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GPL ruiniert Unternehmen

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  1. GPL ruiniert Unternehmen

    Autor: ProMIT 15.01.11 - 10:30

    Wikipedia: "Ursprünglich wurde Wine unter der MIT-Lizenz veröffentlicht, aber nach Streitigkeiten um Cedega, einem proprietären Fork von Wine, der seine Weiterentwicklungen nicht an Wine zurückgab, steht Wine seit März 2002 unter der GNU Lesser General Public License (LGPL). Deshalb basiert Cedega nur noch auf einer Version von Wine aus der Zeit vor dem Lizenzwechsel."

    Wäre Wine unter der MIT-Lizenz geblieben, hätte Cedega vielleicht noch über das Jahr 2011 hinaus bestanden. Aber die GPL ist ja bekannt dafür eine der unternehmensunfreundlichsten Lizenzen überhaupt zu sein. So wird das nix mit Linux.

  2. Re: GPL ruiniert Unternehmen

    Autor: HA 15.01.11 - 10:34

    Tja, warum hat Cedega (laut deinem Zitat) nicht selbst an Wine weiterentwickelt und stattdessen auf die kostenlosen Leistungen der Community zurückgegriffen?

    Aber, ach, was antworte ich die eigentlich? Das wurde Trollen wie dir doch schon 571253x erklärt...

  3. Re: GPL ruiniert Unternehmen

    Autor: Bone_ 15.01.11 - 13:22

    Leider hat Transgaming nie Code and die Wine-Entwickergemeinschaft zurückgegeben, sondern hat sich immer nur bedient. Die Frustration der Wine-Entwickler über dieses Verhalten ist massgeblich dafür verantworlich, dass sie sich entschieden haben, auf die GPL zu wechseln.

    CodeWeavers scheint es ja gut zu gehen. Aber sie haben auch schon immer sehr gut mit der Entwicklergemeinschaft kooperiert.

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Wine-Entwickler hier ein Vorwurf gemacht werden soll.

  4. Re: GPL ruiniert Unternehmen

    Autor: zhnujm 15.01.11 - 14:41

    Du hast doch selber gepostet was der Parasit (Cedega) getan hat. Hätte Cedega nur einen Teil zurückgegeben würde es Wine wohl noch unter der MIT Lizenz geben aber sie mussten ja nach dem gesamtem Arm greifen.


    ProMIT schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wikipedia: "Ursprünglich wurde Wine unter der MIT-Lizenz veröffentlicht,
    > aber nach Streitigkeiten um Cedega, einem proprietären Fork von Wine, der
    > seine Weiterentwicklungen nicht an Wine zurückgab, steht Wine seit März
    > 2002 unter der GNU Lesser General Public License (LGPL). Deshalb basiert
    > Cedega nur noch auf einer Version von Wine aus der Zeit vor dem
    > Lizenzwechsel."

  5. Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: egal0815 15.01.11 - 15:52

    Dank GPL haben wir heute überhaupt freie Systeme. Ich behaupte mal, ohne GPL gäbe es heute kein Linux.

    Das Gegenbeispiel BSD zeigt, wohin die Reise damit geht: siehe Apple. Die haben sich fast die komplette BSD-Suite unter den Nagel gerissen, daraus eines der abgeschottesten Systeme aller Zeiten gemacht und verdienen sich so mit der Arbeit anderer Leute eine goldene Nase. Haben die BSD-Entwickler davon profitiert? Und die BSD-Systeme, die es vor Apple gab, sind auch heute noch so "verbreitet" wie ein paar Stecknadeln im Heuhaufen.

  6. Falsch

    Autor: Aufzeiget 247 15.01.11 - 16:05

    Um ne breite installierte Basis zu schaffen, muss man in die Consumer-Ecke. Und da ist Linux, wie auch manches BSD durchaus vertreten. Auf Routern, in Settopboxen und in Fernsehern.

    Was Desktop-Betriebssysteme angeht, zeigt doch Ubuntu gerade wie man sowas macht: ganz einfach den Nerd-Faktor rausnehmen und das System einfach benutzbar, installierbar machen.

    Genau das gleiche hat Apple gemacht: ein Profi-System so lange glatt geschliffen, bis es komplett DAU-Gerecht wurde.

    Die anderen BSDs haben das nicht, weshalb sie sich auch wie Nadeln im Heuhaufen ausmachen.

  7. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: arglos 15.01.11 - 17:07

    Erst gabs Linux danach kam die Lizenz, nicht umgekehrt. Apple hat wenige Teile von BSD abgeändert übernommen und wo ist das Problem? Apple unterstützt massiv die Open Source Welt.
    Und erstens wurde BSD eine Zeit lang verklagt und 2. beinhalten/-et Linux an vielen Stellen BSD-Code. Wen interessiert ob UNIX/BSD Mainstream wird, außer ein paar Kellerkindern.

  8. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: anonym 15.01.11 - 17:44

    So sehr ich die Kundengängelung und Marktabschottung bei Apple auch verachte, ihre Open-Source-Politik kann man ihnen nicht vorwerden. Webkit (auch wenn es letztlich auf einen KHTML-Fork hinausgelaufen ist), MacRuby und LLVM sind nur ein paar Projekte, die ohne den Einsatz von Apples Ressourcen sicher nicht da wären wo sie jetzt sind.

    Dazu kommen Darwin oder der Darwin Streaming Server.

    Dem OP kann man trotzdem nur einen schmackhaften Fisch füttern.

  9. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: MonMonthma 15.01.11 - 18:05

    GPL 1989
    Linux 1991

    die GPL ist älter ;)

  10. Re: Falsch

    Autor: egal0815 15.01.11 - 18:24

    Der Unterschied zwischen BSD und GPL besteht aber in der "Kleinigkeit", dass jeder den Ubuntu-Source weiterentwickeln kann, während das bei OSX nicht möglich ist.

    Was bedeutet, dass die Anwender zwangsweise nur das benutzen können, was ihnen von Apple vorgesetzt wird, während die Ubuntu-User alle Freiheiten der GPL behalten.

  11. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: egal0815 15.01.11 - 18:32

    arglos schrieb:
    ---------------------------------------------------------------
    > Erst gabs Linux danach kam die Lizenz, nicht umgekehrt.

    Linux (d.h. der Kernel) wurde von Anfang an unter GPL gestellt. Also ist die GPL mindestens genauso alt.

    > Apple hat wenige Teile von BSD abgeändert übernommen und wo ist das Problem?

    > Apple unterstützt massiv die Open Source Welt.

    Apple unterstützt OSS nur zu einem kleinen Bruchteil. Unter "massiv" verstehe ich was anderes. Vergleich mal die Masse der OSS-Anwendungen eines Ubuntu-Systems mit der von OSX.

    > Und erstens wurde BSD eine Zeit lang verklagt und 2. beinhalten/-et Linux
    > an vielen Stellen BSD-Code. Wen interessiert ob UNIX/BSD Mainstream wird,
    > außer ein paar Kellerkindern.

    BSD-Unix kann "dank" BSD-Lizenz NIE mehr Mainstream werden, da nun Apple den Marsch vorgibt. Das kann bei Ubuntu nicht passieren. Wenn Canonical theoretisch irgendwann mal die User verprellen sollte (was ich nicht glaube), dann gibts einfach einen Fork von Ubuntu. Versuch das mal mit OSX :-)

  12. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: bstea 15.01.11 - 19:17

    Linus hat erst programmiert und dann begonnen sich Gedanken über die Lizenz zu machen.

  13. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: bstea 15.01.11 - 19:25

    Linus hat sich nicht aufgeschwungen das "Establishment" zu ändern; RMS hat sein Hurd immer politisch vorangetrieben.

    Ubuntu unterstützt so gut wie gar nicht Open Source!

    BSD hat nie solche Allmachtsfantasien wie Linux entwickelt. MacOS hat mit BSD bis auf seine Wurzel kaum was zu tun. Also hör auf Stuss so ein Stuss zu reden.

  14. Re: Falsch

    Autor: bstea 15.01.11 - 19:31

    Ist das der Grund warum Ubuntu Linux weit vor MacOS den Markt von Unixen anführt? *FACEPALM*

  15. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: Altes Kellerkind 15.01.11 - 19:36

    Haltet doch bitte BSD einfach raus.
    Wir wollen einfach gemütlich weiter ungestört im Keller sitzen, ständig compilern und Kaffeetrinken.

    Dankeschön!

  16. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: MonMonthma 16.01.11 - 02:45

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linus hat erst programmiert und dann begonnen sich Gedanken über die Lizenz
    > zu machen.


    Ja er hat 1991 begonnen Linux zu Programmieren, nachdem er sich im Januar des selben Jahres nen x86 PC gekauft hatte und mit Version 0.99, im Dezember 1992, wurde Linux erstmals unter der GPL veröffentlicht.

    Deswegen genauer:
    GPLv1 Januar 1989
    GPLv2 Juni 1991
    Linux August 1991
    Linux unter GPL Dezember 1992

  17. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: Johannsel 16.01.11 - 11:34

    anonym schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So sehr ich die Kundengängelung und Marktabschottung bei Apple auch
    > verachte, ihre Open-Source-Politik kann man ihnen nicht vorwerden. Webkit
    > (auch wenn es letztlich auf einen KHTML-Fork hinausgelaufen ist), MacRuby
    > und LLVM sind nur ein paar Projekte, die ohne den Einsatz von Apples
    > Ressourcen sicher nicht da wären wo sie jetzt sind.
    >
    > Dazu kommen Darwin oder der Darwin Streaming Server.
    >
    > Dem OP kann man trotzdem nur einen schmackhaften Fisch füttern.

    Naja, bei Webkit blieb ihnen dank GPL ja auch keine andere Wahl, als mit der Community zusammen zu arbeiten. Ansonsten hätten sie ihre HTML Engine von Grund auf selbst programmieren müssen.

  18. Re: GPL ruiniert Unternehmen

    Autor: QDOS 16.01.11 - 22:30

    zhnujm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast doch selber gepostet was der Parasit (Cedega) getan hat. Hätte
    > Cedega nur einen Teil zurückgegeben würde es Wine wohl noch unter der MIT
    > Lizenz geben aber sie mussten ja nach dem gesamtem Arm greifen.
    Bei der Verwendung von BSD-Lizenzierten Code kann man kein Parasit sein, da man dei einem gewährten Rechten und Pflichten auch erfüllt, wenn man eben nichts von dem, was man selbst entwickelt, veröffentlicht…

  19. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: QDOS 16.01.11 - 22:35

    egal0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BSD-Unix kann "dank" BSD-Lizenz NIE mehr Mainstream werden, da nun Apple
    > den Marsch vorgibt.
    Apple gibt überhaupt keinen Marsch vor. Die BSDler machen was ihnen passt, nicht was Apple ihnen sagt, daran ändert auch die Verwendung von BSD-tools in OS X was…

  20. Re: Vernichtendes Gegenbeispiel BSD

    Autor: Bachsau 02.02.11 - 21:25

    Ach Kinder, immer dieses Geflame und immer die selben Grundsatzdiskussion. Kaum schreibt einer "Cedega" oder "Linux" geht das los.

    Ihr schießt euch damit bloß Eigentore. Würde die Linux-Community nicht ständig alles verteufeln, was nicht streng dem Konzept freier Software folgt, wäre GNU/Linux auch auf dem Desktop sehr viel weiter verbreitet.

    Was die Microsoft und Apple Fanboys angeht: Euch bezahlt auch keiner dafür. Lasst es.

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