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Interview: Elektra, die Linux Registry

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  1. Interview: Elektra, die Linux Registry

    Autor: Golem.de 02.09.04 - 11:52

    Auf der KDE-Konferenz stellt Avi Alkalay, Linux-Spezialist und Berater bei IBM, sein Projekt Linux Registry alias Elektra vor. Mit einem allgemeinen Backend für Text-Konfigurationsdateien will das Projekt eine einheitliche Registry für Linux etablieren. Die grundlegende Idee orientiert sich dabei zwar am Windows-Pendant, es sollen aber gezielt die Implementierungsschwächen der Windows Registry vermieden werden.

    https://www.golem.de/0409/33343.html

  2. im prinzip gut

    Autor: monkman 02.09.04 - 12:05

    auch wenn ich persönlich halbwegs klarkomme mit dem jetzigen editieren der configs(gentoo), ist ja online alles zur genüge beschrieben.

  3. @golem

    Autor: derDer 02.09.04 - 12:07

    Danke für solche Beiträge.
    Seitdem in der letzten Zeit öfter auch mal Beiträge in diesem Stil erscheinen, ist es wieder deutlich angenehmer geworden auf Golem zu stöbern - trashige Produktews hatten etwas zu sehr die Überhand gewonnen.
    Daher weiter so !

  4. Re: @golem

    Autor: anonymous 02.09.04 - 12:11

    das muss ich "derDer" recht geben, ich lese eigentlich mehr bei der "konkurenz" (warme online). freu mich aber immer sehr kurze interviews über (software)projekte zu lesen!außerdem find ich des von dem punkt her gut, weil es freie werbung für freie software ist, so soll und muss es sein! Danke golem.de

  5. klarkommen schon, aber...

    Autor: ROFL 02.09.04 - 12:15

    ...ich hab da keine lust zu und solange alles funktioniert wie es soll, interessiert mich die nervige meldung mit den 100 zu überprüfenden configs auch eher wenig. :)
    die beschreibungen sind halt auch immer recht umfangreich und enthalten eine menge infos, die man nicht braucht.

  6. Re: @golem

    Autor: igelball 02.09.04 - 12:19

    > das muss ich "derDer" recht geben, ich lese
    > eigentlich mehr bei der "konkurenz" (warme
    > online). freu mich aber immer sehr kurze
    > interviews über (software)projekte zu
    > lesen!außerdem find ich des von dem punkt her
    > gut, weil es freie werbung für freie software
    > ist, so soll und muss es sein! Danke golem.de

    Ich schliesse mich meinen Vorschreibern an. Danke golem.de und weiter so ;o))

  7. Re: @golem

    Autor: panzi 02.09.04 - 12:32

    Find ich auch.
    Was ich noch gut fände, wäre wenn ein neuer Unix "Standard" entworfen werden würde, der eben von so "modernen" Ansätzen wie elektra grauch macht. Elektra for POSIX! (Naja, zunächst mal reifen lassen.)

  8. Re: im prinzip gut

    Autor: /me 02.09.04 - 12:34

    Nein, im Prinzip eigentlich eher schlecht denn jedes Programm das auf diese eine Konfigurationsdatei zugreifen kann ist schließlich auch in der Lage diese Konfiguartionsdatei zu zerstören. Das erreichte Ergebniss: Nichts geht mehr (siehe System-Registry unter Windows). Dazu kommt das Problem, das eine eigentliche Trennung der einzelnen Konfigurationen zusehends automatisch vermanscht wird.

    Wenn ich sagen wir mal einen DNS-Dienst von einer Maschine auf eine andere schieben will, dann nehme ich mir einfach die Bindkonfiguration und kopiere sie auf die neue Maschine. Mit der Registry dagegen fange ich an die entsprechenden Parts erstmal rauszugreppen und dann (am besten noch an einen bestimmten vordefinierten Platz...) in der Registry des anderen Rechners wieder einzufügen. Außerdem geht mir die Fähigkeit verloren die Suffixe für ein z.B. testweise kompiliertes Programm komplett getrennt vom laufenden System halten zu können, ich muss also die Testkonfiguration in meine "produktive" Registry eintragen, das da auch mal was schief gehen kann (z.B. wegen zu wenig Kaffee ;)) das liegt ja auf der Hand.

    Ich bin der Meinung Unix sollte Unix bleiben. Man sollte die z.T. verwirrenden Ansätze von achso leicht bedienbaren aber gleichzeitig unadministrierbaren Systemen außen vor lassen.

    jm2c, /me

  9. Re: @golem

    Autor: TOM 02.09.04 - 12:39

    derDer schrieb:
    >
    > Danke für solche Beiträge.

    Dem schließe ich mich an.

    > stöbern - trashige Produktews hatten etwas zu
    > sehr die Überhand gewonnen.

    Warum nicht beides? Ich sehe darin keinen Widerspruch. Ein Mix aus Spiele- und Produktvorstellungen und "höherwertigen" Artikeln aus der Welt der ernsthaften IT trifft zumindest meine Interessen recht genau.

    Mein @golem: Was ich aber nicht lesen möchte, ist die Berichterstattung über Vaporware und die Vorstellung der 200sten Consumer-Digitalkamera. Etwas Besonderes sollten die Produkte schon zu bieten haben.

  10. Re: im prinzip gut

    Autor: Geek 02.09.04 - 12:41

    > Nein, im Prinzip eigentlich eher schlecht denn
    > jedes Programm das auf diese eine
    > Konfigurationsdatei zugreifen kann ist
    > schließlich auch in der Lage diese
    > Konfiguartionsdatei zu zerstören. Das erreichte

    Du hast den Text nicht gelesen. Elektra macht gerade diesen Fehler nicht. Es nutzt mehrer Dateien, die aber allen einen Standard entsprechen und über ein Framwork bequem verändert werden können.

    Eben gerade nicht eine Datei mit der man sich das ganze System zerschießen kann.

  11. ist das wirklich notwendig ?

    Autor: whynot 02.09.04 - 13:04

    Grade weil es bei Linux keine Registry im Windows-Sinne gibt, bin ich von dem Betriebssystem (Suse 9.0) sehr überzeugt. Warum will man sich also eine Schwachstelle ala Windows ins Haus holen ?

    Wozu muß man alles zentral speichern, was irgendwelche Programme angeht ? Ich finde es wesentlich angenehmer, mal ein Programm zu installieren, es auszutesten und bei nicht gefallen einfach zu löschen. Das geht ja unter Windows nicht so ohne weiteres, weil sich die Registry nach und nach zumüllt und zu Systemstörung führt.

    Generell bin ich der Meinung, daß ein Programm alle Config-Informationen in seinen Ordnern halten soll. Das ist schlußendlich wesentlich besser und leichter zu administrieren.

    Wie schwer die Windows-Registry zu handhaben ist, wissen sicher viele aus Erfahrung. Schließlich löschen viele De-Installprogramme unter Windows nicht mal alle eigenen Einträge...

    STEFAN aka whynot

  12. Re: Interview: Elektra, die Linux Registry

    Autor: registryhasser 02.09.04 - 13:12

    Ich denke jeder kann auf so ein Registry gemurkse wie bei windows verzichten. Jeder der sich eine Weile mit Linux/Unix beschäftigt hat (nicht KDE bzw. X, sondern auch auf der Shell) wird die Speicherung aller Infos in Config-Dateien zu schätzen wissen. Man schreibt sich ein Install Script und sollte man mal den PC neu installieren -> install script ausführen, das installiert die Pakete und kopiert die Configs rein.... FreeBSD installiert in 20 Minuten (inkl. aller Einstellungen die ich haben will.

    Früher oder später wird der Registry Blödsinn auch auf Linux aus dem Ruder laufen. Warum muss man so zwingend den MSlern hinterher rennen, wenn man doch so eine angenehme Plattform hat. Wohl weil immer mehr Chip und ComputerBild Leser erkennen wie TOLL doch Linux ist und dabei nur die Grafischen Oberflächen durchklicken können.

  13. Re: Interview: Elektra, die Linux Registry

    Autor: Stormking 02.09.04 - 13:18

    Ich denke, es geht eher um ein einheitliches Format der Configdateien sowie um ein paar Tools, um darauf zuzugreifen. Bisher hat jedes Programm sein eigenes Config-Format und muß das parsen desselben selbst implementieren. Wäre doch nett, wenn es da einen Standard gäbe.

  14. Re: im prinzip gut

    Autor: whynot 02.09.04 - 13:18

    ...aber dann verstehe ich den Ansatz nicht. Wenn ich schon mehrere Dateien habe, was für einen Vorteil habe ich ? Wenn ich die Konfigurationsdaten eines Programms in seinem Unterverzeichnis habe, dann habe ich ja auch mehrere Dateien.

    Auch was /me sagt bezüglich der Portierbarkeit von Testprogrammen stimme ich voll zu. Es ist einfacher, alles in einem Unterverzeichnis zu haben und dieses dann komplett verschieben zu können, als erst mühsam in der Registry (oder einer der Registry-Dateien) suchen zu müssen.

    Auch die Tatsache, daß es ein Tool gibt für die Administrierbarkeit überzeugt mich nicht. Die Erfahrung von (oder besser mit) Microsoft zeigt, daß das kein Schutz ist (man lese nur mal die Foren bezüglich der plötzlichen Rücksetzung der Registry auf einen Urzustand, der mich leider am letzten Freitag ereilt hat...).

    Sicherlich mag diese zentrale Speicherung auch Vorteile haben, aber m. E, überwiegen die Nachteile. Daher kann ich nur an alle Linux-Distributionen plädieren, von solch einem Vorhaben wie einer Linux-Registry Abstand zu nehmen.

    STEFAN aka whynot

  15. Noch eine Konfig-Verwaltung?

    Autor: Otto d.O. 02.09.04 - 13:19

    Jedes Programm sollte seine eigenen Konfig-Daten finden und verstehen können, davon kann man sowieso ausgehen. Ebenso allfällige Konfig-Dateien anderer Programme, die es aus irgendeinem Grund braucht (sagen wir: die Liste der verfügbaren Drucker). Aber das war es auch schon, und das klappt ja bereits.
    Damit eine Programm mit den Infos aus der Registry irgend etwas anfangen kann, muss es ja auch deren Semantik verstehen - ein einheitlicher Zugriffspfad alleine hilft da noch nicht. Aber wenn man das Verständnis der Semantik einprogrammiert, dann kann man doch auch den Zugriffspfad und die Syntax programmieren - so wahnsinning kompliziert sind diese Text-Dateien ja auch nicht zu parsen (Ausnahmen wie sendmail bestätigen die Regel).
    BTW: Im Gegensatz zu dem Unsinn, den der Typ im Artikel behauptet, können Programme ohne weiteres Konfig-Dateien ändern. Denn wenn sie diese nicht nur menschenlesbar, sondern vor allem auch maschinenlesbar - sonst hätten sie ihren Zweck verfehlt.

  16. Re: Interview: Elektra, die Linux Registry

    Autor: stareagle 02.09.04 - 13:19

    Hallo zusammen,

    ich muss meinen Vorschreibern zustimmen.
    Ich arbeitete zwar derzeit nicht viel mit Linux (zuwenig Zeit) aber ich finde dass Konzept bei Unix besser als bei Windows.
    Meiner Meinung nach sollten Konfigurationsinformationen des Betriebssystems und von Anwendungen (dazu rechne ich in diesem Fall auch Apache, Samba und Co.) strikt voneinander getrennt sein. Außerdem liegen - zumindest bei SuSE - die Konfigurationsdateien doch größtenteils in einem Ordner - war glaube ich /etc -, was mir persönlich reicht. Das einzige was ich noch gut finden würde wäre ein einheitlicheres Format der Konfigurationsdateien, z.B. die Kennzeichnung von Kommentaren oder ähnliches.

    MfG

    Stareagle

  17. Re: ist das wirklich notwendig ?

    Autor: TOM 02.09.04 - 13:24

    whynot schrieb:
    >
    > Grade weil es bei Linux keine Registry im
    > Windows-Sinne gibt, bin ich von dem
    > Betriebssystem (Suse 9.0) sehr überzeugt. Warum
    > will man sich also eine Schwachstelle ala
    > Windows ins Haus holen ?
    >
    > Wozu muß man alles zentral speichern, was
    > irgendwelche Programme angeht ? Ich finde es
    > wesentlich angenehmer, mal ein Programm zu
    > installieren, es auszutesten und bei nicht
    > gefallen einfach zu löschen. Das geht ja unter
    > Windows nicht so ohne weiteres, weil sich die
    > Registry nach und nach zumüllt und zu
    > Systemstörung führt.

    So schlecht wie beschrieben ist die Windows Registry auch nicht. Praktisch treten Probleme nur bei Anwendungen auf, die die Mechanismen schlecht nutzen (können dabei auch von MS kommen). Wenn ein Programm bei der Installation Keys anlegt und diese bei der Deinstallation nicht wieder entfernt oder durch ein abgebrochenes Update inkonsistente Zustände hinterläßt ist das nicht unbedingt die Schuld des OS (und es ist auch nicht unmöglich, es richtig zu machen).

    >
    > Generell bin ich der Meinung, daß ein Programm
    > alle Config-Informationen in seinen Ordnern
    > halten soll. Das ist schlußendlich wesentlich
    > besser und leichter zu administrieren.

    Und was ist z.B. mit /etc/*.conf und all den Abhängigkeiten? Der Bruch wäre genauso groß wie der im Artikel vorgestellt Ansatz.

  18. Re: Interview: Elektra, die Linux Registry

    Autor: Koshan 02.09.04 - 13:25

    Tja, das Problem ist, wenn man mehr Linuxbenutzer gewinnen will, dann muss das System einfacher werden. Ich finde einen Satz von dir in diesem Zusammenhang sehr bezeichnend.


    > Jeder der
    > sich eine Weile mit Linux/Unix beschäftigt hat
    > (nicht KDE bzw. X, sondern auch auf der Shell)
    > wird die Speicherung aller Infos in
    > Config-Dateien zu schätzen wissen.

    Es hat nunmal nicht jeder die Zeit, um sich intensiv mit dem arbeiten über die Shell zu beschäftigen.
    Die meisten Anwender möchten den Computer nur als Arbeitsgerät nutzen und nicht doppelt so viel Zeit wie sie sparen auf der anderen Seite wieder reinstecken müssen.

    Ich mache selber grade die Erfahrung, dass es nicht ganz einfach ist sich als Linuxeinsteiger vernünftig zurechtzufinden. Wenn ich mir dann vorstelle, wie jemand der sich nun nicht hobbymäßig mit dem PC beschäftigt davorsitzen würde, dann tut der mit ehrlich gesagt ziemlich leid. Er MUSS nämlich schon fast zwangsläufig vor der Komplexität von Linux verzeifeln.

  19. Re: Interview: Elektra, die Linux Registry

    Autor: whynot 02.09.04 - 13:26

    ich kann dem nur zu 100% zustimmen.

    Letztenendes hat doch jedes Programm seine eigene Config-Routine. Man denke nur mal an all die Spiele, die in Punkto Grafik, Sound, Gameplay usw. ein eigenes Konfigprogramm mitbringen (müssen).

    Auch "Standardsoftware" ala Open Office oder Microsoft Office bietet ein eigenes Konfigurationsmenü, Opera, Firefox, Internet Explorer... alle bieten eine Option "Einstellungen...". Ob ich diese Einstellungen nun unbedingt in einer zentralen Tegistry speichern muß, sei mal dahin gestellt. Der Anwender merkt davon nichts und hat auch keinen direkten Vorteil. Und der Programmierer hat immer das Risiko, daß er auch andere Programme stört oder ganz platt macht, wenn er einen Fehler beim Registry-Eintrag macht. Und dafür ein zentrales Tool zur Verfügung zu stellen, das die Einträge vornimmt... nun, dann haben wir bald M$-Zustände...

    Mit Win95 hat der ganze Schlamassel bei Microsoft doch angefangen ! Warum sollte jetzt Linux mit aller macht ebenfalls in diese Probleme rennen ?

    STEFAN aka whynot

  20. Re: im prinzip gut

    Autor: Lukas 02.09.04 - 13:28

    /me schrieb:
    >
    > Nein, im Prinzip eigentlich eher schlecht denn
    > jedes Programm das auf diese eine
    > Konfigurationsdatei zugreifen kann ist
    > schließlich auch in der Lage diese
    > Konfiguartionsdatei zu zerstören.

    Hmm.... und das ist bei getrennten Configfiles nicht möglich? Ist dir das bei Windows schonmal passiert? Ein Installationsprogramm kann Schaden anrichtet - bei getrennten Configfiles genauso wie bei einer zentralen Registry.
    Und bei Windows ist es ja auch nicht so, dass ich mit einem Programmierfehler beim Zugriff auf die Configs die ganze Registry zerschiessen kann (solange man nicht bösartig danach trachtet - aber das Problem hast du dann auf jedem System)

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