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Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

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  1. Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: Golem.de 04.08.04 - 09:21

    Die Stadt München hat ihr vielbeachtetes Projekt, die Stadtverwaltung auf Linux umzustellen, auf Eis gelegt. Die Stadtverwaltung soll zunächst untersuchen, welche Gefahren der Einsatz von Linux durch Softwarepatente mit sich bringt.

    https://www.golem.de/0408/32779.html

  2. Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Michael - alt 04.08.04 - 09:28

    Natürlich sehr schlecht für das Projekt und alle Beteiligten. Insbesondere tun mir die freien Mitarbeiter leid, denn sie machen so keinen Umsatz.
    Aber es ist sehr zu begrüßen, daß VOR dem Versenken von Steuergeld, mit der gehörigen Portion Bedachtsamkeit vorgegangen wird.
    Ich drücke dem Projekt natürlich die Daumen.

  3. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Nils 04.08.04 - 09:35

    Ich bin deiner Meinung. Wobei es auch eine wichtige Signalwirkung auf die verantwortlichen Politiker haben soll. Frau Zypries hat diese Sch**** zu verantworten. Hoffentlich hat sie dafür wenigstens von den Lobbyisten eine anständige Wahlkampfspende erhalten (weil ich mich weigere zu glauben das ein einzelner Mensch so blöd sein kann).

  4. Re: Umdenken?

    Autor: Whampa 04.08.04 - 09:36

    Vielleicht fällt auf diese Weise auch der Sinn- und Unsinn von etlichen banalen Softwarepatenten auf. Irgendwie habe ich aber den Verdacht, dass hier auch SCOs FUD-Strategie zu wirken beginnt. :-(

    Gruß,
    Whampa

  5. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

    Autor: Ralf Kellerbauer 04.08.04 - 09:47

    und wieviele weltweite 'Softwarepatente' sind bei Microsoft betroffen ?

    Das Internet wurde nicht von M$ erfunden, auch nicht TCP/IP.
    Oder stark komprimierende Mediaformate.
    Oder vieles im Umfeld der Officepakete

    Bei LINUX liegt nur alles offen.
    Problematisch sind natürlich alle Trivialpatente.
    Unberücksichtigt bisher, wie lange 'Softwarepatente' eigentlich überhaupt gelten - bei Medizin sinds typ. 20 Jahre.

    Hier wären vielleicht 5-10 Jahre für Softwarepatente sinnvoll und auch nur für spezielle Routinen.
    Trivialpatente sollten allerfalls unter 5 Jahre Gültigkeit haben oder automatisch überprüft werden von Schiedstellen (Denke da an den Mouseklick von Microsoft - seit 30 Jahren im Einsatz und 2003 von M$ dann patentiert - ohne je eine einzige eigene Gehirnzelle dafür eingeschaltet zu haben)

  6. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: MOK24 04.08.04 - 09:49

    Es fällt mir immer wieder auf, daß Politiker von IT und deren Einsatz in Unternehmen und Behörden ABSOLUT keine Ahnung haben.
    Deutschland wird technologisch immer weiter zurückfallen, befürchte ich.

    Gruß
    Martin

  7. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: Nils 04.08.04 - 09:51

    >Deutschland wird technologisch immer weiter zurückfallen, befürchte ich.

    Nein, wir sind jetzt einen Schritt weiter, wir fallen europaweit technologisch zurück!

  8. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: Hacker Harry 04.08.04 - 09:59

    tja...

    ich hoffe, dass die Redmonder nun zufrieden sind.
    (mist auch!)
    aber wie bereits von Ralf beschrieben...
    kann ja alles noch kommen.

    Best Bytes®,
    Harry

  9. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Fenris 04.08.04 - 10:01

    Und welche Patente werden von ClosedSource-Lösungen verletzt?
    Wenn man sich das Dokument zu der Liste von verletzten Patenten ansieht muss man entweder einen Lach/Schreikrampf bekommen was für Lächerlichkeiten da mit Patentschutz versehen sind, oder aber man muss sich fragen in welchem Produkt diese denn NICHT enthalten sind?

    Vom FFII die Liste der Möchtegern-Patente, welche durch den BasicClient verletzt werden:

    http://www.ffii.org/~blasum/basisclient/swpatmuc.pdf

  10. Die Linux-Versicherung

    Autor: Herr Kaiser 04.08.04 - 10:07

    Da gibt's doch eine Versichung, die man abschliessen könnte (http://www.osriskmanagement.com/), wäre bestimmt günstiger als die Kosten für eigene Prüfung alle Patente, und die dadurch verursachten Verzögerungen.

    Herr Kaiser

  11. Ist es nun endlich soweit...

    Autor: Onez 04.08.04 - 10:13

    dass die microsoft lobby windoze an muenchen verschenkt. Da kann man doch nicht nein sagen ...

  12. Re: Die Linux-Versicherung

    Autor: HAL9000 04.08.04 - 10:17

    Soweit ich weiss gilt diese Versicherung nur für das Betriebssystem das von diesen Patenten nicht betroffen ist. Es gibt ein PDF in dem die Patente drin sind die dort angemeckert werden, die beziehen sich auf Anwendungen wie z.B. MP3 und änliches.

    Deutlich erschreckender finde ich allerdings das man unabhängig davon wie schwachsinnig Softwarepatente sind davon ausgeht das ein kommerzieller Anbieter von dieser Problematik nicht betroffen ist. Wenn ein kommerzieller Anbieter Patente verletzt (was in der Vergangenheit schon oft vorkam, selbst bei dem grössten in der Branche) kann das genauso zu einem Problem bei dem Einsatz dieses Systmes in der öffentlichen Hand kommen.

    Als Weckruf war die Aktion ja recht gelungen, aus wirtschaftlicher Sicht Blödsinn.

    HAL9000

  13. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: Otto d.O. 04.08.04 - 10:20

    Wollen die Münchner Druck auf die Bundesregierung ausüben, um die Einführung von Softwarepatenten zu verhindern? Oder haben sie kalte Füsse bekommen und suchen nun eine Ausrede, um den Umstieg abblasen zu können, ohne das Gesicht zu verlieren?

  14. Kleine Liste der problem. Patente

    Autor: Fenris 04.08.04 - 10:22

    Das PDF mit der Liste gibts da:

    http://www.ffii.org/~blasum/basisclient/swpatmuc.pdf

  15. Re: Die Linux-Versicherung

    Autor: Otto d.O. 04.08.04 - 10:24

    Ein kommerzieller Anbieter kann praktisch genausowenig verhindern, irgendwelche trivialen SW-Patente zu verletzen wie jeder andere auch. Man kann sich also auf die Frage konzentrieren: Können wir die schädliche Wirkung von SW-Patenten verhindern; wenn nicht, bei welchem Anbieter besteht die grösste Chance, dass er die Patentproblematik vom Kunden fernhält? Aber durch so eine Denkweise (Patentproblematik vom Kunden fernhalten) werden die Grossen gefördert und die Kleinen abgewürgt, das kann doch nicht im Sinne der europäischen Politik sein.

  16. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: kressevadder 04.08.04 - 10:26

    Da kann man ja eigentlich einpacken!

    Hoffentlich merken nun auch die Herren Entscheidungsträger das sie mal wieder eine Karre in den Dreck gefahren haben - für mich sieht das ehr wie fünf NACH zwölf aus und nicht kurz davor.

    Ich wurde vorschlagen wir Techniker verweigern jetzt mal für ein Jahr den Juristen den Dienst ;-) Solange die uns aus Habgier kriminalisieren gibts kein Computer, Telefon, Handy und die Software für ihren BMW sollen sie auch selbst schreiben!

    Gruss

  17. Wehret den Anfängen!

    Autor: xpert71 04.08.04 - 10:27

    Heute München
    Morgen der Freistaat Bayern, obwohl ja die CSU recht gut mir M$ kann
    Übermorgen Deutschland
    Und demnächst DU!!!

    Willkommen im Jahre 1984.

  18. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Daniel 04.08.04 - 10:30

    Fenris schrieb:

    > Und welche Patente werden von
    > ClosedSource-Lösungen verletzt?

    Aber dann hat die Stadt München keine Verantwortung mehr. Z.B. könnte man bei Microsoft sicher gehen, dass Microsoft die Patentgebühren zahlt, die Stadt wäre also aus dem Schneider, aber da Linux nicht-kommerziell ist, kann keiner der Entwickler Lizenzgebühren zahlen, da er ja selber nichts mit Linux verdient und vermutlich würde das dann an den Usern hängen bleiben.

  19. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: hallo 04.08.04 - 10:30

    ROFL, der hat gesessen ;)

    Traurig aber war :(

    Mit normalen (nicht durch Geld? vernebelten) Menschenverstand kann man das ganze doch nicht verstehen, oder?

    Ich meine, wie kann man als "Vertreter des Volkes" und nicht irgendwelcher Firmen (die ganzen Lobbies >:( ) bzw. die einzigsten die von den Softwarepatenten Vorteile ziehen, werden die großen Firmen/Monopole sein. Die kleinen Softwarefirmen werden sich kaum wehren können.

    Man muss doch nur über den Deich schauen, Das Doppel-Click Patent ist ja wohl ein gutes Beispiel! Und sowas bei uns einführen?!

    Aber so ist unsere Regierung halt...

    Leider den Großen "gefallen" tun, selbst wenn es dem Bund nachteile bringt - ich hoffe jetzt, dass die SPD in München der Bundes-SPD bescheid gibt und so wie die Niederlande umschwängt.

    Man, als deutscher die Holländer unterstützen und als Vorbild nehmen *g* so weit ist es schon ROFL

  20. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Otto d.O. 04.08.04 - 10:34

    Davon kann man keinesfalls ausgehen. In den USA hat Microsoft einige Gerichtsprozesse am Hals, weil sie sich (IMO aus gutem Grund) nicht mit jedem Patentinhaber einigen. Grosse Portokassa gut und schön, aber wenn MS immer gleich zum Scheckbuch greift, wenn mal wieder jemand eine Trivialität patentiert hat, dann werden die Forderungen bald mit LKW-Zügen angeliefert.

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