1. Foren
  2. Kommentare (alt, bis 13.1.2005)
  3. Software
  4. Betriebssysteme
  5. Them…

Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Daniel 04.08.04 - 10:40

    Aber das Problem kann auf Microsoft abgewälzt werden, weil eine Firma greifbar ist. Wen willst du bei Linux verklagen? Es bleibt fast nur der Enduser.

  2. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Ich 04.08.04 - 10:41

    Ich denke genau das wird bezweckt. Auf den ersten Blick sieht das ganze ziemlich dumm aus, aber nur durch solche Aktionen kann man die Öffentlichkeit wachrütteln, so dass die Bundesregierung unter Zugzwang kommt. Und das ist ja schließlich das Ziel

    Gruß

  3. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Fenris 04.08.04 - 10:51

    Nehmen wir mal an da ist einer mit nem Patent der M$ absolut nicht leiden kann. Und dieses Trivial-Patent ist so trivial das es an jeder Stelle der Netzwerk-Kommunikation oder in der GUI oder sonst wo bei Win vorkommt. Wenn der Typ dann noch genug Kohle hat um sich den Spass zu gönnen M$ auf Unterlassung zu verklagen, dann kann auch ein BG nichts dagegen machen. M$ könnte zwar versuchen das Patent zu umgehen, aber wie man an der Liste vom FFII sieht, sind manche einfach nicht ersetzbar da zu trivial.

    Dann einfach alle Anwender der Reihe nach auf Unterlassung verklagen - da können die auch nur einpacken. Sollte OpenSource durch Software-Patente wirklich zerstört werden, dann wird sich das für die CS-Unternehmen rächen: es wird den einen oder anderen OS-Entwickler geben, der dan eben selbst Patente anmeldet und diese den CS-Firmen vorenthalten wird.
    Er ist ja nicht wie andere Firmen auf Patent-Cross-Lizenzen angewiesen.

  4. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: Michael - alt 04.08.04 - 10:54

    >Oder haben sie kalte Füsse bekommen und suchen nun eine Ausrede,
    >um den Umstieg abblasen zu können, ohne das Gesicht zu verlieren?
    Diese Frage habe ich in der anderen Diskussion ja auch gestellt. Ich habe sehr lange über unseren Disput nachgedacht und bin zu dem Schluß gekommen, daß Du Recht hast.
    Das Argument mit dem Herstellungsaufwand und Time-To-Market ist ein Investitionsschutz der herstellenden Industrie gewesen, der nötig war. Das trifft bei SW überhaupt nicht zu (analog Deiner Argumentation). Damit ist auch ein solcher Schutz hinfällig. Hinzu kommt, daß die Wahrscheinlichkeit, daß bei angenommen 200 Mio Softwareentwicklern in der Welt mehrere auf die annähernd selbe Weise dasselbe Problem lösen, sehr hoch ist, aber definitiv keine Spionage (wie im falle der früheren Bergündungen für das Patentsystem) stattgefunden haben kann, ist ein Patentsystem definitiv Quatsch.
    Ich bin ja schier umgefallen, als ich das Patent für den Softwareupgrade per USB in dieser PDF-Liste gelesen habe. Also daß USB-Aktivierung eine Action auslöst, ist ein Wesenszug von USB. Daß man nun eine mögliche Action patentieren kann, halte ich für, gelinde gesagt, überaus merkwürdig.

    Gruß

  5. @golem

    Autor: Nightwish 04.08.04 - 10:55

    Im Artikel steht einmal Limux, statt Linux :-)

  6. Nachtrag

    Autor: Fenris 04.08.04 - 10:55

    Die OS-Gemeinde sollte auch alle neuen Verfahren als Patent anmelden. Diese sollten dann wie der Source unter der GPL stehen. Eine Nutzung der Patente durch CS-Anwendungen sollte strikt verweigert werden.
    Schöne neue Welt...

  7. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Michael - alt 04.08.04 - 10:57

    >Sollte OpenSource durch Software-Patente wirklich zerstört werden,
    >dann wird sich das für die CS-Unternehmen rächen: es wird den
    >einen oder anderen OS-Entwickler geben, der dan eben selbst
    >Patente anmeldet und diese den CS-Firmen vorenthalten wird.
    Das wäre als Plan B vorzubereiten. Welche Organisation könnte da schon mal vorbereiten?

  8. Re: @golem

    Autor: Fenris 04.08.04 - 10:57

    Nennt sich das Projekt nicht so? Mischung aus Linux und München oder so...

  9. Re: Nachtrag

    Autor: Michael - alt 04.08.04 - 10:58

    Strikt verweigern ist Quatsch. Die Erlöse aus erbitterten Kämpfen könnten teilweise sinnvoll umverteilt werden und für anderen umgekehrte Schlachten bereitstehen.

  10. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Fenris 04.08.04 - 11:02

    Hey hey - Michael-alt, so kenn ich dich ja gar nicht, ich hätte jetzt eine Verteidigung von CS-Firmen und Pro-Patent-Argumente erwartet. So kann man sich positiv irren 8-)

    Hmm, ich denke die EFF oder auch die FFII kann so etwas initiieren, wenn dann noch ein RedHat Geldmittel für Patentanmeldungen beisteuern könnte 8-)

    Zuerst müsste eine Gesellschaft gegründet werden welche unter einer bestimmten Satzung die ganzen Patente treuhänderisch verwaltet (oder so). Da fällt mir ein: hat die EFF nicht so einen Art Schutz von Sourcen in ihrem Angebot? (Allerdings wohl mit dem Nachteil, dass sie auch als Urheber dann gilt.)
    Egal, weis ich grad zu wenig von, aber so was in der Art ist zumindestmal vorstellbar.

  11. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Johnny Cache 04.08.04 - 11:10

    Der Gedanke gefällt mir wirklich...

  12. Re: @golem

    Autor: derNiko 04.08.04 - 11:21

    Da sieht man mal wieder das ein altes Prichwort zutrifft :: NEVER CHANGE A WORKING SYSTEM!! Ich bin Azubi als Systemintergrator blablub... und verstehe einfach nicht wie man sich Linux antuen kann.

    Warum ist es ein Muss ? Wie kann das sein wenn noch nicht mal 0,1 Prozent der Münchener Beamten sich in Linux auskennt ???

    Bedenke wieviel Geld alleine die Umschulungen kosten würden. Bedenke all die Nächte in denen sich Mitarbeiter um die Ohren schlagen dürfen weil mal wieder nix läuft.

    Nein Liebe Golem Leser das sind keine Kinderkrankheiten das ist die bittere Realität.

    Viel Glück, Zeit und Nerven!

  13. @golem

    Autor: Scientist 04.08.04 - 11:22

    <klugscheiss>da steht auch "Am gestrigen Abend, dem 4. August 2004".....</klugscheiss> :)

  14. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Michael - alt 04.08.04 - 11:53

    Lach, das falsch einschätzen bringt die Strategie des kontroversen Diskutierens oftmals zwangsläufig mit sich. Mich bewegen die Fakten, die uns hinter Amerika so heftig herhinken lassen, mich bewegt, daß wir ein Land sind, in dem Denken und Innovationen schon immer angesagt waren, und mich bewegt, daß wir davon so wenig nutzen. In meiner Vorstellung ist es so, daß wir innerhalb der Globalisierung eine Super Rolle spielen können und das Thema Arbeit und Arbeitslosigkeit vom Tisch ist.

    Ich, daß OpenSource auf einem guten Weg ist und daß die Problempunkte so einer nach dem Anderen verschwindet. Was ich dabei nicht mag, ist, daß sich Firmen wie IBM, HP, SUN etc. mangels eigener Fähigkeiten des Themas annehmen und wie leider möglich, nicht besonders vorteilhaft ausgestalten. Aber das ist ein anderes Thema.

    Das mit der Gesellschaft ist sicher eine gute Idee. Fragt sich, wie man Freidenker (=OSS-Programmierer) in einer solchen Gesellschaft organisieren kann. Da ist ein Interessenskonflikt.....

  15. Re: Ist es nun endlich soweit...

    Autor: xyz 04.08.04 - 12:10

    ..ist es endlich soweit....das um 5 nach 12 ein Umdenken statfindet. So genannte "freie" Systeme hin oder her, bei den entsprechenden Mehrkosten vor allem indirect sollte man sich kein Abenteuer leisten.

    Interessant war ja bereits, das alle Aufträge bezgl. Linux nach Dresden gingen. Dresden erhielt, um konkurenzfähig zu bleiben, entsprechende "Ostfördergelder". Die sollten mit München geteilt werden. Initiert durch SED-PDS ler im grünroten Gewand mit sächsischem Zungenschlag im Münchener Stadtrat.

    Wußtet Ihr nicht?

  16. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: Otto d.O. 04.08.04 - 12:17

    Michael - alt schrieb:

    > Diese Frage habe ich in der anderen Diskussion
    > ja auch gestellt. Ich habe sehr lange über
    > unseren Disput nachgedacht und bin zu dem Schluß
    > gekommen, daß Du Recht hast.

    Freut mich zu lesen. Dann war unsere Diskussion wenigstens keine Zeitverschwendung. An der Frage "warum sind die grossen SW-Unternehmen in den USA, haben Patente damit zu tun" arbeite ich übrigens noch...
    Spricht übrigens eindeutig für dich, dass du sinnvollen Argumenten gegenüber aufgeschlossen bist. Falls dich mal jemand als Troll bezeichnet, dann brauchst du nur noch kommentarlos mit einem Link auf dieses Posting antworten.

    > Ich bin ja schier umgefallen, als ich das Patent
    > für den Softwareupgrade per USB in dieser
    > PDF-Liste gelesen habe. Also daß USB-Aktivierung
    > eine Action auslöst, ist ein Wesenszug von USB.

    Stell dir vor, du verwendets USB-Maus und USB-Tastatur (bei modernen PCs üblich), dann kannst du überhaupt keine Softwareupgrades mehr machen...

    > Daß man nun eine mögliche Action patentieren kann, halte ich für, gelinde
    > gesagt, überaus merkwürdig.

    Das ganz ganz traurige an den Softwarepatenten ist, dass sich viele von ihnen auf die Idee, nicht auf die Implementierung beziehen. Das wäre so, als hätte jemand ein Patent auf "Maschine, die Kraft erzeugt", statt auf "Benzingetriebener Kolbenmotor" erhalten.

  17. Re: @golem

    Autor: blub 04.08.04 - 12:19

    LOL da hat wohl jemand Angst um seinen Arbeitsplatz

    Ein Sysadmin der sich nicht mit UNIX auskennt, ist kein Sysadmin, sondern ein besserer Hausmeister...



    nur fals jemand wieder sinnlos flamen will ->
    Linux != Unix
    Linux In Unix

  18. Linux versagt also so früh...

    Autor: Manuel 04.08.04 - 12:19

    Linux versagt also tatsächlich schon SO früh...

    Eigentlich hätte ich mir denken können, dass die Münchner früher oder später kalte Füsse kriegen - in dieser oder ähnlicher Form wurde es ja immer prophezeit.

    Grosse Seifenblase Linux - und es geht weiter...

  19. Re: Eine vernünftige Entscheidung

    Autor: Otto d.O. 04.08.04 - 12:34

    http://www.openpatents.org/

  20. Re: Münchner Linux-Projekt vorerst auf Eis gelegt

    Autor: Steffe 04.08.04 - 12:36

    hallo schrieb:
    >
    > Man, als deutscher die Holländer unterstützen
    > und als Vorbild nehmen *g* so weit ist es schon

    Stimmt, das ist hart. Wie kommt es eigentlich, dass eine deutsche Regierung so bescheu... ähm unklug sein kann? Das ist man doch sonst nur von Vierte-Welt Ländern oder Bürgerkriegen gewohnt.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. NEW AG, Mönchengladbach
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Bonn
  3. Hannoversche Informationstechnologien AöR (hannIT), Hannover
  4. Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 22,99€
  3. 16,49€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programmierer als Künstler: Von der Freiheit, Neues in Code zu denken
Programmierer als Künstler
Von der Freiheit, Neues in Code zu denken

Abgabetermine und Effizienzansprüche der Auftraggeber drängen viele dazu, Code nach Schema F abzuliefern. Dabei kann viel Gutes entstehen, wenn man Programmieren als Form von Kunst betrachtet.
Von Maja Hoock

  1. Ubuntu Canonical unterstützt Flutter-Framework unter Linux
  2. Complex Event Processing Informationen fast in Echtzeit auswerten
  3. Musik Software generiert Nirvana-Songtexte

Garmin Instinct Solar im Test: Sportlich-sonniger Ausdauerläufer
Garmin Instinct Solar im Test
Sportlich-sonniger Ausdauerläufer

Die Instinct Solar sieht aus wie ein Spielzeugwecker - aber die Sportuhr von Garmin bietet Massen an Funktionen und tolle Akkulaufzeiten.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearables Garmin Connect läuft wieder
  2. Wearables Server von Garmin Connect sind offline
  3. Fenix 6 Garmin lädt weitere Sportuhren mit Solarstrom

Mars 2020: Was ist neu am Marsrover Perseverance?
Mars 2020
Was ist neu am Marsrover Perseverance?

Er hat 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet und sieht genauso aus wie Curiosity. Einiges ist dennoch neu, manches auch nur Spielzeug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer