist voll i. O. 20.02.04 - 18:32

    Jungs und Mädels,

    diese alte Schmonzette. Alle paar Monate zaubert mal jemand Y aus dem Hut und tut so, als wäre es das größte seit geschnitten Brot und Wäscheklammern. Das ist alt!

    Aber was solls, hier nochmal für's Vereinsheftchen: X ist ein Protokoll. http://www.x.org/X11_protocol.html

    Das Protokoll wird von verschiedenen Anbietern in sogn. Servern implementiert, z. B. XFree86 oder Axxelerate. Auch das angebl. ach so tolle Y will früher oder später das X Protokoll vollständig implementieren. Das überrascht nicht, denn sonst würden nur speziell angepasste Programme unter Y laufen.

    Insofern gilt, daß X nicht fett ist. Wenn etwas fett ist, dann der X-Server, aber das ist auch humbug. XFree86 z. B. ist knapp 2 MB groß, die X-Libs verbrauchen auch noch etwas, werden aber dynamisch ge- und entladen. Der Mythos, daß X soviel Speicher verbraucht, liegt an den unpräzisen RAM Angaben von Programmen wie top. Dort wird jeglicher addressierter Speicher als belegt angezeigt und wenn man eine Grafikkarte mit 128 MB RAM hat und 64 MB AGP Aperture Size im BIOS stehen, dann verbraucht X halt 192 + x MB. Uih, das ist aber viel.

    X ist lahm. Das stimmt natürlich auch nicht, denn als Protokoll ist X recht schlank und effektiv, d. h. es hat einen geringen Overhead. Was manchmal lahm wirkt, ist die Unsitte von XFree86, bei jedem Refresh jeden Bildpunkt der Anzeige neu zu berechnen. D. h. bei 85 Hz und 1024*768 Auflösung berechnet XFree86 85*1024*768 Bildpunkte pro Sekunde. So gesehen, ist XFree86 geradezu atemberaubend schnell! Aber zugegeben, das ist aufwändig und steht schon lange auf der Abschußliste. Wie wir aber wissen, ist das XFree86 Projekt nicht gerade für seine Geschwindigkeit bekannt. Angebl. hat die Freedesktop-Alternative (XServer) dieses Problem aber bereits gelöst.

    X hat auch kein totales Chaos in Sachen Fonts-Verwaltung. Fonts gehören nach /usr/share/fonts/truetype bzw. type1, etc. So sagt es, IMO, FSH. Wenn man das berücksichtigt und nicht wie manche Distributionen (SUSE) oder Programme (Abiword?) willkürlich mißachtet. Will man trotzdem Extrawürstchen kochen, dann muß man das dem X-Server nur mitteilen. Dazu gibt es eine "Fonts" Sektion in der /etc/X11/XFree86config. In Netzwerken kann da auch ein zentraler Fontserver nützlich sein; es ist überraschend wie einfach sich auf einmal die Lizenzen für gute Schriften handhaben lassen.

    X zeigt ein Gitter-Muster, keine Punkte. Vielleicht solltest du dir einen neuen Monitor zulegen ;-) Wenn es dich aber stört, dann kannst du es ja via x-resources ausschalten. Das Schlüsselwort lautet, glaube ich, setbgroot.

    Immer die alte Leier, X wird nicht konfiguriert, der X-Server wird konfiguriert. Und wo das kompliziert sein soll, ist mir unklar. Kniffliger als z. B. unter MS Windows ist das auch nicht. Und wenn ich nicht gerade die superduper Features von NVidia oder ATI benutzen will, muß ich noch nichtmal einen Treiber installieren.

    X-Cursors sind schrecklich. Wirklich, alle 12? ich weiß nicht, wieso, aber wenn du meinst. Mir reichen auf jeden Fall die Pfeile, das X und der Totenkopf ;-)

    Zum Thema Widgets: Das Default-Widget-Set ist XAWS (X Accelerated Widget Set). Weil die aber nicht so hübsch sind, kannst du auch andere benutzen, z. B. Motif, QT oder GTK. Aber wxWindows, FLTK und Hermes sind auch nicht schlecht. Alle haben ihr Vor- und Nachteile.

    Wieso verhindert X einen großflächigen Desktop-Einsatz? Ich setze einen Rechner als X-Server auf und kann beliebige viele Thin-Clients von dort aus mit einer graphischen Oberfläche und Applikationen versorgen. Wer braucht da noch Application Server?
    Aber ernsthaft, wo ist das kompliziert?

    Und zu den Vorteilen von Y: Mißachtung des X Protokolls gehört nicht dazu, glaube mir. fonts über fontconfig hat nichts mit X oder X-Servern zu tun und 3D auf OpenGL Basis ist auch in XFree86 geplant. XServer arbeitet, glaube ich, auch dran. Viel wichtiger finde ich aber eine Rückkehr zu hardwarebeschleunigter 2D Darstellung. Dank MS Windows macht das nämlich kaum noch eine Hardware :-(

    Ach was soll's. Als anfing das Ding zu tippen dachte ich mir noch, wie blöd muß man sein. Aber so gesehen bin ich genauso blöd wie alle anderen. Sorry, aber jetzt, wo ich fertig bin, poste ich's auch mal.

    Nichts für ungut.

  14. Re: Geballte Sachkompetenz!

    Autor: _ 20.02.04 - 23:04

    Wenn jemand das Ziel verfolgt, X (und seinen Server) zu ersetzen, dann wird er sein neues System wohl kaum daran anpassen. Wenn wxWindows, QT oder SWT portiert sind, dann gilt auch Deine Aussage nicht mehr "nur speziell angepasste Programme [würden] unter Y laufen".

  15. Re: Geballte Sachkompetenz!

    Autor: sddsss 21.02.04 - 01:36

    Äh. Was soll ich sagen.

    Der einzige sachliche Forumsbeitrag seitdem ich golem kenne. wow!

  16. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: blue 21.02.04 - 04:46

    dabei schaltet "+" allerdings niedrigere auflösungen ein und "-" die höheren, aber was solls ^^

  17. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: blue 21.02.04 - 04:48

    > Genau das macht das Tool. Ist in KDE ab 3.2
    > enthalten und läuft auf Wunsch im Hintergrund.
    > mit zwei klicks ist die auflösung geändert, das
    > ist weniger als man bei Win braucht!

    die frage ist nur, wie das bei gnome geht...

  18. Re: Y statt X - Neues Window-System für Unix

    Autor: Janet 21.02.04 - 12:08

    Du wie heißt das Tool? Ich hab hier zwar KDE 3.2 laufen, aber da ist nichts in der Art in der Kontrollleiste...

  19. OT: Sven.A Virus?

    Autor: Janet 21.02.04 - 12:22

    Seit ich mich hier an diesem Thread beteilige, bekomme ich an diese EMail-Adresse haufenweise Fake-Mails (undeliverable message), die vom Sven.A-Wurm generiert wurden.

    Ist das Zufall - oder habt Ihr das auch vermehrt festgestellt? Nicht, daß der Golem-Server infiziert ist...

  20. Re: Endlich

    Autor: Hauke 21.02.04 - 14:10

    Die Auflösung kannst Du auch konfortablel mit dem Programm krandrtray verändern.

    Probiers mal aus.

    Gruß
    Hauke

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